Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 1. November 2007, 19:06

Dichte von Balsaholz

Hi Leute,

Ich hab vielleicht eine etwas blöde Frage, aber ich müsste die Dichte von Balsaholz wissen, das man so für den Modellbau benötigt. Ich möchte nämlich ein Modell in einem Konstruktionsprogramm zeichnen, und mir dort das voraussichtliche Gewicht des Rohmodells berechnen lassen.

Das wäre besonders Hilfreich, da ich zum Beispiel möglichst leichte Tragflächen mit sehr guten Strömungseingeschaften bauen möcht.

Danke im Voraus für eure Hilfe, Alex

pade91

RCLine User

Wohnort: Niederbayern

Beruf: gießereimechaniker

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 1. November 2007, 19:11

RE: Dichte von Balsaholz


3

Donnerstag, 1. November 2007, 19:18

RE: Dichte von Balsaholz

Danke für die schnelle Antwort.

Jetzt wäre nur noch die Frage, ob ich für das im Modellbau verwendete Balsaholz eher eine Dichte von 0,1 g/cm^3 oder eher 0,2 g/cm^3 verwenden soll. Aber ich denke, dass das für unsere Zwecke verwendete Balsaholz eher eine Dichte von annähernd 0,1 g/cm^3 haben wird. Ich hab leider auch keine Waage, die fein genug messen könnte, um die Dichte zu errechnen.

Aber wie gesagt, trotzdem danke.

Gregor2

RCLine User

Wohnort: Allgäu

Beruf: Otoplastiker

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 1. November 2007, 19:51

RE: Dichte von Balsaholz

Wie Wikipedia schreibt, gibts verschiedene Dichten. Macht sich bei der stabilität gut bemerkbar. Manche Pläne empfehlen sogar verschiedene Härten. Mein selbstgebauter Rumpf wurde aus extra hartem Balsa gebaut, der rest leichtes. Hab extra eine Küchenwaage zum Holzkaufen mitgenommen. ;)
Hallo erstmal.

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

  • Nachricht senden

5

Freitag, 2. November 2007, 10:00

RE: Dichte von Balsaholz

Zitat

Original von Alex O.
Ich hab leider auch keine Waage, die fein genug messen könnte, um die Dichte zu errechnen.



Eine Waage brauchst du nicht.

Schneide einfach eine Leiste mit 10cm Länge (oder auch 30, dann wird's genauer,Länge ist beliebig), mach jeden cm einen Strich (oder alle 3cm) und tauche den Stab in Wasser, möglichst senkrecht und möglichst ohne Kraft auszuüben, z.b. in eine halbvolle Flasche stecken.

Die Dichte kannst du dann ganz einfach an den Strichen ablesen, bei 0,1 taucht es 1cm ein, bei 0,35 3,5cm usw. (bei einem längeren Stab dementsprechend weiter)

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (2. November 2007, 10:03)


Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

  • Nachricht senden

6

Freitag, 2. November 2007, 12:36

RE: Dichte von Balsaholz

genial!!!!!!
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

  • Nachricht senden

7

Freitag, 2. November 2007, 12:39

Hallo Alexander,

Balsaholz gibt es in verschiedenen Qualitäten, das hängt von den Wachstumsbedingungen des Balsabaumes ab. Die Dichte beträgt:

Weiches Balsa: 0.1
Mittelweiches Balsa: 0.15
Mittleres Balsa: 0.2
Mittelhartes Balsa: 0.25
Hartes Balsa: 0.3

Außerdem kommte es noch darauf an, wie das Balsabrett aus dem Stamm geschnitten wurde. Das sieht man am Verlauf der Markstrahlen:

Markstrahlen flach - Quarter Grain - sehr steif - z.B. für Holme
Markstrahlen diagonal - Mäßig steif
Markstrahlen senkrecht: Non Grain - sehr biegsam - z.B. für Beplankungen

Leider kann man im normalen Modellbauladen nur von dem wählen was da ist.
Also bleibt einem nichts anderes übrig als das spezifische Gewicht jedes einzelnen Brettchens zu ermitteln und dann die geeigneten Brettchen für die einzelnen Bauteile auszuwählen.

