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681

Sonntag, 2. Mai 2010, 13:06

Hallo,
heute brachte mir mein Freund unsere Motorattrappen.
Diese hat er aus Karton gelasert und koloriert.

Wir müssen nur einen Abstandsring zwischen dem Brushlessmotor und der Motorattrappe machen, da der Ausschnitt in der Mitte zu klein ist.

Gruß Uwe

682

Sonntag, 2. Mai 2010, 15:24

Hallo,
nun mal grob eingepaßt.


Da der Motor ja ein wenig heraussteht, mußte ich ein Abstandsring von 6mm Höhe einsetzen.

Gruß Uwe

Jürgen Be

RCLine User

  • »Jürgen Be« ist der Autor dieses Themas

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683

Sonntag, 2. Mai 2010, 16:20

8( 8( 8(

Hallo Uwe,

das sieht hammermäßig aus :ok: Hat dein Freund absolut klasse gemacht. Aber aus Pappe gelasert ??? Hab ich so noch nie gesehen oder gehört. Beschreib das doch bitte mal. Nicht daß ich so was machen wollte, klingt halt sehr interessant. ;)


Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
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684

Sonntag, 2. Mai 2010, 17:29

Hallo Jürgen,
ich habe davon auch selber kein Plan.
Mein Namensvetter/Mitbauer meldet sich gleich hier im Forum an und beschreibt (auch mit Bilder) wie er es gemacht hat.
Die Motorblende wiegt übrigens 5,6g.

Gruß Uwe

mathiasj

RCLine User

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685

Sonntag, 2. Mai 2010, 17:40

Wow! 8( Rapid Prototyping (LOM)?
Sieht echt stark aus! :ok:

Gruß
Mathias
:w

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mathiasj« (2. Mai 2010, 17:41)


Macaloni

RCLine Neu User

Beruf: Dipl.Obj-Designer

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686

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:33

Stinson Motorattrappe gelasert

Hallo RC-Gemeinde,

so, nachdem das mit dem Anmelden ja prima geklappt hat, erzähle ich hier mal kurz etwas über die Herstellung der Stinson Motorattrappe mittels Lasertechnik und Karton.

Als sich Uwe und ich (auch 'n Uwe) die Fotos des Stinsonmodells angesehen hatten, fiel mir direkt die Abbildung des Motors auf. Mir persönlich war ein Ausdruck einfach zu flach für dieses sehr schöne Semiscale-Modell. Da ich als Hobby dem Kartonmodellbau fröne und wir darüber hinaus bei uns in der Firma einen großen Laser der Firma Sei haben, lag die Lösung auf der Hand: Ausführung des Motors als Flachrelief. Basis bildet die Abbildung des Motors, die auf die passende Größe mit einem Durchmesser von 60 mm skaliert wurde. Diese Datei habe ich dann im Programm Macromedia FreeHand aufgerufen. Dort habe ich mir verschiedene Ebenen angelegt und die einzelnen Elemente des Motors nachgezeichnet. Naturgemäß muss man dabei den Detailgrad zurückfahren, ich habe mir also vorher überlegt, welche Details Sinn machen und welche eher weniger.
Nach der Erstellung dieser Vektordatei habe ich sie ins Illustratorformat überführt, um diese dann anschließend mittels der Software (Icaro) des Lasers aufzurufen. Zunächst mussten die richtigen Einstellungen gefunden werden, da beispielsweise die "Zylinder" des Motors auf der Oberfläche nur graviert werden um die Kühlrippen darzustellen. Nachdem alles eingestellt war, wurde zunächst eine Probelaserung auf normalen Karton ausgeführt, danach dann auf 1 mm Graupappe.
Ein Wort zum Laser: Es handelt sich um einen Galvo-Laser mit 100 Watt Leistung. Der Kopf ist starr in der Maschine verbaut, der Laserstrahl wird mittels Spiegelsystem aus einer Höhe von etwa 60 cm (bei DIN A3-Format) auf das Papier geschickt. Der Sei-Laser in unserer Firma hat eine Stapelanlage, damit wir damit entsprechende Auflagen an Digital- oder Offsetdrucken verarbeiten können.
Das erste Bild zeigt die drei Scheiben der Nabe des Motors, die einfach übereinander "gesandwitched" werden.
Gruß vom Uwe
»Macaloni« hat folgendes Bild angehängt:
  • stins_motor_01.jpg

