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1

Sonntag, 2. Dezember 2007, 21:58

Tragflächenprofile

Hallo,
ich möchte demnächst evtl ein Depronmodell selber bauen.
Es gibt ja verschiedene Tragflächenprofile.
Gibt´s evtl ein Übersichtsbild mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen der jeweiligen Profile ?
Danke und Gruß
Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »michael1969« (2. Dezember 2007, 21:58)


Minihawk

RCLine User

Wohnort: Timbuktu

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2

Sonntag, 2. Dezember 2007, 23:22

Teilweise sieht man den Profilen an, für was sie gemacht sind. Dicke Profile (bezogen auf die Wurzeltiefe) haben großen Luftwiderstand, also eher langsam, dünne profile sind in der regel schneller. Profile mit nahezu gerader Unterseite (oder gar hohl) sind tragend, Profile, die eher symetrisch aufgebaut sind haben weniger Auftrieb, aber sind im Rückenflug nahezu gleich zu fliegen.

Natürlich ist das nur eine stümperhafte Zusammenfassung, aber die profilgetreuheit einer GFK-Fläche wird mit Depron sowieso nicht möglich sein, so dass die von mir gemachte Daumenregel gelten sollte, man kann eben Laminar-Profile und so was auusen vor lassen...

Auch ist es wichtig, ob mit oder ohne Antrieb gefloegen werden soll, bei Segelflugzeugen spielt der Auftrieb eine Rolle, bei Motorflugzeugen ist er eher nicht so wichtig...
Liebe Grüße
Hartmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »killozap« (3. Dezember 2007, 21:44)


Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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3

Montag, 3. Dezember 2007, 00:13

Hallo,

Hier, unter "Profile" findest du etwas an Theorie:

http://www.aerodesign.de/

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

4

Montag, 3. Dezember 2007, 21:39

Vielen Dank für die Info und den Link.
Da muss ich mich erst noch durcharbeiten aber auf den ersten Blick sah es schon recht informativ aus.

Danke und Gruß
Michael

SFL

RCLine User

Wohnort: Weyhe b. Bremen

Beruf: Energieelektroniker

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5

Montag, 3. Dezember 2007, 22:06

Hallo Michael,
was hast du denn genau vor, das du dich für Profile interessierst ?

Wenn man wüßte worum es gehen soll, könnte man vielleicht auch eine empfehlung bezüglich des Profils geben. ;)


Gruß
Stephan
Kraft kommt von Kraftstoff -> Das ist eben so !!!

Diverse Flächenmodelle &
TRex 600N, Webra 55P5, NitroPipe, G600, 3x Savöx SC-1258TG, Hitec 6975HB, GY401 & 9254, Jeti MaxBec

6

Dienstag, 11. Dezember 2007, 22:11

Hi

Einfache Baupläne findest du auf meiner Seite ganz unten. Saubere Profile sind eh sehr schwer mit Depron zu basteln. Da sich diese eh wieder selber aus der Form bringen. Ausser du machst eine Reihe von hintereinanderliegenden Holmen, um die Depronplatten in Form zu halten.

www.rc-modellbau-praxis.de

Gruss Markus

Manfred Wagner

RCLine User

Wohnort: Rhoen

Beruf: Dipl. Ing. Kunststofftechnik

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7

Dienstag, 11. Dezember 2007, 22:57

Zitat

Original von FlyingFun
Saubere Profile sind eh sehr schwer mit Depron zu basteln. Da sich diese eh wieder selber aus der Form bringen. Ausser du machst eine Reihe von hintereinanderliegenden Holmen, um die Depronplatten in Form zu halten.


Klar, mit der "Stechflug" Baumethode lassen sich zwar keine perfekten, aber durchaus brauchbare Profile bauen. Für leichte Kunstflieger bis 1,25m bestens geeignet, und "einfacher und schneller gehts nimmer".

Mit mehr Aufwand ( Profilrippen ) lassen sich aber auf jeden Fall sehr genaue Profile realisieren, auf jeden Fall "profiltreuer" als bespannte Rippenflächen.

Grüsse, Manfred

8

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 01:06

Hast recht! Dachte jetzt nicht dass sich jemand so viel arbeit macht, aber warum nicht.

Gruss Markus

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

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9

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 20:55

Hallo Markus,

Man kann durchaus schöne Tragflächen aus Depron bauen, aber das setzt ewas Erfahrung, Zeit, und ein Programm zum Konstruieren der Rippen sowie einige selbstgebaute Spezialwerkzeuge voraus.

Die Tragfläche besteht aus Depron-Rippen, Depron-Stegholmen (ev. mit Balsa-Gurten) , der Endleiste sowie der geschliffenen Nasenleiste, das Ganze mit Spaltdepron beplankt.

