Hilmar

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Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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141

Samstag, 17. April 2021, 23:13

Flügelabstrebungen werden ja auch nicht dafür eingebaut, dass ein Absturz keinen Schaden nimmt, sondern vielmehr deshalb, um den Flügel im Flug zu festigen.
Für letzteren Zweck ist ein Einkleben im Depron absolut ausreichend.

Wenn Du der Konstruktion noch was Gutes tun willst, dann musst Du die Flügelstreben an der Rumpf-Eintrittsstelle miteinander verbinden. Zum Beispiel durch einen Querstab, der komplett durch den Rumpf verläuft. Daran wiederum wird die Flügelstrebe angebracht.

Das könnte man unter der Verwendung von Rundstäben beispielsweise mit Silikonschläuchen verbinden, das bringt noch etwas Elastizität für den Ernstfall, den Du ja intensiv zu proben scheinst.
:O


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Hilmar.
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142

Sonntag, 18. April 2021, 02:59

@Hilmar:Das hatte ich schon bei der Duck das die Streben immer ausgerissen sind -durch die Vibrationen und Lastwechsel-. Im Rumpf habe ich Innen auch Gegenhülsen. Aber bei den Flächen fiel mir noch nichts effektives für beide Belastungsrichtungen ein was hält. Bis jetzt hab ich den CFK- Stab mit Ponal Styropor (weiß und mehr Feststoffe) geklebt und nachgeklebt.
Irgendwo hier im Forum hatte ich einmal einen Flieger mit geeigneten Flansche gesehen. (glaube hier)


Außerdem brauche ich Lösungen... für den Fakt das die Streben in den Flächen ausreisen.

Den Prop von Dir hatte ich in orange drauf, aber der hielt nicht. Die beiliegenden Adapter musste ich erst aufbohren.

Dachte schon an Ruderhörner zum Aufschrauben und Gabelköpfe. Aber solche Ruderhörner quer sind riesige Bremsen. Hdfe950e42ff04447b79730081ef3174f6.jpg (800×800) (alicdn.com)


Ach ja, bei einem Teststart fiel mir auf, das wenn ich Servos bei laufenden Motor ansprach, der Motor ausging und so auch wieder auf die Nase fiel. Heim und Kondensator an Empfänger gehängt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bodobob« (18. April 2021, 03:34)


Hilmar

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143

Sonntag, 18. April 2021, 10:33

was Du da beschreibst, ist eine relativ unheimliche Liste von kleinen Ungereimtheiten. Die gehören allesamt einzeln bearbeitet.


Für so ein kleines Modell sind die orangefarbenen GWS-Propeller prima geeignet.
Normalerweise sind sie an der Nabe so ausgeformt, dass sie auf übliche Prop-Saver gut drauf passen. Das ist so 'ne Kombination aus Durchgangsbohrung und Sechskant-Aufnahme.

Wenn ein Propeller mal doch nicht passt, und das kann jederzeit vorkommen, dann kann man die Bohrung entweder von Hand mit einer Propeller-Reibahle aufweiten, oder mit Hilfe der Ständerbohrmaschine vorsichtig nachbohren.
Dazu muss der Propeller auf einem Holzbrettchen absolut plan aufliegen, und man muss ihn wirklich sehr gut festhalten und niederpressen. Wenn der sich losreißt und sich mitdreht, wird das sehr gefährlich für die haltende Hand.

Ich empfehle dazu das schrittweise Aufbohren mit Zehntelbohrern. Wenn man die nicht hat, dann zumindest in 0,5-mm-Schritten.

Danach MUSS ein Propeller erfolgreich ausgewuchtet werden!
Vibrationen gehören nicht in ein Elekromodell. Schon gar nicht so stark, dass dadurch die Modellstruktur gefährdet wird. Was Du da beschreibst, muss Dir selbst zu Denken geben!


