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1

Mittwoch, 22. April 2009, 23:30

V-Form bei profilierter Platte - wie bekommt man das gebacken?

HI!

Ich denke, gerade hier werde ich viele Depron-Spezialisten finden, daher hier der Post.

Mein Problem ist, dass ich keine Ahnung habe, wie man bei zwei gewölbten Deprontragflächen eine V-Form mit sauberem Abschluss erreicht.

Wenn ich zwei Kreisbogenflächen in V-Form aneinander halte, berühren sich diese ja nur ganz wenig in der Mitte.
Wie bekommt man das hin, das man da einen sauberen Schnitt setzen kann, damit die Flächen ohne Spalt zusammenpassen.

Dazu zerbreche ich mir schon seit einer ganzen Weile den Kopf, ohne auf eine andere Lösung als "Rumschnippeln bis es passt" zu kommen.

Thx 4 Info
Mike

Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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2

Mittwoch, 22. April 2009, 23:36

RE: V-Form bei profilierter Platte - wie bekommt man das gebacken?

Hallo Mike,

Du unterlegst jede Tragflächenhälfte in der Mitte (also dort wo der Knick entstehen soll) z.B. mit einem passgenauen Stück Styropor.
Dann erhöhst Du den Randbogen ebenfalls durch Unterlegen auf das passende Maß, so dass der V-Form-Winkel erreicht wird.
Nun gehst Du mit dieser Hilfskonstruktion bis genau vor die Werkbank-Kante und schleifst den Überstand vorsichtig und präzise mit einem exakt planen Schleifklotz oder einer Schleiflatte bei.


Wichtig dabei: das Werkstück gut festhalten bis der Arbeitsschritt komplett erledigt ist. Die Schleiflatte sollte mit hochwertigem Schleifpapier mit GROBER Körnung bezogen sein. Ich verwende für sowas 60er oder 80er Körnung und Nassschliffpapier.

Auch wichtig: der Schleifklotz wird an der senkrechten Fläche des Werktisches entlang der Kante geführt.

Eine Schleiflatte kann übrigens irgendein Stück Holz sein mit geeigneter Größe, auf das Du mittels Teppichklebeband das Schleifpapier aufklebst.


Wenn beide Flächenhälften derartig bearbeitet sind, passen sie saugend aneinander.
:ok:

Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online: www.lange-flugzeit.de
Flugvideos, Bautipps und mehr: Youtube-Kanal

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hilmar« (22. April 2009, 23:38)


3

Mittwoch, 22. April 2009, 23:47

das müßte doch dann auch ganz einfach mit einem heißen Draht funktionieren, wie son Käseschneider den man senkrecht runterdrückt !!! (natürlich auch mit unterlegen, wegen dem Winkel) :evil: :dumm: :D

Edit: ob sich der Aufwand sowas zu basteln, für eine Fläche lohnt, sei mal dahingestellt ?!?! :shake:
Gruß Ralf :w

Was nicht geht, fliegt bestimmt!!! :ok:

In Bierwurst ist gar kein Bier drin, die heißt nur so.Bei Blutwurst ist es ähnlich .... da ist auch kein Bier drin!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eichhörnchen« (22. April 2009, 23:53)


4

Donnerstag, 23. April 2009, 00:17

HI Ihr beiden!

Mit einer so raschen Antwort um diese Uhrzeit hätt ich ja echt nicht gerechnet 8)

@Hilmar
Ja, wenn man das so hört, leuchtet das eigentlich ein, und man fragt sich, warum man nicht selbst darauf gekommen ist :wall:

@R@lf
Die Idee ist zwar auch gut, der Aufwand ist mir aber doch zu hoch denke ich :dumm:

Jedenfalls danke euch beiden, jetzt kanns ja im Bau schon wieder ein Stück weiter gehen!

thx 4 Info
Mike

5

Donnerstag, 23. April 2009, 00:35

Moin Mike,
Geschwindigkeit ist hier manchmal keine Hexerei, nur Wunder dauern teilweise länger :D :ok:

