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Donnerstag, 21. August 2014, 22:17

F-104 Starfighter für 70mm Impeller aus Depron

Hallo!

Ich möchte hier mein aktuelles Projekt vorstellen. Nach den guten Erfahrungen mit meinem Parkflyer Starfighter aus Depron ( Starfighter F-104 aus Depron von Causemann )möchte ich den Starfighter jetzt eine Nummer größer bauen. Vorraussetzung war dass ich den neuen WeMoTec Minifan evo verbauen kann. Der hats mir nähmlich soundtechnisch echt angetan, und die Leistungsdaten stimmen auch. Also mit meinen vorhandenen Depronschnittmustern etwas herumprobiert und vermessen. Bei 1500mm Länge (ohne Staurohr)und 720mm SpW (mit Tiptanks) passt es perfekt. Die Einlässe sollen nämlich, genau wie die Tragflächen wieder absolut scale sein. Schnell war jedoch klar dass reines hochskalieren nicht reichen würde. Die gesamte Struktur musste überarbeitet werden um die notwendige Festigkeit bei einem Flieger dieser Größe sicher zu stellen. Also musste ich komplett von vorne anfangen und etliche Holzleisen zur Versteifung mit einarbeiten. Nach einigen Wochen war das Schnittmuster für die Depronteile fertig. Nun konnte ich mich an die Tiefziehformen für die PET-Teile machen. Kabienenhaube, Düse, Halbschalen für die Tiptanks, Nase, Strömungskanal usw. Hierbei half mir Jochen Causemann von Causemann Flugmodellbau tatkräftig indem der mir die Rohlinge für die Prototypen fräste. Nach unzähligen Arbeitsstunden war der komplette Satz Tiefziehformen aus massivem GFK fertig und wurde wie auch das Depronschnittmuster zu Causemann geschickt. Dieser fertigte mir nach meinen Vorgaben diesen tollen Bausatz für den Prototypen. Ja, richtig gelesen, wenn die Bau- und Flugerprobungen durch sind, wird die Firma Causemann für alle Starfighterfans den Bausatz in Serie fertigen und vertreiben.



Mein Hauptaugenmerk liegt auf einer leichten Konstruktionsweise. Wir wissen ja alle was passiert, wenn man den Starfighter überfrachtet. Das Rohbaugewicht wird vorraussichtlich bei etwa 600g liegen. Ich möchte mein Exemplar mit 55g/m2 Glasseide und Epoxyd beschichten, dafür berechne ich etwa 150-200g. Als Antrieb denke ich im Moment an ein MiniFan mit 2W20 an 4S 3200mAh. Mit Servos, Regler, Kabeln etc. müsste ich so auf 1600-1700g kommen.

Das sind die ersten Baufortschritte nach dem ersten Bastelabend:







Ich werde hier in Zukunft die weiteren Fortschritte posten.
Was haltet Ihr von dem Projekt?

MfG Julian

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Freitag, 22. August 2014, 22:01

Klasse Julian, freu mich auf Details, hab großes Interesse ;-)
Gruß Frank

CorpseGuard

RCLine Team

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Müllkutscher

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3

Samstag, 23. August 2014, 07:58

Sieht schck aus. Ich freue mich drauf mehr davon zu sehen!!!
LG
Dennis

Bitte weitergehen!

Hier gibt es nichts zu sehen!!!

Ich bin keine Signatur. Ich putze hier nur!!!

4

Samstag, 23. August 2014, 08:34

ich denke, Du solltest beim Bau konstruktiv einen Haken zum Flitschen vorsehen, ich könnte mir vorstellen daß er sich mit dem 70er Impeller und 4S nicht so sicher aus der Hand starten läßt !
Gruß Frank

5

Sonntag, 24. August 2014, 19:25

ich denke, Du solltest beim Bau konstruktiv einen Haken zum Flitschen vorsehen, ich könnte mir vorstellen daß er sich mit dem 70er Impeller und 4S nicht so sicher aus der Hand starten läßt !

Hallo Frank!
Freut mich, dass das Starfighterprojekt dich interessiert.

Ja, das habe ich mir auch so gedacht. Deshalb habe ich mir gedanken gemacht wie man mit einfachen Mitteln (in diesem Fall die Abschnitte der enthaltenen Leisten) eine Aufnahme für einen Flitschhaken bauen kann. Das sieht bei mir dann so aus:







Der eigentliche "Haken" ist ein 2,5mm Carbonstab den ich erstmal nur eingesteckt habe und erst nach dem Beplanken dann fest einklebe.