Eine praktikable Lösung gegen ausreißende Flächenstreben habe ich Dir bereits genannt.
Alternativ muss es ausreichen, wenn Du kleine Holzscheibchen (0,8er bis 1,5er Flugzeugsperrholz, Durchmesser etwa 10 bis 15 mm) mit passender Bohrung an die Rumpfseitenwände klebst. Die leiten die Kräfte etwas großflächiger ins Material ein.



Zusammengefasst:
Du musst Deine Probleme erst in den Ursachen angehen, anstatt die Auswirkungen durch Verstärkungen zu bekämpfen.



Elektrisch ist ja ebenfalls etwas ganz böse im Argen, wenn der Antrieb abschaltet.
Mit einem kleineren Propeller senkst Du den Vollgasstrom, das kannst Du ausprobieren, falls Du noch kein Wattmeter besitzt.
Ein vibrierender Antrieb zieht übrigens deutlich mehr Strom als ein sauber laufender Antrieb. Also: siehe oben.


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Hilmar.
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144

Sonntag, 18. April 2021, 21:24

@Hilmar: Als Prop hatte ich mir die bestellt. Also Deinen in Orange. die Adapter die dabei waren siehst in Deinem Bild 3, 4, 5 mm. Der Propsaver vom Motor hat 5,5 mm bzw 6,4 mm.
Beim 8x6er Prop habe ich auch den 6- Kant Adapter und komischerweise lässt sich der einfacher montieren und sitzt besser.
Die O- Ringe die beim Motor dabei waren kannst vergessen. Ich hab eine Kiste mit O-Ringe.
Deine Fahrradschläuche sind zu lange. Und das Problem mit den Madenschrauben ohne Kopf hast Du irgendwo im Forum schon ausführlich diskutier. Ich wollte die Madenschrauben (mit Schlitz) schon gegen Senkkopf von einem anderen (zusätzlichen) Propsaver tauschen. Aber die Maden sind so fest eingeklebt das fast der Schlitz ausbrach. Dann die Frage ob der Senkkopf noch genügend Platz lässt.
Eine extra Propeller Reibahle? Ich hab eine normale Reibahle oder Bohrer. Adapter mit Sekundenkleber in Prop geklebt und mit 5,5 mm Bohrer aufgebohrt.
Ein Prop- Wuchtgerät habe ich und nutze es auch.

Propsaver habe ich beim JJ und Buschtrottel erstmals genutzt, aber ganz so begeistern kann mich das Teil nicht. Er spart zwar evtl. den einen oder anderen Propeller, aber irgendwie ist immer was, ob passender Gummi, scheppert schon mal in der Luft usw. und wenn in der Luft bzw. im Flug was ist, Bruch/fehlt am kostbareren Modell was. Der Prop ist billiger.

Aussetzer: Von den Werten müssten die SSL CubeX 450mAh Lipos es bringen und bricht auch nicht ein. Ob es an dem mit dem Motor gelieferten 10A ESC liegt oder am 4 Kanal Empfänger (FS2A 4CH AFHDS 2A) kann ich nicht sagen. Mit einem 3300? microFarad 16V (Stütz-)Kondensator war das Problem gelöst. Hätte auch noch einen 6V Super-Cap. :)


So (Depron-) Schrauben/ Nieten mit Fächerscheiben zum aufschrauben od. clipsen (ähnlich meiner Skizze und Karosserieclipse) hätte ich schon öfter gebrauchen können.
Einseitig kleben bringt bzw. brachte nichts, da der Kleber zu wenig tief eindringt. 2 oder 3 mm Durchmesser vom Schaschlikspiese oder CFK- Stab und 5mm Depron ist zu wenig um 180Gramm+ (m*c²) auf Zug aufzunehmen. Man hat am Flugzeug, vor allem an den Tragflächen, auch ohne Motor- Vibrationen, stetigen Lastwechsel und Depron mag das punktuell überhaupt nicht.
Zwei Sperrholz Plättchen ( rd. 25 mm Durchmesser) mit 2 2,3*8 mm Schrauben verbinden, in eins ein schräges Loch könnte evtl. wirklich mehr halten (schätze mal rd 5 gramm je Seite.
Od,
Evtl. solche Ruderhörner für Shockflyer (Anlagen) und mit Schrumpfschlauch oder mit Kleber getränkten Zwirn die Stäbe (nachträglich) befestigen.

