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101

Montag, 12. März 2018, 22:07

Hallo Kuni,

im Moment wiegt die MB-110 so rund 425g, noch ohne Akku, sonst mit allem (Rumpf). Sie soll laut Plan am Ende etwa 825g wiegen. Servoströme kann ich im Moment leider nicht messen, hab kein Amperemeter. Sind "gesammelte Werke"; 4x MG-Servo der Midi-Klasse (1.7kg/cm), 2x Micro-Kunststoffgetriebe-Servos (1.1kg/cm). Will den Regler / das BEC später vielleicht mal in einem weiteren Modell verwenden. Die MB-110 ist sehr filigran - lebt bei mir im Moment vielleicht nicht lange. Für mich vor allem baulich ein Experiment - gelingt es, so leichte Modelle zu machen ? Daß sie, wenn so leicht, wohl auch nicht so schnell sein wird, ist mir im Moment sehr angenehm - also 2 Fliegen mit einer Klappe.

180 Sachen - wow.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (12. März 2018, 22:32)


tiger190348

RCLine User

Wohnort: Ruhrgebiet

Beruf: bauzeichner

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102

Montag, 12. März 2018, 23:38

M.Brochet MB-110 (Sportflugzeug, 50er Jahre)

Hallo Kuni,
ich melde mich noch einmal, dann ist es auch gut. Im Nachbarforum habe ich mir einen Thread zum Thema Prop-Durchmesser bzw. Steigung zu Gemüte geführt. Natürlich kenne ich die Abhängigkeit von Steigung und Durchmesser und den Einfluß von Motorgeschwindigkeit. Neben vielen wissenschaftlichen und halbwissentschaftlichen Beiträgen ist mir einer aufgefallen, der mir sehr gut gefallen hat: für mich als reinen Hobbypiloten ohne jegliche Wettbewerbsambitionen ist es gar nicht so entscheidend, ob ich nun noch mal 5% mehr Wirkungsgrad mit einem anderen Propeller raushole. Zitat von peita79. Und ob ich 11 oder 12 Minuten fliege, ist mir auch egal. Mir ist nur wichtig, daß ich die vorgeschriebenen max-Werte nicht überschreite.
Nur weil man anders die Sache sieht als du, sollte man diese Menschen nicht gleich ausgrenzen. Die Akzeptanz Andersdenkender ist wichtig, nach dem Motto : jedem Tierchen sein Plaisierchen. ( humoristische Gedichte von E. Bormann und A. Oberländer von 1887)
Mit fliegerischem Gruß Klaus
Gaui 550, Selbstbau Lama mit Beast - Gaui 550, Selbstbau einer Eigenkonstruktion
Pilatus PC-9 mit SPW. 1,73 m von Phoenix
Lightning-ein 2 x 2 m F3A-Modell Eigenbau
Chipmunk
Super Dimona, SPW 3,oo m, mit GFK-Rumpf, Eigenbau
Grumman American Cougar mit 2 m SPW, Eigenbau
Tiger Moth mit 1,8 m SPW, Eigenbau
Cessna 182 mit 1,9 m SPW, Eigenbau
Dragonfly, kleiner Styroflitzer
Fieseler Storch im Bau

Dummköpfe zu ertragen, ist sicherlich der Gipfel der Toleranz - Voltaire

103

Dienstag, 13. März 2018, 16:41

Hallo Klaus,

das sehe ich auch so. Für BL und Regler sind max-Ströme doch wichtig zum Überleben bzw Beachtung derselben. Ein Sicherheitszuschlag (auch weil mancher es mit solchen Daten nicht zu genau nimmt), dann sollte man ruhig bleiben können. Auch bei Akkus, Verkabelungen etc. Hatte mir anfangs ausgerechnet, wie lange ich mit einem E-Equipment voraussichtlich fliegen kann. Ergebnis: nur bedingt kalkulierbar, weil von zu vielen Faktoren abhängig. Heute denke ich, wer seinen Flugstil kennt, ein paar Erfahrungen hat, kann es recht gut abschätzen - wenige Minuten mehr oder weniger ist wirklich nicht so wichtig, bei 10, 15 und mehr sieht's vielleicht anders aus.