Macaloni

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687

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:37

RE: Stinson Motorattrappe gelasert

Auf dem zweiten Bild sind die "Zylinder" zu sehen. Die oberen, kleinen Teile sind die gravierten Elemente, die später die Kühlrippen simulieren sollen. Das Papier bzw. der Karton verfärbt sich natürlich durch den Laser. Bei der 1 mm starken Pappe entstehen zudem leichte Fasen, die sich bei diesem Lasertyp und der Dicke des Materials nicht vermeiden lassen. Vorteil ist, dass die Teile später etwas "organischer" wirken.
»Macaloni« hat folgendes Bild angehängt:
  • stins_motor_02.jpg

Macaloni

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688

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:41

RE: Stinson Motorattrappe gelasert

Bild Nr. 3 zeigt den "Kleinkram". Was ist das eigentlich? Ich nehme an, die Abdeckungen der Ventilstößel und natürlich ein Stück Auspuffrohr. Die kleinen Teile werden wie alle anderen Teile auch durch einen kleinen Steg im Pappbogen festgehalten. Die Stege legt man ebenfalls zu Beginn des Designs im Vektorprogramm an, dass heißt, die vorher durchgehende Linie wird auseinander geschnitten, bzw. es wird ein Stückchen entfernt.
»Macaloni« hat folgendes Bild angehängt:
  • stins_motor_03.jpg

Macaloni

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689

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:44

RE: Stinson Motorattrappe gelasert

So, jetzt ging das ganz fix! Nachdem alle Teile aus den Laserbögen herausgetrennt waren, habe ich sie mit Uhu und Sekundenkleber (die kleinen Teile) auf die Vorlagenschablone (die Original-Motorabbildung) gedoppelt. Die Stößelstangen habe ich aus 0,8 mm geglühten Blumendraht abgelängt und mit Sekundenkleber an die vorgesehenen Stellen geklebt. Das ging alles recht zügig.
»Macaloni« hat folgendes Bild angehängt:
  • stins_motor_04.jpg

Z-Maniac

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690

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:48

Spätestens seit den Motorattrappen ist die Stinson wirklich Fullscale :ok:
Standmodelle, die auch noch Fliegen können und Spaß machen, Wahnsinn!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Z-Maniac« (2. Mai 2010, 19:49)


Macaloni

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691

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:48

RE: Stinson Motorattrappe gelasert

Eines meiner weiteren Hobbys ist das Sammeln und Bemalen von Zinnfiguren (Warhammer und so weiter). Deshalb war der nächste Schritt die Sprühgrundierung mittels schwarzer Grundierung (...logisch... doofe Wortdoppelung....). Ich hatte ja vor, das Gebilde anschließend mittels silberner Acrylfarbe trockenzubürsten.
»Macaloni« hat folgendes Bild angehängt:
  • stins_motor_05.jpg

Macaloni

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692

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:53

RE: Stinson Motorattrappe gelasert

So, hier das finale Bild. Nach dem Trocknen der Grundierung erfolgte das Trockenbürsten mit silberner Farbe. Wer es noch nicht kennt: man nimmt Farbe auf einen möglichst flachen, nicht mehr so gebrauchstüchtigen Pinsel, wischt den größten Teil der Farbe an einem Tuch ab und streift dann die restlichen haftenden Farbpartikel mittels horizontaler Wischbewegungen über das Modell sanft ab. Fertig! Nach dem Bürsten habe ich beide Motorattrappen noch mittels Tusche etwas "gealtert". Basteldauer ohne Lasern und ohne Erstellung der Datei knapp 2 Stunden für beide Motoren.
Ich hoffe, ich konnte Euch etwas Licht ins Dunkel des Papplaserns bringen.
Herzliche Grüße aus Herne vom Uwe
»Macaloni« hat folgendes Bild angehängt:
  • stins_motor_06.jpg

693

Sonntag, 2. Mai 2010, 19:54

Respekt!
Sowas brauch ich auch für meine Stinsons ;)

Toby

Jürgen Be

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  • »Jürgen Be« ist der Autor dieses Themas

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694

Sonntag, 2. Mai 2010, 22:54

Hallo Uwe,

Respekt auch von hier aus :ok: und danke für die ausführliche Doku. Kaum zu glauben, aber es ist schon beachtlich, was da aus nem Stück Pappe entstanden ist. Ein ordentliches Geduldspiel garantiert auch. Ich bin auch immer wieder bei div.Messen begeistert, was die Kartonmodellbauer aus den Bögen so alles zaubern.

