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1

Montag, 10. Januar 2011, 20:44

HABU perfekt landen

Hallo,
ich habe seit Herbst 2010 nen Habu von Parkzone.
Bisher bin ich glücklicherweise von größeren Schäden verschont geblieben.
Jedoch habe ich immernoch einige Probleme mit der Landung - ich bekomme einfach nicht den richtigen Gleitflug hin, bei dem die Nase kurz vorm Aufsetzen leicht nach oben zeigt (meistens überziehe ich hierbei das Flugzeug).
Ich habe auch schon probiert, die Querruder als Landklappen einzusetzen, bisher jedoch ohne Erfolg (herbei hat sich herausgestellt, dass bei Auslenkung der Querruder nach oben das Flugzeug nach oben zieht - bei Auslenkung nach unten ist das Gegenteil der Fall).
Mein nächster Versuch wäre, die Landeklappen zu setzen (Querrruder nach oben) und gleichzeitig etwas Tiefenruder zumischen, sodass das Flugverhalten wieder neutral wird - ist das ein Vernüftiger Ansatz?
Eine andere Idee wäre genau das Gegenteil, also beide Querruder nach unten auslenken und gleichzeitig etwas Höhenruder zumischen, sodass das Flugverhalten wieder neutral wird - macht das Sinn?

Für Antworten sowie weitere Anregungen wäre ich sehr dankbar.
Grüße
GE881

frankyboy

RCLine User

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2

Montag, 10. Januar 2011, 21:01

RE: HABU perfekt landen

Frage: über welche Flugerfahrung verfügst Du denn bisher?
Gruß Frank

3

Montag, 10. Januar 2011, 21:07

Wie drücke ich das am besten aus?
Möchtest du ne Angabe in Flugstunden oder in Jahren an Flugerfahreung?

4

Montag, 10. Januar 2011, 21:31

Hallo!

Das Video kennst Du bestimmt schon, oder?

http://www.youtube.com/watch?v=g1FKeqibE1I

Am Schluss zwei schöne Landungen!
Evt. ist auch Dein Schwerpunkt zu weit hinten.
Übst Du am Simulator?

Viele Grüße,

Stefan

5

Montag, 10. Januar 2011, 21:37

Hallo,
danke für den Link zu dem Video - die Landungen sehen echt sehr gut aus.
Den Schwerpunkt muss ich mal überprüfen.
Zwecks Simulator.... den habe ich seit ca. 2 Jahren nicht mehr benutzt - vielleicht sollte ich die Fernsteuerung mal wieder an den PC anschließen :)

Grüße
GE881

frankyboy

RCLine User

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6

Montag, 10. Januar 2011, 21:52

Meine Frage ging in die Richtung, dass ein Anfänger mit dem Habu sicher seine Probleme hat. Nach Deiner Beschriebung macht Dir die Phase Abfangen_Ausschweben-Aufsetzen Probleme. Genau das, was durch Üben in den Griff zu bekommen ist. Darum fragte ich.
Gruß Frank

7

Montag, 10. Januar 2011, 22:02

Also ich habe ca. 2 Jahre Flugerfahrung. Zuerst mit ner Cessna 182 (Reely) und vor ca. nem 3/4 Jahr kam dann ne MX2 (Hype) dazu - als blutigen Anfänger würde ich mich jetzt mal nicht mehr bezeichnen 8)
Ich werd mich dann wohl mal ordentlich hinter die Fernsteuerung setzen und zusehen, damit ich den Dreh rausbekomme.

Schon mal danke für die Hinweise.

-------------------------------------

Gibts zu der Sache mit den Landeklappen Anregungen?

frankyboy

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8

Dienstag, 11. Januar 2011, 10:32

Ok, dann solltest Du zumindest einen normalen Landeanflug hinbekommen.

Zur Sache mit den "Landeklappen" (Querrudern):

Landeklappen wären es, wenn man sie nach unten ausschlagen lässt. Schlagen sie nach oben aus, könnte man sie als Brems- oder Störklappen bezeichnen. Soviel zum Begrifflichen, sonst geht das durcheinander.

Ja, es stimmt, wenn man solche Klappen nutzt, etsteht ein Moment um die Querachse, welches man durch Zumischen von Höhenruderausshlägen (auch hier der Hinweis - es gibt ein Tiefenruder nur beim U-Boot. Beim Flugzeug heißt das Höhenruder drücken oder ziehen.) neutralisieren kann.

Mit dem Ausschlag der Klappen nach oben wird die Strömung gestört und so wird der Gleitwinkel schlechter, also steiler. Das braucht man für kurze Landeplätze.
Mit dem Ausschlag nach unten wird die Verwölbung der Fläche vergrößert, was mehr Auftrieb erzeugt und so die minimale Geschwindigkeit herabsetzt. Man kann also langsamer fliegen. Das ist für schnelle Modelle nützlich, um die Aufsetzgeschwindigkeit zu verringern.