»bodobob« hat folgende Bilder angehängt:
  • GWSProp_s-l1600 (1).jpg
  • Hb57589f35a144d1a9771666268a66387Q.jpg
  • Ruderhorn-fuer-Shockflyer-mit-Aufnahme-fuer-1-5mm-CFK-Stab-S1000470_b_0.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »bodobob« (18. April 2021, 23:05)


Hilmar

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145

Gestern, 09:04

Einseitig kleben bringt bzw. brachte nichts, da der Kleber zu wenig tief eindringt. 2 oder 3 mm Durchmesser vom Schaschlikspiese oder CFK- Stab und 5mm Depron ist zu wenig um 180Gramm+ (m*c²) auf Zug aufzunehmen. Man hat am Flugzeug, vor allem an den Tragflächen, auch ohne Motor- Vibrationen, stetigen Lastwechsel und Depron mag das punktuell überhaupt nicht.


Ich habe mich gerade mal durch die Bildergalerien in diesem Thread geklickt und habe kein Foto gefunden, wo jemand die Streben-Verklebung modifiziert hätte. Reinkleben und gut.
Da kannst du ruhig die Formelsammlung aufschlagen, aus Erfahrung können wir Dir sagen: halte es simpel, das funktioniert schon. :)
Aber was soll's, es steht Dir natürlich frei, Dein Modell so weit zu verstärken wie Du es für nötig hältst.


Wenn ein Propsavergummi (Dichtungs-O-Ring) im Betrieb runterfliegt, ist es vermutlich zu dick und / oder zu groß im Durchmesser.
Einen zu langen Fahrradschlauch-Gummiring kannst Du ja doppelt legen, dann wird er stramm sitzen, und das hält dann auch ohne Schraubenköpfe.

Und wenn der ausgewuchtete Propeller mit Hilfe des Gummiringes sowohl fest sitzt als auch aufgrund einer sauber gebohrten Nabe nicht schlackert, dann kann hat das System auch keine Vibrationen.
Falls die Nabenbohrung übrigens zu weit sein sollte, kannst Du dort Sekundenkleber auftragen.




Was es da mit den elektronischen Aussetzern auf sich hat, kann ich Dir leider nicht sagen. Das kommt mir schon überaus spanisch vor.
Wenn mir das passieren würde, dann würde ich einzelne Komponenten austauschen, bis ich den Fehler eingegrenzt bekomme. Die Lösung mit dem Stützkondensator mag zwar zu einem Ziel zu führen, aber auch hier: Du beseitigst nicht die Ursachen.

Herzlichst
Hilmar.
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jazalee

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146

Gestern, 12:54

@ bodobob:

Hallo Kollege (oder haben ich deinen Namen überlesen?)
Du scheinst nicht glücklich zu sein.

betr. Motoraussetzer: Gleiches habe ich erlebt mit Spektrum Sender DX6e und kompatiblem DSMX-Empfänger aus China, Fehler tauchte unregelmäßig auf. Behelf: Empfänger entsorgt, sch... auf die 8€...

Mit Originalempfängern von Spektrum ist das noch nicht aufgetreten, ich nutze SPMAR637T und SPMAR620. Evtl. Fehler beim Equipement?

Meine Flügel-Spieße halten, ohne Verstärkung. Es gab auch schon ein paar harte Landungen. Ruderhorn am HR war ausgerissen, mit Depronwinkel verstärkt, nu is Ruh! Schau dir gerne meine Baustufenbilder und das Flugvideo auf der Vorseite an. Der gelb-grüne ist meiner.
Wenn du da leicht verstärken willst, nimm ein Stück Papier, d ca. 20mm, Loch für den Stab in die Mitte. Das Papier auf den Stab auffädeln und beim Weißleim-Kleben schön aufs Depron pressen. Das wiegt etwas mehr als nichts und macht die Oberfläche hart.

