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1

Samstag, 17. November 2007, 01:02

Mit Fiberglas verkleiden ?!

sers zusammen,

hab mir für die kommenden Semesterferien vorgenommen, meine GWS A-10 mit Fiberglas zu verkleiden!

Hier meine Frage(n):

- würde es überhaupt funktionieren (mal abgesehen von einer brushless motorisierung)?
ich meine, kommt man mit den Fasern überhaupt richtig in die ganzen Winkel ?

- wie schwer würde dass den Flieger machen?

- gibt es die fasern überhaupt zu kaufen? wenn ja woher und vor allem, was würde das kosten ?

- wie würde man es optimal verarbeiten?

- hat das schon mal jemand von euch gemacht ?

- reicht dann überhaupt noch ein 2100 mah 3S Lipo ?

so ich denke dass sind vorerst genug fragen ... hoff ihr könnt mir ein bisschen helfen ?
Flächenflieger und Bodenheizer :ok:

2

Samstag, 17. November 2007, 01:18

würde es zum Beispiel mit so etwas funktionieren ?

http://cgi.ebay.de/1qm-Glasfasergewebe-2…1QQcmdZViewItem
Flächenflieger und Bodenheizer :ok:

3

Samstag, 17. November 2007, 01:25

zu schwer

soviel ich weiss wird für GFK-Finish eher 80g Matte verwendet, hier sehe ich 240g...man kann schon, es wird halt schwer und großporig...lg Greenx
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

4

Samstag, 17. November 2007, 01:40

meinst man kann das epoxidharz überhaut auf styropor auftragen ?
Flächenflieger und Bodenheizer :ok:

5

Samstag, 17. November 2007, 07:30

hi,
ich habe meine gws bf me 109 teilweise mit glasfasern verstärkt. ich habe dafür 25g/qm genommen. alles andere ist viel zu schwer. normales laminierharz greift stryo nicht an.
was als alternative auch gut geht:
- die statik durch das einlassen von cfk flachprofilen verstärken
- die oberfläche mit einer mischung aus clou-parkettlack und bespannpapier druckfester machen.

aber in beiden fällen gilt:
erwarte keine wunder in sachen stabilität
das gewicht wird in jedem fall zunehmen - je nach modell solltest du eine kritische grenze nicht überschreiten. gerade bei einem impeller bedeutet höheres abfluggewicht einen schwierigeren start.

ob der akku reicht, hängt von deiner motorisierung ab

gruss
jörg
dies ist keine signatur

6

Samstag, 17. November 2007, 13:02

cool, schon mal vielen dank für deine antwort !

du redest von einer kritischer Grenze ? wo wird die denn bei der A-10 ungefähr liegen ?

ich habe halt bedenken, dass man damit nicht richtig zwischen die triebwerke kommen wird... oder wie gut lässt sich Glasfasergewebe verarbeiten ? muss man ebenfalls wieder runterschleifen ?

wieviel material benötigt man denn für den doch recht kleinen Flieger ?

hab auch alternativ dazu Carbonfasermatten gefunden, zwar sauteuer aber die Optik wäre ziemlich lässig! würde sich carbon gut verarbeiten lassen? greetz
Flächenflieger und Bodenheizer :ok:

7

Samstag, 17. November 2007, 14:34

A-10 verglasen

Hallo,
nimm auf jeden Fall 25g/dm. davon kriegt man aber keine glatte Oberfläche. Damit wird die Oberfläche aber Druckunempfindlich. Bei Styroporoberflächen besteht die Gefahr das Harz zu sehr in das Material eindringt und nur schwer macht. Wenn man das noch nie gemacht hast wird das Modell wahrscheinlich um die 50 G oder mehr zulegen. Das kannst du dir mal in Akkukapazität umrechnen. Trotzdem kannst du es probieren, vielleicht übst du das an einem Stück Styro oder Balsa. Vorher und nachher wiegen.
Nimm das langsam (24h) trocknende Harz. Schneide dir das Gewebe in streifen zurecht. Das Gewebe auflegen und mit einem Pinsel das Harz auftupfen. Man kann an den Übergangsstellen ( Rumpf- fläche) zwei Lagen überlappen lassen. Das gewebe muss zwar mit harz benetzt sein aber nicht überquellen. Nach dem trocknen ( am nächsten tag) sieht das ganze noch bescheiden aus da man die gewebestruktur sieht. Das kann man mit eingefärbten , eingedickten ( Microballons) Harz zuspachteln. Gaaaaaaaaaaaanz dünn auftragen. Dann nach dem trocknen alles glattschleifen ( Nass ! 600 ) , dann einmal Lack und fertig. Ich habe mir so ein Höhenruder verstärkt und bin über die Gewichtszunahme etwas erschrocken. schleifen ist auch kein Spass weill das Zeug sehr hart ist, vorher gut arbeiten damit man wenig schleifen muss. Dafür wird das superglatt. Wenn dein Modell zu schwer wird ist jetzt jedenfalls schön und du kannst es dir an die Decke hängen.