Problem der Querruder als Landeklappen ist, dass dann die Strömung zuerst innen am Flügel abreisst, da dort ja keine erhöhte Verwölbung erfolgt. Da streiten sich die Geister, ob das günstig ist. Ich halte mich da an die manntragenden Flieger. Dort sind Landeklappen immer innen an der Fläche.

Letzendlich heißt das für den Habu - Versuch macht kluch. Also ich würde beide Varianten probieren, aber zunächst in Sicherheitshöhe das Flugverhalten testen.
Gruß Frank

Lars77

RCLine User

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9

Dienstag, 11. Januar 2011, 11:44

Zitat

Original von frankyboy
(auch hier der Hinweis - es gibt ein Tiefenruder nur beim U-Boot. Beim Flugzeug heißt das Höhenruder drücken oder ziehen.)


Wer sollte das festgelegt haben? ???

Tiefenruder ist m. E. ein allgemein gebräuchlicher Begriff:
http://wiki.rc-network.de/index.php?titl….2F_Tiefenruder
[SIZE=1]Aktuell in Betrieb: EJS | PZ Mustang | PZ Habu | Freewing MiG-15 | Phase 3 F-16 | TwinJet BL | MPX Fox | concepta | Rennfloh [/SIZE]

10

Dienstag, 11. Januar 2011, 12:20

Ich fliege den Habu auch und die Landemethode "kontrolliertes Abstürzen" (Gas raus und vor dem Aufsetzen ausgleiten lassen), ist beim Habu ungeeignet (wenn er zu schnell aufsetzt, springt er gerne und schaukelt sich dabei so sehr auf, dass er dann aus ca. 80 cm runterplumbst; leider alles schon ausprobiert :-( ). Da der Habu aber super gutmütig ist, kann man ihn sehr schön mit Anstellwinkel langsam reinkommen lassen und sanft aufsetzen. Meine Landungen sehen aus wie die eines normalen, echten Airliners. :tongue: :ok:

Es gibt eigentlich nur zwei "Geheimnisse" dabei:
1.) Schwerpunkt muss stimmen.
2.) Du mußt erfliegen, wie langsam du den Habu machen kannst, ohne dass die Störmung abreißt. Das am besten tüchtig üben mit virtuellen Landungen auf einer gedachten Landebahn in ca. 10 Metern Höhe. So klappt´s dann recht schnell.

Landeklappe (separate oder QR nach unten) brauchst du definitiv nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Roadrunner007« (11. Januar 2011, 12:22)


frankyboy

RCLine User

Wohnort: Potsdam

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11

Dienstag, 11. Januar 2011, 12:32

Zitat

Original von Lars77

Wer sollte das festgelegt haben? ???

Tiefenruder ist m. E. ein allgemein gebräuchlicher Begriff:
http://wiki.rc-network.de/index.php?titl….2F_Tiefenruder


Festgelegt - keine Ahnung. Aber nur die Modellflieger nehmen den Begriff Tiefenruder. Aber ein Flugzeug bewegt sich in der "Höhe", ein U-Boot in der "Tiefe" - nicht ganz unlogisch.

Frag mal einen beliebigen manntragenden Piloten nach Tiefenruder. Den Begriff gibt es da nicht. Und da sich unsere Modelle an den Großen orientieren, sollte das auch mit den Begriffen so sein. Dass der Begriff "Tiefenruder" allgemein in der Modellfliegerbranche genutzt wird, macht es nicht "richtiger".

So, das war aber nichts zum Threadthema. :w
Gruß Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frankyboy« (11. Januar 2011, 12:32)


kalle123

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Wohnort: Mönchengladbach

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12

Dienstag, 11. Januar 2011, 12:35

Der Phoenix Sim hat den HABU mit drin.

Vielleicht hast du ja Zugriff auf dem Sim und kannst den zum Üben nehmen.

Du kannst das Modell ausführlich editieren (z.B. Schwerpunkt verschieben).

Fraglich nur, inwieweit du der Realität nahe kommst. Die "Gelehrten" streiten sich da.

cu KH

kris279

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Wohnort: Österreich

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13

Donnerstag, 13. Januar 2011, 14:18

Kann als Linienpilot Frank nur zustimmen - Tiefenruder gibt es nicht in der Luftfahrt(man kann aber z.b. auf "tiefe" Trimmen)

