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1

Montag, 2. April 2018, 16:09

Starfighter für 90er Impeller aus Depron in Zusammenarbeit mit Causemann

Hallo Zusammen!

Ich möchte hier mal mein neuestes Projekt vorstellen. Wie die Überschrift schon sagt handelt es sich um einen Impeller-Starfighter für den Midi Fan von WeMoTec oder andere 90er Impeller. Vor einiger Zeit schrieb mir Friedhelm Graulich (viele werden ihn aus der Turbinenszene kennen) dass er meinen XXL Starfighter 8mit 70er Impeller) gebaut hätte und er von der Bauart und den Flugeigenschaften begeistert sei. Nur könnte man den nicht etwas größer bauen? Also stellte er einige überschlägige Berechnungen an und überzeugte mich damit recht schnell ;) . Um auf eine geeignete Größe für den 90er Impeller zu kommen müssten wir den 70er Starfighter um 30% vergrößern. Das entspricht dann einer Rumpflänge von 195cm! und Maßstab 1:8. Nicht schnecht für eine "Schaumwaffel". Das einfache Handling und die handstartfähigkeit sollte natürlich erhalten bleiben. Um die hoch gesteckten Ziele zu erreichen musste ich mir einige Gedanken um die Statik machen. Da das Abfluggewicht für den handstart so gering wie möglich ausfallen sollte fiel beim Material die Wahl auf EPP und eine Außenhaut aus 3mm Depron, welches mit Glasseide überzogen wird. Für die Stabilität sorgen eine Menge CFK-Flachstäbe und gefräste Holzringspanten aus 6-lagigem Sperrholz. Nachdem ich die CAD-Arbeit erledigt hatte kam Jochen Causemann, von Causemann Modellbau, ins Spiel und fertigte zwei Prototypenbausätze. Den ersten erhielt Friedhelm Graulich, der sich dazu bereit erklärt hatte den ersten Bausatz zu bauen und mit seinen ausgezeichneten Flugkünsten, die ersten Teststarts und Flüge zu machen. Es zeigte sich recht schnell, dass die Maschine, nach ein paar kleinen Anpassungsarbeiten, die erhofften Flugleistungen erbrachte. Der Handstart gelingt auch mit diesem stattlichen Flieger problemlos! 8( :D Das Abfluggewicht liegt mit 6S 4400mAh Akku knapp unter 2800g.
Nun bin ich gerade dabei meinen Flieger aufzubauen und möchte hier darüber berichten. Eine Bauanleitung wird mit der Fertigstellung meiner Maschine auch erhältlich sein. Vielleicht findet die große 90er "Hundertvier" ja begeisterte Nachbauer. Wie schon bei einigen anderen meiner Konstruktionen fertigt die Firma Causemann in Gütersloh exklusiv Bausätze meiner Modelle an.


Der erste Prototyp mit dem stolzen Erbauer.

Die stattlichen Abmessungen sind hier gut erkennbar. Nicht vergessen, es handelt sich hierbei um ein Depronflieger! ;)

Der wohl weltweit größte handstartfähige Impeller-Starfighter! :applause:

Friedhelm hat einen wunderschönen Starfighter gebaut. Die Siluette ist in der Luft unverkennbar.

Die F-104 im Landeanflug.Gelandet wird auf dem Bauch. Auf den PET-Tiptanks rutscht die Maschine sehr gut.

Was haltet ihr von dem Projekt?

MfG Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (2. April 2018, 17:32)


2

Montag, 2. April 2018, 16:15

Für alle, die es nicht glauben können gibt es ein "Beweisvideo" von dem Prototyp.



Hier sieht man die gutmütigen Flugeigenschaften recht gut. Und der Sound des Midi Fan Evo ist einfach nur der Hammer! 8( :applause:

3

Montag, 2. April 2018, 17:43

:ok:
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

CorpseGuard

RCLine Team

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Müllkutscher

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4

Dienstag, 3. April 2018, 13:49

Genial. Der Sound ist mal der Hammer :O
LG
Dennis

Bitte weitergehen!

