Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 11. Juni 2009, 16:24

Planung: DeHaviland DH.100 Vampire aus Depron

Hallo,

Ich habe vor ca. 8 Jahren eine Zeitlang einige HLG´s, Pibros und Nuris gebaut und geflogen. Leider fiel dieses Hobby fehlender Zeit sowie zum damaligen Zeitpunkt einer knapper Kasse zum Opfer.
So langsam möchte ich allerdings wieder einsteigen, gerade weil es heutzutage wesentlich einfacher zu sein scheint, kleine RC-Komponenten und Antriebe zu bekommen. Allerdings soll diesmal etwas "anderes" her.

Mein Wunsch wäre eine DeHaviland DH.100 Vampire aus Depron. Diese möchte ich nach einer drei-Seiten-Ansicht selbst bauen. Motorisiert mit einem Druckantrieb.

Ich würde gerne meine vorhanden Komponenten weiter nutzen, zu Verfügung stehen:
2x 8g billig-Servos
2x (unterschiedliche) 5,4g billig-Servos
2x Kokam LiPo 2s, 910mAh
1x unbekannter Brushless-Regler 18A
1x Axi 2204 Nachbau (Ikarus S2)
1x unbekannter Brushless mit angeblich 180W (kann gerne Fotos machen oder das Typenschild abschreiben)
1x 4 Kanal Empfänger (ca. 10 g)

Zuerst einmal, macht diese Modell für einen Wiedereinsteiger überhaupt Sinn? Den Bau traue ich mir zu, wie würdet ihr das Flugverhalten einschätzen?

Welche Spannweite wäre bei Einsatz der oben genannten Komponenten anzustreben? Kann ich sie überhaupt verwenden?

Gruß,
MonCalamamari

Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 11. Juni 2009, 21:07

RE: Planung: DeHaviland DH.100 Vampire aus Depron

Hallöchen!

Zuerst einmal wünsche ich viel Freude beim Wiedereinstieg, wie auch immer Dein künftiges Projekt dann letztendlich aussehen wird.


Aber wegen der Vampire sehe ich keine größeren Probleme.
Deine vorhandenen Komponenten kannst Du ohne Weiteres verwenden, solange Du die Modellgröße passend darauf abstimmst.

Meine ersten Gedanken zur Umsetzung sähen folgendermaßen aus:


- Spannweite 100 - 120 cm
- Baumaterial 6 mm Depron
- Tragflächen als ebene Platte
- Rumpf vielleicht für den Anfang als eckiger Kasten mit gerundeten Kanten
- Leitwerksträger als Depron-Kastenprofil, das Du um dünne CFK-Rohre baust
- Steuerung über Querruder, Höhenruder, Motor.
- EWD mit der ebenen Platte: 0 bis 1°

Das würde ohne Weiteres fliegen, mit einem angepeilten Gesamtgewicht von ca. 350 - 400 Gramm.
Du musst eventuell schauen ob ein hinreichend großer Propeller zwischen die Leitwerksträger passt, denn der Axi-Motor muss aus den 2S-Zellen schon die Leistung über eine vermutlich 9 bis 10 Zoll-Luftschraube herausholen.


Herzlichst
Hilmar.
»Hilmar« hat folgendes Bild angehängt:
  • vampire3view.jpg
Bauplanbibliothek online: www.lange-flugzeit.de
Flugvideos, Bautipps und mehr: Youtube-Kanal

3

Samstag, 13. Juni 2009, 19:46

Also,

bei den Servos kann man sparen, würde ich aber nicht. Gerade die beien (wie du selbst sagst) billig 8g Servos würde ich für etwas aufheben wo es weniger auf präzision ankommt. (warscheinlich wolltest du sie für die Querruder verwenden?)

