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frankyboy

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41

Dienstag, 11. März 2008, 19:11

Ich würde an Deiner Stelle einfach mal beim DMFV anrufen. Die können Dir sagen, was Deine Versicherung umfasst.
Gruß Frank

m@ui

RCLine User

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42

Dienstag, 11. März 2008, 20:29

Kann jemand definitiv eine Versicherung nennen die ohne irgendwelche komischen Klauseln oder verheimlichten Versicherungsbedingungen den Wildflug abdeckt??Blicke hier langsam nimmer durch.
Zum Thema Versicherung Ja oder Nein..Kann ich ganz klar sagen [SIZE=3]Ja Ich Will[/SIZE] ......NUR WELCHE???
Bin halt mal in keinem Modellflugverein
Knuffel
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Wimmi

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43

Dienstag, 11. März 2008, 20:40

>Kann jemand definitiv eine Versicherung nennen die ohne irgendwelche komischen Klauseln oder >verheimlichten Versicherungsbedingungen den Wildflug abdeckt??Blicke hier langsam nimmer durch.

MFSD? www.mfsd.de

Gruß

Wimmi
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... und natürlich VERSICHERT!

m@ui

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44

Dienstag, 11. März 2008, 20:45

MFSD? www.mfsd.de

Gruß

Wimmi[/quote]


Die hab ich heute angeschrieben aber noch nichts bekommen.
Dachte da an das Kombipack für 60 Euro.oder eben ohne FMT für 44 E
Knuffel
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Wimmi

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45

Dienstag, 11. März 2008, 21:00

Schau mal unter http://www.mfsd.de/service/service_index.htm die Versicherungsbedingungen an.

Hier ein Auszug aus den Versicherungsbedingungen:

2) Modellflug-Halter-Haftpflichtversicherung
a) Der Versicherungsschutz umfasst die gesetzliche Haftpflicht aus dem Halten, Besitz oder Betrieb von Flugmodellen bis zu einem
Höchstgewicht von 50 kg, optional mit Zusatzprämie bis 150 kg. Mitversichert sind Raketenflugmodelle mit einer Treibmasse bis zu 20 g,
optional mit Zusatzprämie auch mit einer Treibmasse über 20 g bis zu 50 g.
b) Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf die Bedienung der zum Flugmodell gehörenden Fernsteuerungsanlage durch alle berechtigten
Personen.
c) Die Versicherung gilt auf allen auf allen Geländen. Soweit auf nicht genehmigungspflichtigem Gelände geflogen wird, besteht Versicherungsschutz
nur, soweit die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.


Gruß

Wimmi
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m@ui

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46

Dienstag, 11. März 2008, 21:06

c) Die Versicherung gilt auf allen auf allen Geländen. Soweit auf nicht genehmigungspflichtigem Gelände geflogen wird, besteht Versicherungsschutz
nur, soweit die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.


Gruß

Wimmi[/quote]



Super danke.
Knuffel
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Wimmi

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47

Dienstag, 11. März 2008, 21:17

Für mich war gerade dieser Passus Ausschlag gebend. Fliegen ohne Verein? Ok, ich habe die Woche über keine Zeit für Vereine obwohl mich der Erfahrungsaustausch interessiert. Und am Wochenende bin ich mit der Family auf dem Campingplatz mit viel Platz für Wildfliegerei. Da beim Heli-Fliegen manchmal unverhofft was vom Himmel fällt (liegt meistens an der Fehlerquelle zwischen den Knüppeln ;-) ) und mein Flugstil ruppiger wird, habe ich nach einem Jahr Wildfliegen Nägel mit Köpfen gemacht, eben beim MFSD. Mit diesem Angebot wurde ich eher angesprochen als beim DMFV. Eher hätte ich noch den DMO in Erwägung gezogen.

Gruß

Wimmi
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48

Dienstag, 11. März 2008, 21:34

Zitat

Soweit auf nicht genehmigungspflichtigem Gelände geflogen wird,
Jedes Gelände ist gewissermaßen "genehmigungspflichtig".
Ein Privatgrundstück darf man nicht ohne Genehmigung nutzen und eine öffentliche Straße oder Platz oder einen Feldweg darf man auch nicht so ohne Weiteres zum Flugplatz machen. Also braucht man überall eine Erlaubnis.
Das führt leider dazu, dass Wildflug in der Praxis öfter nicht versichert (und damit automatisch strafbar -> grob fahrlässig) ist, als dass er erlaubt ist :(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matthias R« (11. März 2008, 21:34)


Wimmi

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49

Dienstag, 11. März 2008, 21:46

Spielverderber! ;(

Mit Versicherungen ist es immer das Gleiche: man muss ihnen trauen aber auch misstrauen. Und in unserem Fall heißt Vorbeugen durch Einholen einer Erlaubnis beim Bauern. Genügend gute Ratschläge dazu wurden schon gebracht (freundliches Gespräch, Flasche Wein mitbringen, Interesse zeigen für des Bauern Probleme etc). Dann klappt es auch mit der Unterschrift. Der Betreiber meines Campingplatzes hat z.B. einen Sohn der früher auch mal Heli geflogen ist. BINGO! Die Flasche Wein bekommt er dennoch.