Hier gibt es nichts zu sehen!!!

Ich bin keine Signatur. Ich putze hier nur!!!

Friedhelm Graulich

RCLine Neu User

Beruf: Pensionierter Telekombeamter

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5

Dienstag, 3. April 2018, 23:08

Hallo,
wie Julian schon schreibt, habe ich den ersten Prototypen gebaut und getestet.
Ich habe bisher ca. 50 Flüge mit dem Starfighter gemacht und bin immer wieder
überrascht über die sehr gutmütigen Flugeigenschaften. Selbst extremer Langsamflug
ist überhaupt kein Problem. Die guten Flugeigenschaften sieht man ja auch im Video.
Ein Starfighter in der Größe und dann noch Handstartfähig ist im Moment wahrscheinlich
Weltweit einzigartig. Ich bin jedenfalls Stolz darauf das wir dieses Projekt mit dem Konstrukteur
Julian Path, der Fa. Causemann und meiner Person zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht haben!!!
Dir Julian, wünsche ich viel Spaß beim Aufbau Deiner F-104.
Gruß Friedhelm

6

Sonntag, 8. April 2018, 16:03

Einfach nur Klasse diese F-104 :ok:

Klasse vor geflogen Friedhelm :applause:

LG Frank
LGFrank

T-rex550 E DFC, HC3 sx
T-rex700 E DFC, Bavarian Demon 3sx :heart:
Raptor E 550se
Zu viele Multicopter. :tongue:
T2M Beaver 152cm, Pitts Phyton 146cm 6S
Edge 540 160cm 6s :evil:
Mirage 2000 6S :applause: Geile Kiste

One-O-four/Causemann F-104 XXL ;)
Funke MX 20 Hott
:puke:
DX6 G2

7

Sonntag, 8. April 2018, 16:28

Bin wiedereinsteiger mit "Vorerfahrung" - und ganz leise. Aber wer das Original und seine "Problemchen" kennt, staunt nicht schlecht über dieses Modell - Respekt !

Meiner Meinung nach an sich und erst recht in dieser Größe, als stabiles Modell eine modellbauerische Leistung. Und offensichtlich hat es fliegerisches Potential ! Als ich das Video hier sah, war ich ziemlich von den Socken. Da? dieses, im Original so traurige Geschichte machende Muster, als Modell so unproblematisch zu fliegen sein soll (glaub das einem erfahrenen Piloten schon) find ich unglaublich. Aber es sieht danach aus. Auch dafür Respekt. Mich würde der Aufbau interessieren. Bin gespannt. :ok: :ok: :ok:
Gruß, Jockel

8

Sonntag, 8. April 2018, 21:10

Beeindruckend, aber da ich Franks F104 kenne, weiss ich dass das ganz sicher Arbeit hoch 10 war.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Henseleit TDR II
/ TDF
SAB Goblin 700 Black Thunder
Align T-Rex 800E Pro
Jeti DS16 Carbon Edition

Elprog Pulsar 3+

racky

RCLine Neu User

Wohnort: Rottal

Beruf: Zu viele

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9

Sonntag, 8. April 2018, 21:19

Hallo Jockel

Ich glaube das du fast keine Ahnung von der F104 hast, die traurige Geschichte hat die Luftwaffe gemacht, nicht der Flieger

Grüße

Gert

Friedhelm Graulich

RCLine Neu User

Beruf: Pensionierter Telekombeamter

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10

Sonntag, 8. April 2018, 21:38

Hallo,
ich fliege ja auch noch einen Turbinen-Starfighter mit 4,15m Länge. Auch der
fliegt genau so gutmütig. Der Starfighter sieht so aus als wenn er schwer zu
fliegen wäre, aber bei meinen F-104 ist das nicht der Fall. Allerdings fliege
ich mit Kreiselunterstützung. Vor allem beim Handstart ist ein Kreisel schon
ein große Hilfe.
Und im nächsten Winter gibt es dann voraussichtlich ein neues großes Projekt von der Fa. Causemann!!!
Eine SR-71 Blackbird aus Depron mit einer Rumpflänge von ca.2,00m.
Angetrieben von 2 kräftigen 70mm Impellern.
Die Fa. Causemann und der Konstrukteur Julian Path haben schon zugestimmt.
Ich werde dann wahrscheinlich wieder den ersten Prototypen aufbauen und testen.

