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1

Mittwoch, 14. November 2007, 09:39

Frage zu Querrudern.......

Habe mal eine dumme Anfänger Frage:

Wenn ich den Flieger von hinten anschaue,
den Querruder Hebel nach links drehe,
dann muss das rechte QR nach unten stehen,
und das linke QR nach oben,
damit er sich nach links eindreht, oder????????


Bitte um Hilfe, stehe voll am schlauch!!!!

LG

mavo

2

Mittwoch, 14. November 2007, 09:42

Habe mal eine dumme Anfänger Frage:
angefangen hat jeder mal :ok:

Wenn ich den Flieger von hinten anschaue,
den Querruder Hebel nach links drehe, okay
dann muss das rechte QR nach unten stehen, ja den es hebt die fläche
und das linke QR nach oben, genau es drückt die fläche nach unten
damit er sich nach links eindreht, oder
hast richtig gesagt !

grüße gerhard
mit freundlichen Grüßen
Gerhard
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Brokervorschlag.de - daxswings.com - darlehensberater.com

ZaphodB

RCLine User

Wohnort: D-Oldenburg

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3

Mittwoch, 14. November 2007, 14:08

Zitat

Original von oegeat
dann muss das rechte QR nach unten stehen, ja den es hebt die fläche
und das linke QR nach oben, genau es drückt die fläche nach unten


*hust*
die Richtung stimmt, jedoch ist die Theorie / Praxis eine andere. Da wird nix gedrückt...
Die Querruder verringern (Ausschlag nach oben) oder vergrössern (Ausschlag nach unten) den Auftrieb der jeweiligen Tragflächenhälfte. Der ungleiche Auftrieb bewirkt dann die Drehung um dei Längsachse.

Gruss,
Tobias

gizzmocat

RCLine User

Wohnort: Rohr / Bayern

Beruf: nennen wir´s Hausierer...

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4

Mittwoch, 14. November 2007, 14:13

is doch wurscht ob es die Fläche hebt/drückt oder den Auftrieb verringert/vergrößert. Hauptsache er weiss jetzt wie die Ruder stehen müssen damit der Flieger auch das macht was man will.
Gruß
Christian

Was nicht fliegt kann sich auch nicht erden...

5

Mittwoch, 14. November 2007, 15:25

genau ne facharbeit will keiner draus machen ist auch nicht die frage gewesen ..was ich so rauslese :wall:
mit freundlichen Grüßen
Gerhard
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Martin_Austria

RCLine User

Wohnort: Saalfelden - Salzburg - Österreich

Beruf: Softwareentwickler

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6

Mittwoch, 14. November 2007, 15:54

Hallo Leute!

Da muss ich mich jetzt mal einklinken und Oegeat recht geben:

Klugscheisser an

Jeder kennt den Satz "Actio = Reactio". Die Luft wird durch das nach unten bzw. nach oben stehende Querruder jeweils nach oben bzw. unten beschleunigt, daher übt die Luft eine Kraft nach oben auf der einen Seite, und nach unten auf der anderen Seite aus => das Flugzeug rollt.
De facto hat das mit Auftrieb relativ wenig zu tun.

Klugscheisser aus

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren übrigens Luftschrauben :D

Martin Pröls

RCLine User

Wohnort: Oberpfalz

Beruf: Tierarzt

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7

Mittwoch, 14. November 2007, 17:32

Zitat

De facto hat das mit Auftrieb relativ wenig zu tun.


Das sehe ich genauso. Mit der Auftriebstheorie würde man sich sonst beim Seitenruder, das ja nach dem gleichen Prinzip funktioniert, etwas schwer tun.

Servus, Martin
Auf dem Rücken musst du drücken!!!

HaraldL

RCLine User

Wohnort: nähe Ulm, Studienort: Ulm

Beruf: Physikstudent

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8

Mittwoch, 14. November 2007, 17:45

Warum würde man sich da beim Seitenruder schwer tun?
Ein Seitenruder ist entweder gar nicht profiliert oder vollsymmetrisch.
Bei einem Seitenruderausschlag wird nun der Anstellwinkel des Seitenruders verändert und es wird dadurch "Auftrieb" erzeugt, auch wenn er sich in diesem Fall in einer um 90° gedrehten Ebene im Verlgiech zum Normalflugzustand befindet...