Für die Festigkeit kann man vorher ein paar Kohlefaserstäbe versenken.
Der Aufwand mit GFK empfiehlt sich für große Edelmodelle. Bei kleinen Modellen kauft man sich dann ein neues, geht schneller. Wenn man bei Conrad sich alles gewebe, Harz Verdickunsmittel etc. gekauft hat, ist man schon bei dem halben Preis für eine neues Modell. Nur wenn das verglasen ein Hobby ist....

Technische Infos gibt es hier :

http://www.r-g.de/downloads.html
unten : tragflächenbeschichtung:

Andreas

8

Samstag, 17. November 2007, 15:15

wow, danke für diese sehr ausführliche antwort!

scheint ja doch ein ziemlicher aufwand zu sein ! und mit dem Preisargument liegst du auch nicht schlecht ! werde es mir auf jeden fall nochmal sehr gründlich überlegen, ob sich dass fürs Fliegerle überhaupt lohnt!

ich kann bloß nix wegschmeissen, lieber bastel ich stundenlang rum :wall: :wall:
Flächenflieger und Bodenheizer :ok:

kaipla

RCLine User

Wohnort: Sulzbach/Ts. Buddelbach eben

Beruf: der wo dqa so manchmal in des irrenhaus namens schule geht

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9

Samstag, 17. November 2007, 18:35

Moin,
ich kaufe mein Sachen, die ich fürs laminieren benötige nicht bei Conrad, da sind sie viel zu teuer. Man kann das ganze auch bei R&G direkt beziehen, dort ist es deutlich günstiger, macht allerdings erst ab größeren Gebinden Sinn. Das, was du beim Conrad kaufst ist auch nur R&G.
Wenn es dir aber wirklci hnur auf eine festere Oberfläche ankommt, dann solltest du lieber wirklich nur Papier verwenden, das ist einfach leichter und auch von der Endbearbeitung für eine ordentliche Oberfläche wesentlich einfacher.

MfG
Kai
PS: Paper st auch wesentlich günstiger.
Giles zu verkaufen!
Elektrotrainer zu verkaufen!
Bei Interesse bitte PN an mich!

Sven160580

RCLine User

Wohnort: Chemnitz

Beruf: Zerspaner CNC/Konventionell

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10

Samstag, 17. November 2007, 18:41

Zitat

Original von nunukula
ich kann bloß nix wegschmeissen, lieber bastel ich stundenlang rum :wall: :wall:


das kommt mir doch sehr bekannt vor... :D ;)
:D

11

Samstag, 17. November 2007, 19:23

@kai:

wie meinst du das? mit papier überziehen ? ???

@sven: gehörst du auch zu dieser sorte :D :D
Flächenflieger und Bodenheizer :ok:

12

Sonntag, 18. November 2007, 00:24

also ich würde es lassen,

einüberzug bringt nicht allzuviel an stabilität. Der Optik wegen, aber es ist wirklich ein sau geschäft.
Das Problem ist das Überschüssige Harz wieder aus dem Gewebe zu bekommen.
Je Höher dein Faseranteil ist, desto stabiler und leichter wird die Sache gerade hier ist das Problem.
Wenn du in einer Form laminierst kannst du mit einer Absauganlgae das Harz herausziehen, beim Überziehen müsstest du das Material einpinseln und ausstreichen.
Beim ausstreichen zerfasert das aber meißt und dann kannst neu anfangen.
Dannach dann auflegen und in die Position streichen.
In die Ecken bekommt man entsprchend dünnes und leichtes Gewebe schon.
25g Gewebe sollte es schon sein.
Denke auch dass es deutlich schwerer wird.

