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1

Samstag, 28. Juli 2007, 16:29

Querruderdifferenzierung

Hallo zusammen,

bei meinem neuen Modell wird eine Querruderdifferenzierung von oben 5/16" (7,9mm) und unten 3/8" (9,5mm) angegeben. Bisher habe ich immer nur davon gehört die Ausschläge nach oben hin größer zu machen als nach unten.
Ich bin jetzt etwas unsicher. Bei dem Modell handelt es sich um eine Mustang P-51 von Hangar 9. Es ist ein Tiefdecker. Das Profil ist nicht vollsymetrisch und die Flächen haben eine leichte V-Form.

Hat vielleicht jemand eine Erklärung für mich oder sollte ich der Beschreibung einfach "blind" vertrauen?

Habe schon im Forum gesucht, aber leider nicht das passende gefunden.

Gruß HaPe

2

Samstag, 28. Juli 2007, 18:26

Hi..

selbst ohne die genauen Daten zu kennen kann man allgemein sagen dass diese Art der Querruderdifferenzierung falsch ist. oben zu unten 2:1 ist der bewährte Wert, bei giftigen Profilen sogar noch mehr. Ich würde meinem gesunden Menschenverstand und der ERfahrung deutlich mehr trauen als dieser Angabe.

gruß

andi

Rudy F

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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3

Samstag, 28. Juli 2007, 20:18

Das hängt freilich auch von den Winkeln der Anlenkungsgestänge und Ruderhorn ab

Mit "verkehrter" Diff kann man modellbedingte "zu viel Diff" wieder kompensieren.

Ob das der Grund bei dem Modell ist, weiß ich freilich nicht.

Am einfachsten: erstmals keine Diff im Sender und Ausschläge nachmessen.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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4

Samstag, 28. Juli 2007, 20:25

Zitat

Das hängt freilich auch von den Winkeln der Anlenkungsgestänge und Ruderhorn ab


Das verstehe ich jetzt nicht ganz.

Da die Angaben sich ja auf den Ruderausschlag beziehen ist es doch eigentlich irrelevant wie dieser zustandekommt. Egal wie die Anlenkung aussieht (solange sie halbwegs linear arbeitet) - das geforderte Ergebnis widerspricht trotzdem dem, was man für normal halten würde.

Rein theoretisch und hypopthetisch könnte die Auslegung des ganzen Fliegers eine gewisse negative Differenzierung passend machen (ist mir noch nie vorgekommen) - aber dazu kann wohl wirklich nur jemand, der das Ding fliegt konkretes sagen.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

5

Samstag, 28. Juli 2007, 20:39

Hallo zusammen,

na da bin ich ja froh hier nachgefragt zu haben. Dann versuche ich mal nach oben 7,9mm (wie angegeben) und nach unten statt 9,5mm stelle ich mal 4mm ein. Wäre das nach Eurer Meinung ok?


Gruß HaPe

ursus

RCLine User

Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

Beruf: Dipl.-Ing. Masch.-bau

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6

Samstag, 28. Juli 2007, 20:39

RE: Querruderdifferenzierung

Hi HaPe,

da wurden bestimmt die Zahlen vertauscht - oben gehört nach unten und umgekehrt.
Viele Grüße von Dieter alias ursus
Be calm when confronting an emergency crisis
http://www.lsv-fra.de/

Hohentwiel

RCLine User

Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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7

Samstag, 28. Juli 2007, 21:02

Hallo zusammen, vielleicht hilft es, hatte mit Stephan im Musgerthread die Diskussion wegen Differenzierung und da tauchte plötzlich die Angabe + - auf,
wobei Plus positive Verwölbung, also nach unten und Minus das Gegenteil bedeuten sollte. Ich kam darauf, als ich die Angaben bei Vincent aus der Retroplane lass.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

8

Samstag, 28. Juli 2007, 21:43

Zitat

Original von Hohentwiel
wobei Plus positive Verwölbung, also nach unten und Minus das Gegenteil bedeuten sollte.
Gruss René


Ist so auch üblich und richtig.

PLUS = Unten
Minus = Oben
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. :D

Hohentwiel

RCLine User

Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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9

Samstag, 28. Juli 2007, 22:11

Hallo Ralph, danke für den Hinweis. Ich hoffe dass der vermeintliche Zahlendreher
auch auf einem Missverständnis beruht. Ich muss aber ehrlich sagen, bei mir war plus immer nach oben und minus nach unten. Habe vielleicht zuviele Aktienkurse
oder den Stand meines Kontos studiert. :wall:
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

10

Sonntag, 29. Juli 2007, 04:55

Hallo,

in meiner Anleitung steht nicht + oder – sondern:

5/16" Up and 3/8" Down.

