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Montag, 4. Oktober 2010, 18:55

Störungen Impeller-Fernsteuerung

Zunächst mal ein herzliches HALLO. Ich bin neu hier und hoffe dass mir jemand helfen kann. Ich fliege schon seit ca 40 Jahren, allerdings bisher nur Verbrennermodelle. Nach einer mehrjärigen Pause wegen Zeitmangels bin ich nun Rentner und wieder eingestiegen. Ich habe leider die Elektroflug-Ära verpasst, trotzdem baute ich jetzt die ME262 im Maßstab 1:10 mit Impellerantrieb. Jetzt zu meinem Problem: Nach dem Start zog die Maschine sauber weg, nach ca. 150 Metern setzte dann plötzlich der Antrieb aus und gleichzeitig fuhr das Höhenruder vol auf abwärts- Fast senkrecht ging es in den Acker. Kann es sein dass die Fernsteuerung sich nicht mit dem Regler verträgt? (Störspitzen). Ich verwende nämlich eine 35MHz- Anlage (HITEC) und ein Kollege meinte dass Störungen zwischen Steuerung und Regler der Grund seien. Ich sollte doch eine 2,4Ghz- Anlage kaufen, dann wären solche Störungen ausgeschlossen. Vielleicht kann mir auch jemand einen Tipp geben wie man durch eine geeignete Schaltung diese Störungen bei der 35MHz-Anlage eliminiert? Als Rentner fällt mir die Anschaffung einer neuen Fernsteuerung leider sehr schwer. Schon jetzt Danke für eine hilfreiche Antwort.

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Montag, 4. Oktober 2010, 19:06

Hallo! Es wäre vielleicht hilfreich, wenn Du das verbaute Equipment (Steller/BEC/usw.) auflistest und vielleicht ein Bild von der Einbaulage, sofern das jetzt noch möglich ist, machst. Hast Du vorher einen Reichweitentest mit unterschiedlichen Gasstellungen (Volllast/Teillast) absolviert ? - Michael

delavaulx

RCLine User

Wohnort: Wildon, Österreich

Beruf: Lehrer

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3

Montag, 4. Oktober 2010, 19:30

Hallo!
Grundsätzlich ist es so, dass Elektrofliegen störungsanfälliger ist als Verbrennerfliegen. (Magnetfelder etc.) Durch 2,4GHz sind diese alten Probleme heute weitestgehend kein Thema mehr. Ich würde an deiner Stelle in diese Technologie investieren, um a la long Nerven und Börse zu schonen.
Ich persönlich stieg auf 2,4 um, nachdem ich mit meiner 35Mhz-Anlage die Störungen bei einem Elektromodell nicht in den Griff bekam. Seit ich 2,4 fliege (2 Jahre, und ich bin Vielflieger) hatte ich nie mehr das kleinste Problem.
Ich denke mal, dass dein Kollege absolut recht hat!
Gruß
Oskar
PC-21 (Sebart), Tucano getunt 6s (MPX), MiG 15 und 21 (Alfamodel), Viperjet (Tafthobby), Habu getunt 6s (Parkzone), Voodoo und Strega P-51 getunt 6s (FMS/Staufenbiel), Wildcat und Corsair Funfighter; Blade 230s und 450X

4

Montag, 4. Oktober 2010, 19:41

Hallo Michael
Reichweitentest habe ich leider nicht gemacht. Foto leider nicht mehr möglich. Hier die Daten: (Habe ich bei GAMEDO gekauft)
EDF / Impeller Brushless Set DF64-300XL - 5250kv
Brushless Regler MA-100A 2-7S
Akku - 4000mAh 3S - 11,1V - 25C Lipo
Zur Reichweite noch folgendes: In einer PA 18 Super Cup kann ich bis zur Sichtgrenze ohne Probleme fliegen. Akkus im Sender sind neu und vor dem Start vollgeladen.

5

Montag, 4. Oktober 2010, 20:02

Das Problem koennte aber auch am Akku gelegen haben. Zwei EDFs fressen ne Menge Strom, wenn der Akku das nicht packt, kann es passieren, dass die Steuerung nicht mehr will, weil die Servos auch Strom wollen.

Aehnliches hatte ich beim Eurofighter. Zwei Servos kein Problem, kam das dritte hinzu, gings abwaerts mit dem Flieger.

Frank Feldhaus

RCLine User

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Beruf: Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau

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6

Montag, 4. Oktober 2010, 22:18

Hallo,

dein Setup ist schon arg grenzwertig. Wenn man bedenkt, dass da eine Antriebseinheit schon max. ca.40A zieht. Warum hast du denn so einen schweren 100A Drehzahlsteller benutzt? Oder hast du zwei Motoren an einem Drehzahlsteller angeklemmt? Und hast das BEC an beide Drehzahlsteller abgeklemmt?

Die nächste Frage wäre auch, ob du Kondensatoren in gleichmäßigen Abständen 15-20cm zwischen Drehzahlsteller und Akku gelötet hast? Die langen Wege zwischen Akku und deinem Drehzahlsteller bzw. Motor muss ja bei deinem Modell, von ca.1m Spannweite relativ lang sein?