Zudem ist es eine Riesen Sauerei!!!
Ist nachher eigentlich der komplette Arbeitsbereich beschmiert, man braucht ettliche Schritte.
Die ganzen Anfängerfehler mal nicht eingerechnet:

Das Mischverhältnis stimmt nicht,
nicht richtig gerührt
vom Härter ist was in die Ecke der Rührschale gelaufen und wurde nicht erwischt
Die Verarbeitungstemperatur wurde unterschritten (20Grad oder mehr sollten es für optimale Klebung schon sein)
Die Tropfzeit wurde nicht beachtet (zu langsam verarbeitet)
Das Gewebe wurde falsch herum geschnitten
Das Gewebe ist ausgefasert
Das Gewebe wurde nicht richtig aufgelegt...

Usw....

Epoxi ist in dr Regel Lösungsmittelfrei, also kein Problem für Styro :)

Mein Tip:
Über erstmal ein bisschen den Umgang mit dem Material bevor du dich an sowas wagst.
Eine Feinwaage ist eigentlich zwingend erforderlich.
Zum rühren reichen Kunststoffbecher.
Als Rührstab gibt es nix besseres als MC Donalds Kaffe Stäbchen

Abschließend:
Epoxi ist hochgiftig viele sind allergisch und können es gar nicht verarbeiten. Zudem gast es sehr stark und lange weiterhin hochgiftig aus.
Für allergiker reicht meißt ein Atemzug für heftigen Ausschlag

Gruß Tim
Der mit dem roten Heli ;)

magolves

RCLine User

Wohnort: Siegerland

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13

Sonntag, 18. November 2007, 07:26

RE: Mit Fiberglas verkleiden ?!

hi,
schau mal bei R&G (www.r-g.de) vorbei. dagibts eine interessant Anleitung um Balsatraglächen zu laminieren. Das sollte etwa passen. Pass aber mit dem Methnol und dem Styro auf. Es kann sein, dass sich das nicht verträgt. Also erst einmal an unsichtbarer Stelle testen. Wenn es sicht nicht verträgt, kann man auch einen Härter mit langer Topfzeit nehmen und das Harz erwärmen. Dadurch wird es dünnflüssiger, und die Topfzeit für warmes Harz ist hier noch ausreichend.

Gruß Thomas

Link zur Anleitung:
Anleitung
:nuts:

kaipla

RCLine User

Wohnort: Sulzbach/Ts. Buddelbach eben

Beruf: der wo dqa so manchmal in des irrenhaus namens schule geht

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14

Sonntag, 18. November 2007, 10:53

Zitat

Original von nunukula
@kai:

wie meinst du das? mit papier überziehen ? ???

(...)


Moin,
du kannst, um die Oberfläche zu "veredeln", also quasi um eine etwas Kratzerresistentere Fläche zu erhalten, das ganze mit Papier überziehen. Es gibt da auch spezielles Papier für, mit 12 und 19g/m². Das kannst du entweder mit Spannlack aufbringen, danach ist allerdings dein Styromodell weg(also eher nicht mit Spannlack;-) ) oder mit z.B. verdünntem Holzleim(nicht so toll) oder mit diesem CLOU Parkettlack(soll angeblich Styro nicht angreifen, vorher natürlich mal testen) oder(so mache ich es) mit Tapetenkleister. Es gibt da auch noch diverseste andere Möglichkeiten, einfach mal hier im Forum suchen.
Das Papier sorgt für eine bessere Oberfläche, allerdings nicht ganz so schön wie mit Matte, und macht sie zugleich härter und eben Dellen/Kratzerbeständiger.
Es ist auch sehr einfach zu verarbeiten, auch wenn man keine Vorkenntnisse hat.

Mfg
Kai
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Bei Interesse bitte PN an mich!

15

Sonntag, 18. November 2007, 11:56

hi,
ich habe bisher eine gws p51 und eine gws 109 mit bespannpapier / parkettpapier behandelt.
die verarbeitung ist recht simpel - das ergebnis ist optisch ok, die druckunempfindlichkeit steigt an, aber wunder in sachen reissfestigkeit (zugbelastung) darf man nicht erwarten.

da leider beide modelle im ewigen hangaufwind kreisen, konnte ich folgende idee nicht mehr zu ende testen:
vollflächiges tapen der fläche mit paketklebeband und dünnes airbrushfinish
- noch leichter zu verabeiten
- oberfläche wird glatt
- die reissfestigkeit des paketklebebandes ist wesentlich höher als die von papier

gewichtsvergleich steht aus.

gruss
jörg
dies ist keine signatur