Bei durchweg allen Kalkulatoren fällt mir immer wieder deren Abhängigkeit von "aktuellem Datenfutter" auf. Mag DriveCalc durch Updates etwas besser sein, ok - täglich gibt es auch hier keine (überspitzt formuliert). Mein Fazit: alle, wenn auch grundsätzlich wichtige Theorie, ist grau. Die Befreiung von so vielen "wenn" und "aber" kommt am ehesten durch Wissen (Essentials, keine Theorie um derselben willen) und Erfahrung. Beispiel: hab im Job reichlich Leute erlebt, die große Theoretiker sein wollen oder sind, aber kaum zwischen den Zeilen lesen können. Klang anfangs toll, stellte sich oft ziemlich schnell als Finte heraus und funktionierte nicht recht. "Alte Hasen" hatten das gleiche Thema, ohne viel Worte, schnell im Griff. Fragen, was sie dazu veranlaßt hat, es so zu lesen, brachte nicht selten "aha"-Erlebnisse. Für mich macht's die Mischung. Lernen funktioniert bei jedem auf individuelle Weise.

Nicht böse gemeint, aber Jahrzehnte Lebenserfahrung. Hab mein Studium als Sek.II-Lehramtsanwärter begonnen - und war ziemlich bald "abgelöscht", hab auf Diplom gewechselt. Über den Anteil, der IMHO unnütz war, lasse ich mich hier lieber nicht aus. Bin auch kein Maßstab für alle, nur für mich. In meiner Ausbildung zum Handwerk gab's solche Unterschiede nicht - war gut so.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (13. März 2018, 16:53)


tiger190348

RCLine User

Wohnort: Ruhrgebiet

Beruf: bauzeichner

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104

Dienstag, 13. März 2018, 18:13

M.Brochet MB-110 (Sportflugzeug, 50er Jahre)

Hallo Jockel,
ich bin nur böse, wenn man mich beleidigt - was hier nicht passierte - oder mir Unwissenheit unterstellt. Auch wenn ich langjährige Erfahrung, mein Motto ist grundsätzlich: lernen bis zum Lebensende, Stillstand ist für mich Rückstand und sich Toleranz bewahren.
Gruß Klaus
Gaui 550, Selbstbau Lama mit Beast - Gaui 550, Selbstbau einer Eigenkonstruktion
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Kuni

RCLine User

Wohnort: Dresden, Deutschland, Europa, Erde

Beruf: Schiffsführer

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105

Dienstag, 13. März 2018, 18:18

Klaus, na wenn das alles so gar keine Rolle spielt, warum fliegt dann niemand mehr mit Bürstenmotoren rum? Aber dann muss ich mir ja hier auch keine Waffel machen, ihr bekommt das schon hin... :shake: Ich staune aber dass das Thema Wirkungsgrad nach so langer Beschäftigung mit der Materie nicht durchgedrungen ist. Und der Peita ist nun nicht wirklich eine Leuchte in dem Thema; sich den als Vorbild oder Beispiel zu nehmen... :applause: :dumm:

@ Tünnbüddel: wieviel Zuschlag gibst Du so dazu? Wozu hast Du in einem -grob geschätzt 1kg Flieger 2,2kg-Servos drin? Alleine wenn ich diese Sachen aufeinander rechne würde ich dasselbe Flugzeug locker 100-200g leichter bekommen, ohne ein Gramm an der Struktur zu sparen. Wenn Du aber dafür baust, die Teile aus dem Wrack puhlen zu können, warum machst Du es Dir (und allen anderen) nicht leicht und zündest die Maschine jetzt schon an?
Wenn Du sie aber baust um sie zu fliegen, warum hörst Du nicht auf die Leute, die erwiesenermaßen ERFOLGREICH seit Jahren sowas tun? Ist ja nett, als kleiner Fisch im Teich jemanden mit "Jahrzehnte Lebenserfahrung" zu haben, aber Du könntest ja auch mal über den Rand des Teiches schauen...

Wenn man weiß was man tut (Stichwort GIGO) kann man sehr genau kalkulieren wie lange man mit dem Equipment fliegen kann. Man braucht keine tagesaktuellen Daten im DC; was der bietet wirst Du in Jahren nicht ausreizen! Aber wenn man nur Gründe sucht bzw. nur die zulässt die die eigene Sichtweise widerspiegeln, warum schreibst Du dann hier? An diesem Deinem Satz solltest Du selber Dir vielleicht ein Beispiel nehmen: ""Alte Hasen" hatten das gleiche Thema, ohne viel Worte, schnell im Griff."