Wenn ihr beiden so weiter macht, werden eure Stinsons zu wahren Kunstwerken. Bin schon sehr gespannt, wie das weitergeht.

Bei Toby natürlich auch ;)

Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
http://hmsv.net/

Macaloni

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695

Sonntag, 2. Mai 2010, 23:12

Hi Jürgen,

danke fürs Lob. Hört man gerne. Die von Dir geschaffenen Grundlagen für die Stinson sind natürlich bestens geeignet, daraus tolle Modelle zu bauen!
Im Kartonbereich gibt es schon tolle Entwicklungen in den letzten Jahren. Gerade bei den Fliegern sind tolle Baumuster dabei, von denen sich bestimmt einige als RC-Flieger umsetzen lassen.

Gut's Nächtle von hier vom Uwe

696

Donnerstag, 6. Mai 2010, 11:56

Hallo,
ich habe heute die Verstrebungen der Tragflächen gemacht.

Die bringen schon richtig Stabilität.
Muss ich die irgendwie gegen herausrutschen sichern?
Ihr habt die Enden ja noch verkleidet, das möchte ich auch so machen.
Sind die Verkleidungen nach hinten offen? Ich wüßte sonst nicht wie man sonst diie Streben wieder abbekommt.

Gruß Uwe

Jürgen Be

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  • »Jürgen Be« ist der Autor dieses Themas

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697

Donnerstag, 6. Mai 2010, 17:35

Hi Uwe,

du kannst die "Haken" an einem Ende der Streben minimal verbiegen, dann stecken die recht stramm in den Röhrchen und fallen von alleine nicht raus. Die Verkleidungen hinten offen ist richtig.
Weiter so, das wird ganz sicher ein Hingucker.

Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
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tim lucas

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698

Freitag, 7. Mai 2010, 22:32

Moin moin
erstmal herzlichen Glückwunsch für diese geniale Konstrukton Jürgen :ok: :ok:
Ich hab mir gerade nochmal das Modell angeschaut und den Entschluss gefasst, auch eine Stinson zu bauen. Allerdings möchte ich gerne eine besonders leichte Version aus 1,2mm Depron bauen.
Um mit meinen vorhandenen Komponenten immernoch eine geringe Flächenbelastung zu erreich, habe ich mich für eine um 30% größere Version entschieden
Nun hab ich aber dass Problem, dass ich nicht weiß, wie ich die vorhandenen PDF Pläne vergrößern soll, sodass ich sie wieder im DIN A4 Format ausdrucken kann?
Könnte mir jemand vieleicht die Pläne vergrößern?

Ich hoffe mir kann jemand weter helfen


Gruß Tim
Mein:Verein :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tim lucas« (7. Mai 2010, 22:34)


Jürgen Be

RCLine User

  • »Jürgen Be« ist der Autor dieses Themas

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699

Samstag, 8. Mai 2010, 16:14

Hi Tim,

da fällt mir so schnell auch nichts ein ???
Ne Alternative wäre, die A4 Ausdrucke auf nem A3 Kopierer zu vergrössern.
Vielleicht hat unter deinen Bekannten jemand so einen, oder evtl. sogar bei der Arbeit.

Freu mich jedenfalls, daß du nach meiner Vorlage auch eine Stinson bauen möchtest.
Lass und dann auch am Bau, mit Text und Bildern teilhaben :nuts:


Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
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tim lucas

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700

Montag, 10. Mai 2010, 22:55

Hallo, :w
ich werde das wohl so mit dem Kopierer machen.Wenn ich die DIN A4 Seiten auf DIN A 3 hochkopiere, hab ich einen Vergrößerungsfaktor von 41%. Das ergibt dann eine Spannweite von 124cm. Der Motor wird wohl das 16g Exemplar von Torcster/Nattere odellbau sein.Mit einem 200mAh Akku und 4 D37 Servos habe ich dann ca.80g an Elektronik.
Mein Ziel ist es nun ein Gesamtgewicht von unter 200g zu errreichen. 8(
Das hierfür nötige Spaltdepron wird auf meiner "automatischen" Schneidemaschiene gespalten, die ich nach einem Video von Wolfgang Braun und einigen Bildern im Internet gebaut habe. :ok: :ok:
Morgen wird dann der Plan zurecht gemacht und dann gehts los- und natürlich mach ich auch Bilder!

Gruß Tim
Mein:Verein :ok: