Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Freitag, 5. März 2021, 07:43

Testmöglichkeit Flächen ?

Hallo Zusammen,
-

mich würde interessieren, ob es Vorgaben/Richtwerte zum Testen der Flächen gibt.
-

Eventuell so in der Richtung: bei der klassischen Holm-Rippenbauweise muss der Flügel bei 1,2 Meter Spannweite ein Gewicht an der Flügelspitze von 1 Kg halten. Dabei darf sich die Flügelspitze maximal 5 cm nach unten senken.
-

Oder gibt es andere Methoden (ausser Gefühl durch Erfahrung) um die Flächen auf ihre Tauglichkeit hin zu beurteilen ?
-
Viele Grüße
harein

2

Freitag, 5. März 2021, 08:13

Nein, gibt es nicht

aus dem ganz einfachem Grund, weil für jede Flugzeugart andere Lastverhältnisse auftreten.
Eine Rolle spielt dabei das Profil, das Rumpfgewicht, der Flugstil und die Geschwindigkeit mit der geflogen wird.
Bei einem langsamen Segler ohne Kunstflugambitionen z.B. reichen evtl. 10g. Wenn ein 2m Segler 1kg Fluggewicht hat, wird der Rumpf (ohne Flügel, die tragen sich selbst) ca. 700-800g wiegen, bei 10g zerren am Flügel also ca. 8kg.
Ein Beispiel am anderen Ende wär z.B. mein Speedmodell "Fluxkompensator", da haben wir eine Belastung von über 140g errechnet.

Es gibt von Christian Baron ein Last-Berechnungsprogramm, das für Modellflug ausreicht. Genauer und komplizierter wirds dann, wenn man die Torsion noch mit einrechnen will.

Am einfachstes ist es, wenn du hier im Forum beschreibst welches Modell du bauen willst, dann gibts ein paar Fragen dazu und der ein oder andere kanns dir sicher ausrechnen, oder Erfahrungswerte geben.

3

Freitag, 5. März 2021, 12:40

Für zulassungspflichtige Großmodelle gibt es tatsächlich Abnahmeverfahren vor dem Erstflug - da werden die Flächen entsprechend der berechneten Last bei soundsoviel g mit dem Äquivalentgewicht in Sandsäcken belastet und damit die Struktur geprüft.

Das ist mit Sicherheit für einen HAST über das Ziel hinausgeschossen. Dies war ursprünglich ein Freiflieger und im wesentlichen nur dem Aufwind oder der Thermik ausgesetzt - und musste die Landung überstehen. Bei stürmischem Wetter bleibt der dann zuhause.

Ferngesteuert hat man jetzt aber die Möglichkeit, mittels Tiefenruder die Ausgangshöhe in Geschwindigkeit umzusetzen (Ablasser) und beim Ziehen des Höhenruders dies wieder abzufangen - mit entsprechender Lastzunahme an der Fläche. Der filigrane HAST wird nie so "vollgasfest" sein, wie das moderne CFK-Bolzgeräte mittlerweile sind.

Also die Struktur (konstruktiv) so fest wie möglich bauen, aber streng auf das Gewicht achten (leicht fliegt länger). Und sich beim Knüppeln zurückhalten.

4

Freitag, 5. März 2021, 19:54

Der filigrane HAST wird nie so "vollgasfest" sein, wie das moderne CFK-Bolzgeräte mittlerweile sind.Also die Struktur (konstruktiv) so fest wie möglich bauen, aber streng auf das Gewicht achten (leicht fliegt länger). Und sich beim Knüppeln zurückhalten
Das war die Überlegung auch bei der Frage. Hintergrund ist der, ob ich die Beplankung der Flächen weglassen kann ?

Da die Beplankung an den Knicken nicht durchgeht, sondern dort abgeschnitten und zum nächsten Flächenabschnitt gestoßen wird, frage ich
mich immer noch um den Effekt der Beplankung (gibt ja zig Modelle, die das weg lassen).

Einsatzbereich des Hast war auch als "Schönwetterflieger" und ganz entspannt gedacht, jedoch wenn man in eine
entsprechende Thermik gerät, sollte er das abkönnen ?

5

Freitag, 5. März 2021, 19:58

Die Beplankung dient hauptsächlich der Erhöhung der Torsionssteifigkeit. Der Holm dient der Biegesteifigkeit.
Wenn du die Beplankung weglässt besteht die Gefahr, daß der Flügel zu flattern beginnt, mit der Folge dass er "abmontiert".

mcxer

RCLine User

Wohnort: bei Köln

  • Nachricht senden

6

Freitag, 5. März 2021, 20:04

Ich habe einen Leichtwind-Segler in der Thermik verloren !

Oder besser gesagt, er ist dann in zwei Teilen zu Boden gekommen.

Aber, es gibt auch Flieger die sehr gut die Thermik annehmen und dennoch stabil sind.
Aus der Sicht heraus, würde ich einen Leichtwind-Segler nicht noch abspecken.
mfg
DX4/9/18, jede Menge umx Flieger

Ähnliche Themen