So, machs gut. Wissen ist hier nicht gefragt, ihr wollt euch nur gegenseitig den Bauchnabel einreiben.
Tschüss,
Kuni

Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

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106

Dienstag, 13. März 2018, 20:00

warum fliegt dann niemand mehr mit Bürstenmotoren rum?

Machen noch Tausende....... :prost:
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

dont feed a Troll :evil:

107

Mittwoch, 14. März 2018, 16:42

Hallo Kuni,

das glaube ich Dir ja auch.

Der Grund ist einfach, daß ich die Servos nicht nur in diesem Modell anwende. Sie sollen noch reichen, wenn es in's nächste Modell geht. Zwei der Servos tun dies nicht - sie bringen 1.1kg/cm und haben Kunststoffgetriebe (ich möchte künftig nur noch Vollmetall, 100%). Weil das so ist und es Micro-Servos sind, wiegen sie nur 5g/Stk. Ich weiß, es geht noch leichter. Wenn das mit dem "Zahnausfall" nicht wäre, hätte ich stets leichte Kunststoffgetriebe-Servos. Aber ich hatte schon zu oft "Zahnausfall". Daher der Drang zu MG.

Für so ein Modell sind 1.1kg/cm wohl genug. Damit sinkt auch der Stromhunger (im Normalfall). Doch das Modell soll / wird nicht das letzte bleiben, ich möchte kein wildes Sammelsurium an Servo-Herstellern und -typen mehr, sondern vielleicht später nur zwei, irgendwann nur einen Hersteller. Daß es immer mehrere Typen sind, ist klar (Beispiel: TF-Servo, Rumpf-Servo). Die 4 anderen Servos wiegen 12g/Stk bzw 15g/Stk (Minis). Eigentlich unnötig viel, da hast Du recht. Sind zusammen 34g zu viel. Der Regler ist zu groß und schwer, ein 30A hätte gereicht, noch mal 7g, macht zusammen 41g. Der RX ist ein GR-12L, kleiner geht bei Graupner nur mit anderen Steckern (Saalflug-RX). Er wiegt 7g. Der BL-AL wiegt 80.5g. Die Stecker ein paar (hab's mal gewogen, waren 2-3g). Der LiPo, ein SLS 3s/1250mAH, wiegt als 30C (auch unnötig, 20C hätte dicke gelangt) steckerfertig 121g. Sicher geht es, da mindestens etwa 50g zu sparen, wahrscheinlich mehr.

Ich wollte keinen Rekord aufstellen. Wenn's so wäre, hätte ich's drauf angelegt. Mir kam's drauf an: 1. zu zeigen, daß Leichtbau möglich ist (selbst mit Einschränkungen, wie bei mir - ARF dann als Vergleich), 2. das Ding zum Fliegen zu bringen, 3. damit üben zu können, 4. meine Fähigkeiten im Modellbau zu reanimieren. Mit allem, was Du schreibst, steht für mich fest: da wäre noch einiges mehr drin. Wenn ich noch sparsamer geklebt (mit CA), statt geleimt (mit Weißleim) und noch sauberer/cleverer gebaut hätte, wäre sicher auch noch mal etwas einzusparen. Wie Du schreibst, sind insgesamt bestimmt ca 100g Einsparung drin, eher noch mehr.

Hab gerade mal getestet: Regler an RX, Akku und Servos angeschlossen. Funzt. Mußte zwei Pole des BL vertauschen, damit er richtig rum läuft. Jetzt werden die 3 Strippen noch farblich gekennzeichnet, um Verwechselungen beim erneutem Anschluß zu vermeiden. Das andere Ende hat einen XT60-Stecker (weil alle SLS Akkus XT-Buchse haben). Hatte eine 10x5" Latte dran. Das Modell zieht damit ganz gut bei Vollgas. Ein 11x5.5" ginge laut Dymond auch noch, vielleicht auch noch ein 11x6". Damit geht das Teil bestimmt ordentlich.