Die Querruder bewirken im Endeffekt auch nur eine Verringerung/Vergrößerung des Anstellwinkels der Flächen, dadurch eine Verringerung/Vergrößerung des Auftriebs.
MfG Harald

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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9

Mittwoch, 14. November 2007, 17:51

Das ist ein wunderbares Thema um aneinander vorbeizureden :D

Natürlich hat es mit Auftrieb zu tun, auch mit dem Impulssatz, der Zirkulation, der Profilwölbung und den dazugehörenden Polaren, der Druckverteilung usw. usw. - es gibt mindestens ein dutzend verschiedener Sichtweisen, Beschreibungen und Modelle für ein und denselben physikalischen Vorgeng - keine richtiger oder falscher als die andere.

Die Kunst liegt darin für den momentanen Zweck die nützlichste Variante zu finden - und das hat Oegat doch ziemlich gut getan.

Alles andere ist ein Streit darum ob ein Würfel kantig oder eckig ist ;)

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Martin_Austria

RCLine User

Wohnort: Saalfelden - Salzburg - Österreich

Beruf: Softwareentwickler

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10

Mittwoch, 14. November 2007, 18:12

Danke für die Ausführung - natürlich hast du recht ;)
Trotzdem war ich mit meiner Theorie nicht falsch! :D

11

Mittwoch, 14. November 2007, 22:02

RE: Frage zu Querrudern.......

Zitat

Original von mavo001
Habe mal eine dumme Anfänger Frage:

Wenn ich den Flieger von hinten anschaue,
den Querruder Hebel nach links drehe,
dann muss das rechte QR nach unten stehen,
und das linke QR nach oben,
damit er sich nach links eindreht, oder????????


Bitte um Hilfe, stehe voll am schlauch!!!!

LG

mavo


Ich habe da ne ganz einfache Eselsbrücke:
wenn der Flieger nach rechts kippen soll, einfach den rechten Daumen nach oben. Also muss das rechte QR nach oben
Gruss, Berni

pramus

RCLine User

Wohnort: Raum Stuttgart-> 30km nach Osten

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12

Donnerstag, 15. November 2007, 00:00

Frage zu Querrudern.......

lol - ich kenne da Einen, der hat das an seinem ersten QR-Modell auch nicht beachtet. Ich verrate aber nicht wer das war, denn dann wär ich schon ein wenig blamiert :dumm:

Aber ehrlich - ich kenn da noch einen Anderen, der hat am 10. Modell mal nicht aufgepasst. Wer das war, das verrate ich nie ... :-)(-:

- Pramus -

Rudy F

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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13

Donnerstag, 15. November 2007, 05:02

Zitat

Original von Paul H.
Das ist ein wunderbares Thema um aneinander vorbeizureden :D

Natürlich hat es mit Auftrieb zu tun, auch mit dem Impulssatz, der Zirkulation, der Profilwölbung und den dazugehörenden Polaren, der Druckverteilung usw. usw. - es gibt mindestens ein dutzend verschiedener Sichtweisen, Beschreibungen und Modelle für ein und denselben physikalischen Vorgeng - keine richtiger oder falscher als die andere.

Die Kunst liegt darin für den momentanen Zweck die nützlichste Variante zu finden - und das hat Oegat doch ziemlich gut getan.

Alles andere ist ein Streit darum ob ein Würfel kantig oder eckig ist ;)

:w Paul


Und die Richtigkeit von Pauls Darstellung ist durch das "Negative Wendemoment" bewiesen. Das gäbe es nämlch nach der Luftablenkungs-Reaktionstheorie gar nicht.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

Korfuchris

RCLine User

Wohnort: Bern, 6 Jahre Korfu, nun Kanada

Beruf: Schreiner

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14

Donnerstag, 15. November 2007, 07:31

RE: Frage zu Querrudern.......

Zitat

Original von pramus
lol - ich kenne da Einen, der hat das an seinem ersten QR-Modell auch nicht beachtet....

- Pramus -


Hallo Paul,

meinst wohl so wie hier ?

Oder bist du gar einer dieser beiden ;)

Da wurden neue Servos verbaut, auch gechekt, aber eben nicht ob die auch in die richtige Richtung ausschlagen...

Schade um den schoenen Flieger.

Cheers, Chris

ZaphodB

RCLine User

Wohnort: D-Oldenburg

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15

Donnerstag, 15. November 2007, 09:37

Zitat

Original von Martin Pröls

Zitat

De facto hat das mit Auftrieb relativ wenig zu tun.


Das sehe ich genauso. Mit der Auftriebstheorie würde man sich sonst beim Seitenruder, das ja nach dem gleichen Prinzip funktioniert, etwas schwer tun.