Man will als Pilot ja eher "hoch" hinaus, also macht Höhenruder mehr Sinn :D

Im Ernst - wie hier alle Wissen gibt es das Höhen, Seiten und Querruder. Und dann eben noch den Typenspezifischen Schnick Schnack wie Spoilerons, Spoilers(Ground und Air) bzw. Multifunction(da toben sich die Flugzeughersteller je nach Laune aus, ist oft sogar innerhalb einer Serie unterschiedlich). Die Funktion ist trotz unterschiedlicher Namen der sekundären Steuerflächen trotzdem immer die gleiche.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kris279« (13. Januar 2011, 14:19)


relaxr

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Wohnort: Rhein-Main Gebiet

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14

Donnerstag, 13. Januar 2011, 14:35

Der Habu sollte sich doch ohne weitere Landehilfen Auschweben/Landen (gegen den Wind) lassen. Du musst einfach die Einteilung dafür finden. Ich komme mit solchen Jets von recht weit (ca. 100-150m) in ca. 5m Höhe rein. Sobald ich auf geradem Kurs bin nehme ich Gas weg, dann sinkt der Jet kontinuierlich ab, nun muss man bis in ca. 1m Höhe im Bereich bzw. kurz vor der Abrissgeschwindigkeit sein. Dann beginnt das Aushungern, d.h. gefühlvoll Höhe ziehen, so dass du an den Abrisspunkt kommst. Genau dann sollte er auch mit dem Rutschen auf dem Boden bzw. dem Ausrollen beginnen. Es ist reine Übung. Ich hoffe deine habu ist möglichst leicht, das hilft erstmal. Mit steigender Flächenlast wird das immer heikler und vor allem die Landegschwindigkeit immer höher. Was sehr hilft, ist auch ne Schubvektorierung zumindest auf Höhe, das entschärft oben gesagtes massiv, da du zum Auftrieb einen gleichwirkenden Kraftvektor hast, das reduziert die Landegeschw. wiederrum und die Nase kommt wie von selbst hoch. Üben - Üben - Üben (Sim wäre optimal!)

Good luck
markus
8)

15

Donnerstag, 13. Januar 2011, 15:21

RE: HABU perfekt landen

Hi

Wenn Du das Modell beim Landeanflug überziehst, warum gibtst Du nicht etwas mehr Expo auf das Höhenruder?
Grüsse
-Marc-

Fläche: Multiplex Heron / -Blizzard / -Funcub

Boden: Buggy Mini Viper Brushless 1:18 / Micro T 1:36

Kopter: Phantom 2 Vision Plus V3

16

Donnerstag, 13. Januar 2011, 19:27

Vorschlag

moin,

Zitat

Jedoch habe ich immernoch einige Probleme mit der Landung - ich bekomme einfach nicht den richtigen Gleitflug hin, bei dem die Nase kurz vorm Aufsetzen leicht nach oben zeigt (meistens überziehe ich hierbei das Flugzeug).

... versuche das mal in den Griff zu bekommen, indem Du kleine und kurze Gasstöße im letzten Anflugteil gibst .
Unbedingt auch empfehlenswert auch Deinen SIM zu benutzen !-
cu Jürgen

17

Freitag, 14. Januar 2011, 12:15

Korrekterweise kommt man - wie schon von mir beschrieben - mit konstantem Anstellwinkel zur Landung rein und gleicht Höhenverluste eben mit kurzen Gasstößen aus.

18

Mittwoch, 19. Januar 2011, 20:35

Hallo zusammen,

ich habe mir nun den Phoenix Flugsimulator zugelegt und habe auch schon einige Flüge (und erfolgreiche Landungen :) ) hinter mir.
Zwar kann man hier die Querruder nicht direkt als "Landklappen" per separatem Kanal zuschalten, jedoch kann man sie dem Höhenruder zumischen.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

1. Bei voll gezogenem Höhenruder und beiden Querrudern nach unten (100% Mischerzugabe) ist die Landgeschwindigkeit am geringsten (~7,2 m/s). Das Flugzeug geht nicht in den Stall und gleitet langsam und stabil nach unten bis es aufsetzt. Selbst wenn man bei etwas höherer Geschwindigkeit das Höhenruder voll durchzieht geht das Flugzeug nach einigen Auf´s und Ab´s irgendwann in einem stabilen Gleitpfad nach unten über.

2. Bei 0% Querrudermischer (--> Neutralstellung) zum voll gezogenem Höhenruder ist die Landegeschwindigkeit mittel (~ 8,4 m/s), jedoch kippt hier bei voll gezogenem Höhenruder das Flugzeug relativ schnell zur Seite weg. Außerdem ist hier die Gefahr am größten, dass das Flugzeug in den Stall geht. Es ist hier am schwierigsten, einen konstanten Anstellwinkel zu erreichen, sodass das Flugzeug kontrolliert nach unten gleitet.

3. Bei voll gezogenem Höhenruder und beiden Querrudern nach oben (100% Mischerzugabe) ist die Landegeschwindigkeit am größten (~9,8 m/s). Das Flugzeug geht nicht in den Stall und gleitet hier stabil bis zum Aufsetzen. Selbst wenn man bei etwas höherer Geschwindigkeit das Höhenruder voll durchzieht geht das Flugzeug nach einigen Auf´s und Ab´s irgendwann in einem stabilen Gleitpfad nach unten über.

So, nun die Frage: ist das real oder eine reine Simulator-Geschichte??

Grüße
GE881