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1

Dienstag, 22. Juni 2010, 10:15

E-Flite Bae Hawk Querruder als Landeklappen verwendbar ?

Hallo Zusammen,

mit meiner Bae Hawk habe ich jetzt bereits 8 Flüge hinter mir. Ein großes Problem ist für mich der Landeanflug. Die Hawk verliert mit ausgeschalteten Impeller kaum an Höhe und das Flugverhalten erinnert mich sehr an meinen Motorsegler.
Besteht die Möglichkeit die Querruder beim Landeanflug nach unten zu stellen ?
Wie vernichtet ihr Flughöhe und Geschwindigkeit ?

Gruß
Fritz

pimpmycnc

RCLine User

Wohnort: Weiss auf Rot

Beruf: CNC Mech

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2

Dienstag, 22. Juni 2010, 15:49

RE: E-Flite Bae Hawk Querruder als Landeklappen verwendbar ?

Bau doch Störklappen ein.... :tongue:
Das ist das erste mal dass ich höre, dass ein Styrojet zu gut segelt und Probleme beim Landen bereitet... :nuts:
Wie wärs mit einem passenden Anflug? Die Querruder als Klappen halte ich für sinnlos. Zu geringe Wirkung, zu hoch die Gefahr dann beim Anflug zuwenig QR-Wirkung zu haben.
Mit meiner SAPAC-Hawk (sehr ähnlich zu Eflite) mache ich sehr tiefe Anflüge mit Schleppgas und lasse sie mit erhobenem Näschen aufsetzen. Funktioniert prima!
Fliegen heisst landen! :ok:
Gruss, Tobi

Ducted Fans Suck

3

Dienstag, 22. Juni 2010, 17:37

Danke für Deine Hilfe.
Du liegst leider daneben. Die Eflite Bae Hawk ist kein Styrobomber und der Landeanflug ist mit Deiner Sapac nicht vergleichbar.
Macht aber nichts.

Gruß
Fritz

pimpmycnc

RCLine User

Wohnort: Weiss auf Rot

Beruf: CNC Mech

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4

Dienstag, 22. Juni 2010, 20:47

Nun ja, ob Styro, Gfk, Balsa, Aluminium oder Reineisen ist doch eigentlich egal. In der Regel macht man Landeklappen zur Erhöhung (!!!) des Auftriebs und nicht um Höhe zu vernichten... Segler stellen die Klappen hoch oder besitzen Störklappen, verstehste? Wenn das Ding gleitet musst Du den Anflug anpassen, ok? Wie gesagt, egal welcher Werkstoff, Gleitflug bleibt Gleitflug.
Gruss, Tobi

Ducted Fans Suck

5

Dienstag, 22. Juni 2010, 21:32

Zitat

Original von pimpmycnc
Nun ja, ob Styro, Gfk, Balsa, Aluminium oder Reineisen ist doch eigentlich egal. In der Regel macht man Landeklappen zur Erhöhung (!!!) des Auftriebs und nicht um Höhe zu vernichten... Segler stellen die Klappen hoch oder besitzen Störklappen, verstehste? Wenn das Ding gleitet musst Du den Anflug anpassen, ok? Wie gesagt, egal welcher Werkstoff, Gleitflug bleibt Gleitflug.


nicht ganz, ein paar Grad gefahren erhöhen sie zwar den Auftrieb, erzeugen aber auch Widerstand (man kann also langsamer fliegen)

ab etwa 30-40° macht sich aber auch eine deutliche Bremswirkung bemerkbar

hat die Hawk den durchgehende QR?

je nachdem wo die Querruder liegen verändern sie beim hoch/runter fahren auch die Schrängkung des Flügels
Fliegergruß Christian

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christian2005« (22. Juni 2010, 21:33)


6

Dienstag, 22. Juni 2010, 21:53

Wie Christian schon erwähnt hat, wäre ich da sehr vorsichtig!
Ich habe mir gerade die Bilder angeschaut. Die Eflite Hawk hat nur aussen Querruder! Wenn du da noch die Ruder runterfährst, baust du eine Schränkung ein, die du auf keinen Fall haben willst! Die Strömung reißt dann zuerst an den Flächenenden, also da wo auch deine Querruder sitzen! Im Endeffekt musst du den Flieger noch schneller fliegen!

Also wenn dann Querruder nach oben!

Toby

7

Mittwoch, 23. Juni 2010, 07:48

Gestern Abend habe ich die Sache in Sicherheitshöhe getestet. Die Querruder wurden 8mm nach unten gestellt.
Die Hawk kippt über die Flächen seitlich ab. Beim nächsten Flug werden die Ruder nach oben gestellt.
Zum Gleitverhalten:
Da will ich mich nicht weiter auslassen. Aus eigner Erfahrung kann ich nur feststellen das die Hawk eine sehr niedrige Sinkrate hat. Für den Landeanflug brauche ich die 1,5-fache Länge im Vergleich zu meinen Schaum-EF.
Mein EF wiegt allerdings mit 5S Akku fast 1400gr. Die Hawk nur 1250gr.

Gruß Fritz

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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8

Mittwoch, 23. Juni 2010, 07:54

Toby hats richtig geschrieben.
Wenn dann Querruder nach oben, auf gar keinen Fall nach unten!

