Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Dienstag, 27. November 2018, 19:11

Bachem Natter mit Impeller und Raketenmotor für Senkrechtstart aus Depron/EPP

Hallo Zusammen!
Ich möchte hier mal ein neues Projekt vorstellen an dem ich gerade arbeite. Es soll eine Bachem Ba 349 "Natter" werden. Diese Idee habe ich schon eine ganze Weile, da mich mehrere Faktoren an diesem Projekt reizen. Zum einen soll ein handlicher, kleiner und preisgünstiger Parkjet mit Impeller der 50mm Größe entstehen. Die "Natter" bietet hier durch ihre einfach gehaltene Kontruktion die perfekte Basis für ein einfach zu bauendes Modell. Das Vorbild ist ja schließlich auch so konstruiert worden, dass es von jedem Tischler, auch ohne Flugzeugerfahrung, gebaut werden kann. Zum anderen ist da der Raketenstart von einer Rampe aus. 8( :D Das stelle ich mir auch bei einem Modell recht spaßig vor. Mit Raketenmotor von der Startrampe starten und dann mit dem Impeller weiter fliegen. Bei der Kontruktion muss also auf absoluten Leichtbau gesetzt werden. Aber das habe ich ja bei allen meinen Modellen, besonders den Causemann Starfightern, bisher gut hin bekommen.

Um eine möglichst praktikable Größe zu bekommen habe ich mich für den Maßstab 1:6 entschieden. Damit wird das Modell 100cm lang und hat 60cm Spannweite. Als Material für die profilierten Tragflächen und Leitwerke möchte ich EPP verwenden. Der Rumpf soll eine ovale, teils konische Röhre aus 3mm Depron werden. Für die Formgebung benötige ich natürlich Spanten. Diese wird mir Jochen Causemann, von Causemann Flugmodellbau, aus PET laserschneiden. Das klingt exotisch, wir möchten es gerne mal so probieren. Die Spanten werden mit CFK-Leisten verbunden. Das Cockpit wird ein PET-Tiefziehteil. Im Heck, in den letzten Spant integriert, befindet sich neben der Düse für den Impeller eine Aufnahme für die Aluhülse, die den 18mm Raketenmotor halten soll.
Was haltet ihr von dem Projekt?

Zur Zeit baue ich ja nur einen Prototypen. Wenn das Projekt "Natter" Anklang findet, und es noch weitere "Raketenwissenschaftler" unter den Modellbauer hier gibt würde Jochen Causemann sich bereit erklären zusammen mit mir einen neuen Bausatz für diesen Flieger zu erarbeiten und dann wie gewohnt zu produzieren und vertreiben.

Ich würde mich über Resonanz sehr freuen, da ich echt Lust zu einem solchen Bausatz hätte!

Das Original

Raketenstart einer "Natter"

MfG Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (27. November 2018, 21:18)


2

Dienstag, 27. November 2018, 21:34

Sehr reizvolles Projekt. Hast du schon einen bestimmten Treibsatz im Visier?
Hier einer mit relativ langer Brenndauer und mäßigem Schub:

3

Dienstag, 27. November 2018, 21:55

Hallo thom b.!

Die Me 163 kenne ich. Da mein Modell mit dem Impeller doch deutlich schwerer wird muss ich wohl andere nehmen. Ich gehe von einem Startgewicht von 400-500g aus. Der Impeller bringt im Modell ca.500g. Als Raketenmotoren habe ich welche mit 4N Nennschub, 8N kurzzeitig und 1,3S Brenndauer. Und welche mit 6N, 14N Impuls bei 1,6S Brenndauer. Damit würde ich erstmal testen da sie da sind.

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 27. November 2018, 22:49

Hallo Julian,

jede normale Landung mit diesem Modell wäre aber nicht mehr "scale", da die Natter als Verlustgerät für "Einmalflug" konzipiert war...
;-))

Gruß,
Helmut

5

Dienstag, 27. November 2018, 22:56

:D Ja da hast du recht. Wenn das so ist habe ich schon viele Verlustgeräte gebaut. Aber hier ist das bei mir nicht vorgesehen. Ich würde von einer normalen Landung ausgehen. Aber das kann dann ja jeder selbst entscheiden. ;)

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 29. November 2018, 13:56

Moin!

Das ist mal ein extravagantes Projekt! Wie wäre es mit der vorbildgetreuen Teilung des Modells in der Luft und anschließender Schirmlandung?!

PS: Schon mal an einer Heinkel Lerche oder Wespe gedacht? ;)



Gruß

HG

7

Sonntag, 2. Dezember 2018, 13:28

Hallo Zusammen!

@ Hansi: Das mit dem Zerlegen in der Luft schiebe ich noch auf, erstmal gibt es ja genug Hürden zu nehmen. Außerdem müsste der Pilot ja auch vorher noch abspringen :D .
In der Zwischenzeit sind die Spanten von der Firma Causemann gekommen. Die sind echt gut geworden! Bin sehr zufrieden mit der Arbeit die Jochen Causemmann da abgeliefert hat.