Gruß Friedhelm

11

Montag, 9. April 2018, 06:49

Hallo Gert,

Irrtum, ich hab "Ahnung" und weiß, daß es die Luftwaffe gewesen sein soll. Fakt ist, das der Starfighter derart hochgezuchtet und vollgefrachtet war, daß er Probleme bekommen mußte (man muß Systeme aufeinander abstimmen). Daß es unsere Luftwaffe war, die deswegen "berühmt" wurde, lag vor allem daran, daß er vorwiegen an uns verkauft, aber von den Amerikanern selbst gar nicht groß bewegt wurde, außer zur Schulung. Bin schließlich in einer Zeit groß geworden, in der massig von ihnen vom Himmel fielen. Kaum eine Zeitung, in der kein Bericht darüber stand, und das alle Nase lang. Häufig soll's die Elektronik (welche auch immer) gewesen sein. Das Teil war, nach Meinung vieler, im Grunde nicht mehr, als eine waagrecht fliegende Rakete. Aber das ist natürlich Ansichtssache, von Leuten die "Ahnung" hatten, haben und solchen, die angeblich "keine" haben. Wer nur ein bißchen hat, kann sich vorstellen, daß gut 9 Tonnen Stahl und sonstiges Gerödel, Stummelflügel und rund Mach 2 für Lockheed einfach Experimentierfeld zu jener Zeit war. Und das Risiko auf deutscher Seite den NATO-Bündnispartnern US Army nur willkommen (besser, als ihre eigenen Leute dafür zu riskieren, das Teil einem ausgedehnten Praxistest zu unterziehen - dazu brachte es noch ein kleines Taschengeld in US-Kassen, die von Lockheed natürlich vor allem. Für die Bundeswehr flog damals ein gewisser Erich Hartmann federführend mehrfach in die USA zu Verhandlungen, Diskussionen über technische Dinge und so weiter - kein Unbekannter (der hatte nach Deiner menschenfreundlichen Meinung auch "keine Ahnung" ? Oder hegst Du für Ex-NS-Größen eine andere Auffassung ?), aber höchstdekorierter Jagdpilot der deutschen Wehrmacht des WW2. Er ist mit seiner nicht verstummenden Kritik an dem Vogel bei Franz Josef Strauß dafür in Ungnade gefallen, Rest geschenkt.

Keine Ahnung ? Entschuldigung, träum' weiter.

Davon abgesehen, ging es mir überhaupt nicht darum, mit meinem Post "meine Ahnung" unter Beweis zu stellen - für wen und warum ? Sondern nur darum, einem Modellbaukollegen meine Anerkennung für seine wirklich beachtliche Leistung zu bezeugen und auszudrücken, das ich es, ob der Geschichte des Originals (ob bei der deutschen Luftwaffe oder sonst wo), erstaunlich finde, daß es einem Modellbauer gelingt, dem Teil als Modell solche guten Eigenschaften anzukonstruieren und -entwickeln. Davor habe ich höchsten Respekt, denn dazu gehört mE einiges Geschick. Und obwohl ich bekannter Maßen Holz-Fan bin, möchte ich nicht versäumen, den Depron-Anhängern bei so etwas auch auszudrücken, daß ich es mehr als nur anerkennenswert finde. Aber wenn ich das künftig nicht mehr soll, weil Du der Meinung bist, dann laß ich's natürlich. Weil Du's bist.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (9. April 2018, 07:15)


12

Montag, 9. April 2018, 11:07

Du solltest lieber die Zeit die du für solches Geschreibsel aufwendest in den Bau deiner zahlreichen Projekte stecken.