6

Sonntag, 24. August 2014, 19:42

Hallo!

Das Höhenleitwerk kann man als normales oder mit etwas mehr Aufwand, aber auch höherem Scalefaktor, als Pendelleitwerk bauen. Ich habe mich natürlich für Lezteres entschieden. :D
Das Leitwerk muss natürlich trotzden messerscharf und dünn sein wie das des Originals! Deshalb habe ich das 3mm Depron mit reichlich Carbonprofilen verstärkt. Außerdem ist es von oben und unten mit einer Schicht Glasseide überzogen. Das Ergebnis ist ein supersteifes Sandwich-Leitwerk. Das 333x170mm messende HLW wiegt gerade mal 21g. Die Verbindung zum Seitenleitwerk mache ich aus einem T mit Carbonvierkantrohr 6x6mm und einem 2,5mm Rundstab als Welle. Diese "läuft" im HLW in einem Vierkantrohr 4x2,6mm.









Ich werde weiter berichten.
MfG Julian

7

Dienstag, 26. August 2014, 19:23

Hi,
ein Starfighter ist schon lange auf meiner Habenwollenliste. Diese Bausaison kommt erst eine Aurora, danach diese F 104.
LG
Thomas

8

Donnerstag, 28. August 2014, 21:01

Hallo Starfighterfans!

Es gibt wieder was neues von meinem Depronprojekt. Ich habe die Tragflächenholme und den Strömungskanal (Duct) fertig gebaut.


Die Teile für den Strömungskanal aus 0,5mm PET. Die zwei Teile passen perfekt zusammen und bilden so eine Seite des Kanals. Die Andere wird dann einfach spiegelbildlich gebaut.




Der Querschnitt ändert sich über die gesamte Länge kaum.


Die Holme bestehen aus einem Sandwich aus Carbon/Holz/Carbon. So sind sie dünn, leicht aber trotzdem sehr biegesteif. Sie geben später den messerscharfen nur 9mm dünnen Tragflächen Stabilität.


Die negative V-Form von -10grad ist natürlich wie beim Original vorhanden. Diese wird mit den Depronschablonen justiert.

MfG Julian

9

Donnerstag, 28. August 2014, 21:06

So sieht der Rohbau im Moment im ganzen aus. Mit dem (nur aufgelegten) Höhenleitwerk kann man sogar schon erkennen was es werden soll! :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (28. August 2014, 21:14)


10

Donnerstag, 28. August 2014, 21:08

:ok:
Gruss
Thomas
🖖

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bogomir67

RCLine Neu User

Wohnort: Ruppichteroth

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11

Montag, 1. September 2014, 11:55

Mach weiter! Ich bin schon ganz hibbelig! :-D

F-104, hat mein Ex-Chef bei der Bw geflogen, und ist eins meiner Lieblingsflugzeuge.

12

Mittwoch, 10. September 2014, 20:47

Hallo Hundertvierfans!

Habs endlich mal wieder geschafft etwas weiter zu bauen. Hier jetzt die Fortschritte:


Die Verkabelung ist komplett. Sie muss vor dem Beplanken vollständig verlegt sein. Ich habe Strom (oben) in vier quadrat mit 3x Kondensator und Servosleitungen (unten) getrennt verlegt um evtl. Störungen vorzubeugen und eine aufgeräumte Verkabelung zu haben.


Dann habe ich schon einen Teil des Rumpfes mit den großen 3mm Teilen beplankt.


Das Heck habe ich von dem Rest des Rumpfes abgetrennt um später Zugang zum Triebwerk zu haben. Das ist beim Original auch so gelöst. Meine "Elektrischen Trennstellen" für Motor sowie SR- und HRServo befinden sich auch dort. Das Heck wird mittels Bajonettverschluss befestigt. Einfach ansetzen, drei Millimeter drehen und mittels Schraube oben im Rumpfwulst gegen Lösen/Verdrehen sichern.


Die Halter sind die überstehenden Holzleisten mit jeweils einem 7mm langen Carbonvierkant. Die belasteten Flächen sind mit 0,8mm Polystyrolplatte verstärkt.

MfG Julian

13

Mittwoch, 10. September 2014, 22:05

Hi Julian,
also ich finde deinen Bauvorschritt absolut bemerkenswert. Einfach toll. :ok: :ok: :ok:

Jetzt hab ich aber doch eine bloede Frage zur Bauweise.

Wenn dir das Ding abschmiert dann ist es einfach hin. Reparieren bedeutet Neuaufbau.
Ist da nicht irgendwie ein Bausatz ueberbewertet?

