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21

Sonntag, 13. Januar 2019, 13:42

Hallo Helmut!
Das hast du richtig gesehen. Ich habe den Flieger mit 0° EWD konstruiert. Mit meinen anderen Parkjets habe ich damit bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Sorgt halt für ein ausgewogenes Flugverhalten. Ein weiterer Aspekt für die 0° ist, wenn es denn so klappt, der (fast) senkrechte Start. Mit etwas mehr EWD würde der Flieger zwar im waagerechten Flug satt in der Luft liegen. Beim senkrechten Start wäre da aber eine Tendenz zur Rückenlage. Das würde ich gerne vermeiden.
Da das HLW aber Stumpf auf das SLW geklebt ist, kann man es jederzeit von hinten etwas ablösen und mit anderem Winkel wieder ankleben. Das lässt mir Spielraum für Experimente, wenn ich mit meiner Theorie falsch liege.

Wie siehst du das?
MfG Julian

22

Sonntag, 13. Januar 2019, 13:59

Hallo!
Hab in der Zwischenzeit mal ein Testlauf des Impellers gemacht. Dem ChangeSun 50/11 gefällt die offene Ansaugung und die glatte Düse mit 44mm Auslassdurchmesser recht gut. Im Stand schiebt er damit rund 620g! Das Gewicht beträgt derzeit 475g mit SLS Quantum 40/80C 3S 1000mAh. Es fehlen jedoch noch die Cockpithaube mit Befestigung und ggf. etwas Farbe. Das heißt die Natter kann sich selbst senkrecht nach oben drücken. Der Raketenmotor muss also nur für die schnelle Beschleunigung auf der Startrampe und etwas Steigleistung sorgen.
MfG Julian

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

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23

Sonntag, 13. Januar 2019, 22:17

Hallo Julian

Sieht gut aus, deine Natter, die Haube (Urform) ist schön detailliert. Deine Parameter klingen sogar sehr gut. Bin gespannt auf den Erstflug!

Gruß

HG

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

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24

Dienstag, 29. Januar 2019, 15:06

Hallo Juian

Gibt es Neuigkeiten von deiner Natter?

Gruß

Hans-Gerd

25

Donnerstag, 31. Januar 2019, 14:06

Hallo!

Ja es gibt Neuigkeiten. Die Natter ist geflogen!
Allerdings habe ich einige Verbesserungsmöglichkeiten gefunden. Schon beim Auswiegen habe festgestellt, dass der Akku vor dem Cockpit liegen muss um einen brauchbaren Schwerpunkt zu erreichen. Dieser stellte sich beim Erstflug allerdings immer noch als zu weit hinten heraus. Also habe ich die Spanten komplett überarbeitet und der Impeller sitzt jetzt einen Spant und damit ca. 105mm weiter vorne. Damit sollte der SP passen wenn der Akku im Cockpit liegt. Auch wenn hinten noch Gewicht durch den Raketenmotor und die Boosteratrappen dran kommt. Zum anderen hat sich herausgestellt, dass das verwedete Acryl zu spröde ist. Bei einer nicht ganz bilderbuchmäßigen Landung, dummerweise auf einem gefrorenem Maulwurfshügel, hat es den Impeller mitsamt Spanten einmal durch den Flieger bewegt. Wir werden einen neuen Satz aus PET-G fertigen.Mein Prototyp ist daher jetzt unbrauchbar. Der Bausatz für den nächsten ist in Arbeit. Wahrscheinlich werde ich bei dem nächsten die Ruderflächen noch etwas vergrößern, da die Querruderwirkung recht träge war.
Also alles in allem war es recht aufschlussreich und ich konnte etliche Fehler beheben. Wenn der neue Bausatz fertig ist mache ich mich an den Aufbau der Nummer zwei. Dieser ist dann für weitere Tests und wird auch etwas hübsch gemacht.
MfG Julian

26

Donnerstag, 31. Januar 2019, 17:34

Hallo Julian,

ich hatte mal ein ähnliches Projekt durchgezogen und auch das Problem mit dem Anstellwinkel während der Startphase.
Meine Trägerrakete war bestückt mit den Raketenmotoren und der Shuttle steckte an dieser, so wie es eben bei Ariane auch geplant war.
Durch die Anstellwinkel der Flächen ist das ganze Fuhrwerk regelrecht ausgebrochen und es war immer ein Überraschungsflug.
Irgendwann kam mir dann eine Idee die auch noch funtionierte, bis dahin hatte ich 4 Modelle verlustiert und wollte schon aufgeben.

Meine Konstruktion war so, dass die Tragflächen beim Start genullt war und am Scheitelpunkt nach dem ablösen von der Trägerrakete dann durch einen Verstellmechanismus auf +3,5 Grad angestellt wurde.
Mit dieser Mechanik hatte ich mehr als 40 Starts durchgeführt bis sich eines Tages der Shuttle nicht von dem Trägersystem löste und der Spaß sich in Staub auflöste.

Zu deinem Modell möchte ich sagen, dass du eine tolle Arbeit ablieferst.

