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aerostar

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1

Donnerstag, 30. August 2007, 10:43

Weiße Beschichtung bei Aviomodelli Ariane

Moin zusammen,

die Flächen der Ariane (Motorsegler 3m) sind mit einer weißen Beschichtung versehen. Ich habe mal angefangen, diese Schicht auf den QR runterzuschleifen. Dabei mußte ich feststellen, dass

a.) das Zeugs bleischwer ist, QR roh 35g, geschliffen 23g und noch nicht mal alles runter
b.) diese Schicht faserig ist, ähnlich wie Bespannpapier.
c.) diese Schicht mit einer Art Klebeschicht wie bei Klebeband aufgebracht wurde. Die Klebeschicht ist nicht hart, sondern klebrig-zäh. Vom durch das Nassschleifen durchweichten Holz lässt sich die Schicht fetzenweise abziehen.

Hat schon mal jemand mit dieser Schicht gekämpft? Ich spiele mit dem Gedanken, die Schicht auch von der Fläche abzuziehen. Eine Hälfte wiegt nackt fast 500g. Wenn ich die Gewichtsersparnis von den QR auf die Fläche hochrechne... Allerdings bin ich mir nicht sicher wie, und wieviel (notwendige) Festigkeit diese Schicht bringt. Das Balsa ist ziemlich dünn, ca. 1mm. Reicht Bügelfolie als Ersatz?

Für Erfahrungen anderer wäre ich dankbar.

Martin
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Ben_16

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2

Donnerstag, 30. August 2007, 14:01

RE: Weiße Beschichtung bei Aviomodelli Ariane

Es gäbe ja noch die Möglichkeit, dass du die Fläche abschleifst und dann mit dünnen Glasgewebe überziehst, dann bekommst du die Festigkeit wieder einigermaßen rein. Fragt sich bloß, wie groß dann der Gewichtsunterschied mit Bügelfolie effektiv noch bleibt?

Fliegerassel

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3

Donnerstag, 30. August 2007, 15:28

Ich flog die Ariane eine Weile und habe da gar keine Faxen gemacht. Den Rumpf hatte ich mir lackieren lassen und die Flächen habe ich einfach mit Folie bespannt und basta. Das hält auf dieser Flächenbeschichtung wunderbar. Das Fluggewicht lag dann bei etwa 3 Kg und damit flog die Ariane richtig gut. Okay, ich bin jetzt nicht der Experte für Motorsegler und mir fehlen hier die Vergleichsmöglichkeiten. Aber ich war mit den unkritischen Flugeigenschaften sehr zufrieden, auch wenn ich anfangs auch dachte, dass die Kiste leichter wird.

Gruß Mirko
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aerostar

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4

Donnerstag, 30. August 2007, 16:27

Moin zusammen,

klar kann ich auch einfach nur Folie drüberziehen, mir geht aber ein finish von 350g/m² gegen den Strich. Das Blöde daran ist die Arbeit. Diese Schicht ist bockelhart zu schleifen und wg. abziehen muß ich noch mal sanfte Wärme testen.

Wenn's leicht abgeht, kommt Glas drauf. Wenn nicht, werde ich mal ordentlich drüberschleifen und es gut sein lassen. Ich möchte mit E-Antrieb die 3kg-Grenze unterschreiten. Nach derzeitiger Schätzung wird's knapp.

@Mirko: Irgendwo habe ich gelesen, dass jemandem die Steckung in der Fläche im Flug rausgebrochen ist. Welche Erfahrungen hast Du gemacht, welcher Flugstil?

Martin
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Fliegerassel

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5

Donnerstag, 30. August 2007, 18:16

Na ja,
ich denke, die Steckung zu knacken, ist schon drin... Aber das ist ein Motorsegler und so bin ich das Modell auch geflogen. Also nichts mit Kunstflug, immer schön ruhig und gemütlich. Alles Andere würde auch nicht zu dem Modell passen... Aber da soll`s ja auch andere Meinungen zu geben. Was?

Wie kommst du eigentlich auf 350 g/qm? Welche Folie ist denn so schwer?

Gruß Mirko
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aerostar

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6

Donnerstag, 30. August 2007, 19:43

Moin Mirko,

hochgerechnet von dem, was ich vom QR geschrubbt habe, wiegt die weiße Schicht 250g/m², eher mehr. Dann noch 90g/m" für Oracover weiß und schon sind's 350g/m².

Martin

*edit*
Ich habe gestern ein QR vollständig gestrippt. Von 35g auf 18g. Hochgerechnet sind sage und schreibe 325g/m² Beschichtung auf der Fläche, die Bespannfolie oder Lackierung noch nicht mitgerechnet! ;( Die Entfernung ist leider derart aufwendig, dass ich's beim gründlichen Anschleifen belassen werde. Werd' mir heute noch einen Quadratmeter 80er Nassschleifpapier besorgen...