Heinz

13

Montag, 9. April 2018, 14:37

Die ignorefunktion hat mir richtig geholfen :ok:
Ich vermute hinter dem User mittlerweile eh einen Forumstroll. Der hier alles mit sinnlosen Beiträgen vollspamen will.
*Offtopic aus*
Gyros in Flächenmodellen sind wie hinsetzen beim Pinkeln! :tongue:

Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

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14

Montag, 9. April 2018, 17:23

OT=1
Es gibt immer wieder Leute die keine persönlichen Gesprächspartner haben.
Die schreiben sich in Foren, Fratzenbuch, Was geht, u.s.w. die Finger Wund.
Ich empfehle da den regen Besuch von Flugplätzen, Flugtagen, Flugtreffen u.a. Das spart enorm an Zeit.
Auch das UT kann heilend wirken. :D
Achtung: Ich rede von keiner bestimmten Person! Hier muss jeder selbst wissen ob er sich angesprochen fühlt.
OT=0
Das musste jetzt mal raus. :prost:
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

dont feed a Troll :evil:

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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15

Montag, 9. April 2018, 20:02

Hallo,

hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_F…_der_Bundeswehr

gibt's eine umfangreiche Dokumentation der F104 G (G wie Germany) -Geschichte in Deutschland.

Ich habe diese Zeit auch miterlebt; imho war die Unglücks-Serie ein unglückliches Zusammenkommen von mehreren Ursachen:
Schwierig zu fliegendes Flugzeug (nur in der G-Version), da es eine "eierlegende Wollmilchsau" sein sollte; unerfahrene junge Piloten, überfordertes Wartungspersonal, und (anfangs) ein schlechter Schleudersitz.
In meiner Erinnerung war es vor allem Fliegergeneral Johannes Steinhoff, der das Problem löste, mit der Devise "fliegen, fliegen, üben, üben...", und der für den Einbau eines besseren Schleudersitzes sorgte.

Unter den Sekundär-Links im o.g. Link gibt's auch eine Auflistung aller Unfälle samt Ursachen.

Gruß,
Helmut

racky

RCLine Neu User

Wohnort: Rottal

Beruf: Zu viele

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16

Dienstag, 10. April 2018, 08:26

Keine Ahnung ? Entschuldigung, träum' weiter.??

Hallo Jockel

Ich bin 1959 geboren und als Sohn eines Luftwaffen Jet Pilot aufgewachsen. Da bekommt man schon einiges mit wenn sich der Vater mit seinen Kollegen übers Fliegen unterhält. Das tuen Piloten auch in ihrer Freizeit immer.
Später, 1982 war ich als Soldat beim Deutschen Luftwaffen Übungsplatz Kommando in Sardinien stationiert.
Dort wurde ich zum Luftfahrzeugmechaniker und zum erstem Wart des Musters F 104G ausgebildet. Dabei durchlief ich alle Stationen wie. Waffen belade, Martin Baker, usw. Ich durfte im Starfighter sitzen wenn er geschleppt wurde, beim Justieren der Bordkanone den Feuerknopf am Knüppel drücken und beim Probelauf des Triebwerks auch mal den Schubhebel ganz nach vorne drücken.
Beim simulierten Luftkampf konnten gute Piloten mit der F104 schon mal den Luft Überlegenheit Jäger F15 vom Himmel holen
Deswegen schrieb ich das du fast kein Ahnung von der F104G hast. Aber offensichtlich glaubst du das was du irgendwo gehört hast oder die schon damals nicht ganz objektive Presse berichtete.
Ich weiß wovon ich rede, du aber nicht.
Persönliches werde ich hier nicht mehr sagen um den Fred dieses wahnsinnig tollem Modell hier nicht zu stören. Aber deine oft nichts sagenden oder in dem Fall falschen Aussagen nerven mich.
Modelle bauen kannst du offensichtlich sehr gut, das werde ich so nie mehr lernen. Aber kauf dir ne Schaumwaffel, geh fliegen und berichte wie es dir ergangen ist.