Ich bin eigendlich viel gespannter was Hilmar (der Vielbauer und Werkzeugerfinder) zu meinem Vorschlag sagt ;) ..... vielleicht gibt es das ja auch schon in der Art und ich hab es nur noch nie gesehen :shy:

Du kannst ja später mal evtl nen Bild(er) von deinem Ergebnis hier einstellen, viel Spass beim bauen ==[]
Gruß Ralf :w

Was nicht geht, fliegt bestimmt!!! :ok:

In Bierwurst ist gar kein Bier drin, die heißt nur so.Bei Blutwurst ist es ähnlich .... da ist auch kein Bier drin!

Jürgen Be

RCLine User

Wohnort: Vaihingen/Enz

Beruf: Postler

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6

Donnerstag, 23. April 2009, 14:01

Hi zusammen,

die "Hilmar Methode" hätte ich jetzt auch empfohlen, aber sicher nicht so toll erklären können. In der Art hab ich das seither auch gemacht.
Mit dem "heißen Draht" geht das sicher auch sehr gut. Ich denk, kein Problem, wenn ein Schneidbogen, bez. Equipment zum schneiden vorhanden ist. Extra für die eine Aktion, das ganze anzuschaffen, lohnt wohl nicht. Wobei für "Wiederholungstäter" immer irgendwann, das Erstemal ist. :D Also ne gute Gelegenheit, sich mal damit zu beschäftigen. Ich hab so was leider auch noch nicht ;( Aber wer weiß, wie lange noch :nuts:

Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
http://hmsv.net/

7

Donnerstag, 23. April 2009, 16:22

Zitat

Original von Jürgen Be
.. Extra für die eine Aktion, das ganze anzuschaffen, lohnt wohl nicht. Wobei für "Wiederholungstäter" immer irgendwann, das Erstemal ist. :...
Gruß Jürgen :w


Bis ich Wiederholungstäter wurde, habe ich es auch genau so gemacht, wie von Hilmar (wie immer) perfekt beschrieben.

Inzwischen bevorzuge ich die Heißdraht-Schneidemethode. Da ich den meisten meiner Depronmodelle profilierte Tragflächen gönne, habe ich mir eine Schneidevorrichtung gebaut. Der Aufwand (weder finanziell noch zeitlich) ist gar nicht so groß.
Mit dieser Vorrichtung kann man schnell präzise Trennschnitte realisieren.
An den vorderen beiden Ecken der Schneidunterlage (Holzplatte) ist jeweils ein 90 Grad Metallwinkel angebracht. An diesen gleitet der Schneiddraht im rechten Winkel zur Schneidunterlage nach unten und durchschneidet z.B. eine Tragflächenhälfte an der Verbindunglinie zur anderen Hälfte. Indem man die Tragflächenhälfte außen unterlegt, erhält der Trennschnitt die gewünschte Neigung.

Der wesentliche Aufwand besteht nur darin, das zu schneidende Teil auszurichten und zu fixieren. Aber das muss man beim Schleifen ja auch.

Nachstehend ein Bild zur Veranschaulichung. Natürlich müsste man beim Schneiden die Tragflächenhälfte festhalten oder beschweren.

Zitat

Original von Jürgen Be
.. . Ich hab so was leider auch noch nicht ;( Aber wer weiß, wie lange noch :nuts:
Gruß Jürgen :w

@ Jürgen: ==[] ==[] ==[]
»braun.wolfg« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_DSC08520.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »braun.wolfg« (23. April 2009, 16:40)


8

Donnerstag, 23. April 2009, 16:31

Hier noch ein Bild von einem aktuellen Arbeitsergebnis.

Es ist die untere Tragfläche eines Doppeldeckers.
Profil NACA 2415.
Beim Schneiden habe ich die Tragflächenhälften wie von Hilmar beschrieben geneigt und darüber hinaus nach hinten geschwenkt. (Während des Schneidens lagen die ausgeschnittenen Flächen auf der Unterseite des Styrodurblockes, aus dem ich sie herausgeschnitten habe)

Nach dem Zusammenkleben der beiden Tragflächenhälften haben diese die gewünschte V-Form und Pfeilung.

