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deejaysky

RCLine User

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21

Freitag, 21. März 2008, 22:23

Hallo Ghost,

irgendwie scheint´s nicht richtig verstanden zu werden :dumm:

Ich weiß ja nicht, aus was Du die Fläche bauen willst!?! Holz (Holm und Rippe), Styro/Balsa, Styro, EPP, Depron???

Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Schau mal bei extremflug.de unter Sonstiges>Styroschneiden und Bau von allem Zubehör. Von hier habe ich meinen Schneidebogen und -trafo nachgebaut.

Alternativ hier ein Link zur Bauweise mit Depron/Selitron. Das ist dieses Dämmtapetenzeugs aus dem Baumarkt. jk-modellflug.de.

Zur Holm- und Rippenbauweise kann ich nur sagen, da braucht´s nen Plan. Schau doch mal beim VTH-Verlag, ob´s einen Plan von einem Flieger mit ähnlicher Flächengeometrie gibt. Auch im Netz findet man jede Menge Baupläne zum downloaden.

Jede dieser Bauweisen erfordert einiges an Geschick, Übung und Erfahrung. Aber das bekommt man ja bekanntlich so --> Learning by doing!!! :D

Hoffe, ich konnte helfen...

Gruß Guido
*** ***

22

Freitag, 21. März 2008, 22:32

@ Guido

Die Tragflächen wollte ich so Leicht wie möglich gestallten und innen eine 16 Carbonrohrstrebe einziehen die auch den Motor trägt.

Deine Links sind sehr interessant aber vielleicht hast du ja noch nenn Tip aus erfahrung wie breit man die Tragfläche gestallten sollte?


Ghost
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deejaysky

RCLine User

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23

Freitag, 21. März 2008, 22:55

Hm, mit Breite meinst Du wohl die Flächentiefe!?!

Da kommst ja auch drauf an, wie groß das Modell werden soll. Welche Spannweite soll der Vogel denn haben? Wie schwer soll er werden? Dann weiß man auch, wie hoch die Flächenbelastung bei entsprechendem Flächeninhalt wird. Du hattest ja auch was von Langsamflugeigenschaften und eventueller Zuladung geschrieben.

Man kann auch von vielen anderen Modellen durch die Spannweite die Flächentiefe prozentual ermitteln.

Dein Projekt lehnt sich ja an ein Vorbild an. Fang Doch einfach mal an, die Dimensionen des Fliegers als Plan auf´s Papier zu zeichnen. Hast Du nur das Eine Foto, oder gibt´s zu dem Flieger noch mehr Bilder oder Zeichnungen?

Im Prinzip hast Du freie Hand, aber grundsätzlich würde ich mal sagen, je größer die Fläche bzw. Flächentiefe ist, umso besser trägt sie.
*** ***

24

Freitag, 21. März 2008, 23:05

@ Guido

Die Spannweite soll bei ca.120-130cm liegen gesamtgewicht mit zuladung soll bei ca. 2-3Kg liegen und es sollen 12" Props verwendet werden.

Leider habe ich bisher noch keine weiteren Bilder gefunden aber zu breit dürfen die Tragflächen ja auch nicht werden da ansonsten die Beschattung der Props beim Schweben zu groß ist.

Das ist wohl noch die große Kunst da das Gesunde mittelmaß zufinden.


Ghost
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SFL

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25

Freitag, 21. März 2008, 23:18

Das hängt stark vom verwendeten Profil, und der Spannweite ab, die die Fläche haben soll.

Das schon vorgeschlagene NACA-2415 halte ich auch für sehr geeignet, da es ein gutes Universalprofil ist.
Man kann es mit 0° EWD im Speedflug, genauso aber auch mit 3° EWD als tragendes Profil verwenden.

Ich würde auch eine Spannweite von ca. 1,2m anpeilen, 1° EWD, in Holm/Rippenbauweise.


