Hilmar

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21

Freitag, 31. Januar 2020, 18:35

Hallo Arndt,

wie ich soeben erfuhr, ist die Angelegenheit bei Dir bereits geklärt und Du bekommst Ersatz geschickt.
Da war wohl im Frästeilesatz ein Irrtum bei der Materialstärke passiert. Das kann leider auch mal vorkommen und wird natürlich sofort behoben.


Zu Deinem gebrochenen Spant:
Wenn mir so ein Teil bricht, dann klebe ich es bevorzugt mit wasserfestem Weißleim zusammen und lege es für eine Viertelstunde auf die Heizung. Dann ist es wieder einsatzbereit, und man sieht nichts von dem Malheur.

Aber Dir ist der Bruch vermutlich erst passiert nachdem der Spant schon eingesetz war.
Eine Verstärkungsleiste wie auf Deinem Bild kannst Du dann natürlich einsetzen. Diese Stelle wird aber durch die spätere Beplankung erheblich stabilisiert, keine Sorge. Die Beplankung macht dort den Knick zum Cockpitausschnitt, und das bringt genügend Steifigkeit, auch wenn man mal stärker am Rumpf drückt. Deshalb ist der Spant dort nicht stabiler ausgeführt als nötig.

Wenn man das Rumpfseitenteil schön passend vorgewölbt hat, dürfte der Spant beim Zusammensetzen des Rumpfes eigentlich keine problematische Last abkriegen. Ich war zumindest bei meinem Bau dort auf keine Probleme gestoßen.

Aber das hast Du ja jetzt elegant gelöst, und Dein Rohbau macht einen guten Eindruck.



Übrigens: mit einem weichen, spiritusgetränkten Tuch löst sich die grüne DEPRON-Beschriftung. Mehrfach sanft reiben, und dabei immer wieder eine frische Stelle des Lappens verwenden, damit man die gelöste Farbe nicht auf dem Material verteilt.


Herzlichst
Hilmar.
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22

Freitag, 7. Februar 2020, 15:49

Hallo Hilmar,
danke für Deine Tipps!
Im Anhang der aktuelle Stand bei mir.
Langsam kann ich ans Fliegen denken. Hab dazu noch Fragen:
1. Wie soll ich den Timer einstellen bei einem 1300. Akku ?
2. Da ich Kurven mit den Querrudern einleite und etwas Seite dazugebe, wie muß ich da den Mischer setzen,
oder ist es besser mit Seite einleiten und Querruder beimischen, wie Du es angegeben hast?
Grüsse
Arndt
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Hilmar

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23

Freitag, 7. Februar 2020, 17:03

Hallo Arndt,

den Timer habe ich etwa bei 5 Minuten, aber das hängt auch stark vom Flugstil ab.
Bei Kunstflugmodellen gebe ich ja stets Vollgasstöße für die Figuren, dabei bemerke ich sofort wenn die Leistung auch nur ansatzweise nachlässt. In dem Falle achte ich nicht so exakt auf die Uhr. Geh' aber mal von etwa 5 Minuten aus, eher länger.

Viel kritischer ist es, wenn man mit wenig Gas herumcruist bis es nicht mehr geht. Dann schaltet nämlich irgendwann ohne Vorwarnung der Regler ab, und man ist unten - egal worüber man sich gerade befindet.


Auch schön: mit Minimalgas nur so eben die Höhe halten und dabei vor Verzückung die Zeit vergessen. Irgendwann ist der Akku zu 90% leer, und genau dann gibt man für Spass mal einen Vollgasstoß. Es kann dann gut sein, dass der Akku kurzzeitig auf unter 5 Volt einbricht und damit der Empfänger die Bindung verliert. Brownout heißt das. Ohne Stüzkondensator bedeutet das meist den Absturz.

Die sichere Variante geht so, dass man eine definierte Zeit abfliegt, sagen wir 3 Minuten, und dann den Akku wieder voll lädt. Aus der eingeladenen Kapazität und der Differenz zur Nenn-Kapazität kannst Du Dir die maximal mögliche Flugzeit errechnen. Das Ergebnis minus eine Minute kannst Du Dir als Warnung in den Timer programmieren.




Zum Kurvenflug, eine Hintergrund-Erklärung:

Korrekt fliegt man eine Kurve so, dass man mit dem Querruder die gewünschte Neigung um die Längsachse einstellt. Danach zieht man mit Seite und der dazugehörigen Höhenruder-Unterstützung das Flugzeug in den Kurvenradius. Je nach Fluggerät wird es nun notwendig sein, die Querruder gleichsinnig oder auch gegensinnig mitzusteuern, um die Längsachsenneigung konstant zu halten. Manntragend steht dabei die Kugellibelle wieder neutral, also weder Schiebe- noch Schmierflug.