Falls man Holmgurte aus Balsastreifen machen möchte, sollte man auch einen Bruchversuch machen um die Zugfestigkeit zu ermitteln. Dann kann man den Holm sehr gezielt für eine bestimmte Bruchlast auslegen. Dabei ist auch die Scherfestigkeit der Verkastung zu beachten.

Zur Waage: Ich empfehle die Küchenwaage 'Soehnle Venezia', hat ein Gramm Auflösung und kostet im Einkaufscenter unter 20 Teuronetten.

Ein Flugzeug zu konstruieren ist ohne genaue Kentniss der Massen der Einzelteile nicht zweckmäßig, denn am Ende soll ja auch noch der Schwerpunkt stimmen, und das möglichst ohne Ballast !


Bis dann denn
Stephan Urra
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

Jetzt wieder Online !

Mein Verein in Regensburg: VMR
Mein Verein im Raum Nürnberg: Noch auf der Suche

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (2. November 2007, 21:40)


kaipla

RCLine User

Wohnort: Sulzbach/Ts. Buddelbach eben

Beruf: der wo dqa so manchmal in des irrenhaus namens schule geht

  • Nachricht senden

8

Freitag, 2. November 2007, 21:08

Hi,
also ich würd mir an deiner Stelle die Leisten selber schneiden! Ist am billigsten und bringt die beste Qualität mit sich.
Zum Gewicht: An formgebenden Teilen reicht "Matschbalsa", also 0,05-0,1. Das taugt aber leider zu nichts andrem. Beim Bau an wirklich tragenden Teilen darf auch hartes Balsa verwandt werden!!! Man muss einfach nach dem Verwendungszweck schauen, das kann man nicht pauschal sagen!
Ich schätze mal, dass bei den Durchschnittsmodellen mit Alltagstauglichkeit i.d.R. mittelhartes Balsa verwendet wird.

MfG
Kai
Giles zu verkaufen!
Elektrotrainer zu verkaufen!
Bei Interesse bitte PN an mich!

9

Samstag, 3. November 2007, 14:45

RE: Dichte von Balsaholz

Danke vielmals für die vielen Antworten, vor allem die Methode zum ermitteln der Dichte durch das Eintauchen in Wasser und der Abmessskala ist absolut genial. :)

Da das Fliegerlein, dass ich bauen möchte nur 70 cm Spannweite haben soll, glaube ich, dass ich mit Mittelhartem Balsa, also ca. 0,15-0,2 g/cm^3 reichen sollte.

Wie gesagt, danke nochmals, für die vielen hilfreichen Tipps. :ok:

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

  • Nachricht senden

10

Samstag, 3. November 2007, 19:40

Hallo Alexander,

Für einen Flieger dieser Größe ist Balsaholz als Werkstoff nicht mehr zeitgemäß. So etwas geht in Depron viel leichter. Ein Flieger mit 70 cm Spannweite und ca. 10 dm² Flächeninhalt sollte mit Motor, Akku und Fernsteuerung nicht viel mehr als 160 g wiegen. Da bleiben für den leeren Flieger nur ca. 60 g übrig. Das ist in Balsa kaum zu schaffen, außer in hochzerbrechlicher Filigranbauweise mit Kondensatorfolie. Hier mal ein Beispiel für einen 64 cm Flieger mit 120 g Abfluggewicht.

Bis dann denn
Stephan Urra
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

Jetzt wieder Online !

Mein Verein in Regensburg: VMR
Mein Verein im Raum Nürnberg: Noch auf der Suche

11

Sonntag, 4. November 2007, 20:11

@Stefan
wie schwer dürften deiner Meinung nach heutige "moderne" Modelle sein. In den Klassen Alltagsmodell, 3D, Kunstflug, Segler

Mit den Spannweiten 1meter/1,5m/2m


Zusammenfassung:
3D
SW: 1
SW: 1,5
SW: 2

Kunstflug
SW: 1
SW: 1,5
SW: 2

Segler
SW: 1
SW: 1,5
SW: 2

Alltagsmodelle
SW: 1
SW: 1,5
SW: 2
Ich suche Erstzteile für einen Magnumotor der 50er

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

  • Nachricht senden

12

Sonntag, 4. November 2007, 20:43

Hallo Gang_1,

Zitat

Wie schwer dürften Deiner Meinung nach heutige "moderne" Modelle sein?