Gruß Matz
Wir fliegen auf dem Wind (Wright Brothers)

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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27

Donnerstag, 31. Januar 2019, 18:49

Hallo Julian,

bei deinen Flugversuchen ist genau das eingetreten, was ich befürchtet habe, und was mich zu meiner Bemerkung (post 19) veranlasst hat.
Mit "0 - 0" ist (in Verbindung mit den gewählten Profilen) kein vernünftiger Längsmomentenausgleich und keine (natürliche) Längstabilität möglich.
Die fehlende Längstabilität kann ein superguter Pilot gfls. ausgleichen; der ist dann ja auch nur eine Art "künstlicher Stabilität". Ein vernünftiger Trimmpunkt ist so aber kaum zu finden.

Die Verwendung von einem der üblichen Schwerpunkt-Programme hätte dir aber zumindest einen Hinweis zur SP-Lage und EWD gegeben. Diese sind im gegebenen Fall (rel. dicker Rumpf mit Stummelflügeln) leider auch nicht zuverlässig; weil sie den Rumpfeinfluß nicht oder nicht genug berücksichtigen. "FLZ-Vortex" von Frank Ranis ist da noch am besten, erfordert aber auch die längste Einarbeitung.
Wer's mit der Theorie nicht so hat, der kann solche Probleme auch sehr gut mit kleinen Balsa-Wurfgleitern studieren.

Meine praktischer Rat:
Laß' das Höhenleitwerk auf 0° (bezogen auf die Rumpf-Längsachse) und setze den Tragflügel (vorerst) mal auf + 3°. Das ist ein geschätzter Erfahrungswert, da zur genaueren Ermittlung noch weitere Daten notwendig wären; vor allem zum Antrieb (-> Fluggeschwindigkeit -> Auftriebsbeiwert -> Anstellwinkel -> Einstellwinkel).

Und noch was: Deine Profile im Leitwerk erscheinen mir zu dick (mögliches Re-Zahl-Problem). Vielleicht reicht aber die Rauhigkeit der Schaumstoff-Oberfläche aus, um da die Strömung überkritisch zu machen. Solche Sachen kann man (im Modellflug) bei akzeptablem Aufwand nur experimentell optimieren. Ich würde da Profile mit max. 7% Dicke verwenden; es ist ein Kompromiß zwischen aerodynamischen und Festigkeits-Erfordernissen.

Die o.e. EWD/Trimmung gilt natürlich nur für den Horizontalflug und moderate Bahnwinkel. Im senkrechten Steigflug muß der Auftrieb/Anstellwinkel gleich Null sein. Dazu musst du dir noch was einfallen lassen...
Entweder muß das der Pilot "wegsteuern", oder eine Automatik, wie von matz erwähnt. Für Letztere ist das Suchfeld groß, von einfacher mechanischer Ausführung bis zur Elektronik.


Ich wünsche dir Erfolg,

Gruß,
Helmut

28

Sonntag, 31. März 2019, 12:39

Hallo!
So, nachdem ich leider aus Zeitmangel etwas pausieren musste konnte ich jetzt endlich das "Projekt Natter" wieder aufnehmen. Jochen Causemann hat mir in der Zwischenzeit einen neuen Bausatz nach meinen Vorstellungenmit den etsprechenden Änderungen gefertigt. Danke dafür Jochen! :ok: Ich habe schon fleißig gebaut, Bilder dazu werden folgen. Natürlich habe ich mir auch Gedanken über Anstellwinkel und Co gemacht. Danke an dieser Stelle für eure Ideen! Ich habe mir folgendes ausgedacht. Ich habe den Anstellwinkel von knapp 2° über das HLW und nicht über die Tragflächen eingestellt. Dadurch dass das HLW sehr groß ist hat es recht viel Einfluss auf die Fluglage. Durch den Anstellwinkel wird, so der Plan, der Rumpf auch etwas Anstellwinkel haben und, wie beim Starfighter, die kleinen Stummelflügel mit etwas Auftrieb unterstützen. Zumindest im waagerechten Flug. Beim senkrechten Start würde ich versuchen mit etwas Trimmung auf "tief" diesen Effekt zu reduzieren. Durch die großen Ruderflächen sollte das gehen. Von einer mechanischen oder gar elektronischen Lösung möchte ich eigentlich absehen, da das ganze ja auch leicht und leicht nachzubauen sein soll. Das Thema Schwerpunkt habe ich selbst verbockt, da ich meinem Programm nicht geglaubt habe und mir der SP doch sehr weit vorne vorkam :dumm: . Selbst Schuld, der Computer hatte offenbar recht ;( . Wieder was dazu gelernt. Durch die neue Anordnung von Impeller und Regler weiter vorne komme ich hoffentlich ohne Trimmblei auf den korrekten SP.
MfG Julian

Hansi984

RCLine User

Wohnort: Emsland

Beruf: Servicetechniker

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29

Montag, 1. April 2019, 08:42

Moin Julian

Schön das es weiter geht, bin gespannt auf deine Bilder!

Gruß

HG

Hubath

RCLine User

Wohnort: München

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30

Montag, 1. April 2019, 09:38

Bin gespannt! Interessantes Projekt! :ok:
Grüsse aus München
Hubert