Mit schneidigen, V-förmigen und gepfeilten Styrodurgrüßen ;)
Wolfgang
»braun.wolfg« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_DSC08521.jpg

9

Donnerstag, 23. April 2009, 18:32

:ok:

Ich bewundere immer wieder die sauberen Schnitte, die Du hinbekommst. Von Hand ist das ja nicht ganz so einfach ....

Matthias

10

Donnerstag, 23. April 2009, 20:20

OK gebe mich geschlagen, ich hab das "Rad" zwar nicht neu erfunden aber der Ansatz war gut (finde ich zumindest), wenn auch nen bischen umständlich, zumal ich mir erst son Gerät mit nem senkrechten Draht gebaut habe (ist aber für Formzuschnitte besser als als nen grosser Bogen, es sei denn man baut sich noch ne Halterung um den Bogen senkrecht hinzustellen oder sogar gleich im winkel hinzustellen, für Ruderanschrägungen usw.) :wall: :wall: :shy:
Gruß Ralf :w

Was nicht geht, fliegt bestimmt!!! :ok:

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11

Donnerstag, 23. April 2009, 21:54

Zitat

Original von Matthias R
:ok:
Ich bewundere immer wieder die sauberen Schnitte, die Du hinbekommst. Von Hand ist das ja nicht ganz so einfach ....
Matthias


Da ich mich nicht gern mit fremden Federn schmücke:

Ich lasse mir beim Schneiden meiner Flächen von zwei Freunden helfen. Der eine Freund heißt Schwerkraft, der andere heißt Zuggewicht.
Meine Aufgabe beschränkt sich darauf, den Schneidbügel so anzusetzen, dass der Schneiddraht auf den Schneidrippen aufliegt und sich an den durchzuschneidenden Schaumblock anschmiegt. Dann schalte ich den Schneidtrafo ein.
Anschließend zieht das Zuggewicht über Umlenkrollen an zwei Kevlarschnüren, deren Enden mit Haken am Schneiddraht befestigt sind.
Auch Trapezflächen lassen sich so ohne Helfer sauber schneiden.
Zählmarken auf beiden Schneidrippen sind nicht erforderlich.

Blöcke schneide ich allerdings von Hand zurecht. Ebenso geneigte Verbindungsflächen - wie schon zuvor gezeigt.

@ Ralf: Wenn du bisher nicht wusstest, dass schon jemand vor dir die gleiche Idee hatte, bleibt es trotzdem deine Idee, denn du bist ja selbst darauf gekommen. Also - willkommen im Club ;)

Das Bild zeigt meine Schneidvorrichtung beim Spalten einer 3 mm-Depronplatte.

Gruß
Wolfgang
»braun.wolfg« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_213_1310mod.jpg

12

Donnerstag, 23. April 2009, 23:45

@ Wolfgang: Danke für den Satz, geht runter wie Öl :D :D
Aber eine(?) Frage zu deiner Superschneideeinheit hätte ich trotzdem:
Da bei jeder Umlenkung Kraft verloren geht, müsste dann die rechte Seite ein wenig schneller sein oder ist dieser Verlust so gering, das man ihn vernachlässigen kann?
Und wie kriege ich so ein Gerät in meine kleine Werkstatt ohne draussen vor der Tür stehen bleiben zu müssen (vorsicht Ironie)?

Und danke für die Idee mit den Winkeln, baue ich mir halt noch nen vernünftigen Schneidebügel (ist ja schnell geklöppelt, son Ding) ==[]
Gruß Ralf :w

Was nicht geht, fliegt bestimmt!!! :ok:

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13

Freitag, 24. April 2009, 06:29

@R@lf

Zitat

Original von Eichhörnchen
@ Wolfgang: ... ist dieser Verlust so gering, das man ihn vernachlässigen kann?
[]



Ja .
Wenn du weitere Fragen hast, bitte per PN (wegen OT)

Gruß
Wolfgang