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Dienstag, 15. Juni 2010, 22:30

Frage zur Impellerdimensionierung

Hallo!

Den eingebauten Impeller im Anhang (FlyflyRaptor) kann ich nicht nachvollziehen:
Wenn der Ein- und Auslass einen größeren Durchmesser haben - warum wird dann nicht ein größerer Impeller verbaut?
»S.t.e.f.a.n« hat folgendes Bild angehängt:
  • impeller.jpg

2

Dienstag, 15. Juni 2010, 22:46

RE: Frage zur Impellerdimensionierung

weil Die mit einem Impellertyp möglichst viele Modelle bestücken wollen und sich um eine saubere Luftführung wenig Gedanken machen :shy:

durfte ich bei der F-4 erleben, da ist im "Schubrohr" ein ca. 5mm tiefer Absatz drinne...
Fliegergruß Christian

[SIZE=4]suche: VPP Blätter System SFW [/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christian2005« (15. Juni 2010, 22:46)


3

Sonntag, 20. Juni 2010, 16:08

RE: Frage zur Impellerdimensionierung

...Danke, wollte soviel Unprofessionalität einfach nicht glauben!

Viele Grüße,

Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »S.t.e.f.a.n« (20. Juni 2010, 16:09)


WeMoTec

RCLine User

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4

Sonntag, 20. Juni 2010, 20:01

Mal ne Gegenfrage:
warum größerer Impeller?
Das heißt doch nur, daß das Modell bei gleicher Eingangsleistung langsamer (!) fliegt.
Und mehr Eingangsleistung geht auch in dem 90er Impeller.

Die Kanäle der F-22 sind grottenschlecht (wie die Auslegung des ganzen Modells), aber die Auslegung geht nicht dahin den größtmöglichen Impeller in ein Modell zu bauen, sondern bei sinnvoll gewählter Eingangsleitung den kleinsten!

Um es zu verdeutlichen:
Du steckst vorne elektrische Energie rein: Strom und Spannung
hinten kommt dafür Schub bei einer gewissen Strahlgeschwindigkeit raus.
Vergrößerst Du den Impeller bei gleicher Eingangsleistun, dann erhöht sich der Schub, aber die Strahlgeschwindigkeit sinkt.

Oliver

5

Sonntag, 20. Juni 2010, 21:21

Hallo Oliver,

nach meinem Verständnis hätte ein größerer Impeller mit niedrigerer Strahlgeschwindigkeit bei den üblichen Impellermodellgeschwindigkeiten einen besserern Wirkungsgrad.

Viele Grüße,

Stefan

WeMoTec

RCLine User

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6

Sonntag, 20. Juni 2010, 21:53

Das müßte man im Einzelfall nachrechnen.
Vom Gefühl her würde ich allerdings sagen, daß 90 mm zur Modellgröße sehr gut paßt.

Man darf dabei eines nicht vergessen, im Gegensatz zu Turbinen wird der Schub von Elektroimpellern mit wachsender Fluggeschwindigkeit geringer.
Da kann bei einem großen Impeller die maximale Geschwindigkeit schon sehr früh erreicht werden, zumindest wenn man sie wie hier mit ca. 1500 Watt füttert.

Konkret zur F-22: Hier ist der meiste Wirkungsgrad ganz eindeutig aus einer Verbesserung der Kanalgeometrie zu holen (Stichwort konstante Querschnitte auf Einlaufseite).

Ansonsten finden sich weitere Tipps zum Modell auch bei www.jepe.org

Oliver

7

Montag, 21. Juni 2010, 13:56

....danke,

werde mich mal mehr in die Impellermaterie reinarbeiten.
Bei Props ist es ja so, das man auch nicht die max. Steigung
(max. Strahlgeschwindigkeit) wählt, sondern die beste Anpassung an die Geschwindigkeit des Modells zählt.
Aber so etwas wie Steigung wird ja bei Impellern nicht angegeben, oder?

Viele Grüße,

Stefan

8

Samstag, 26. Juni 2010, 12:43

Zitat

Bei Props ist es ja so, das man auch nicht die max. Steigung
(max. Strahlgeschwindigkeit) wählt, sondern die beste Anpassung an die Geschwindigkeit des Modells zählt


Genauso ist es.Gerade die 08/15 Styro Jets setzen Strahgeschwindigkeit kaum um bis auf ganz wenige Ausnahmen wie z.B. eine Phase 3 F-16 mit einigen Modifikationen.

Die Dinger rennen gegen die Wand und benötigen meist nur eins und das in großen Mengen,und das ist Standschub.

