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1

Montag, 5. November 2007, 10:25

Ströhmungsbariss am Probeller

HAllo zusammen, hab grad gelesen das auch am Probeller die Ströhmung abreisen kann und dadurch deer Vorschub verringert wird...

Aber wie soll das gehn?

Kann die Ströhmung auch an Rotorblätter eines Helis abreißen, stell ich mir ja ziemlich unangenehm für den Piloten vor ;)

lg
Ich suche Erstzteile für einen Magnumotor der 50er

3

Montag, 5. November 2007, 11:12

das habe ich berieits durchgelesen, aber da steht nicht wie es bei einem Flächenflugprobeller zum Abriss kommen kann ???
Ich suche Erstzteile für einen Magnumotor der 50er

gugelhopf

RCLine User

Wohnort: Schwarzenburg, Schweiz

Beruf: Maschinenbaustudent

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4

Montag, 5. November 2007, 11:22

Zitat

Original von Gang_1
das habe ich berieits durchgelesen, aber da steht nicht wie es bei einem Flächenflugprobeller zum Abriss kommen kann ???



Soweit ich weiss.....


Zu hohe Steigung kombiniert mit zu geringer (oder gar keiner ;) ) Vorwärtsfahrt. Dadurch ist der effektive Anstellwinkel der Propellerblätter gegenüber der Luft zu gross und die Strömung reisst ab. Der Schubverlust würde bei konstant bleibender Drehzahl irgendwas um die 20% betragen, da der Motor durch den Widerstand aber zusätzlich abgewürgt wird und der Prop langsamer dreht ists meist noch etwas mehr.
Den Abriss hört man ganz gut an einem flatternden Geräusch.

Gruss Fabian

PS: Haut mich wenn ich Mist erzählt habe ==[]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gugelhopf« (5. November 2007, 11:23)


Modellbauknaller

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5

Montag, 5. November 2007, 11:47

zu hoher Anstellwinkel bei zu geringem Vortrieb

Ist beim Drehflügel genauso wie beim Flächenmodell.


Siehe auch
http://www.heliport.de/technik.html

Auszug von: http://www.heliport.de/technik.html

"Der Anstellwinkel darf jedoch nicht endlos erhöht werden, da mit steigendem Anstellwinkel sich der obere Luftstrom immer weiter vom Profil löst und schließlich nicht mehr an der Tragfläche/Rotorblatt wirkt. Das Rotorblatt würde nun keinen Auftrieb mehr erzeugen und wie ein einfaches Objekt dem Luftwiderstand ausgesetzt werden. Man spricht dann vom so genannten "Strömungsabriss".

gugelhopf

RCLine User

Wohnort: Schwarzenburg, Schweiz

Beruf: Maschinenbaustudent

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6

Montag, 5. November 2007, 13:04

Zitat

Original von Modellbauknaller
Das Rotorblatt würde nun keinen Auftrieb mehr erzeugen und wie ein einfaches Objekt dem Luftwiderstand ausgesetzt werden. Man spricht dann vom so genannten "Strömungsabriss".


Wobei dieser Satz völliger Blödsinn ist :tongue: . Ein Flügel erzeugt auch mit abgerissener Strömung Auftrieb (Auftrieb ist ja lediglich die Kraft senkrecht zur Strömungsrichtung), direkt nach dem Strömungsabriss einfach ca. 20% weniger .
http://n.ethz.ch/student/fabiangu/0055.html#auftrieb

Gruss Fabian

Walnuss

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Beruf: Schüler

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7

Montag, 5. November 2007, 13:18

Hi,

ich hab bei meinen größeren Kunstflugmaschinen nen Abriss am Prop wenn ich das Modell im Torquen langsam fallen lasse. Das ganze kann ganz schön unangenehm laut werden :D

Liebe Grüße,
Florian

gugelhopf

RCLine User

Wohnort: Schwarzenburg, Schweiz

Beruf: Maschinenbaustudent

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8

Montag, 5. November 2007, 13:27

Zitat

Original von Walnuss
Das ganze kann ganz schön unangenehm laut werden :D


Meinst du jetzt den Propeller oder das Geräusch wenn sich das Modell arschvoran in den Acker bohrt :evil:

Ich kenn das auch, ab ner gewissen Fallgeschwindigkeit wird der Prop schlagartig recht laut und man muss das gas massiv aufdrehen um nicht runterzufallen.
Bitter ists nur wenn man da keine Gasreserven mehr hat...