Spanten aus 3mm Acryl im Detail

Der Spantensatz im Überbick

Mit einigen wenigen CFK-Stäben entsteht ein filigranes Gerüst, das später mit Depron beplankt wird. Gewicht: 54g

Der kompette Innenausbau geschieht vor dem Beplanken.

MfG Julian

8

Sonntag, 2. Dezember 2018, 13:45

Fortschritte bei der Natter...
Ich wollte die Flächen und Leitwerke ja aus EPP machen. Daher habe ich mir bei Causemann gleich ein paar Blöcke auf Maß zuschneiden und mit den Spanten zuschicken lassen.


Um die Profilierung und die Außenkonturen schön schneiden zu können, habe ich mir die vorher am PC gezeichneten Teile auf 190g Zeichenkarton gedruckt und ausgeschnitten. Die Schablonen habe ich dann mit Landkartennadeln auf den Rohlingsblöcken befestigt und mit Heißdrahtschneidbogen und Styrocut 3D (Tischschneidgerät) die Teile zugeschnitten. Das geht wirklich gut, macht aber auch echt eine Menge Arbeit. Jetzt muss ich die Teile noch versäubern und die Randbögen rundschneiden/-schleifen. Gewicht der Leitwerke und Tragflächen zusammen knapp 70g (vor dem Abrunden).


MfG Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (2. Dezember 2018, 18:53)


causemann

RCLine User

Wohnort: D-33330 Gütersloh

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 2. Dezember 2018, 18:32

Hallo
So geht's mit dem Laser für die Natter-Spanten:

Viele Grüße
Jochen Causemann
www.causemann.de

causemann

RCLine User

Wohnort: D-33330 Gütersloh

  • Nachricht senden

10

Sonntag, 2. Dezember 2018, 18:36

Ev. Ja interessant, wer so etwas noch nicht gesehen hat:
So rauscht unser Laser durch 1,5mm Balsa:

Viele Grüße
Jochen Causemann
www.causemann.de

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

  • Nachricht senden

11

Montag, 3. Dezember 2018, 14:22

Moin

Interessante, alternative Bauweise, verfolge jetzt schon spannend den Bericht. Wenn ihr die Entwicklungszeit des Originals unterbietet, seid ihr wirklich schnell :D


Ihr solltet den Abbrand des Treibsatzes bedenken (falls ihr das nicht schon gemacht habt), dass könnte sich auf den Schwerpunkt auswirken, da der Treibsatz nach dem "Leerbrennen" leichter ist.

Wie soll die Luftführung des Impellers hergestellt werden? Soll zum Start auch eine senkrechte Lafette zum Einsatz kommen?

Gruß

HG



12

Montag, 3. Dezember 2018, 17:39

Hallo Hansi!

Ich freue mich, dass es Interessierte gibt.
Der Treibsatz verliert etwa zehn Gramm. Allerdings ganz hinten am Heck. Ich werde das Modell erstmal konventionell einfliegen um den korrekten SP heraus zu finden. Dann werde ich bei den ersten Starts aus Modell mit Treibsatz zum Start so einstellen. Im Flug wird es dann etwas kopflastig. Das ist erstmal die sichere Variante. Nach hinten verschieben kann man dann immer noch vorsichtig.
Als Startrampe werde ich die zerlegbare Rampe von Klima Raketenmodellbau nehmen mit dem Rail. Dann hat man was sicheres, standfestes. Der Winkel lässt sich bei diesem Teil stufenlos einstellen.So kann man den Winkel nach und nach steiler stellen. Wenns geht, bis senkrecht.
Das Modell bekommt an den Originalpunkten Führungen passend für das Rail. Das Modell darf sich ja nicht drehen wie auf einem Rundstab.
Die Luftführung ist Open Duct. Der Impeller hat einen Einlaufring. Hinten kommt eine Foliendüse rein. Der Auslassquerschnitt ist eher groß gewählt für hohen Standschub bei weniger Topspeed. Aber mit den fast 30mm dicken Flächen und Leitwerken ist das Teil eh kein Starfighter. :D

MfG Julian

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 10:41

Moin Julian

Eine Sache ist jetzt schon mal sicher, es wird spektakulär! :ok:


Siehst du denn vor, den Bug aus einer Plexiglaskappe zu machen oder lässt die ihn offen?


PS: Fließen die Erfahrungen möglicherweise auch in das F-104 ZELL Projekt mit ein? :tongue:


Gruß


HG

14

Dienstag, 11. Dezember 2018, 14:12

Hallo Hansi!

Zuerst werde ich den Einlauf vorne offen lassen. Ich habe aber auch ein gedrucktes Kunststoffteil in dem die wabenförmigen Öffnungen für die Raketen nachgeahmt sind. Da die Einlaufgröße deutlich über dem Impellerquerschnitt liegt bringt es im Flug evtl. Punkte die Fläche etwas zu verkleinern. Vielleicht bringt das Gitter aber auch nur Wiederstand der den Standschub reduziert. Dann wird es halt nur ein reines “Showteil“.

Ja vielleicht lerne ich was für das ZELL-Projekt ;)
MfG Julian

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

  • Nachricht senden

15

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 09:12

Moin

Dann warten wir mal die Erprobung ab, bin gespannt!

Gruß

HG