Die Frage läßt sich so pauschal gar nicht beantworten. Das hängt erstens von der Flächentiefe und zweitens von der Erfahrung des Piloten ab. Das entscheidende Maß ist die Flächenbelastung in Relation zur Modellgröße.

Aus der Frage von Alexander läßt sich zwischen den Zeilen lesen, daß er nicht so sehr viel Erfahrung hat. Und ein Modell unter einem Meter muß schon sehr leicht sein, um von einem Nicht-Experten geflogen und gelandet werden zu können.

Aber ich gebe Dir mal ein paar Beispiele:

Mein Fokker E3 hat eine Spannweite von etwas über einem Meter und wiegt nur 365 g. Flächenbelastung 18 g/dm². Der ist schön langsam, dafür wurde das Profil extra ausgewählt. Dieses Modell ist super Anfängertauglich, man kann damit aber auch jeden Fehler machen, den man mit einem großen Modell auch machen kann, nur passiert dabei meistens nix. Vor Allem kann man damit schön die Landung üben.

Meine Cessna 182 hat die gleiche Größe, ist aber aus Balsa und mit 2.5 cm³ Verbrenner ausgerüstet. Wiegt 1 Kg, Flächenbelastung 50 g/dm². Fliegt sich eigentlich auch recht einfach, ist aber etwa doppelt so schnell. Kaum eine Landung, bei der es keinen Überschlag gibt. Immer etwas zu reparieren. Und der Start auf der Asphaltbahn will auch erst einmal gelernt sein. Schon das geradeaus rollen ist schwierig genug, und dann das Abheben mit Bugradfahrwerk.

Mein Simprop Esprit hat ca. 1.45 m Spannweite und wiegt 1.6 Kg. Flächenbelastung 60 g/dm². Nicht zu schwer, setz aber schon etwas Übung voraus.

Der Phoenix Fun Star wiegt bei 1.35 m Spannweite 2 Kg, hat aber eine wesentlich größere Flächentiefe. Flächenbelastung 40 g/dm². Damit wird er für einen Verbrenner schön langsam und ist super zu landen.

Die Graupner Taxi Cup 2 hat 1.6 m Spannweite und wiegt 3 Kilo. Flächenbelastung 75 g/dm². Damit bin ich an der Grenze meiner Fähigkeiten angelangt, da muß ich im nächsten Jahr noch fleißig üben.

Der Tagfalter hat auch 1.6 m Spannweite, wiegt aber nur 800 g. Flächenbelastung 15 g/dm², das ist wie ein Slowflyer. Suuuper langsam der Riesenvogel.

Ich werde Dir für deine Fragen zu bestimmten Modelltypen keine konkreten Zahlen liefern, denn das wird zu einer mordsmäßigen Diskussion führen.

Aber grundsätzlich gilt (nach meiner persönlichen Meinung):

Verbrenner sind recht schwer, weil sie die Motorvibrationen aushalten müssen. Um Gewicht zu sparen, bleibt nur die relativ teure GFK oder KFK-Bauweise.

Elektromodelle mit Bürstenmotor und NiCd- bzw. NiMh-Akku sind unnötig schwer, da die Technik von gestern ist.

Elektromodelle mit Bürstenlosen Motoren und LiPo Akkku sind sehr leicht, weil durch das geringe Gewicht des Antriebes auch die Festigkeit des Rumpfes und der Tragfkläche nicht so groß sein muß, da kann einfach leichter gebaut werden.

Und Depron ist immer leichter als Balsa, das spezifische Gewicht ist nur 0.04 Kg/dm³ !!!!
Nur geht Depron nicht für Verbrenner, denn es löst sich bei Kontakt mit Kraftstoff auf.

Ich habe am Anfang meiner Modellfluglaufbahn auch versucht, kleine Flieger aus Balsa mit Speed 400 Bürstenmotor und 8*500 mAH NiCd zu bauen. Nur wurden das echte Bleienten, sind nie geflogen. Erst als ich dann Depron verwendet habe, ist das Teil geflogen, aber nur so gerade eben. Mit bürstenlosem Außenläufer und LiPo geht es dann so richtig ab.

Bis dann denn
Stephan Urra
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

Jetzt wieder Online !

Mein Verein in Regensburg: VMR
Mein Verein im Raum Nürnberg: Noch auf der Suche

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (4. November 2007, 20:55)