Martin
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Fliegerassel

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Freitag, 31. August 2007, 09:57

Na denn mach mal,

mir wäre das viel zu aufregend. Ich bin für so Schleiforgien wirklich nicht zu haben, obwohl ich schon gern baue. Kannst ja mal berichten, wie du mit dem Gewicht hinkommst. Für die Wendigkeit der Maschine kann`s ja nur gut sein, wenn die Flächen leichter sind.

Gruß Mirko
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8

Freitag, 31. August 2007, 11:32

Moin Mirko,

nochmal zur Steckung. Ich habe spaßeshalber mal die Festigkeit von dem Rohr gerechnet. Bei einem Rumpfgewicht von 2kg ist rechnerisch bei 2,2g Schluß. Evtl. etwas mehr, falls ich die Rohrqualität zu niedrig angesetzt habe, aber weniger, wenn ich die Kerbwirkung an der Flächenwurzel berücksichtige.

Es erscheint also plausibel, dass jemand das Rohr geknickt hat. Die Aufnahmen in der Fläche sehen mir auch nicht vertrauenserweckend aus, viel mehr als das Rohr halten die auch nicht. Ich werde aus Gewichtsgründen ein Kohlerohr verwenden, gerechnet auf 3,5g.

...und heute abend gibt's dicke Arme. 50g pro Fläche müssen runter! Macht zwar nicht unbedingt Sinn, aber ich fühle mich danach sicher besser :O

Martin
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9

Freitag, 31. August 2007, 15:05

Ich hatte in das Steckungsrohr einen Buchendübel eingeharzt. Ob der es bringt, weiß ich nicht. Aber das "normale" Fliegen war nie ein Problem. So rein vom Gefühl her hätte ich eh gedacht, dass die Steckung eher aus der Fläche heraus reißt, bevor der Stab knickt. Aber das ist alles graue Theorie...

Das Flugbild der Ariane ist übrigens total schick und elegant. Und das ist wohl letztlich das Wichtigste. Was?

Mirko
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10

Donnerstag, 23. Dezember 2010, 14:46

RE: Weiße Beschichtung bei Aviomodelli Ariane

Mich würde interessieren wie das Ganze ausgegangen ist ?

aerostar

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11

Freitag, 24. Dezember 2010, 01:12

Hallo Tom,

also, ich habe tatsächlich in einem Anfall geistiger Umnachtung ca. 50g von jeder Fläche geschruppt. Diese Beschichtung ist eine Art Gelcoat mit Bespannpapier und trägt auch zur Festigkeit bei. Man kann aber einiges runternehmen, die Steckung ist der schwächste Punkt.
Das Steckungsrohr habe ich wg. Gewicht durch Kohlerohr ersetzt. Leider gab es das Maß nicht käuflich zu erwerben, also ein etwas dünneres Rohr mit Bindfaden umwickelt, mit Harz getränkt und dann passend geschliffen.
Die Aufnahmen in der Fläche sind der letzte Sche.. ! Eines der Rohre war lose und ich konnte es einfach herausziehen. Ich habe es hinten mit Tape verschlossen, die Bohrung im Styro mit PU-Leim geflutet und dann wieder eingesetzt. Das andere ging mit etwas gutem Zureden auch raus, gleiche Prozedur. Jetzt trägt es wenigstens großflächig. Es ist keine weitere Verstärkung in der Fläche, daher mit Gefühl fliegen!
Die komischen QR habe ich innen gekürzt, nach aussen verlängert und mit Flächenservos angetrieben. Die Vierkanthebel und Torsionsrohre sind in Hinterkanten-Drehbremsklappen eingeflossen.
Ich bin bei exakt 3kg rausgekommen. Den SP habe ich inzwischen deutlich hinter der Angabe der Anleitung. In der Thermik geht das Teil recht gut, Gleiten ist nicht so die Stärke. Ehrlich gesagt verbindet mich eine Hassliebe mit dem Ding: Fliegt schwammig und unharmonisch, sieht aber geil aus. Ich habe ewig gebraucht, um die Ruderabstimmung hinzubekommen. Kurve einleiten mit viiiieeel SR, durch die geringe V-Form mit gekreuzten Rudern beim Kurbeln halten und das Abrissverhalten ist trotz der Schwerpunktrücklage eher undefiniert.

Fazit: Zum cruisen und oben bleiben ganz nett, Kunstflug nur mit Gefühl. In den Bausätzen von Aviomodelli bzw. Mantua sind z.T. sehr pfiffige Detaillösungen in Form von Kunststoffteilen drinne, mir persönlich aber in der Summe zu schwer.

Martin
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Fliegerassel

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12

Freitag, 24. Dezember 2010, 20:50

Na ja, manchmal denke ich schon noch über die Ariane nach. Das war rein von der Optik und vom Flugbild her ein schönes Modell. Es ist zwar eigentlich irrsinnig, aber man könnte gleich komplett neue Flächen bauen, schön leicht, stabiler und mit besserem (?) Profil...
Dann sollte sich hier bestimmt ein schön anzusehender Motorsegler basteln lassen.

Und elektrisch ist inzwischen alles drin.

Gruß Mirko
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