Mein Fokker E3 der Tagfalter und der Nachtfalter sind schöne Beispiele dafür. Beim Nachtfalter sind ca. 50 LED in den Kammern, die aus Rippen und Stegholmen gebildet werden.

Der Bauaufwand für eine solche Fläche liegt bei ca. 20 Stunden, aber ich bin kein Fan der Jomari-Bauweise, weil ich keine spitze Nase mag.

Hier nochmal ein Foto einer Fläche im Bau: (Siehe Anhang)

Bis dann denn
Stephan Urra
»Flurnügler« hat folgendes Bild angehängt:
  • Depron_Tragflaeche.jpg
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

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Minihawk

RCLine User

Wohnort: Timbuktu

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10

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 23:22

Muss man die Rippen echt so dicht setzen? Das sieht nach viel Arbeit aus...
Liebe Grüße
Hartmut

11

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 23:34

Hammer!

Manfred Wagner

RCLine User

Wohnort: Rhoen

Beruf: Dipl. Ing. Kunststofftechnik

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12

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 23:52

Hallo,

man kanns ja wirklich übertreiben.. Ich hab gerade einen "Seeadler" angefangen..

Ungefähr 2 Stunden Aufwand für das gleiche Resultat.. ( OK, Schneidrippen waeren schon da..) 10 Rippen für 1,25 m.

Mit CFK Holmen in "Ponal Technik" aus Rovings. Leider keine Fotos von den Baustadien..

PS: hab neulich meiner " Miss Acro" statt der orig. Clark Y Rippenfläche ne poplige "Jomari- Symm. Profil Depron" Fläche gegönnt.

Klaro, viel zu "Spitze Nase", aber im Rückenflug ists jetzt Klassen besser..

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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13

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 00:18

Zitat

Original von killozap
Muss man die Rippen echt so dicht setzen? Das sieht nach viel Arbeit aus...


Nein, alle 8-10cm reicht meist - aber das hängt auch etwas von der Flügelgrösse und - dicke und der Wölbung der Beplankung ab, mit einem Holm kommt man auch aus - ein Streifen Paketklebeband oben und unten ist manchmal besser als ein Holzholm - wegen der unterschiedlichen Steifigkeit der Materialien.




Bei dem hab ich alle 8cm eine Rippe, in den Aussenflügeln nur einen Depronholm, im Innenbereich eje eine 3x5mm Kiefernleiste als Holmgurte - da das Fahrwerk unter den Auslegern sitzt.
Das Depron ist in einem Stück um die Nase gebogen - was mit Abstand der schwierigste Schritt war - Selitron ist da besser, oder bei kleinen Radien gibt's bessere Methoden. Streifen aufkleben und Schleifen ist natürlich auch ne Möglichkeit.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (13. Dezember 2007, 00:19)


14

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 08:15

hallo

ich baue meine tragflächen wie hier im video gezeigt:

video vom tragflächenbau

diese bauweise geht sehr schnell und ist stabil. wer die nasenleiste nicht spitz mag kann die nase nach dem zusammenbau abschneiden und durch ein rundes profil aus balsa oder depron ersetzen. der aufbau ist dabei etwas einfacher als von anfang an einen radius zu biegen und die fläche wird gleichmäßig.

gruß jens

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

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15

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 22:36

Hallo auch,

Zitat

Muss man die Rippen echt so dicht setzen? Das sieht nach viel Arbeit aus...

Der Abstand der Rippen sollte nicht viel mehr als 5 cm betragen, wenn die Schale aus 1.5 mm Spaltdepron ist. Sonst hängen die einzelnen Segmente nachher durch.

Ja, es ist eine Menge Aufwand. Aber das Schneiden der Rippen ist nur ein kleiner Teil der Arbeit, das Setzen auch. Viel Aufwändiger ist das Schleifen der Nasenleiste und der Bau der Querruder sowie der Servoeinbau. Richtig schwierig wird es bei einer trapezförmigen oder gepfeilten Fläche, siehe Tag- und Nachtfalter.

Die gezeigte Fläche vom Fokker E3 wiegt (ohne Servos) komplett 77 g bei 20 dm², und zwar als teilbare Fläche.

Aber jeder hat seine eigene Methode, und diese hier habe ich nach mehr als 10 Depron-Fliegern soweit perfektioniert. Und der nächste Flieger wird wieder genauso gebaut. Geplant ist ein Mitteldecker mit 1.50 m Spannweite und 1 Kg Abfluggewicht.

Bis dann denn
Stephan Urra
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