Ich hab jede Menge dieser Dinger gebaut und mit Tuningantrieben versehen.Kanäle geändert in allen Variationen,Cheaterholes verschlossen oder sogar vergrößert,Schubdüsen rauf und runter ect...

Der "Einlass" kann bei solchen nicht aerodynamisch modifizierten Styrojets nicht groß genug sein,denn das bringt Standschub.

Selbst eine recht "schnittige" Phase 3 F-16 verliert sofort deutsch Speed wenn ich ihr die Cheaterholes zuklebe und versuche ihr eine top Luftführung zu verpassen.

Der Standschub z.B. mit einem "alten" noch nicht kastrierten Het 2W18 an 4S sinkt dann von eingebaut etwa 1250 Gramm auf unter 1000 Gramm und das fehlt dann.

Vergräßere ich die Cheaterholes jedoch wo jeder Impellerfreak sagt "um gottes Willen das kann nicht gehen",steigt der Standschun auf fast 1,4 Kg und das Modell wird auch deutlich schneller in der Endgeschwindigkeit.


Um es auf den Punkt zu bringen:

Bei so einer Schrankwand wie Styro Raptor z.B. wirst du als Beispiel mit 900 Gramm Schub und 220 km/h Strahl weniger flott unterwegs sein als mit 1400 Gramm Schub und 180 Gramm Strahl nur mal so als Beispiel.


Und wir reden hier nicht von Aalglatten GFK Jets Marke Lubach ect... ,die alles an Strahlgeschwindigkeit umsetzen wenn sie nur lange genug Anlauf nehmen,sondern von Styrojets die permanennt mittels Unmengen von Standschub gegen den Luftwiederstand ankämpfen müssen....

Und deshalb wird ein Größerer Fan in deinem Flieger bei gleicher Eingangsleistung mit großer Sicherheit mehr Speed bringen....


Gruß Jörg

9

Sonntag, 27. Juni 2010, 22:01

Hi Jörg,

danke für Deinen fundierten Beitrag!
Den Raptor fliege ich aber nicht, mich beschäftigt nur das Thema. Tut mir leid, sollte ich da missverständlich gewesen sein.
Ich meine auch, das es effektiver ist, eine größere Luftmenge zu bewegen als eine kleinere Luftmenge schneller um den selben Speed zu erreichen.
Oft ist das ja aus Skale-Gründen nicht möglich.

Viele Grüße,

Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »S.t.e.f.a.n« (28. Juni 2010, 08:19)


WeMoTec

RCLine User

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10

Sonntag, 27. Juni 2010, 22:54

Leute, mir stehn die Haare zu Berge... :D

11

Montag, 28. Juni 2010, 08:15

....und warum?
Ich lasse mich gern eines besseren belehren, freue mich über sachliche Argumente!

Viele Grüße,

Stefan

12

Montag, 28. Juni 2010, 10:10

Zitat

Original von WeMoTec
Leute, mir stehn die Haare zu Berge... :D

Ehrlich gesagt , das versteh ich auch nicht so recht !
Es kommt sicherlich stark darauf an, wo man den Imp einbaut.
Wenn ich eine "aalglatte Lubach F16" habe, die eindeutig auf Speed ausgelegt ist, werde ich mehr auf Strahlgeschwindigkeit abstimmen.
Bei einem StyroJet, dessen Speed von vornherein begrenzt ist, würde ich auch einen größeren Imp nehmen (wenns geht !!).
Und außerdem ist bei Bodenstart und schlechten Pisten ein guter Standschub auch nicht zu verachten.
Gruß
Dieter

WeMoTec

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13

Montag, 28. Juni 2010, 14:11

Ein 90er Impeller mit einer Motoreingangsleistung um 1500 Watt ist schon eine standschuborientierte Auslegung.

Mit größeren Impellern kämen wir dann schnell in einen Bereich, bei dem die Strahlgeschwindigkeit unter der möglichen Fluggeschwindigkeit mit kleinerem Impeller liegt.

Oliver

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Montag, 28. Juni 2010, 14:40

Aha - danke Oliver !
Das ist allerdings sehr plausibel !
Gruß
Dieter

15

Dienstag, 29. Juni 2010, 12:46

Oliver - noch ne Frage :
Um wieviel sollte die Strahlgeschwindigkeit größer sein als die erreichbare Fluggeschwindigkeit ?
Gibt es da Richtwerte, etwa in Prozenten ?
Die Strahlgeschw. könnte man sich ja mit dem Imp-Kalkulator ausrechnen lassen.
Gruß
Dieter