Ich habe jetzt erstmal Euren Rat befolgt und nach oben 9,5mm sowie nach unten 7,9mm eingestellt, also genau umgekehrt wie in der Bauanleitung beschrieben.

Jetzt muss nur noch das Wetter ein bisschen besser werden.

Gruß HaPe

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ha_Pe« (29. Juli 2007, 18:05)


Ludger

RCLine User

Wohnort: Oer-Erkenschwick/NRW

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11

Sonntag, 29. Juli 2007, 22:50

Es ist durchaus möglich das der Wert nach unten größer ist als der Wert nach oben.Ein sehr bekanntes Modell das so geflogen wird ist z.B. der Funjet von Mulitplex(Querruderdifferenzierung unten größer als nach oben).Es muß also nicht falsch sein was dort geschrieben steht.

domi76

RCLine User

Wohnort: daheim

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12

Montag, 30. Juli 2007, 00:24

Bei Tiefdeckern ist die Differenzierung so wie beschrieben richtig, sprich nach unten mehr als nach oben.

13

Montag, 30. Juli 2007, 08:24

Zitat

Original von Ludger
Es ist durchaus möglich das der Wert nach unten größer ist als der Wert nach oben.Ein sehr bekanntes Modell das so geflogen wird ist z.B. der Funjet von Mulitplex(Querruderdifferenzierung unten größer als nach oben).Es muß also nicht falsch sein was dort geschrieben steht.


Na ja ein Delta ist ne andere Nummer... da muss die Diff. so gesetzt werden dass kein Höhenruder-Anteil entsteht und nicht, um das Wendemoment zu beschränken. Beim Leitwerkler ist der Höhenruder-Anteil am Hauptflügel absolute zweitrangig.

@ ~: Dann mach ich seit 20 Jahren irgendwas falsch und habe in Profiltheorie überhaupt nicht aufgepasst... kurze Frage: WARUM nach unten mehr?

gruß

andi

greatewhite

RCLine Neu User

Wohnort: Salzburg, Österreich

Beruf: architekt

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14

Montag, 30. Juli 2007, 11:21

RE: Querruderdifferenzierung

Tag auch aus Österreich,

Es geht doch darum: Fliegt man eine Rolle, so soll diese wie auf der Schnur gezogen sein und keine Fassrolle etc. sein. Das heißt, der Flieger soll während dem Rollen weder nach oben wegsteigen, noch nach unten wegtauchen. Das stellt man am besten während der ersten Flüge fest, bzw. ein. Normalerweise immer nach unten ca. 10 bis 20% weniger Auschlag. Speziell wichtig ist dies bei Seglern und Nurflüglern. Bei Warbirds kann der Unterschied gegenüber gänzlich fehlender Differenzierung evtl. kaum auffallen. Einfach ausprobieren.

gruß wolfgang
every landing you can walk away is a good landing

15

Montag, 30. Juli 2007, 11:37

RE: Querruderdifferenzierung

Hi..

Also NORMALERWEISE (d.h. bei nicht reinrassigen kunstfliegern) wird die Querruderdiff NICHT dazu gemacht, dass das QR den Flieger "Höhenruderneutral" belässt, d.h. dass die Rollen sauber gezogen werden, sondern
a) um das negative Roll-Wende-Moment zu reduzieren und
b) um die örtliche Profilbelastung bei QR-Ausschlag nach unten nicht zu groß werden zu lassen, damit die Strömung nicht beim ausleiten der Kurve am kurveninneren FLügel abreisst und man in den Spiralsturz kommt.

Bei Kunstfliegern wird man am besten GAR KEINE Differenzierung verwenden.

Warbirds sind normalerweise, wenn anständig vorbildgetreu und relaistisch vorgeflogen, KEINE Kunstfliegerim eigentlichen Sinne, da sie a) keine symmetrische Profilierung haben und b) (im Original jedenfalls) oftmals keine negativen Lastvielfachen vertragen, somit OHNEHIN Rollen fast immer ein kleinwenig als Fassrolle fliegen. Kann man an jeder Airshow sehen, bei der Luftkämpfe mit Original-Warbirds vorgeführt werden. Und aus genau diesem Grund sollte man solche Vögel, welche ohnehin Trudel- und SPiralsturzneigung en masse haben, mit konventioneller Diff fliegen.


gruß

andi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »___...._____.« (30. Juli 2007, 11:40)


tomsteel

RCLine User

Wohnort: Hammersbach Hessen

Beruf: Dipl. Ing.

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16

Montag, 30. Juli 2007, 12:27

Hallo,

okay, also wieder was gelernt.Das "Up" "Down" in dem Bauplan bezieht sich nicht direkt auf die Ausschlagrichtung des Ruders sondern auf den Effekt des vergrößerns bzw. verminderns der Profilwölbung......
Is ja'n Ding.

Gruß Thomas
:D