Also nichts für Ungut. Aber das musste ich los werden.

Grüße

Gert

Diver

RCLine User

Wohnort: Hannover

Beruf: Dipl.-Ing.

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17

Mittwoch, 11. April 2018, 17:48

Hallo Gert und alle anderen

Eigentlich bin ich hier nur stiller Mitleser, aber jetzt will ich mich dazu auch äussern. Es weicht zwar etwas vom ursprünglichen Thema ab, aber so möchte ich das hier auch nicht stehen lassen.

Wie auch Du war ich auch beim Bund bei einem F104 Geschwader, allerdings 10 Jahre vor Deiner Zeit und ich war für Waffen zuständig. Zu dieser Zeit war die Lage schon recht stabil, es gab in unserem Geschwader zu meiner Zeit keinen Absturz und insgesamt bei der BW nur 2 oder 3. Auch hatte die Flieger alle schon den MB Sitz, der eindeutig sicherer war als der ursprünglich vorhandene C2 Sitz.

Im wesentlichen muss ich Helmut Recht geben und das ist auch durch diverse Dokumentationen gut belegt. Die F104 wurde von Lockheed nicht dafür entworfen, wofür wir sie " missbraucht " haben, sie sollte ein Schönwetter Abfangjäger und nicht ein Allwetter-Jagdbomber sein. Dazu kam, das die BW Anfang der sechziger Jahre für dieses Flugzeug nicht bereit war, weder bei der Ausbildung der Piloten, des technischen Personals und auch nicht bei der Ausstattung der Fliegerhorste. Die Flugzeuge standen damals bei Wind und Wetter nur mit einer dünnen Plane bedeckt auf der sogenannten Line, zu meiner Zeit standen sie schon grössten Teils bereits in den Sheltern. Der grösste Fehler war, das der damalige Verteidigungsminister ein Flugzeug haben wollte, das in der Lage war, mit einer Atombombe bestückt zu jeder Tageszeit und bei allen Wetterbedingungen bis tief ins Feindesland einzudringen. Und um die Umstände der Beschaffung ranken sich noch bis heute diverse Gerüchte, warum sich die Luftwaffe und FJS gerade für die 104 entschieden hatte.

Sicherlich war die 104 damals auch in der Lage, andere und vielleicht sogar modernere Flugzeuge zu bekämpfen, aber wenn sie mit 4 Tanks und voller Sprit Richtung Decci starteten, so hatte man Angst, das sie am Zaun, der Flugplatz begrenzte, hängen blieb.

Grundsätzlich muss ich sagen, das die 104 ein sehr elegantes und schönes Flugzeug war, schön am Himmel anzusehen und wenn sogenannte Werkstattflüge waren ( ohne Aussenlasten ) so standen wir alle draussen vor den Hallen und staunten, welche Eigenschaften die Flieger eigentlich hatten. Gleiches gilt auch für das hier diskutierte Modell, es sind wirklich schöne Videos mit beeindruckenden Flugeigenschaften.

Wie auch Du meine ich schon zu wissen, worüber hier über geredet wird. Und wie auch Du schon sagtest, das musste ich auch einfach loswerden.

Mehr möchte ich dazu eigentlich nicht betragen und hoffe, das hier nun weiter über das Modell diskutiert wird.

Gruss
Klaus

18

Mittwoch, 11. April 2018, 18:53

Respekt, Respekt,.....ein toll gebautes Modell mit tollen Flugeigenschaften.
Man sieht also, auch mit Schaum kann man ein schönes detailiertes Modell bauen,... gefällt mir gut. :ok:

PS. Besser wäre es sich hier nicht zu zanken da es solche tollen Beitrage zerstört. (nur meine Meinung)

Gruß
Wir fliegen auf dem Wind (Wright Brothers)

19

Mittwoch, 11. April 2018, 19:09

Hallo Zusammen!