Ich würde persönlich auf ein halbwegs Moderates Setup setzen…statt auf einen 3s Lipo, auf z.B 4s gehen. Damit die Gesamtstromstärke auf ein gesundes Level kommt. Die China Impeller samt Aussenläufer gegen ein gescheitetes Antrieb austauschen.

Ein haltbarer 65er Impeller, wie zum Beispiel Alfa / Wemotec oder Vasa mit einem guten Innenläufer gibt es zwar nicht zu Chinapreisen, aber ist trotzdem eine lohnende Investition :D

Gruß
Frank

7

Montag, 4. Oktober 2010, 22:47

Hallo,

Es gibt viele Wege die Sache in den Griff zu bekommen.

2,4 GHZ ist eine,aber kostet halt auch Geld.Hiermit eliminierst du meist die unten aufgeführten Faktoren.Das Störpotential ist nicht verschwunden,aber der Empfänger läßt sich nicht mehr davon beeinflussen.

Das ist zuerst der Regler.In den allermeisten Fällen sind Störungen in Brushlessantrieben auf minderwertige bzw. störintensive Regler zurückzuführen.

Da gibts halt ein paar Marken wie Kontronik,YGE oder auch die Robbe Roxxy 9XX-6 Serie wenns günstig sein soll,welche hier tadellos funktionieren.Aber auch das kostet Geld.

Das nächste ist der Empfänger.Wenn schon 35 Mhz (auch ich fliege noch damit),dann gute Empfänger wählen mit SPCM und nicht PPM Übertragung.

Mit gutem Regler und gutem Empfänger ist es dann fast egal wie eng deine Komponennten im Flieger zusammenliegen,welche Kabellängen du hast, und welche Ströme du fliegst.

Selbst 6S und 120-180 Ampere Setups fliege ich so absolut störunsfrei in kleinsten Rümpfen wo Empfänger,Regler,Akkus quasi einen Klumpen bilden.

Wenn du aber Regler und Empfänger tauschen mußt und evtl. kann deine Anlage kein SPCM/PCM,dann ist der Umstieg auf 2,4 GHZ wohl doch das günstigste.

Du kannst noch experimentieren mit der Platzierung der Komponennten im Rumpf und Verlegung der Kabel bzw. der Antenne (außen zu Fläche ist immer besser als bis hinten zum Rumpf),aber die Erfahrung zeigt,das bei solch massiven Störungen meist nur der Austausch von Kommponennten hilft...


Gruß Jörg

8

Montag, 4. Oktober 2010, 22:53

Hallo Manne, Reichweitentest ist obligatorisch. Denn nur so kannst Du feststellen, ob zum Beispiel ein Steller oder BEC Störungen verursacht bzw. ob überhaupt alles einwandfrei funktioniert. Insgesamt ist es hinterher schwierig die wahre Absturzursache einzugrenzen. Ich fliege mitlerweile mit externem BEC + Akku. Bezüglich Sicherheit gibt es da auch unterschiedliche Meinungen. Bei den Impellermodellen ist es platzbedingt oft auch nicht möglich bestimmte Bauteile räumlich weit genug getrennt voneinander einzubauen...schade um das Modell. Vielleicht kannst Du Deine Anlage günstig auf 2.4 GHz umrüsten. In der momentan erhältlichen FMT-Extra sind viele nützliche Informationen zu Impellermodellen. Gruß - Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »crazygermanpilot« (4. Oktober 2010, 22:54)


9

Montag, 4. Oktober 2010, 22:59

Hallo, vielleicht hast Du mich nicht richtig verstanden. Noch einmal: Die "billigen China..."
laufen nach wie vor einwandfrei. Jeder Impeller hat seinen eigenen Akku und Regler, der Empfänger hat einen separaten Akku, kann also nicht mangels ´Saft´ zusammengebrochen sein. Außerdem fliege ich nur mit zwei Servos- Höhe und Quer. Beim Testlauf im Keller hielten die LiPo´s bei Vollgas 3min50sec, wenn ich auf Halbgas ging waren sogar fast 5 Minuten drin, ohne daß Batterie oder Regler zu heiß wurden.
Bleibt wahrscheinlich nur der Umstieg auf 2,4GHz. Übrigens, Kondensatoren in der Stromversorgung sagen mir leider gar nichts, wie müssten die denn dimensioniert sein und welchen Zweck verfolgt man damit?
Gruß.....Manne

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »steiger68« (5. Oktober 2010, 00:48)


Frank Feldhaus

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Beruf: Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau

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10

Dienstag, 5. Oktober 2010, 19:35

Zitat

Original von steiger68
Übrigens, Kondensatoren in der Stromversorgung sagen mir leider gar nichts, wie müssten die denn dimensioniert sein und welchen Zweck verfolgt man damit?
Gruß.....Manne


Hallo Manne,

es können bei längeren Kabeln Spannungsspitzen auftreten, die der Drehzahlsteller nicht so ohne weiters verkraftet. Die Spannungsspitzen kann man nun durch zusätzliche Low-ESR Kondensatoren filtern oder entschärfen. Ich würde alle 15-20cm ein ESR Kondensatoren setzen, da bist du auf die richtige Seite :D

Auf der Homepage von Schulze gibt es hier nützliche Tipps:

http://www.schulze-elektronik-gmbh.de/tips_d.htm

und

http://www.schulze-elektronik-gmbh.de/guide/gfutc-de.pdf

bei 3s…ein oder zwei 330 µF /16 V Low-ESR pro 15-20cm

P.S In meiner A-10 von Jetarrows wurde pro 20cm Stromkabel ein Kondensator eingelötet.