Propsaver ist eine super-Sache. Wenn es bei dir nicht klappt, ist das sehr schade. Notfalls nehme ich einen einfachen Haushaltsgummi, geht auch mit Mehrfachwicklung. Guck einfach mal auf Youtube nach Möglichkeiten.

Verlier vor lauter Umbauen nicht den Spaß am Fliegen ;)
Luftigen Gruß, Franz

persönliche Modellflug-Chronik:
2021: Buschtrottel (im Bau)
2020: Wiedereinstieg mit 2 x Chopper, 1 x Jupiter Junior

lange Pause :-)

1979: - kleiner Motorflieger nach FMT-Bauplan mit Cox Golden Bee
1978: - Favorit (Carrera RC) - ein Segler mit Kunststoffrumpf (Ferran) und 260cm Rippenflache, Bügelfolie, mit Motoraufsatz und Cox Golden Bee, Fernsteuerung Brand Microprop 4-Kanal
1975: - HiFly (Graupner) - ein Segler in Holzbauweise, 230cm Rippenfläche, Japanpapier/Spannlack, Fernsteuerung Graupner 2(4)-Kanal

147

Heute, 04:15

Von dem ewigen "verstärken müssen" bin ich auch kein Freund, nervt nur und verschandelt das Modell(Fahrwerksboden, Motorbodendeckel, Schnauze/Motorverkleidung, nun die Tragflächen). Ich hab mir jetzt aus einer Display- Verpackung 4 ca. 25mm runde Scheiben gestanzt.
Dachte schon an Maskenbügel oder Brotbeutel- Klipse (Wie die Kuvertklipse zum aufbiegen um die Stange und ins Depron...)
Von der Idee der Propsaver war ich zuerst auch angetan. Die Radlgummi sind schon doppelt gewesen, einen 3. Schlag konnte ich nicht mehr aufziehen. O-Ring aus meinem Sotiment passte besser. Beim JJ geht es nicht anders außer ich bestell einen anderen Motor.
Beim 2212er Motor vom Buschtrottel geht es besser, da kann ich was halten. Der vom JJ ist zu klein und ohne überstehende Achse.

@jazalee: Es gibt fast nichts was nicht aus China ist :D (deswegen nicht gleich schlecht -> Samsung, IPhone, Xiaomi...)


Der derzeitige Regler wiegt rd. 6 Gramm, 5 Gramm der Empfänger, 3 Gramm der Kondensator. Der nächst kräftigere ESC den ich habe 19 Gramm, der Empfänger 20 Gramm.
Wenn ich ein Gyro drin hätte wäre der Kondensator auch legitime. Ich finde es auch nicht unbedingt ungewöhnlich, das bei der Größe der Saft einbricht, wenn alles gleichzeitig Strom zieht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »bodobob« (Heute, 04:33)


Hilmar

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148

Heute, 10:21

Wenn ich ein Gyro drin hätte wäre der Kondensator auch legitime. Ich finde es auch nicht unbedingt ungewöhnlich, das bei der Größe der Saft einbricht, wenn alles gleichzeitig Strom zieht.
Das wäre mir in dieser Modellgröße schon ziemlich neu. Klar auf dem Punkt: der Saft darf nicht einbrechen, außer der Akku wird zu weit leer geflogen. Und das ist dann ja letztendlich ein reiner Anwenderfehler.


Einen Stützkondensator setzt man nur als zusätzliches Sicherheits-Feature ein, damit es niemals zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch und damit einem "brownout", also dem Verlust der Bindung, kommen kann. Aber doch bitte nicht bei einem Hallenmodell unter 250 Gramm und beim Flug in direkter Nähe. Echt jetzt. Du hast da einen technischen Defekt vorliegen, oder im Setup passt was nicht zusammen.


Herzlichst
Hilmar.
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