Aber: die Erlaubnis einhoilen zu müssen ist für mich nicht Grund genug einem Verein beizutreten.

Gruß

Wimmi
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m@ui

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50

Dienstag, 11. März 2008, 22:13

Aber irgendwie hat eine Erlaubnis einholen nichts mit Wildfliegen zu tun.Für mich bedeutet das fliegen wo es einen Juckt wenn sich ne schöne Gelegenheit dazu bietet
Knuffel
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m@ui

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51

Dienstag, 11. März 2008, 22:35

Hab eben eine Antwort von der Versicherung bekommen.Ein Auszug der Mail:

Die Versicherung gilt auch ausserhalb des Vereinsrahmens, also beim Fliegen auf einem beliebigem Gelände oder "Wildfliegen" wie sie es nennen.
Knuffel
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Wimmi

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52

Dienstag, 11. März 2008, 22:37

Zitat

Aber irgendwie hat eine Erlaubnis einholen nichts mit Wildfliegen zu tun.Für mich bedeutet das fliegen wo es einen Juckt wenn sich ne schöne Gelegenheit dazu bietet


Ist es auch, aber auch nicht. Der Luftraum gehört nicht dem Bauern, aber da bewegen sich die Flieger fort. Und du wirst nicht den Flieger vor deiner Haustür starten können und zu Fuß zur Wiese mit dem Flieger in der Luft laufen können. Zumindest starten musst du von einem Grundstück das irgend jemandem gehört. Um 100% Versicherungsschutz gegenüber Versicherungen zu haben solltest du dementsprechend eine Erlaubnis zum Starten des Fliegers an deiner Flugwiese haben. Bei einem Absturz gelten andere Regeln. Zur Bergung deines Schrotts benötigst du die Erlaubnis des Besitzers um das Grundstück betreten zu dürfen, aber du benötigst sie nicht, um das Grundstück zu überfliegen. Paragraphenhengste lassen grüßen.

Ich denke, wenn du in der Pampa fliegst und weder Häuser, Autos, Kühe, Pferde oder ähnliches schädigen könntest, dann ist die Erlaubnis fast egal. Aber nur fast. Warum ein Risiko eingehen? Ich habe schon so oft plötzlich ein Kind hinter mir stehen gehabt mit "darf ich auch mal Heli fliegen?" dass ich mir deren Erscheinen immer nur durch Beamen erklären kann. Wenn du dann deine Erlaubnis zum Betreten des Grundstücks hast inklusive einer Einwilligung des Eigentümers zum Starten der Flieger bist du aus dem Schneider wenn was passieren sollte. Wenn nicht, ...

Blöd ist, dass man nicht einschätzen kann wie genau die Versicherung die Versicherungsbedingungen zu Grunde legt. Ich bin negativ vorbelastet. Meine Eltern hatten mal eine "praktische" Elektrogeräteversicherung. Die hat nach Nachfrage den zerstörten Videorekorder (Kurzschluss im Gerät) nicht ersetzt weil eine Flamme aus dem Gerät kam. Bei nur Qualmentwicklung hätten sie gezahlt. Verständlich ist das nur, wenn man bedenkt, dass Versicherungen an der Börse notiert sind und Gewinne unter Vorgaben erwirtschaften müssen. Bei einem Versicherungsfall mit Personenschaden sollte der Schaden an der Person im Vordergrund stehen und anders bewertet werden als ein Videorekorder. Ich denke, wenn die Versicherung sich da rausreden will (genau das ist es was eine Frage "haben sie denn auch die Erlaubnis des Bauern" dann ist es an der Zeit eine andere Versicherung -die Rechtsschutzversicherung- zu bemühen um Rechtsklarheit zu schaffen.

Gruß
Wimmi
400er China-Quirl (Heli) an MPX Cockpit SX, Mini Titan, Velocity II, robbe Arcus, Brilliant vom Lindinger, diverse (Heavy)-Dizzy :ok:, Bretter und verbogenes Schaumgedöne
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53

Dienstag, 11. März 2008, 22:45

Zitat

Zur Bergung deines Schrotts benötigst du die Erlaubnis des Besitzers um das Grundstück betreten zu dürfen, aber du benötigst sie nicht, um das Grundstück zu überfliegen.
Nein. Flugmodelle sind Luftfahrzeuge im Sinne des Gesetzes. Notgelandete (abgestürzte) Luftfahrzeuge dürfen jederzeit auch ohne Einwilligung des Grundstückseigners geborgen werden. Er kann Dir allerdings bei Notlandung und Bergung entstandene Schäden (z.B. zertretenes Getreide) in Rechnung stellen.
Ballonfahrer und (manntragende) Segelflieger können Dir da sicher genauer Auskunft geben ;)

BerndFfm

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Wohnort: Frankfurt a.M.

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54

Dienstag, 11. März 2008, 23:35

Zitat

Ballonfahrer und (manntragende) Segelflieger können Dir da sicher genauer Auskunft geben


Stimmt, die können ja schlecht vorher fragen ;-)

Grüße Bernd
Mein Hangar : 4#3B, Mini Titan E325 und Logo 500 V-Stabi
Meine Heli-Seite : www.partyfotos.de/heli

neonerl

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55

Mittwoch, 12. März 2008, 09:08

Und man ist nach Notlandungen verpflichtet den Grundstückeigentümer zu informieren. Wie auch immer das gehen soll.
Der Trüg scheint.

Wimmi

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56

Mittwoch, 12. März 2008, 09:45

Zitat

Notgelandete (abgestürzte) Luftfahrzeuge dürfen jederzeit auch ohne Einwilligung des Grundstückseigners geborgen werden.


Brummel, brummel, ..., für bemannte Luftfahrzeuge sehe ich das vollkommen ein. Rettungskräfte wären ansonsten in ihrer Aufgabe behindert und Menschenleben gefährdet. Ansonsten ist dieser Satz zu verallgemeinernd und irreführend, auch wenn es so im Recht steht. An einer Rechtsstreitigkeit sind immer 2 beteiligt, dass ist der eigentliche Punkt den du hier vergisst.

Für Flugmodelle kann ich mir durchaus vorstellen, dass man mit einer 1-zu-1 Auslegung des Rechts auf die Nase fällt. Unerlaubtes Betreten eines abgezäunten Grundstücks zur Bergung einer Schaumwaffel kontra "Luftfahrzeuge dürfen jederzeit auch ohne Einwilligung des Grundstückseigners geborgen werden"

Spätestens wenn der Grundstücksbesitzer einen Dobermann im Garten frei rumlaufen lässt sollte man nicht auf sein Recht bestehen. Lass den Flieger mal im Garten von einem Politiker mit Sonderbewachung abstürzen. Sag mir Bescheid wenn du ihn dann bergen willst, ich schaue mir das Spektakel sehr gerne an. 8)

Also: legt nicht immer alles auf die verallgemeinernde Goldwaage. Recht haben und Recht bekommen sind 2 unterschiedliche Vorgänge und da das Recht des Anderen mit dem Recht des Einen abgewogen wird entstehen zwangsgemäß Situationen in denen das unerlaubte Betreten eines Grundstücks schwerer wiegt als die Notwendigkeit zur Bergung einer mit einem Playmobilmännchen bestückten Schaumwaffel. Die Verhältnismäßigkeit muss stimmen, sonst ist jedes Recht quatsch.

Gruß

Wimmi
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neonerl

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Beruf: Ingenieur

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57

Mittwoch, 12. März 2008, 09:54

wimmi,

es gilt doch überall der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
Wenn der Flieg auf der Wiese eines Bauern landet gehst Du hin und holst ihn. Dabei wirst Du keinen Sachschaden erzeugen also auch nicht zum Bauern gehen und melden.
Landet er in einem Maisfeld und Du zertrampelst auf der Suche die halbe Ernte wirst Du (hoffentlich) dem Bauer das melden und den Schaden ersetzen.
Landet er im Garten von jemanden wirst Du nicht über den Zaun steigen und ihn holen sondern vorne an der Tür klingen und artig den Flieger holen und die Vase bezahlen die er bei der Landung zerstört hat.
Und wenn er bei einem Politiker mit Personenschutz im Garten landet, dann gehst Du zum Objektschutz und bittest ihn Dir den Flieger aus dem Garten zu holen.
Wo ist das Problem?
Der Trüg scheint.

Wimmi

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58

Mittwoch, 12. März 2008, 11:03

@boris:
Ich habe mit deinen Aussagen keine Probleme, im Gegenteil, ich stimme dir vollkommen zu und würde genau so wie von dir beschrieben agieren: freundlich anklopfen, fragen und fettich is.

