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Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 14. Juli 2009, 20:16

Depron biegen

Hallo,
ich fass es nicht! Ich hab heute tatsächlich die Faserrichtung des Deprons entdeckt, von der immer alle reden. Aber um die zu finden, dafür braucht es schon das richtige Licht und etwas Glück. Dann hab ich durch Kugelschreibertest auch noch die glattere und rauhere Seite unterscheiden können.
Das hat für mich bisher immer alles total gleich ausgeschaut.
Absolut genial, wie leicht sich das Depron dann biegen lässt, ich kanns jetzt quasi im 180° Winkel glattdrücken! Absolut genial das Zeugs. Mir is das bisher immer gebrochen beim stärkeren Biegen, trotz Klebeband, weil ich anscheinend immer zufällig die falsche Seite und Richtung erwischt habe. Darum bin ich zur Halbschalenbauweise übergegangen. Aber nun mit dieser Erleuchtung, kann ich endlich auch mal wieder die Jomari- und JK-Methode richtig anwenden und super Flügel einfachst bauen.

Also, für alle, denen es bisher genauso ging wie mir, hier die Lösung:
Die Biegung muß im 90° Winkel zur Faserrichtung geschehen, damit die Biegestelle stabilisiert wird, UND es muß die glattere Seite draußen an der Biegung sein.
Die glattere Seite hab ich rausgefunden, indem ich beide Seiten mit Kugelschreiber beschrieben habe. Die glattere Seite lässt sich leichter beschreiben, läuft leichter und leiser drüber.
Die Faserung hab ich durch indirektes Licht von oben und Plattendrehen um 90° entdeckt.
Also vorm Biegen natürlich erstmal eine Biegekante reindrücken, ich mach das mit einem 1m langen Aluwinkel.

Hier noch ein anschauliches Bild.

Grüße,
Luftschrauber
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  • depron_biegen.jpg
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Master-of-desaster

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2

Mittwoch, 15. Juli 2009, 21:22

zu den fasern
wen man(n) das depron reist kann man es auch erkennen bei mir war das so :
rein aus zufall depron gerissen in der richtigen richtung konnte man das depron gut reissen wen man in 90 grad winkel zu den fasern reisst dan kann man es schlächter reissen und man reisst eine ´kurve´ in die richtung der fasern.

mfg pascal

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Master-of-desaster« (15. Juli 2009, 21:26)


Luftschrauber

RCLine User

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3

Mittwoch, 15. Juli 2009, 22:24

Oder an der Biegestelle einfach beidseitig die Depronhaut abschleifen hab ich mal gelesen und heute ausprobiert, funktioniert. Weil die Faserung ist ja nur in der Haut, also das Problem einfach wegschleifen :) Dann ist die Biegung auch weniger gespannt.
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Tropper71

RCLine User

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4

Donnerstag, 16. Juli 2009, 22:08

Oder man nimmt die Platte einfach in die Hand und biegt sie kurz in die eine und dann in die andere Richtung.
Dann merkt man das schon vom Gefühl!
:w
Der Sinn einer Aktion liegt im Unsinn ihrer Ausführung! :wall:

Pic Killer

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5

Donnerstag, 16. Juli 2009, 22:21

Jep, genauso isses. Oder bei ner kompletten Platte,läuft die Faser in die längste richtung. Und Depron läßt sich ohne Hilfsmittel nicht um 180Grad biegen. das war dann das weiche Konkurrenzprodukt :tongue:

Tropper71

RCLine User

Wohnort: Lietzen, MOL

Beruf: Fluggerätelektroniker, Elektromonteur a.D.

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6

Donnerstag, 16. Juli 2009, 23:16

Zitat

Original von Pic Killer
....das war dann das weiche Konkurrenzprodukt :tongue:


Sprich Silitron ;)
Der Sinn einer Aktion liegt im Unsinn ihrer Ausführung! :wall:

Paul H.

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Beruf: freiberuflicher Techniker

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7

Donnerstag, 16. Juli 2009, 23:23

Für mich, und meinen Baustil das bessere "Depron" :D

(Keine Brettprofilkreuzrumpfflieger)
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

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Tropper71

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Wohnort: Lietzen, MOL

Beruf: Fluggerätelektroniker, Elektromonteur a.D.

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8

Donnerstag, 16. Juli 2009, 23:59

Richtig! Und wenn man es laminiert und lackiert hat ist das fast besser als das Original!
Der Sinn einer Aktion liegt im Unsinn ihrer Ausführung! :wall:

axr33

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Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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9

Freitag, 17. Juli 2009, 13:23

Hallo zusammen

Bei ganz kleinen Flugobjekten oder bei Beplankungen mit Depron schneide oder
fräse ich selbiges entsprechend dünner.
Die Depron-Platten mit 0.6 - 1.0 mm lassen sich so recht gut biegen und verarbeiten.
Ausserdem ist das Gewicht so absolut unglaublich niedrig!