???
Gruss
Thomas
🖖

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14

Mittwoch, 10. September 2014, 22:39

Hallo Thomas!

Wieso sollte man den nicht reparieren können? Man kann bei Depron doch sehr schön die beschädigten Teile wegschneiden und ersetzen. Was man bauen kann kann man auch reparieren. Wenn man aufwendig baut, z.B. GFK-Beschichtung ist die Reparatur auch etwas aufwendiger.
Bei einem Bausatz hat man einfach mehr Möglichkeiten den Flieger nach seinen eigenen Vorstellungen zu bauen, und günstiger ist's auch noch. :D

15

Mittwoch, 10. September 2014, 22:57

Glaube du hast mich da etwas falsch verstanden.

Deine Arbeit ist absolut Klasse. Ich verfolge das von Anfang an.

Ich habe aber das dumpfe Gefuehl das wenn es zu einem Crash kommt zumindest der Rumpf absolut hin ist.

Deshalb meine Frage wegen dem Vorteil vom Bausatz. Reparieren ist da nicht mehr.
Und preisguenstiger???? Wie rechnest du das?
Gruss
Thomas
🖖

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16

Freitag, 12. September 2014, 15:22

Hallo!

So, hier jetzt die aktuellen Baufortschritte.


Ich habe den Rumpf komplett beplankt. Die Nasensektion erfordert etwas Fingerspitzengefühl aber sieht dafür schön harmonisch geschwungen aus. Die Lufteinlässe passen sehr gut. Der Übergang zu dem PET-Strömungskanal lässt sich sehr schön passgenau verkleben. Vorne am Einlass habe ich einen kleinen Radius an das Depron geschliffen. Die Übergänge zwischen den Teilen habe ich mit Molto "Modellier Moltofill" gespachtelt. Dieser extrem leichte Spachtel hat ausgehärtet fast die gleichen Eigenschaften wie Depron und lässt sich deshalb super schleifen.


Der Rückenwulst und die Cockpitanformung ist auch schon drauf. Die Kanzel mit vorbildgetreuen, eingeprägten Holmen habe ich auch schon ausgeschnitten. Die Spitze besteht aus einem zusammengerollten PET-Kegel.
Gewicht des Rumpfes inkl. Regler, Verkabelung und zwei Servos liegt bei 600g. Liege damit noch voll im Ziel.

Als nächstes sind die Tragflächen mit den Tiptanks dran.


Hier habe ich schon mal begonnen die Leitwerke für die Tiptanks zu bauen. Man kann natürlich auch die Depronteile aus dem Bausatz verwenden, aber ich wollte meine gerne sehr dünn und trotzdem etwas profiliert haben.
Also habe ich sie als Sandwich aus 0,3mm PET/1,5mm Airex/0,3mm PET gebaut. Am Rand sind sie jetzt 0,6mm dünn und in der Mitte 2,1mm. Eine Schablone zum Ausschneiden der Teile gehört später zur Bauanleitung.
Gewicht je Leitwerk nur 5,8g!

MfG Julian

17

Sonntag, 21. September 2014, 17:13

Hallo Starfighterfans!

Mein Depron-Starfighter macht Fortschritte. Die Tragflächen sind fertig und am Rumpf angeklebt und verspachtelt.


Die aus einem 6mm und einem 3mm Teil zusammengeklebte Tragfläche. Sie eist also an der dicksten Stelle nur 9mm stark. Maßstäblich korrekt und messerscharf. Die Nasenleiste wird mit einem flach liegendem 0,5x3mm Carbonstab verstärkt und kann so später als Klinge benutzt werden um beim Landen den Rasen auf dem Platz zu mähen! :D :evil:
Die Leitwerke der Tiptanks habe ich später gegen meine flachere Variante getauscht.

Das Triebwerk ist auch schon da. Ein Minifan evo mit 2W20 HET Motor. Von Wemotec fein gewuchtet und abgestimmt. Ich hatte noch nie einen so leise und rund laufenden Impeller! Die Qualität ist echt super. Dank an Oliver Wennmacher von WeMoTec für die nette Beratung und die schnelle Lieferung.


Für alle Scalefans: Dieses Cockpit wird meinen Starfighter schmücken. Es ist ausschließlich aus 0,5mm PET-Teilvziehteilen gefertig. Die Herstellung der Tiefziehformen und Werkzeuge hat fast drei Wochen gedauert, der Bau des Cockpits geht dann locker an einem Bastelabend, plus Bemalung natürlich. Gewicht des Cockpits mit Pilotenfigur wie abgebildet: nur 16,5g!