Servus, Martin


Genau, und deshalb nimmt ein Flieger beim Setzen der Landeklappen auch schlagartig die Nase nach unten, oder wie? Das Flächenende wird ja nach oben gedrückt...


Gruss,
Tobias

Martin_Austria

RCLine User

Wohnort: Saalfelden - Salzburg - Österreich

Beruf: Softwareentwickler

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16

Freitag, 16. November 2007, 09:08

Mann kann es im Prinzip drehen wie man will. Auftrieb ist sowieso eine eher relative Sache. Dreh mal eine Tragfläche mit gesetzten Flaps um. Ist das trotzdem Auftrieb, obwohl das Ende nach unten gedrückt wird? Das Ende der Tragfläche wird bei Flaps nach oben gedrückt, da die Luft nach unten beschleunigt wird. Das ergibt eine gleich große Gegenkraft nach oben -> wie gesagt, actio=reactio. http://de.wikipedia.org/wiki/Actio_und_reactio
Im übrigen produziert ein angestellter Flügel Auftrieb. Aber warum? Genau: Actio=reactio. Luft wird nach unten beschleunigt. Blablabla.

Wie gesagt: nach dem gleichen Prinzip funktionieren Luftschrauben ;)

:dumm:

Rudy F

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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17

Freitag, 16. November 2007, 09:29

Die Reaktionen auf Landeklappen, und das noch geschwindigkeitsabhängig, hat nicht nur mit der Änderung des Auftriebs, sondern vorallem mit der Änderung der finiten Momente im Profilverlauf und somit mit der Änderung des Momentenmittelpunkts in Bezug auf das Gesamtmodell zu tun.
Plus noch einiger anderer Strömungs-, Lokalmomenten-Änderungen etc.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

reset-leo

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Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Softwareentwickler und Scrum Master

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18

Freitag, 16. November 2007, 11:21

ich amüsiere mich köstlich...
Alfa Model P51-D - Robbe Super Star - BMI Fieseler Storch - FW 190D (Eigenbau) - COX Micro Corsair - Graupner Nemesis - Blade mSR S300 Scale - Blade nCP X - Blade mCP X
-- und noch einige mehr --


Und in groß: PA-18-150 Super Cub D-ELUK, PA-28-181 Archer III OE-KMV

Martin Pröls

RCLine User

Wohnort: Oberpfalz

Beruf: Tierarzt

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19

Freitag, 16. November 2007, 13:06

Zitat

Genau, und deshalb nimmt ein Flieger beim Setzen der Landeklappen auch schlagartig die Nase nach unten, oder wie? Das Flächenende wird ja nach oben gedrückt...


Eben nicht, das Flächenende liegt nahe am SP, deshalb wird das Gesamtmodell nach oben gedrückt. Wenn man die Landeklappen nach hinten verlegt, verwandeln sich diese auf magische Art und Weise in Höhenruder und dann gehts abwärts.

Es spielen, wie bereits von Paul erwähnt, beide Faktoren eine Rolle.
Bei einem langsamen Segler wird die Auftriebskomponente überwiegen, bei einem schnellen Kunstflug- oder 3D-Modell eher die Gegenkraftbeschleunigung.
Bei einem Modell, daß Rollraten von >1U/sek. schafft, hat das mit Auftrieb wirklich nichts mehr zu tun.

Servus, Martin

PS:

Zitat

ich amüsiere mich köstlich...

Solche Äußerungen verstehe ich wirklich nicht, schließlich handelt es sich hier um eine toternste wissenschaftliche Diskussion über Dinge, die die Welt bewegen... ;)
Auf dem Rücken musst du drücken!!!

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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20

Freitag, 16. November 2007, 21:01

Zitat

Original von Martin Pröls
[
Bei einem langsamen Segler wird die Auftriebskomponente überwiegen, bei einem schnellen Kunstflug- oder 3D-Modell eher die Gegenkraftbeschleunigung.
Bei einem Modell, daß Rollraten von >1U/sek. schafft, hat das mit Auftrieb wirklich nichts mehr zu tun.


Da gibt's keinen Unterschied - es ist ein und dasselbe. Es gibt keine Beschleunigung ohne Kraft, an einem Flügel wirken nur aerodynamische Kräfte (hier vereinfacht "Auftrieb" genannt), und die gibt es nicht ohne nen Impulsstrom ;)

Wie schon gesagt, ein prima Thema um aneinander vorbeizureden weil sich jeder je nach Fach- und Halbwissen und eigenen Beobachtungen ein eigenes Verständnis- und Gedankenmodell bastelt ;)

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

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