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

Luftschrauber

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10

Sonntag, 19. Juli 2009, 15:19

Also mal abgesehen davon, daß die Hauptsteifigkeit des Flügels eh vom Holm kommt, wäre es doch für etwas zusätzliche Steifigkeit eher besser, die Faserrichtung parallel zur Spannweitenrichtung auszulegen, damit käme dann noch etwas Zugfestigkeit der Faserung hinzu...dafür müsste ich halt die Biegestelle der Nasenleiste auf jedenfall die Depronhaut abschleifen, weil ja die Biegekante parallel zur Faser verläuft, und somit brechen würde. Das Selitac wird ja auch so verwendet, nur brauchts nicht abgeschliffen werden, weil weicher.
Was meint ihr?
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.php

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nils_m

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Beruf: 11Kl Gym.

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11

Sonntag, 19. Juli 2009, 17:36

Zitat

Original von Luftschrauber
Also mal abgesehen davon, daß die Hauptsteifigkeit des Flügels eh vom Holm kommt, wäre es doch für etwas zusätzliche Steifigkeit eher besser, die Faserrichtung parallel zur Spannweitenrichtung auszulegen, damit käme dann noch etwas Zugfestigkeit der Faserung hinzu...dafür müsste ich halt die Biegestelle der Nasenleiste auf jedenfall die Depronhaut abschleifen, weil ja die Biegekante parallel zur Faser verläuft, und somit brechen würde. Das Selitac wird ja auch so verwendet, nur brauchts nicht abgeschliffen werden, weil weicher.
Was meint ihr?

Stell dir vor, die meisten (eher alle) Holzflächen werden auch mit der Faserrichtung parallel zur Spannweite aufgebaut. Dies ist eine bewährte Bauweise, bzw die einzig logische. :D

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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12

Sonntag, 19. Juli 2009, 21:14

Zitat

Original von Luftschrauber
dafür müsste ich halt die Biegestelle der Nasenleiste auf jedenfall die Depronhaut abschleifen, weil ja die Biegekante parallel zur Faser verläuft, und somit brechen würde. Das Selitac wird ja auch so verwendet, nur brauchts nicht abgeschliffen werden, weil weicher.
Was meint ihr?


Nicht ganz.

Vor dem Biegen breites Tesa dorthinkleben wo die Aussenseite der Nasenleiste sein wird, innen genau an der Nasenleiste das Depron zusammendrücken (Feuerzeuge eignen sich prima), und so biegen, durch das Klebeband bricht da selbst bei engsten Radien nichts.

Bei Bedarf kann man, nachdem der Flügel verklebt ist, das Klebeband abziehen (auch da bricht dann nichts) ich lass es immer drauf, eine etwas stabilere Nasenleiste schadet nie.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

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Luftschrauber

RCLine User

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13

Sonntag, 19. Juli 2009, 22:48

@Paul: Gut, werd ich nochmal so probieren, diesmal mit dem gutklebenden Tesa-Paketband, früher hab ich so ein schlecht klebendes Billigband benutzt, das hat sich beim Biegen gelöst und darum hats Knax gemacht...

@Nils: Ok :)
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JAP

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14

Montag, 20. Juli 2009, 07:28

Hey Luftschrauber,
Ich biege seit vielen Jahren Depron, für Flächen komplett ohne Rippen auch Nasenleisten ohne Tesa. daher folgende Anmerkungen zu deinem Beitrag.
Die Faserrichtung muß unbedingt paralell zum Holm bzw zur Querachse verlaufen. Daß die glatte Aeite nach aussen kommt sehe ich anders. Die glatte Seite reißt wesentlich schneller als die Andere, daher empfehle ich die glatte Seite nach unten (wölbung innen / konkav) zu nehmen. Anschleifen ist immer eine gute Methode sobald die Radien enger werden sollen, bedenke jedoch daß sich angeschliffenes Depron anders lackieren läßt.

Die Biegerichtung ist wie Tropper71 sagt am einfachsten per Hand herauszufinden. Oder man orinetiert sich am Depron schriftzug der immer paralell zur "Maserung" läuft.

Auch bei Brettflächen a la Shocky ist die Faserrichtung schon alleine wegen der zusätzlichen Stabilität zu berücksichtigen.

beste Grüße, Jeremy
Gravity is not just a good idea - it´s a law !