Gruß
Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Frank Feldhaus« (5. Oktober 2010, 19:37)


onkel

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Wohnort: Rittersdorf

Beruf: Vermessungstechniker

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11

Dienstag, 5. Oktober 2010, 19:38

Grundsätzlich solltest du schonmal darauf achten das der Empfänger und Regler nicht zu nah zusammen liegen. Des weiteren KANN es auch am Regler liegen. Dieser kann Störungen verursachen. Ich habe selbst die Erfahrungen gemacht und auch deswegen schon einen Jet verloren.
Seid ich meine MX16s auf JETI (Rc-easy.com) umgebaut habe sind Störungen ein Fremdwort geworden. Auch mit den vorher störungsverursachenden Reglern habe ich jetzt keinerlei Probleme mehr.
Die sicherste Alternative ist also der Wechsel zu 2,4 Ghz. Man sollte das mal so sehen. Wenn durch das Umrüsten nur ein Flieger heile bleibt ist die Investition schon bezahlt.
Kondensatoren können helfen. Hatte ich auch schon versucht. Aber zu 100% hatte mir das auch nicht geholfen.

Gruß, Sebastian
Gib mir das ich kann das.... Ups Kaputt :D

delavaulx

RCLine User

Wohnort: Wildon, Österreich

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Dienstag, 5. Oktober 2010, 19:53

Hi!
Ganz nebenbei sollte ja auch noch bemerkt werden, dass ein 2,4GHz-Umstieg einige Vorteile bringt, nicht nur die Störungssicherheit!
Gruß
Oskar
PC-21 (Sebart), Tucano getunt 6s (MPX), MiG 15 und 21 (Alfamodel), Viperjet (Tafthobby), Habu getunt 6s (Parkzone), Voodoo und Strega P-51 getunt 6s (FMS/Staufenbiel), Wildcat und Corsair Funfighter; Blade 230s und 450X

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Dienstag, 5. Oktober 2010, 23:24

Möchte mich hiermit bei allen Foristen recht herzlich bedanken die sich die Mühe gemacht haben mir zu helfen.
Bin jetzt überzeugt daß es das beste ist auf eine 2,4- Anlage zu sparen, auch wenn das ein wenig dauern wird.
Nach erfolgreichem Neustart melde ich mich noch einmal zurück, versprochen.
Herzlichst ..............Manne

14

Freitag, 8. Oktober 2010, 07:38

Hallo Manne,

ich fliege seit jeher mit Helis oder jetzt mit den flächen immer mit 35 Mhz.

Ich habe diese Probleme Gott sei dank nie gehabt. Allerdings habe ich immer drauf geachtet das ich ordentliche Empfänger habe. Manchmal muss auch ich die ganzen Komponenten eher klumpen.
Bei meiner f16 liegt Batterie und empfänger recht dicht beieinander. Die Kabel zum Regler laufen von der Batterie direkt am Empfänger entlang. Ich kann damit Sichtgrenze fliegen, gar kein Problem.

Du kannst nur, wenn du ein Modell hast nen ordetnlichen Reichweitentest machen und dann wenn dort iwas nicht funzt, dann anfangen komponente für komponente zu checken.
Diverse Helis.
Felix Wurfgleiter, umgebaut auf RC mit align 420 bl Motor Querruder und sw.
F16 Falcon von Hype. Akkus vom Stefan ftw.
Cessna Corvalis von Kyosho / Hype
WOW... von Hype.. ist WOW!

Baumflieger1

RCLine Neu User

Beruf: Metallbauer

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15

Samstag, 9. Oktober 2010, 23:29

Genau das selbe hatte ich bei meiner F16 von phase3. Mit nem normalen R 700 im flug unkontrollierbar wenn impeller aus ist wieder voll steuerbar.

Mit 16er DS empfänger von graupner mit SPCM modulation
bei vollgas unsteuerbar und darunter störungen bei impeller aus wieder normal.

Ich hab dann auf 2,4er spektrum umgerüstet (hatte ich alles schon zuhause)
Nix!!! keine störung kein zucken garnichts da hab ich nicht schlecht gestaunt.

Aber die erste F16 hab ich mit dem R 700 geflogen irgendwie komisch.

ich habe bei allen übrigens nen reichweitentest gemacht selbst wenn ich 100 meter und mehr vom modell entfernt war war alles normal nur im flug war auf 35 MHZ störungen.

:dumm:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Baumflieger1« (9. Oktober 2010, 23:31)