In einem hast Du unrecht: hier will sich keiner den Bauchnabel reiben und Dein Wissen ist sehr wohl gefragt. Daß ich Fehler gemacht habe, ist mir klar. Soll ich mich drüber ärgern ? Nein, das nächste Mal besser machen. Genau dazu ist Dein Wissen auch gut und hat geholfen, danke. Wenn das Teil fertig ist, könnte man ja mal eine Rechnung aufstellen, die zeigt, was da noch ginge - ganz ohne Klimmzüge. Ich bin fest davon überzeugt, daß viele es nicht mal ahnen. Wenn man dann mit gängigen ARFs vergleicht, gehen einem die Augen auf. Nur will heute kaum noch einer bauen. Fertig aus der Schachtel ist angesagt. Wäre für mich (Verzeihung) wie Trabi bestellen: ein Muster verfügbar, bestellt und 10 Jahre später empfangen. Daß der Markt da längst weiter ist - Kismet. Die Menschen hatten sich damit arrangiert. Und sich trotzdem gefreut, wenn sie "ihren" in Empfang nehmen konnten. Der Unterschied, mMn: man war bescheidener. Heute frage ich mich wirklich oft, unabhängig von gesamtdeutscher Geschichte und Extremen, ob wir alle damit nicht besser dran wären, mit weniger zufrieden sein zu können. Ich denke, ja.

Nimm's uns bitte nicht übel und bleib dabei. Wäre schade, wenn nicht.


P.S.: mein Vater stammt aus ehemals Breslau. Meine Mutter aus Hessen.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (14. März 2018, 20:08)


108

Freitag, 16. März 2018, 21:33

Muß im Moment viel kleine Fummelarbeit an der MB-110 machen, um sie bügelfertig zu bekommen. TF-Rippenblock Außentrapez ist fast fertig, dann geht der Bau los (nächste Woche).

Eben hat's mich geritten: hab dem BL-AL mal einen 3s/1250mAh SLS XTRON angelegt und nur eine 10x5" Latte angeschraubt. Wow, der geht ab wie die Feuerwehr - viel mehr Zug, als mit nur 2s, aber größerer Latte, bei fast gleicher Kapazität. Es hat ihn mir, bei schnell mal Vollgas, fast aus der Hand gerissen. Eigentlich sind, laut Zdenek Raska, nur 2s vorgesehen.
Gruß, Jockel

109

Freitag, 16. März 2018, 23:22

Strom gemessen?
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

110

Samstag, 17. März 2018, 12:15

Hi Thomas,

nein, kann ich im Moment leider noch nicht. Aber ich besorge mir in Kürze den Unisense E, damit geht's dann. Den kann ich dann in jedem Modell zwischen schalten und hab immer die Werte. So war's gedacht.
Gruß, Jockel

111

Samstag, 17. März 2018, 19:47

Hier in der Boerse steht ein Unisense zum Verkauf.
Und ein simples Messgeraet dazwischengeklemmt tuts fuer die ersten Messungen auch. Da brauchste erstmal keine Telemetrie.
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

112

Samstag, 17. März 2018, 19:57

Hi Thomas,

danke für den Hinweis - bin schon zu spät, wurde gegen kurz nach 12 heute verkauft (Unisense). Nicht so schlimm, suche eines mit XT60 Verbindungen. Hatte heute schon geschaut und werde am MO bestellen. Mit dem Amperemeter hast Du recht - hab sogar ein ganz simples, altes und sehr grob eingeteiltes. Wird nur knifflig, da bei mir alles über XT60 läuft, keine einzelnen Goldkontakte. Und mit "fliegenden" Leitungen hab ich's nicht so, das Gelöte wäre mir zuviel. Warte lieber, bis es soweit ist. Trotzdem danke.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (17. März 2018, 20:20)


113

Sonntag, 18. März 2018, 17:24

Auch ich möchte mal etwas Abwechslung haben. Also hab ich, auch weil's nur so geht, den Rumpf der MB-110 in verschiedene Sektoren eingeteilt und an entsprechenden Stellen Balsa in etwa 10 mm Breite quer zwischen die Längsgurte geleimt. So muß nicht der gesamte Rumpfboden in einem Stück bespannt werden. Das ginge auch gar nicht, weil er in 3 Raumrichtungen sphärisch geformt ist. Ziehen, glattstreichen und sonstwie rumzoppeln muß man da mehr als genug. Auch bei kurzen Abschnitten schon ist das so. In andere Richtungen ist für Teilung schon gesorgt.

