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Dienstag, 20. Januar 2009, 20:46

Depron Parkflyer verstärken

hallo,

habe in einer FMT (06/2005) einen Baubericht über einen Depron / Balsa Parkflyer von Franz Kayser gelesen. :ok:

Zur Frage:
Er hat (wie einige auch .. zu dieser Zeit) sein Modell im vorderen Teil mit leichtem Pappelsperrholz verstärkt, indem er zusätzlich zum Motorspant bis vor die Kabine 2 weitere Spanten eingesetzt hat.
Ein den Seiten wird danach innen je eine Verststärukungsleiste aufgeklebt, die bis Mitte des Modell reicht.

siehe Foto ...

Was macht Ihr zu Verstärkung Eurer Depron-Parkflyer ???
Spanten, Leisten ...wohin ? ???

Was hat sich bewährt ? ???



gruss
jürgen
»rubberducky« hat folgendes Bild angehängt:
  • depron_parkflyer_verstaerken.jpg
- MKEnF - Mini Kommission Entenflug - :applause:

2

Dienstag, 20. Januar 2009, 20:49

RE: Depron Parkflyer verstärken

würde sagen, dass hängt sehr stark vom Modell ab, von CFK Leisten über Plattenmaterial, Sperrholz, GFK.....hab ich schon so ziemlich alles eingesetzt :)

wichtig ist nur sinnvoll verstärken, übermäßiges verstärken bringt nur Gewicht und damitt wieder mehr Engergie, die das Modell beim Crash aufnehmen muss...
Fliegergruß Christian

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3

Dienstag, 20. Januar 2009, 21:24

RE: Depron Parkflyer verstärken

hallo Christian...

aahhh ... O.K ... dann hab ich mich falsch ausgedrückt ... ???

Hintergrund:
komme aus der "Segelfliegerecke" und hab Ende der 60er auch Freiflieger gebaut. Die waren wie beim Fachwerk - an ganz speziellen Stellen - verstärkt.
Und die Grundlagen der Bauweise waren den meisten Modellbauern in dieser Zeit bekannt.

Da ging es drum sehr leicht, aber trotzdem stabil zu bauen. :angel:

Sprich ... es gab eine (in etwa) immer wiederkehrende Art und Weise, Modelle aufzubauen (und zu verstärken). :ok:

Da gab es Vorträge über Lasteinleitung, Kräfteverteilung und Kraftübergänge.

Das Thema war in den 60ern und bis in die 80er noch wichtige Grundlage (Anfang 50er lag ich noch in den Windeln) :tongue:

Scheint einiges verlorengegangen zu sein ... oder ist das wirklich kein Thema mehr heute ???
(obwohl Spantenbauweise bei Depron wieder der Sache näher kommt...manchmal geht's eben nicht anders)

----------------

Also .. die Bauweise wie auf dem Foto ist eigentlich uralt ... aber in Gemischtbauweise mit Depron sinnvoll, oder ?

jürgen
- MKEnF - Mini Kommission Entenflug - :applause:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »rubberducky« (20. Januar 2009, 21:27)


4

Dienstag, 20. Januar 2009, 22:07

RE: Depron Parkflyer verstärken

ist durchaus sinnvoll, besonders beim Fahrwerk gibt es 2 Methoden, die immer wieder auftauchen: die "Beplankung" flächig an der Durchführung des Fahrwerkes verstärken, z.B. mit Balsa oder ähnlichem, oder eben die Kräfte möglichst gut über Spanten einleiten, auch hier wieder auf eine möglichst Großflächige Krafteinleitung achten...
Wirkliche "Patentrezepte" tauchen eigendlich nicht auf...

ich habe da auch noch so was vor mir :D
»Christian2005« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_1758.jpg
Fliegergruß Christian

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Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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5

Dienstag, 20. Januar 2009, 23:10

RE: Depron Parkflyer verstärken

Hallo Jürgen,

Christian hat's schon gut beschrieben:
es gibt kaum Patentrezepte, da die Modellkonstruktionen stark voneinander abweichen.

Aber eines stelle ich immer wieder fest: es wird häufig zuviel verstärkt.
Ein Depron-Modell kommt sehr weit "ohne alles" aus, zum Beispiel ist ein simpler Sperrholz-Motorspant, stumpf vor den Depron-Kastenrumpf geleimt, durchaus in der Lage einen BL-Antrieb der Shockflyer-Kategorie sicher festzuhalten.

Beim Stahldraht-Fahrwerk muss natürlich die Krafteinleitung verteilt werden, aber je nach Modellgewicht kann man da mit einer kleinen Sperrholzscheibe schon viel ausrichten.


Auch hier muss ich Christian völlig recht geben: viel Verstärkung bedeutet viel Gewicht, und das benötigt wiederum Verstärkung.
Die wahre Kunst ist, so leicht zu bauen dass kaum Verstärkungen nötig sind.

Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online: www.lange-flugzeit.de
Flugvideos, Bautipps und mehr: Youtube-Kanal

pramus

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Wohnort: Raum Stuttgart-> 30km nach Osten

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6

Dienstag, 20. Januar 2009, 23:14

RE: Depron Parkflyer verstärken

Abend Jürgen,

ja, ja früher haben wir auch anders gebaut. Nämlich mit Balsa und Kieferleisten. Das Balsa hatte an der Außenhaut nur 2 mm. Und jetzt bauen wir im Vergleich etwas kleinere, dafür aber sehr leichte Modelle!! Und das Depron ist 3 oder 6 mm dick. Schon allein mit der Gewichtsverminderung verringern wir proportional die damaligen Probleme der Last- und Krafteinleitung und Verteilung. Da müssen wir Alten etwas umdenken ;) , schleudern aber dafür nicht so, wenn die Schaumflieger wie gerade tendenziell zu beobachten wieder größer werden.

Zitat

Original von rubberducky
....
Was macht Ihr zu Verstärkung Eurer Depron-Parkflyer ???
Spanten, Leisten ...wohin ? ???
Was hat sich bewährt ? ???

Dazu und konkret zu Deinem Modell:
Spanten müßen schon ein paar sein. Es reichen wohl der Motorspant und dann je einer im Bereich des Flächenausschnitts vorne und hinten. Das tut. Und Dein Rumpf hat gleich noch auf der Oberseite an gleicher Stelle auch einen Ausschnitt, Also hast du da im Prinzip nur die Rumpfseiten, deshalb muß imho eine Verstärkung rein - und wenn schon dann gleich vom Motorspant bis hinter das Flächenende. Ich jedenfalls setze zu jedem Rumpfausschnitt (Fläche und/oder Cockpit) immer seitlich entweder 2mm Balsastreifen oder 1mm Sperrholz als Verstärkungen ein. Als ich das noch nich so gemacht hatte, waren die Flieger immer an den Ecken der Rumpfausschnitte gebrochen wenn die Landung mal wieder mehr wie ein heftiger Depron-Einpflanzungsversuch ausgesehen hatte.

Bei Christians Bild habe ich schon nachgedacht: Hinten CFK ,vorne unter dem Akku ein Holzleiste - aber zwischen den beiden Spanten nur das durchlöcherte Depron-Dreieck .... mir wär's zu mau und ich hätte da noch 2 x 2 gr. CFK spendiert.

Gruß Pramus

7

Mittwoch, 21. Januar 2009, 00:59

RE: Depron Parkflyer verstärken

Zitat

Original von rubberducky
... (Anfang 50er lag ich noch in den Windeln)...
jürgen



Ich übrigens auch ;)

Hallo Jürgen, meine Vor-Poster sind (zum Teil mir persönlich bekannte) versierte Depronisten und haben dich schon gut beraten.
Dennoch möchte ich noch ein wenig Senf dazugeben:

Meine ersten selbst konstruierte Depron-Modelle habe ich, wie zuvor bei der Holzbauweise von mir praktiziert, mit Holz so gewichtssparend wie möglich verstärkt.
Bei harten Landungen oder Abstürzen hielten die Verstärkungen, aber die angrenzenden Flächen waren häufig gestaucht, geknickt, oder gerissen.

Bei meinem SPAD XIII 1:8(der bunte mit der Nummer 5) verzichtete ich erstmals ganz auf Verstärkungen. Die untere Fläche ist mit Pattex Repair Extreme an die 3 mm dünnen Seitenteile des Rumpfes angeklebt. Die Fahrwerkstreben sind stumpf von unten an die Styrodurtragfläche angeklebt. Dreimal sind sie mir bei Crosswind-Landungen abgebrochen. Der (ja nur äußerliche) Schaden war jedes Mal nach wenigen Minuten behoben.
Das einzige Holzteil im Rumpf ist der Ringförmige Motorspant. Das Modell ist seit 3 Jahren quasi im Dauereinsatz, auch bei widrigen Bedingungen, hat viele harte Landungen und einige wenige Abstürze hinter sich. Dennoch sind keine nennenswerten Schäden sichtbar. (Hilmar Lange kennt dieses Modell übrigens seit seinen ersten Flügen in Rothenburg o.d.T. im April 2006)

In meinen über 400g schweren Gloster Gladiator habe ich lediglich eine Brücke aus Pappelsperrholz als Basis für den Fahrwerkbügel eingebaut. Alle anderen Teile im Rumpf bestehen aus 3 mm Depron. Das Modell ist bei einem seiner ersten Flüge nach Verlust des Antriebsakkus (Mann, ist das peinlich) aus ca. 50 m Höhe abgestürzt. Danach waren lediglich auf der Unterseite der Motorhaube ein paar "Scale" -Dellen zu finden. Das Modell ist allerdings, und zum Glück nicht nicht allzu hart aufgeschlagen.