MfG Julian

18

Sonntag, 21. September 2014, 17:39

Hallo!

Wie anfangs erwähnt möchte ich meinen Starfighter mit einer dünnen Lage Glasseide überziehen um die Oberfläche druckfester zu machen und die Gesamtsteifigkeit zu erhöhen. Um das Gewicht trotzdem so gering wie möglich zu halten habe ich eine Technik angewendet die ich im Holzboots- und Kajakbau gesehen habe. Für mich war es das erste Mal, dass ich diese Technik angewendet habe und ich muss sagen, ich war überrascht wie einfach das geht. Hier zeige mal die Arbeitsschritte anhand eines Teils des Rumpfes mit den Tragflächenunterseiten:


Zuerst habe ich ein 70x50cm großes Stück 55g/m2 Glasseide ausgeschnitten. Dieses dann auf das Teil gelegt und grob in die Vertiefungen gedrückt. Anschließend habe ich grob die überstehend Seide mit etwa 2-3cm Zugabe abgeschnitten. Hierbei hilft eine Glasfaserschere mit Microverzahnung (ca. 20€ bei R&G) ungemein.


Anschließend gießt man etwas Epoxidharz auf den höchsten Punkt in der Mitte. Das Harz verstreicht man dann vorsichtig mit einem weichen Plastikspachtel. Den habe ich mir aus einem Reststück 0,8mm Polystyrol geschnitten. So arbeitet man sich von der Mitte nach außen. Wichtig ist, dass man immer erst die Sicke mitnimmt und dan auf die nächste Fläche geht, damit nichts hohl liegt. Das Harz lässt sich mit dem Spachtel super einfach und gleichmäßig dünn verteilen. Luft, die evtl. zwische Depron und Seide ist, lässt sich einfach "herausstreicheln".


Auf diese Weise habe ich jetzt die Unterseite komplett beschichtet. Das Heckteil mit dem Seitenleitwerk kann man so mit etwas Fingerspitzengefühl in einem Stück komplett Beschichten.
Die Oberfläche wird superstabil und ist kaum noch druckempfindlich.


Die "Kleinteile" habe ich auf Zahnstocher gestellt um sie in einem Durchgang laminieren zu können. Die Biegersteifigkeit der beschichteten Teile ist durch die Sandwichbauweise enorm hoch!

MfG Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (22. September 2014, 07:28)


Hansi984

RCLine User

Wohnort: Norddeutschland

Beruf: Energieelektroniker

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19

Dienstag, 23. September 2014, 12:14

Mein Kompliment für den schönen Bau der F-104



Interessant zu sehen wie du die Konstruktion umsetzt. Da ich selber schon eine Depron-F-104 für 70mm Impeller gebaut habe, finde ich es sehr interessant zu sehen welchen Weg du bei der Konstruktion wählst. Ich hatte schon bereits einen großen Baubericht hier im Forum veröffentlicht, nur leider ist der beim "großen Forums Crash" abhanden gekommen. Ich verfolge weiterhin spannend deinen Baubericht und wünsche Dir jetzt schon viel Erfolg beim Erstflug. :ok:

Gruß



HG

20

Dienstag, 23. September 2014, 14:58

beeindruckend und wirklich durchdacht!

Hallo und Kompliment aus Dortmund!

Ganz toller Baubericht und auch wirklich neue Ideen dabei.
Dein Bauwerk kann man ja wirklich als Homage an die 104 sehen! Da freue ich mich auf den Flugbericht oder das Video dazu...
Wenn Causemann den Flieger dann aufnimmt, bin ich bestimmt auch dabei (einige aus Gütersloh zieren den Hangar). :ok:

Gruß aus dem Pott :prost:

Jörg
NICHTS ist so ernst wie der Spaß anderer Menschen! ;)

Hangar: FW 190 von Hype; ; Komet von HK; Sbach 342 von HK ; Fieseler Storch von flite Test; Taube von Ikarus; Panther - 70 mm Impeller
Garage: VW Sandscorcher, Monstertruck 4x4 -> Tamiya
Bootsteeg: PT 15 Schnellboot von Robbe, Megadragster (Rennboot) von Graupner, Segelboot von Graupner
RIP ;( : Yak-15; F-22; BF 109; Sukhoi PAK-FA; FW 190 als Konturenmodell; Fieseler Storch; Taurus von Küstenflieger; Impaction von Joost ...