Vielen Dank für das Lob! :D Es ist in der Tat nicht so einfach ein wirklich gutes und einfach zu fliegendes Modell von der F-104 zu bauen. Aber es ist möglich, da das Original großes Potenzial hat(tte). Nun beschäftige ich mich etliche Jahre mit diesem Vogel und habe zahlreiche F-104 Modelle aus zunächst Voll-GFK und später aus Depron gebaut und konstruiert. Der Schlüssel ist, wie beim Original, das Abfluggewicht. Also habe ich mir eine Bauart überlegt die einfachen Aufbau, Stabilität und eben ein sehr geringes Gewicht ermöglicht. Deshalb gibt es auch mehrere Starfighter in verschierdenen Größen von mir, bzw. Causemann, der die Bausätze fertigt. Und jetzt möchte ich interessierten Lesern, und Modellbauern diese "ummantelte Siluettenbauweise", wie ich sie nenne vorstellen, indem ich mal ein paar Baustufen mit Bildern erkläre. Das soll auf keinen Fall ein Monolog werden, und ich würde mich über Ideen und Anregungen sehr freuen.


Alles Beginnt mit dem Sortieren der Teile und dem Zuschneiden der CFK-Flachstäbe und der Kiefernleisten.


Die Frontsektion aus 15mm EPP und CFK. Der Zusammenbau des Grundgerippes geht sehr schnell. Das motiviert weiter zu machen.


Das Seitenleitwerk besteht aus zwei Lagen 6mm Depron. So kann das Kabel unsichtbar werden und das Servo bündig eingelassen werden.


Das Höhenleitwerk besteht aus zwei 3MM Depronlagen. Dazwischen wird an Nasen- und Endleiste jeweils die Kante mit CFK verstärkt. Hier kann das Material vor dem Beschichten schön dünn bis zum CFK geschliffen werden. So entsteht eine echt "Scharfe" Optik wie beim Original. Das Ruder wird mit Glasfaserklebeband zwischen den Lagen befestigt.


Die Aufnahme für den WeMoTec Midi Fan. Der Einlaufring wird fest im Modell integriert. Der Impeller kann später durch eine Trennstelle von hinten in den Halter aus Sperrholz geschoben werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (11. April 2018, 19:33)


20

Mittwoch, 11. April 2018, 19:31

...so und noch ein paar Bilder.


Die gefrästen Teile aus 6-lagigem 4mm Sperrholz sind Bestandteil des Bausatzes. Mit ihnen werden unter Anderem...


... die Ringspanten im Modell gebaut. Sie bilden gleichzeitig die Wurzel für den Holm. Durch die "Verkastung" mit den Leisten eine sehr stabile Sache. :ok:


Das Rumpfheck nebst Beplankungsteil. Vor dem Beplanken haben viele Angst, aber ich stelle immer wieder selbst fest, dass es einfacher ist als man denkt. Und das EPP- und Leistengerüst gibt die Form genau vor.


Meine Idee für die Rumpftrennung. Ich hab immer nicht viel Lust zum Schrauben auf dem Flugfeld, daher versuche ich es mal mit sogenannten Rahmendübeln. Kennen einige von euch sicher von ihren bespannten Lautsprecherabdeckungen zuhause. Mal sehen ob sich das bewährt und wie stabil es am Ende ist.


Der jetzige Ist-Stand. Das Heck ist ummantelt, das HLW fertig und probehalber lackiert. Wer errät welche Lackierung es wird bekommt ein Bienchen! ;)
Die Servokabel sind verlegt. Die Motorkabel sollen oben in den Rückenwulst. Der ist aus PET tiefgezogen und somit hohl. Eine kleine Balsaholzverstärkung habe ich vor dem ersten Ringspant eingebaut. Hier kommen nachher zwei Schlitze in den Rumpf für die Finger beim Handstart. Dann kann ich mich als nächstes an die Beplankung des Rumpfes machen.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

MfG Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (11. April 2018, 19:36)