Gruss Fabian

Flurnügler

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9

Montag, 5. November 2007, 20:32

Hallo Gang_1,

Strömungsabriß am Propeller passiert dann, wenn der Anstellwinkel des Blattes zu groß wird, also bei großer Steigung und zu geringer Geschwindigkeit. Typischerweise bei Getriebemotoren und bei Außenläufern, wenn die Steigung in etwa so groß ist wie der Durchmesser.

Der Abriß tritt z.B. dann auf, wenn man ein Modell in der Hand hält bei Vollgas. Das hört man am Klang, vor Allem wenn man das Modell mal in Windrichtung und mal gegen die Windrichtung hält.

Beim Abwurf 'packt' der Propeller, d.h. die Strömung liegt wieder an, der Propeller bringt mehr Schub, fordert aber auch mehr Leistung vom Motor, wodurch sich die Drehzahl sprunghaft verringert.

Typisch ist also, daß die Stromaufnahme im Flug höher ist als im Stand, weil der Abriß nur im Stand vorkommt (oder beim Torquen). Die Standschubmessung ist dann logischerweise wenig hilfreich.

Beim Heli kann der Strömungsabriß vorkommen, wenn der Pitch größer als etwa 10° wird. Typische Situation: Schweben, bis der Akku leer ist. Durch die immer kleiner werdende Drehzahl muß immer mehr Pitch gegeben werden, damit er in der Schwebe bleibt. Irgendwann sackt er dann durch. Abfangen geht dann nicht mehr.


Bis dann denn
Stephan Urra
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (5. November 2007, 20:36)


gugelhopf

RCLine User

Wohnort: Schwarzenburg, Schweiz

Beruf: Maschinenbaustudent

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10

Montag, 5. November 2007, 20:43

Zitat

Original von Flurnügler
Beim Abwurf 'packt' der Propeller, d.h. die Strömung liegt wieder an, der Propeller bringt mehr Schub, fordert aber auch mehr Leistung vom Motor, wodurch sich die Drehzahl sprunghaft verringert.

Typisch ist also, daß die Stromaufnahme im Flug höher ist als im Stand, weil der Abriß nur im Stand vorkommt (oder beim Torquen). Die Standschubmessung ist dann logischerweise wenig hilfreich.


Ist das nicht genau andersrum?
Beim Abriss steigt der Widerstand sprunghaft an, der Prop dreht bei abgerissener Strömung entsprechend langsamer, die Leistungsaufnahme im Stand wäre folglich höher als im Vorwärtsflug...

Oder ist da irgendwo ein Denkfehler?

Gruss Fabian

Flurnügler

RCLine User

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11

Montag, 5. November 2007, 21:33

Hallo Fabian,

Meine Aussage "Beim Abwurf 'packt' der Propeller, d.h. die Strömung liegt wieder an, der Propeller bringt mehr Schub, fordert aber auch mehr Leistung vom Motor, wodurch sich die Drehzahl sprunghaft verringert" basiert auf purer Beobachtung, ich kann das nicht aus der Theorie herleiten.

Ich hatte vor einiger Zeit Standschubmessungen gemacht, um diese mit meinem Programm Mot_Prop zu vergleichen. Dabei ist mir das aufgefallen.

Ein Modell mit Prop großer Steigung in der Hand gehalten, Amperemeter dran, und mit der Hand vor- und zurück bewegt. In Ruhe und beim Zurückbewegen surrt der Prop regelrecht und dreht leer, beim Vorwärtsbewegen packt er, das Surren ist weg, der Strom steigt an.

Bis dann denn
Stephan Urra
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (5. November 2007, 21:34)