Probleme habe ich mit diesem hier:

Zitat

Notgelandete (abgestürzte) Luftfahrzeuge dürfen jederzeit auch ohne Einwilligung des Grundstückseigners geborgen werden.


Diese Aussage ist verallgemeinernd und irreführend wenn wir uns Modellflieger zu Grunde legen. Hälst du dich strikt an dieses Recht läufst du in eine mögliche Problematik hinein. Nur weil Modellflugzeuge als "Luftfahrzeuge" identifiziert und klassifiziert werden bedeutet das noch lange nicht, dass wir Modellflieger beim Absturz unserer Schaumwaffel gleichgestellt sind mit Rettungskräften in der bemannten Luftfahrt. Und genau dieses hat Matthias mit seinem Posting NICHT explizit erwähnt. Es entsteht somit der Eindruck, als könnten wir uns mit diesem Paragraphen über jegliches andere Recht hinweg setzen, wir führen ja schließlich Luftfahrzeuge. Dies passiert bei oberflächlicher und laienhafter Analyse von Gesetzestexten (wie wir alle dies hier betreiben) vielen Lesern und ist die Quelle von Legenden und falschem, vor allem aber auch gefährlichem, Rechtsverständnis. Das ist mein Anliegen, nichts weiter. Sagt nicht einfach "du kannst dein abgestürztes Modell überall aufklauben ohne die Einwilligung des Grundstückseigentümers" wenn dem so nicht ist. Mit meinem nur gering ausgebildetem Rechtsverständnis (im Vergleich zum Juristen) würde ich mir diese Aussage nicht anmaßen. Dies mag in euren Augen jetzt vielleicht Kleinscheißerei sein, aber versucht doch mal wenn euch der Body-Guard im Würgegriff hat euch zu entschuldigen mit "der Matthias im Forum hat aber gesagt...."


Wenn wir diskutieren, dann bitte nicht mit pauschalisierenden (Matthias) und auch nicht mit kleinredenden (ich) Aussagen. Treffen wir uns lieber in der Mitte.


Gruß

Wimmi
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FTFF

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59

Mittwoch, 12. März 2008, 11:08

Zitat

Mit Versicherungen ist es immer das Gleiche: man muss ihnen trauen aber auch misstrauen


und deshalb habe ich diesen thread gestartet:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…did=189821&sid=

ich wollte wissen, wie genau es versicherungen im schadensfall mit bestimmten obliegenheiten nehmen, z.B. einholen der erlaubnis des eigentümers.
ich kann mir nämlich gut vorstellen, daß sich eine versicherung bei einem (groß)schaden darauf beruft und den fall ablehnt, obwohl zwischen schadensursache und fehlender genehmigung kein kausalzusammenhang besteht.

da ich aber nur zwei antworten bekommen habe, scheinen fremdschäden nicht allzu oft vorzukommen. und ob dann die versicherung dann im falle eines falles zahlt bleibt fraglich.

Robs

60

Mittwoch, 12. März 2008, 14:29

Zitat

Original von neonerl
wimmi,

es gilt doch überall der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
Wenn der Flieg auf der Wiese eines Bauern landet gehst Du hin und holst ihn. Dabei wirst Du keinen Sachschaden erzeugen also auch nicht zum Bauern gehen und melden.
Landet er in einem Maisfeld und Du zertrampelst auf der Suche die halbe Ernte wirst Du (hoffentlich) dem Bauer das melden und den Schaden ersetzen.
Landet er im Garten von jemanden wirst Du nicht über den Zaun steigen und ihn holen sondern vorne an der Tür klingen und artig den Flieger holen und die Vase bezahlen die er bei der Landung zerstört hat.
Und wenn er bei einem Politiker mit Personenschutz im Garten landet, dann gehst Du zum Objektschutz und bittest ihn Dir den Flieger aus dem Garten zu holen.
Wo ist das Problem?

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Doch: Kein Grundstückseigner darf die Herausgabe von fremdem Eigentum verweigern, das auf sein Grundstück gefallen ist. Er muss herausrücken was da liegt, was für Fußbälle gilt gilt für ein Flugmodell gleich dreimal.

Das Luftfahrtrecht sieht das Bergungsrecht wohl nicht nur vor, um Rettungskräften ihre Arbeit zu erleichtern. Dafür bräuchste man den Paragraph nämlich garnicht, Rettungskräfte dürfen und müssen sowieso zu jeder Unfallstelle gelassen werden bei der sie gebraucht werden ;) .
Viel mehr geht es darum nach einer Außenlandung (meist eines Segelflugzeugs oder Heißluftballons) eine fachgerechte Bergung zu ermöglichen, bei der keine vermeidbaren Schäden am Luftfahrzeug auftreten.