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1

Donnerstag, 18. Juni 2009, 20:48

X-Twin Eigenbau hängt nur in der Luft

Hallo!

Ich hab mich grade endlich getraut, eminen X-Twin Eigenbau mit auf die Wiese zu nehmen.
Leider muss ich sagen, daß die Flugeigenschaften mit meiner "aus dem Bauch" Einstellung sehr bescheiden sind.
Das Modell geht in einen starken Anstellwinkel, bleibt sehr langsam und steigt nicht.

Welche Ursachen kann das haben und wie kann ich dem entgegenwirken?
Ich hab viel mit Schwerpunkt und EWD rumprobiert, aber bisher keinen optimalen Punkt gefunden.
Wenn der Akku gleich wieder voll ist probie ich noch etwas, aber das ist irgendwie nicht so richtig zielführend.

Gruß,

Kolja

PS.:
Um dieses Modell geht's (schlimmstenfalls find ichs auch als Standmodell nicht hässlich, aber fliegen wär schon schöner):

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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2

Donnerstag, 18. Juni 2009, 20:51

Ich würde aus dem Bauch heraus sagen: Ursache ist das dicke Profil mit geringer Flächentiefe.
Kann einen hohen Widerstand erzeugen, die Strömung reißt bei den geringen Re-Zahlen ab.
Eine einfache gewölbte Platte ist viel besser geeignet.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

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Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (18. Juni 2009, 20:54)


3

Donnerstag, 18. Juni 2009, 20:58

RE: X-Twin Eigenbau hängt nur in der Luft

In der Richtung hatte ich von Anfang an Bedenken.
Also grundsätzlich in dieser Bauform nicht flugfähig?

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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4

Donnerstag, 18. Juni 2009, 21:03

RE: X-Twin Eigenbau hängt nur in der Luft

Wie gesagt:

Die Fläche viel dünner machen.
Eine 6mm Platte mit ein wenig angeschliffener Wölbung oder eine gebogene 3mm Platte ist wesentlich besser geeignet, vllt. sogar eine ebene Platte, 3mm stark.

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…e&hilightuser=0

EDIT:

Als Standmodell brauchbar ;)

Als Flugmodell nicht.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (18. Juni 2009, 21:06)


5

Donnerstag, 18. Juni 2009, 22:27

Ausserdem sind die Motorenhalterungen sehr dick ausgefallen, bei den kleinen xtwin propellern kommen ja nur noch die äusseren 5 mm zur Geltung und bei der geringen Motorleistung sollte man nehemn was man kriegen kann und nichts verdecken.

Bleibt der Flieger überhaupt in der Luft? Schon das fände ich erstaunlich mit den dicken Tragflächen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »titi« (18. Juni 2009, 23:19)


6

Freitag, 19. Juni 2009, 00:24

Blieb schon irgendwie in der Luft, aber das war halt eher ein sehr langsames fallen, als ein fliegen.

Ich muss dazu sagen, daß dies mein erstes Modell überhaupt war und zumindest den Umgang mit dem Werkstoff Depron habe ich dabei gelernt.
Lerne ich jetzt im Redesign etwas über Aerodynamik und dann passt das :D

Hab vorhin kurz gewölbte Platten als Flächen ausprobiert, damit ist schon das Gleiten ohne Komponeten um Längen besser. Für die Optik hätte ich halt gerne eine geschlossene Fläche gehabt.

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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7

Freitag, 19. Juni 2009, 08:58

Zitat

Original von Ierwin
Hab vorhin kurz gewölbte Platten als Flächen ausprobiert, damit ist schon das Gleiten ohne Komponeten um Längen besser. Für die Optik hätte ich halt gerne eine geschlossene Fläche gehabt.


Wenn Du eine geschlossene Fläche haben möchtest, solltes Du sie recht dünn auslegen.
Eine 6mm Depronplatte mit angeschliffenem Profil sollte ausreichen, zur Tragflächenspitze (Randbogen) hin dünner machen (3mm)

Zum Profil:
Von der Nase an das erste Drittel der Fläche ansteigendes Profil mit starker Wölbung, danach 2/3 wieder auf Endleistenstärke mit geringer Wölbung.
Die Reihenfolge der ersten Schliffe sind nummeriert, danach etwas verrunden.
»Elektroniktommi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Profil.jpg
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (19. Juni 2009, 08:59)


8

Freitag, 19. Juni 2009, 13:40

Das sieht gut aus, ich werd's mal probieren.
Muss aber erst noch 6mm Depron besorgen.