Wir Modellflieger hingegen weichen davon gern bewusst oder auch unbewusst ab, weil da im Gegensatz zur Großfliegerei nicht unser Leben dran hängt. Manchmal kreisen wir auch bewusst flach, zum Beispiel beim Thermikflug oder in der Halle.

Ich lenke halt als alter indoor-Pilot viel übers Seitenruder, da empfinde ich den Mischer bei Modellen mit betont neutralem Flugverhalten als eine angenehme, kleine Unterstützung. Das kann aber jeder für sich so machen wie er meint.

Genauso kann ein Quer-Höhe-Pilot per "Combi Switch" das Seitenruder als Slave zum Querruder gleichsinnig mitnehmen lassen. Dann hängt beim seitenruderfaulen Piloten das Heck nicht immer so runter.
Das macht aber nur dann Sinn, wenn das Modell sehr eigenstabil ist und die Tendenz besitzt, sich wieder aufzurichten.

...ich merke schon, viele Sonderfälle... bevor es unnötig verwirrend wird, höre ich lieber auf.
:nuts:



Herzlichst
Hilmar.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hilmar« (7. Februar 2020, 17:14)


24

Freitag, 7. Februar 2020, 21:02

Mischer ? lieber nicht !

Hallo,

1. Mischer sind schlecht weil sie das Flugverhalten des Flugzeuges verschleiern.
2. Beim Kunstflug sind Mischer kontra....
3. Einen Mischer kann man nur für eine einzige Flugsituation hinkriegen...sonst stört er und zwar immer !

Ich habe bei verschiedenen Flugzeugen viel mit Mischern probiert (ich wollte das es besser aussieht wie ich fliege, und war der Meinung ein Mischer hilft dabei), ich habe alle Mischer wieder rausgeschmissen.
Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten; ich bin viel schöner geflogen als jemals vorher.
Ich habe ein Flugzeug (Multiplex Minimag) das fliegt wirklich nur dann schön wenn ich die Kurve mit Querruder einleite, dann Höhe und Seite dazu nehme die Schräglage (abhänig vom Kurvenradius) mit Querruder kontrolliere.
Bei flachen Kurven (großer Radius) ist sogar dann leicht Gegenquer erforderlich ; wie soll man dass mischen ?
Viele Grüße Helmut

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25

Samstag, 8. Februar 2020, 11:58

Mischer sind ja auch nur genau dann sinnvoll, wenn man selber sie bei dem jeweiligen Flugzeug als vorteilhaft empfindet.

Im Kunstflug bin ich mir übrigens sicher, dass mit Hilfe von sensiblen Mischern manch einer das letzte Quentchen an Figurenpräzision herausholt.

Das schöne am Modellflug ist, dass man's eigentlich machen kann wie auch immer man will. Aber das Hintergrundwissen, das wäre schon gut zu haben.

Herzlichst
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26

Samstag, 8. Februar 2020, 17:28

Nur mit den Geländereifen habe ich meine "Probleme".
Die denke ich mir einfach weg - dann gefällt mir dein kleiner Flieger noch besser.
@ Gerd
Du bist schuld, dass dieses Video entstanden ist:





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27

Samstag, 8. Februar 2020, 18:52

Hallo Hilmar,
freut mich, dass ich an dem tollen Video schuld bin! Die Schuld nehme ich gerne auf mich!
Wenn wir so einen Platz hätten würde ich natürlich auch Geländereifen montieren-oder sind das noch die Winterreifen?
Viele Grüße
Gerd

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28

Samstag, 8. Februar 2020, 23:01

a Propos Schuld: Du schuldest mir ein Seitenruderservo.
:evil: ==[]



Bei dem letzten Radschlag hat sich's verabschiedet. Hab's aber auch etwas übertrieben... wie sagt man so schön: bis einer heult! :nuts:
Ist aber schon wieder repariert und gegen ein etwas robusteres Exemplar getauscht.

Herzlichst
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29

Sonntag, 9. Februar 2020, 12:15

Habe mir jetzt 2 Mischer gesetzt:
1. Quer auf Seite u.

2. Seite auf Quer, wie Du Hilmar.
Je beides abschaltbar. Mal sehen , wie es im Flug wirkt.
Der Flieger ist bis auf Lackierung und Design jetzt fertig. Er bringt mit Akku 574 g auf die Waage.
Gestern hatte ich ein kurzes Rollout, alles funktioniert.
Beim Ausschneiden und Anpassen der Windschutzscheibe ist mir ein Fehler im Bauplan aufgefallen:
die Ober- u. Unterseiten sind vertauscht! So passt das nicht am Rumpf - also umdrehen!
Grüsse
Arndt
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