Der Rumpf meiner kleinen Stampe, die ich erst vor ein paar Tagen in einem anderen Thread vorgestellt habe - ist von vorn bis hinten hohl. Lediglich der liegende Motorträger ist aus 3-mm-Pappelsperrholz. Das Teilchen hat etliche brutale Crashes hinter sich (schließlich habe ich sie zum Turnen in der Halle gebaut, und dabei geht auch mal was schief). Dennoch sind auch bei ihr keine nennenswerten Beschädigungen zu erkennen.

Fazit: Auch bei meinen künftigen Slowflyern, seien sie noch so originalgetreu gebaut, werde ich auf Verstärkungen möglichst verzichten, zumindest aber sehr sparsam damit sein.
Sicher gibt es aber Flugzeugtypen, deren Nachbauten an bei Flug oder Landung besonders beanspruchten Stellen, verstärkt werden müssen, um nicht beim Normalbetrieb abzumontieren. Das ist im Einzelfall zu beurteilen.

Für besonders wichtig halte ich es, die Baugruppen elastisch miteinander zu Verkleben. Mit Epoxy oder Pu-Leim geklebte Verbindungen brechen gern. Ich klebe stark beanspruchte Verbindungen überwiegend mit Pattex Repair Extreme oder mit vergleichbaren Klebern. Diese sind und bleiben elastisch, haben eine enorme Haftwirkung, sind geruchsfrei und überlackierbar.

So, das war´s.
Ich wünsche dir viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
und mit einem Bild von meinen nicht vertärkten Slowflyern (der beige SPADVII gehört meinem Sohn Ingo, gleiche Bauweise)
Wolfgang :w
»braun.wolfg« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_Doppeldeckerstaffel.jpg

8

Mittwoch, 21. Januar 2009, 08:45

Ooooh,
die versammelte Meisterschaft des Depronbau's (freu) antwortet. :w


Christian, Hilmar, Pramus, Wolfgang,
soweit verstanden ...
das hier ist schon mal wertvoll für mich (und undere die mitlesen): :ok:

..
Dein Rumpf hat gleich noch auf der Oberseite an gleicher Stelle auch einen Ausschnitt, Also hast du da im Prinzip nur die Rumpfseiten, deshalb muß imho eine Verstärkung rein - und wenn schon dann gleich vom Motorspant bis hinter das Flächenende. Ich jedenfalls setze zu jedem Rumpfausschnitt (Fläche und/oder Cockpit) immer seitlich entweder 2mm Balsastreifen oder 1mm Sperrholz als Verstärkungen ein.
..
In meinen über 400g schweren Gloster Gladiator habe ich lediglich eine Brücke aus Pappelsperrholz als Basis für den Fahrwerkbügel eingebaut
..
Für besonders wichtig halte ich es, die Baugruppen elastisch miteinander zu Verkleben
..
Für besonders wichtig halte ich es, die Baugruppen elastisch miteinander zu Verkleben. Mit Epoxy oder Pu-Leim geklebte Verbindungen brechen gern. Ich klebe stark beanspruchte Verbindungen überwiegend mit Pattex Repair Extreme oder mit vergleichbaren Klebern. Diese sind und bleiben elastisch, haben eine enorme Haftwirkung, sind geruchsfrei und überlackierbar.
..

AHA !!! Das sind wertvolle Tips :ok:

PS: Pattex Repair Extreme muss ich nun auch mal probieren

O.K ... es gibt zwar kein "Schema" wie es das früher bei den Balsamodellen gab, aber doch in etwa gleiche Aussagen und Vorgehensweisen.

Also nur da verstärken, wo es unbedingt erforderlich ist ...

... ich muss zum Verständiss sagen ... ich fliege überwiegend draussen bei ruhigem Wetter (Parkflyer)

@Wolfgang
Pfalz DIII, Nieuport28, SE.5.a hab ich schon "teilweise" fertig ..
bin momentan etwas der kleinen F-35 von Christian "verfallen"
(Schubvektorsteuerung ...unglaublich)


gruss
jürgen
- MKEnF - Mini Kommission Entenflug - :applause:

9

Mittwoch, 21. Januar 2009, 14:30

RE: Depron Parkflyer verstärken

Bei Christians Bild habe ich schon nachgedacht: Hinten CFK ,vorne unter dem Akku ein Holzleiste - aber zwischen den beiden Spanten nur das durchlöcherte Depron-Dreieck .... mir wär's zu mau und ich hätte da noch 2 x 2 gr. CFK spendiert.


hab ich gesagt, der sein fertig :D

keine Angst, das wird scvhon halten, das CFK hinten, weil ich das Gewicht der Triebwerke noch irgendwie abfangen muss, der Akku wird gar nicht soo weit vorne landen..

sorry für OT :shy:
Fliegergruß Christian

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