Die Sache mit den Motorhalterungen überdenke ich auch nochmal. Ich hätte schon gerne diese Optik. Da ich keine anderen Motoren/Props verwenden kann bleibt nur das gesamte Modell zu verkleinern.

9

Freitag, 19. Juni 2009, 14:06

Wenn du die Motorhauben vorne abrundest müsste er auch besser gehen.

Pic Killer

RCLine User

Wohnort: Dorsten

Beruf: Werkstoffprüfer

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10

Freitag, 19. Juni 2009, 15:07

Zitat

Original von @Seb
Wenn du die Motorhauben vorne abrundest müsste er auch besser gehen.


Kleinere Hauben bringen da nichts. ;)

Das Profil ist extrem dick und hat den höchsten Punkt auch noch recht weit vorne liegen.Außen wird es anscheinend irgendwie platt.

Eine etwas gewölbte Platte ist da schon ok, Durch die Wölbung wird sie nebenbei auch noch stabiler.

Paraplayer

RCLine User

Wohnort: Wolfsburg

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11

Freitag, 19. Juni 2009, 15:29

wenn ich mir das Bild genau betrachte, sieht es so aus als wenn dein Flieger ein symmetrisches Profil hat. Dadurch bedingt auch der hohe Anstellwinkel. Sonst könnte ja kein Auftrieb entstehen, da im Horizontalflug bei einer symmetrischen Fläche der Auftrieb nach oben und unten erzeugt wird und sich dadurch gegenseitig aufhebt.

Elektroniktommi hat schon recht - dass Profil ist zu dick. Die Flächentiefe dürfte meines Erachtens okay sein, wenn du ein asymmetrisches Profil verwendest. Das von elektroniktommi sieht ganz gut aus.

Die Motorgondeln würde ich zu den Props hin etwas verjüngen, dann heben die Propeller auch einen besseren Wirkungsgrad.

Ansonsten sieht der Flieger schick aus. Berichte mal weiter über deinen Selbstbau (vielleicht auch mit Bildern).

P.S.: Hast du eigentlich alle 4 Props angetrieben? Wenn nicht, würde ich nur die Äußeren antreiben. Dadurch dürfte der Flieger besser in die Kurven zu steuern sein. Eine leichte V-Form an der Fläche bringt auch eine stabielere Fluglage.

Viel Erfolg beim Bauen
Gruß Paraplayer
Kestrel 500 SX
Walkera 4#3b full-BL
Silverlit PicooZ
Paracopter Gold Rosita
MPX Easystar
MPX Easyglider
Comco C22 Aero

Graupner MX-16s

12

Freitag, 19. Juni 2009, 18:38

Eine Möglichkeit gibt's noch bevor Du das Modell auseinander reißt: Vergrößere mal den Motorsturz. Könnte schon helfen ;)

Wirklich gut wird's nur mit einem dünneren Flügel.

13

Freitag, 19. Juni 2009, 19:05

Das Bild täuscht etwas, das Profil ist nicht symmetrisch.
Ich messe gerade nochmal den Motorschub. Die nackten Motoren bringen 16g (alle 4 zusammen), gleich folgt ein Test mit Motorgondeln.
Ein normaler X_Twin hat glaube ich so 15g mit 2 Motoren, also etwa halb so viel Schub, wie Gewicht. Die erste Version des Modells lag bei 34g Abfluggewicht, ich denke das lässt sich noch etwas verringern, alleine schon durch die anderen Flächen.

Ansonsten habe ich mich entschieden, nochmal neu anzufangen.
Nach dem Ablösen der Flächen sieht der Rumpf nicht mehr ganz so schön aus.

Dann mach ich bei dieser Gelegenheit auch gleich einen Bauplan und fotografiere die einzelnen Schritte. Am erstem Modell ist viel durch Ausprobieren entstanden und daher nicht wirklich nachbaubar.

Ich werde dann einen neuen thread aufmachen und hoffe auf Eure Mithilfe bei der Konstruktion.

Gruß,

Kolja

*edit*
Mit vollem Akku sind es sogar 19g Schub...

*nochn edit*
Mit Motorgondeln sogar noch 18g!
Gondeln haben einen Durchmesser von 22mm, so ein X-Twin Prop hat 45mm. Sogar die leichte Abrundung scheint da schon zu reichen.

hier geht's weiter

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Ierwin« (19. Juni 2009, 20:50)