Die Bespannung geschah, für mich erstmalig, mit AirSpan (von Modellbau Thiele erstanden), einem hauchdünnen Polyestervlies von nur 24g/dm² – der Clou dazu kommt gleich. Dieses Vlies ist eingefärbt, muß nicht lackiert werden und ist trotzdem wasserfest ! Das bedeutet: es bleibt (fast) bei diesem sagenhaften Gewicht. Die Kehrseite: es hat keine Klebeschicht. Daher muß mittels Oracover-Flüssigklebefilm das gesamte Holz des Modells an den relavanten Stellen eingepinselt werden. Es trocknet relativ schnell. Danach kann zB mit dem AirSpan bespannt werden. Wie üblich, zuerst Kanten fest anpinnen, dann flächig bügeln und glätten. Das Anpinnen der Kanten geht mit dem 3-stufigen Bügeleisen (dem Kloben für die guten Hemden, Hosen usw) auf Stufe 1.5 schon gut. Das Glattbügeln irgendwo zwischen Stufe 2-2.5 auch. Wenn es allerdings irgendwo Falten hat, die zu deutlich sind, heißt es dort lokal sehr vorsichtig vom Untergrund lösen und erneut anbügeln, dabei ziehend die Falten glätten. Nicht so einfach, besonders wenn der Untergrund zerbrechlich ist (dünnes Balsagerippe). Es ging, wenn auch mit „Anlauf“ und mehrere Male probieren. Das Vlies reagiert empfindlich auf zu starkes oder schnelles ziehen. Hat man den Bogen mal raus, geht’s.

Das Vlies hat ganz klar eine Vorzugsrichtung; dh es gibt eine Richtung, die längs liegen sollte und eine 90° dazu, die quer liegen sollte. Wenn man von Außen drauf schaut, sieht man das gut. In diesem Punkt also komplett anders, als übliche Kunststoff-Bügelfolie und auch anders als Koverall (Kunststoffgewebe). Doch das Ergebnis überzeugt. Wie lange und gut es haltbar ist, muß sich allerdings erst zeigen. Zieht man beim Bügeln und Falten raus nehmen zu stark, bekommt das Vlies, gegen die Sonne gehalten, ganz feine Risse. Sie sind sehr klein und lokal begrenzt, daneben ist wieder alles ok. Für „normalen“ Gebrauch schätze ich es als ok ein. Für starke Beanspruchung halte ich es nicht unbedingt geeignet. Insgesamt aber gut brauchbar.

Mit Koverall und Folie bespannt hab ich schon oft genug - der Vorgang selbst ist mir also nicht neu. Nur das Material und der Umgang damit. Aber jetzt nicht mehr.


So jetzt zu ein paar Fotos der MB-110:

Foto 1: Rumpffront seitlich mit Aeronaut CC 12x6" Latte - gut 5cm Bodenfreiheit bei waagrecht liegendem Rumpf. Das sollte gehen.

Foto 2: erstes Stück der Rumpfbespannung mit AirSpan in Rot an der Unterseite der Rumpffront. War Gefummel, hat einmal geknackst (muß Leistenbruch reparieren, nicht schlimm, geht mit einem Tropfen CA-Kleber gut), sonst ok. Inzwischen hab ich's raus. Spezielles "Lötkolben-Bügeleisen" ist geordert, Folienbügeleisen kommt ggf noch (weiß nicht, ob ich das für Flächen brauche - mal sehen).
»Tünnbüddel« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_20180318_163921 v.jpg
  • IMG_20180318_163842 v.jpg
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (18. März 2018, 19:50)


114

Montag, 19. März 2018, 18:08

Zwischenstadium. Hab' mal weiter bespannt. Hier ein paar Fotos:

Foto 1: hinterer Teil des Rumpfrückens bespannt

Foto 2: Aufnahme im Detail und größer

Foto 3: Front des Rumpfrückens bespannt

Foto 4: Rumpfboden komplett, aus 3 Teilabschnitten bestehend

Foto 5: desgleichen von Oben (man sieht die Bespannung des Bodens im Kabinenbereich zwischen den unteren Längsgurten

eines kommt noch, dann sind beide Rumpfseiten dran.
»Tünnbüddel« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_20180319_142312 v.jpg
  • IMG_20180319_142317 v.jpg
  • IMG_20180319_142325 v.jpg
  • IMG_20180319_175037 v.jpg
  • IMG_20180319_175022 v.jpg
Gruß, Jockel

115

Montag, 19. März 2018, 18:14

... das vorläufig letzte für heute und morgen:

Foto 6: von der Seite. Man sieht, die fehlt im hinteren Abschnitt beidseits noch - ist flach und daher am einfachsten zu bügeln.

