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Freitag, 25. Januar 2008, 08:38

Balsaoberfläche zum 100-ten Mal.

Hallo,

Ich komme langsam zum Finish von meinem Sukchoi-Berkut. Oberfläche - Balsa.
Habe dutzende Einträge über Oberflächebehandlung hier (und wo anders) gelesen und bei mir sind Fragen/Zweifeln aufgetaucht. Wer hat schon Erfahrungen gesammelt und kann sie hier beantworten/komentieren?

Die gängige Praxis kann man so beschreiben:

1) Mindestens 2x mit Porenfüller streichen und schleifen, ev. mit Spachtel gröbere Löcher ausbessern.
- keine Fragen, klingt alles logisch.

2) mit Japanpapier bespannen und versiegeln.
a) Mit Tapetenkleister Japico gut tränken, kleben, nach Austrocknung mit Wassernebel Papier befuechten/straffen. Oberfläche mit Parkettlack versiegeln, schleifen.
b) Oberfläche mit Parkettlack streichen, Japico aufbringen, noch einmal streichen, so , dass der Papier gut getränkt ist, schleifen.
c) Das gleiche wie b) nur statt Parkettlack eine stark verdünte Spachtelmasse verwenden.

Fragen:

Methode a) - alles wunderbar aber:
- Tapetenkleister klebt sehr gut auf rauhen und saugfähigen Untergrund. Hier sind diese Eigenschaften durch Porenfühller stark beeinflusst. Papier kann sich ev. lösen.
- Sehr schön durch Behandlung mit Wassernebel gestrafften Papier wird mit Lack wieder aufgefeuchtet und kann Falten bilden, die bei Trocknung nicht unbedingt wieder verschwindet müssen - einmal hat sich der Material schon zusammengezogen.
- Tapetenkleister ist ein wasserlöslichen Kleber, hat total andere Eigenschaften wie Porenfühller oder Lack. Wie verbindet er sich tatschächlich mit oben erwähten Materialen.

Methode b) und c) - verspricht sehr widerstandsfähige Oberfläche mit ideal eingebetteten Schutzschild aus Japico.
- Wie strafft sich der Papier unter Parkettlack. Hat er hier ähnliche Eigenschaften wie unter Wasser.
- Sollte man, Im Falle von Parkettlack, zusätztlich Lack verdünnen, so, dass er besser in Papier eindringen kann und zweitens auf der Oberfläche werden die Piselspuren nicht so sichtbar (Lack ist sehr dickflüssig) -> leichteres Schleifen.
AM :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lonim« (25. Januar 2008, 11:34)


Fuxxi2003

RCLine User

Wohnort: Ostholstein

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Freitag, 25. Januar 2008, 13:58

@ Andreas,
A) nach dem trocken wird Spannlack oder Porenfüller über das Papier gestrichen und wird damit fest mit dem Balsa verklebt. Der Kleister ist für ein faltenfreies Aufbringen des Papier zuständig. :w
Es gibt noch eine Methode nach dem Schleifen, das Holz mit Spannlack einstreichen und trocken lassen. Dann das Papier mit Nitroverdünnung auftupfen,
also Papier auf das Holz legen und dieses mit einem Pinsel getränkt mit Verdünnung auftupfen. Nachteil keine zweite Chance, weil es sofort klebt und es riecht stark nach Lösungsmittel. 8(
Grüße Kay
:shine:

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Freitag, 25. Januar 2008, 17:47

Ich bespann Balsaoberflächen immer so:

3 mal Grundierung/Porenfüller
dann das Papier (oder die Seide) nassmachen und auf das Bauteil legen
glattstreichen
mit Grundierung/Porenfüller alles überstreichen
nach dem Trocknen noch 2 mal überstreichen (ebenfalls mit Porenfüller/Grundierung wahlweise auch Spannlack)

4

Freitag, 25. Januar 2008, 17:53

@ Andreas,

Ich empfehle dir mal Topp-Fit von Petrausch in Kombination mit 25gr Glasmatte.

Das wird in einem Arbeitsgang auf der Fläche mit der Matte aufgetragen.
Danach ein leichter Zwischenschliff und noch einmal dünn Pinseln.

Die Trockenzeiten sind sehr kurz(1-2 Stunden) und das Zeug lässt sich in etwa schleifen wie Pappelsperrholz.
Im Gegensatz zu Epoxi und Glasmatte :no:
Da schleifst du dir die Finger blau mit dem Kram.

Die Verarbeitung ist wirklich sehr einfach und die Oberfläche ist (wenn du dein Holz voher sauber verschliffen hast) extrem einfach zu bearbeiten.
Hinzu kommt noch das die Flächen nicht so Druckempfindlich sind wie bei Papier.
Der fertige Toppfit Untergrund ist bei sauberem Arbeiten direkt lackierbar und verträgt sich mit fast allen Lacken.
Nachteil des Ganzen: es riecht ziemlich streng nach Lösungsmittel.... :evil:

Horst

5

Freitag, 25. Januar 2008, 19:28

Hallo,
Ich würde weder die "uralt Methode" mit Papier zu bespannen, noch mit GFK-Matte überziehen, wählen. Sowas haben wir in den 70ern gemacht ...

Das war alles "nichts Schönes" ...

Eh ich solch ein Modell "verunstalte" würde ich mit Oracover-Klebefolie sauber bespannen ...

GFK bricht und beim Papier benötigt man eine ständige Nachbehandlung ...

Jürgen
- MKEnF - Mini Kommission Entenflug - :applause:

6

Samstag, 26. Januar 2008, 02:21

@ rubberduck

Folie ist sicherlich eine Alternative.
Hat aber den Nachteil das sie auf dauer nicht sehr beständig ist.
Ich denke hier an abgelöste Kanten und hochstehende Ecken.
Das kommt garantiert irgendwann,da kannst du machen was du willst.Auch das unterwandern der Folienkanten mit Schmutz und Öl kommt im laufe der Zeit.Auch wenn du noch so gut versiegelst
Die Oberfläche,gerade bei Balsa als Untergrund,ist extrem Druckempfindlich.
Eventuelle Brüche oder Risse in der Struktur lassen sich unter der Folie nicht erkennen.
Hast du schon mal mit dem Topp-Fit gearbeitet?
Eher nicht,denke ich.
In den 70 igern gabs noch kein Topp-Fit.
Und was Epoxi im Verbund mit Glasmatte angeht ,hatte ich ja bereits geschrieben.
Richtig angewendet ergibt sich eine sehr dauerhafte und einwandfrei Basis für die Lackierung .Auch die Gewichtszunahme ist sehr gering.
Wenns bricht .......ok......dann seh ich wenigsten wo es gebrochen ist.
Bei Folie siehst du das nicht.Und wenn doch, ist der Flieger meistens erheblich beschädigt.
Horst

7

Montag, 28. Januar 2008, 08:12

hallo,

danke für die tipps. ich habe mich entschieden parkettlack und japico zu verwenden. bin gespannt auf die resultate.
AM :)