Wenn die Strömung an einem Flügel abreist dann tut sie das zuerst an den schmaleren Flächenenden und wandert dann bei weiter abbauender Geschwindigkeit nach innen.
Das Hochstellen der Querruder erlaubt eine stärkere Anstellung des Fliegers VOR dem Strömungsabriss und damit eine Bremswirkung.
Nicht nur die Querruder selber bremsen hier, sondern eben der ganze Flieger!
Das Ganze ist dennoch problematisch weil Du bei einer gepfeilten Fläche wie einer Hawk mit dem Hochstellen auch quasi "Höhenruder" gibst und daher eine ziemliche Tiefenruderbeimischung nötig ist.
Dadurch verändert sich auch das aerodynamische Verhalten des Fliegers u.U. negativ.
Außerdem nimmt die Sinkgeschwindigkeit stark zu was beim Aufsetzen Probleme machen kann.
Reinrotzen ins Gras mögen die Impellerjets nicht so sehr ;)
Um dies zu verhindern müßtest Du Schleppgas geben und mit dem Gas spielen um den Landepunkt zu erreichen.
Das ist jedoch gar nicht so einfach weil der Impeller zwar eine tolle Gasannahme hat aber leider dies für den Jet nicht gilt.
Da den richtigen Mittelweg zu finden erfordert doch einiges Geschick und Übung.

Auch ich hab die Sapac Hawk und dazu noch eine wirklich schwere mit etwas über 2kg.
Jede Landung ist ein Abenteuer und erfordert höchste Konzentration.
Wegen des Gewichts ist das Abfangen mit Gasstößen noch schwerer.

Teste in Sicherheitshöhe die Langsamflugeigenschaften längere Zeit.
Übe auch den sehr langsamen Flug wo Du dauernd am Höhenruder ziehen mußt!
Fliege Vollkreise mit dauernd gezogenem Höhenruder und etwas Gas (Schleppgas)
Du bekommst so ein Gefühl wann der Jet schwammig wird und droht abzureißen.
So lernst Du den Jet mit "Nase nach oben" kennen.
Bei meiner Hawk sind das ungefähr 10°

Ich habe mir aber angewöhnt bei solchen Jets folgendermaßen die Landung einzuleiten:
Vorbeiflug in 10m Höhe im Segelflug um Geschwindigkeit abbauen.
Abdrehen und auf 5m sinken lassen, dabei brauchst Du wahrscheinlich schon langsam etwas Stützgas.
Langsam sinken lassen und weit ausholen, nochmals Kurve und mit leicht erhobener Nase und Schleppgas langsam zur Landung heranschweben.
Dann klappt das auch mit der Landung.
Hintergrund ist der, daß Du
1. Geschwindigkeit abbaust
2. Dich an die langsamere Geschwindigkeit gewöhnst
3. Du genügend Zeit hast um die Sinkgeschwindigkeit konstant zu halten
4. mit jeder Kurve weiter Geschwindigkeit abgebaut wird
5.Du dich so ans Fliegen mit Schleppgas gewöhnst und ein Gefühl dafür bekommst- also wann Du Gas geben mußt oder Gas wegnehmen kannst.

Wenn Du fliegst bis Dein Timer oder Akku Kapa sagt "sofort landen",
dann hast Du kaum mehr Zeit.
Du bist die ganze Zeit rumgeheizt und hast Kunstflug betrieben und von einer Sekunde zur nächsten mußt Du die Landung einleiten.
Dieser Zeitmangel führt zu Hektik aber kaum zu Punktlandungen ;)

Ist wie beim Autofahren auf der Autobahn auch,
gehst Du von der Autobahn mußt Du dich erst mal an Tempo 80 oder 100 wieder gewöhnen :D

Mit meinem "Verfahren" hast Du die Zeit und Du kannst Dich länger darauf vorbereiten.
Allerdings bedeutet das auch Disziplin ;)
D.h. nicht erst landen wenn der Timer piepst oder der Akku leer ist wie es 90% aller Flieger machen.
Denn das ist Schlußendlich immer eine "Notlandung" weil keine Reserven mehr vorhanden sind.

Oliver

9

Mittwoch, 23. Juni 2010, 09:24

Hallo Oliver,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich werde das bei nächsten Flug testen. Notlandungen mit leeren Akku versuche ich zu vermeiden. Was wirklich gut funktioniert ist ein Lipoüberwachungsgerät. Die Blink-Led habe ich im Rumpfboden verbaut. Blinkt es 3X muss man den Landeanflug einleiten.
Gestern konnte ich die Hawk nochmal fliegen. Bei leichten Gegenwind klappen die Landungen sehr gut. Ein großes Problem habe ich allerdings mit meinen Wiesen. Ist das Gras zu hoch und recht saftig erfolgt eine sehr hohe Verzögerung der Hawk.
Um Schäden am Rumpf zu vermeiden muss das Gras sehr kurz sein.
Schaumwaffeln sind für Wildflieger ideal.

Gruß
Martin

pimpmycnc

RCLine User

Wohnort: Weiss auf Rot

Beruf: CNC Mech

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10

Mittwoch, 23. Juni 2010, 19:00

Und was ist die Moral von der Geschicht'?
Mehr als einen sauberen Anflug gibt es nicht.

Wie ich's ja bereits gesagt habe.... ;)

Oliver hat es in einer Anleitungswürdigen Art beschrieben, perfekt! :ok:
Gruss, Tobi

Ducted Fans Suck

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pimpmycnc« (23. Juni 2010, 19:00)