Die auf dem einen oder anderen Foto noch bzw wieder blanken Stellen auf dem holz kommen von Nachschleifen kurz vor Bespannung. Sie werden natürlich nachlackiert, dann sieht man keinen Unterschied mehr zum Rot der Bespannung. Später noch die LWe, dann ist, wenn die scheiben dran sind, der Rumpf fertig. Dann bleiben nur noch die TF. Bin morgen fast den ganzen Tag unterwegs und muß heute abend noch etwas vorbereiten. Also übermorgen wieder. Bis dann.


Das Teil wiegt übrigens derzeit, inklusive Antrieb, Regler, Akku und beiden Rumpfservos, 583g. Bleiben knapp 250g für die TF mit deren Servos und das Dach.
»Tünnbüddel« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_20180319_175050 v.jpg
Gruß, Jockel

Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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116

Montag, 19. März 2018, 18:36

Hi Jockel!
Das sieht schon mal gut aus. Weiter viel Erfolg.
Wenn es um Folienbügeleisen geht, ich habe so was. Funktioniert perfekt.
https://hobbyking.com/de_de/digital-led-….html?wrh_pdp=7
Leider im Moment ausverkauft.
Alternative
https://hobbyking.com/de_de/turnigy-covering-film-iron.html

Viele Grüße Leo :w

117

Montag, 19. März 2018, 18:48

Hi Leszek,

vielen Dank. Ein Lötkolben-Micro-Bügeleisen hab ich bei einem Händler in der Nähe bestellt. Ist China-Lieferung, soll in etwa 2 Wochen kommen. Beim (Mini-) Folienbügeleisen frage ich bei meinem Händler vor Ort mal nach, der Aeronaut führt. Das hat eine Poti-Temperaturregleung. Da Aeronaut nach meinem Eindruck gute Sachen anbietet und ich hier kein Problem mit evtl Reklamation hätte, ziehe ich das vor. Das hätte ich durch den anderen Händler vor Ort (für das Micro-Lötkolbenteil) auch. Das von Dir als zweites Angebot HKs gelistete Teil sieht dem Aeronaut seeehr ähnlich. Das erstgenannte sieht dem Simprop-Eisen seeehr ähnlich. Hab noch nie bei HK bestellt. Mal gelesen, das da noch ordentlich Versand und Zoll drauf käme. Hmh. Trotzdem vielen Dank, sehr nett von Dir. Vielleicht brauche ich's doch noch. ;)
Gruß, Jockel

Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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118

Montag, 19. März 2018, 19:10

Hab noch nie bei HK bestellt. Mal gelesen, das da noch ordentlich Versand und Zoll drauf käme.
Hi Jockel. Es ist HK EU Lager in Holland. Versand mit Verfolgung ca.5€. Kein Zoll. In der Regel nach drei-vier Tagen bei Dir.

Viele Grüße Leo :w

119

Montag, 19. März 2018, 20:20

Ok, danke Dir, Leszek.
Gruß, Jockel

120

Dienstag, 20. März 2018, 20:14

Hatte heute anderes zu tun, morgen noch mal. Rumpf ist fertig bespannt, auch die beiden Seiten. Das AirSpan ist sehr leicht, läßt sich gut bügeln. Sich irgendwo am Rand überschneidende Areale mit entgegengesetzter Zugrichtung können zu minimaler Faltenbildung führen. Das Material brauch aber offenbar Zeit zur Glättung / Spannung (damit die Hitze raus wandern kann ?). Am nächsten morgen war, bis auf ganz wenige und kleinste Reste, alles glatt. Sich irgendwo überschneidende Areale sind mit Koverall und anschließenden Spannlackanstrichen mE leichter zu bearbeiten. Würde AirSpan für sehr leichte Modelle wieder nehmen, aber mein Favorit bleibt Koverall. Ist nur leider mehr als doppelt so schwer (mit Spannlack fast 3x).

Die LWe sind noch dran. Wollte sie erst nach den TF-Hälften anbringen, aber Winkligkeit zu prüfen (und ggf etwas zu richten) geht auch so. Also zuerst die LWe, dann die TF-Hälften. Neue Fotos folgen nach den LWen.

Muß derzeit nach einer Neuinstallation, die nicht klappen will (Fehler in Installations-Routine) abends damit Zeit verbringen, weil's wichtig ist - wird schon. Nur eine Frage der Zeit.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (21. März 2018, 12:20)


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