Luftschrauber

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15

Montag, 20. Juli 2009, 10:36

Hi Jeremy,

Zitat

Original von JAP
Die Biegerichtung ist wie Tropper71 sagt am einfachsten per Hand herauszufinden. Oder man orinetiert sich am Depron schriftzug der immer paralell zur "Maserung" läuft.


stimmt, habs grade ausprobiert, durchs Biegen erkenn ich wirklich eindeutig die weiche und die steife Richtung. Somit wäre das wirklich die eindeutigste und einfachste Methode zum Ausrichten. Aber mein Depron läßt sich ohne Schleifen nur bruchfrei biegen, wenn ich die glatte Seite außen habe und die rauhe Seite innen, also die glatte Seite gestreckt wird und die rauhe Seite gestaucht wird.

Bei meinem Depron steht leider kein Depron-Schriftzug drauf, wahrscheinlich weil ich das Zeugs im Architekturladen kaufe, und es daher sauber und weiß sein muß. Es wird aber ausdrücklich als "Depron" angeboten. Ich kauf immer das in 3mm.

Grüße,
Luftschrauber
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luftschrauber« (20. Juli 2009, 10:43)


16

Montag, 20. Juli 2009, 13:42

Klebeband

Hallo!
Falls ihr ein Klebeband sucht, das vernünftig auf Depron, Selitron usw. hält, dann solltet ihr Tesa 4124 nehmen (klares Tesaband, innen in der Rolle steht die 4124). Damit baue ich schon seit längerem Modelle nach der Optimisten-Methode und das Zeug hält wunderbar, selbst bei stärksten Biegungen. Und beim Föhnen komprimiert es sich sogar leicht, was die Gestaltung von formstabilen Rümpfen ermöglicht.
Falls jemand noch nicht weiß, wie die Optimistenmethode funktioniert:

http://www.parkflyer.de/
und dann auf Tipps & Tricks; How to build

oder sehr ausführlich z.B. hier:
http://www.warbirdforum.de/forum/thread.php?threadid=11835

Viele Grüße
Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »dochilli« (20. Juli 2009, 13:45)


Luftschrauber

RCLine User

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17

Montag, 20. Juli 2009, 13:48

Hallo Martin,

danke für die Tips, das mit dem Tesa-Klebeband kann ich bestätigen, hab grad nachgeschaut, ich hab das gleiche, das 4124, das klebt wirklich gut auf Depron! :) Also viel besser als mein voriges Billig-Band.
Ich werd mir die Links dann mal anschauen.

Grüße,
Luftschrauber
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18

Montag, 20. Juli 2009, 19:44

50 mm Paketband über die Nasenleiste, Knick von innen mit Feuerzeug oder CD vorbereiten und dann parallel zur Faserrichtung biegen ist meiner Meinung nach das einfachste. Bei mir bleibt das Klebeband auch drauf.

Noch eine kleine Anmerkung zum Beitrag des Holms zur Tragkraft.

Bei den Bauweisen, wo der Holm nur aus einem Depronstreifen besteht, der die Ober- und Unterseite auseinanderspreizt trägt er selber kaum zur Tragkraft bei. Die kommt nur von der Schalenbauweise.

Bei meinem aktuellen Bau komme ich aber auch so auf Stabilität bis etwa 3 g .

Verstärkt man aber einen 6 mm Depron Holm oben und unten mit CFK 3X0,5 und sorgt für eine feste Verbindung mit Holm, Ober- und Unterseite dann kann man sich das Rechnen sparen.

Gruß
Uwe
Es ist besser, den Mund zu halten und für einen Idioten gehalten zu werden, als es zu bestätigen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »uwete« (20. Juli 2009, 19:49)


nils_m

RCLine User

Beruf: 11Kl Gym.

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19

Montag, 20. Juli 2009, 22:34

Zitat

Original von uwete
50 mm Paketband über die Nasenleiste, Knick von innen mit Feuerzeug oder CD vorbereiten und dann parallel zur Faserrichtung biegen ist meiner Meinung nach das einfachste. Bei mir bleibt das Klebeband auch drauf.

Die CD-Methode funktioniert wirklich gut. Bei sehr engen Radien empfiehlt es sich allerdings einen etwas breiteren Schlitz mit zwei aufeinandergeklebten CD´s zu machen.

Grüße Nils

20

Dienstag, 21. Juli 2009, 17:34

Ich habe mal um einen größeren Radius zu erreichen drei parallele Linien mit der CD gezogen.
Das ging gar nicht.

Gruß
'Uwe
Es ist besser, den Mund zu halten und für einen Idioten gehalten zu werden, als es zu bestätigen!