Ich habe selbst einige "Conrad-Servos" (z.T erleichtert) im Einsatz.
Es lässt sich damit fliegen, wenn die Kassenlage es zulässt gibt es aber eine ganz klare Empfehlung von mir:

In dieser Klasse sind Hitec HS-55 meiner meinung nach der beste Kompromiss zwischen bezahlbarkeit und Präzision die es gibt. (Preis ca. 13€, gibts auch als 4er set online...)

Zur DH...
Ich finde es toll wenn du deine eigenen Ideen hast und die auch konsequent verfolgst.
Fliegen wird das mit Depron sowieso! Mach dir da keine allzu großen Gedanken...

Ein paar Gedanken von mir dazu weil ich (zwar mit einer YAK mit 1m) an ähnlicher Stelle bin wie du (3 Jahre "Abstinenz"):

Ich würde KEINE Brettfläche nehmen, es gibt ganz einfache Möglichkeiten eine profilierte Fläche (ich würde vollsym. nehmen) zu bauen, das bietet viel mehr Biegesteifigkeit, kann zerlegbar realisiert werden (120cm SP. ist schon was! besonders mit so langen Leitwerken) und muss nicht hässlich abgestrebt oder verspannt werden.
Tipps und URLs zu dem Thema kann ich dir gerne per PN senden.

Rumpf würde ich als Kasten bauen und in den Ecken innen Depron Leisten "aufdoppeln" dann wirds schön steif und du hast gut Futter zum verschleifen.
Falls du kein Fahrwerk verbauen willst schaff dir das breite Tesa an und beklebe den Rumpf am Boden (nach dem Finish)! Das schützt vor Steinchen und dicken Grasstoppeln und lässt auch mal weniger schöne Landungen relativ unbeschadet vorbei gehen.

Die Ruder würde ich mit breitem (glattem) Malerkrepp anbringen, etwas UhuPor drunter und das hebt für immer. Vorteil von Malerkrepp ist dass es überstreichbar ist.
wenn du fürs Finish nicht viel ausgeben willst und Wert auf Semi-Scale Optik legst probiers mal mit ganz normaler Wandfarbe aus dem Baumarkt! Ich habe Fassadenfarbe (weil Wasserfest) und mische mir meine Farben dann selbst. (abtönfarbe gibts mancherorts in 100ml Fläschchen).
Die matte Optik kommt bei so "kleinen" Maßstäben echt gut.

Ansonsten viel Erfolg, vor allem aber Spass am Wiedereinstieg.
Bei Fragen kannst dich gerne an mich wenden, und hier im Forum bist du eh gut aufgehoben!

Gruß Flo


EDIT:
bei 1m-1,2m solltest du eher von 500g ausgehen.
Die Lipos die du noch hast dürften bei 18A ihre grenzen erreichen.
180W Motor könnte reichen, kommt auf den Prop an!
Nimm auf jedenfall die Slowfly Props und einen "gummi-Prop-Saver"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Esculap« (13. Juni 2009, 19:48)


4

Montag, 15. Juni 2009, 11:57

Da dein Projekt mich nicht loslässt noch ein paar Gedanken:

du solltest falls du einen Prop verweden wirst der kleiner als 20cm ist lieber mehr als zu wenig Leistung (300W/kg) einplanen, da viel Leistung in der höhen Strahlgeschwindigkeit "verschwendet" wird die zum erreichen des nötigen Schubs gebraucht wird.

Insgesamt sollte der Motor entwerde eintsprechend hoch drehen oder du musst 3 Zellen verwenden...

Vorsicht beim Handstart!
Heckpropeller bieten ein starkes Gefahrenpotential !

5

Dienstag, 16. Juni 2009, 22:06

Schau doch mal hier:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…lightuser=46745

Ich hatte eine ähnliche Idee, wiee du!
Wenn du Fragen has, helfe ich dir gerne weiter...

lg
Gruß,:w
Micha


Rettet den Wald - Esst mehr Biber^^

Wer einen Rächtschraibfeler findet, darf ihn behalten!!!