Hier eine gobe Rohbauanleitung zur Rippen-Fläche:
-> NACA-2415-Profil mit dem Progamm "Profili", skaliert auf 1,2m ausdrucken.
-> Nach diesem Ausdruck eine Musterrippe erstellen.
-> Diese Musterrippe 12x auf 4mm Balsa übertragen
-> Balsarippen ausschneiden und zurechtschleifen
-> Alle Rippen übereinander legen, im ersten und letzten viertel durchbohren, und mit zwei M5-Schrauben verbinden
-> Den zusammengeschraubten Rippenblock verschleifen (dann sind alle gleich)
-> Rippen auf zwei 6mm CFK-Rohre aufschieben, in gleichem Abstand zueinander senkrecht ausrichten, und mit Sekunde fixieren
-> Balsa-Nasenleiste (10x10mm) und Bals-Endleiste (5x5mm) einkleben
-> Kiefernleisten (5x5mm) mittig oben und unten einlassen und einkleben
-> Die rohbaufertige Fläche mit 1-1,5mm Balsa komplett (maserung quer) beplanken

So gebaut wird die Fläche gut verwindungssteif und trotzdem noch relativ leicht.
Da du vom horizontalen Flug in die Schwebe übergehen willst, muß die Fläche gut stabil und verwindungssteif sein, da bei 2-3Kg die Belastung schon enorm ist.
Als Antrieb würde ich 4x Axi 2412 oder eher größer, an 3s Lipo wählen.

Hoffe dir etwas geholfen zu haben ..... ;)



Gruß
Stephan
Kraft kommt von Kraftstoff -> Das ist eben so !!!

Diverse Flächenmodelle &
TRex 600N, Webra 55P5, NitroPipe, G600, 3x Savöx SC-1258TG, Hitec 6975HB, GY401 & 9254, Jeti MaxBec

deejaysky

RCLine User

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26

Freitag, 21. März 2008, 23:35

Oha, das ist aber ne ganz schöne Hausnummer! Unter "so leicht wie möglich" verstehe ich was anderes.

2Kg bei 120cm Spannweite ist schon ein Haufen Holz, aber 3Kg? Das erscheint mir doch ein bisschen viel. Und dann soll das Ding auch noch schweben...

Die Beschattung der Props könnte man zumindest dadurch verringern, indem man sie etwas nach aussen setzt. Ansonsten muß man den Durchmesser der Props neu überdenken...

Aber wie schon gesagt, alleine im Horizontalflug scheint dieses Projekt durch hohe Gewicht bei der "relativ" kleinen Spannweite alles andere als langsamfluggeeignet. Wird eher ne Bleiente.

Wenn ich mir das Bild so betrachte, sieht das auch nicht wirklich wie Tragflächen aus, sondern eher wie Motor-/Rotortraversen. Relativ dickes Profil bei geringer Flächentiefe. Soll das Ding wirklich Scale werden oder nur an das Aussehen anlehnen? Bei vielen Modellen muß man in punkto scalemäßigem Aussehen Abstriche zu Gunsten der Flugeigenschaften machen.

Gruß Guido
*** ***

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »deejaysky« (21. März 2008, 23:37)


27

Samstag, 22. März 2008, 00:46

Wenn man mich fragt wie Schwer etwas sein darf dann gehe ich erstmal vom maximum aus was ich mit 12" zum Schweben bekommen kann, größere rechts und links drehende Props gibt es ja zur zeit scheinbar nicht. ???

Aber was man auch nicht vergessen darf ist das die Spannweite des Modells 2x 120cm beträgt. :evil:

Das soleicht wie möglich ist auf das Rumpfgewicht bezogen den um so leichter das Leergewicht ist um so mehr habe ich an Nutzlast zur verfügung.
Und 1-1,5Kg wären schon nicht schlecht den Technik, Akkus und so wiegt ja alles etwas. ==[]

Scale ist mir dabei nicht so wichtig da ich sowieso noch nie ein großer Freund von Scale war, ich liebes es wenn meine Modelle ihre eigene Note haben.
Daher hab ich ja auch schon geschrieben das ich für andere Design vorschläge offen bin. :evil:

Ich hab mal in einen Baubericht von einer V-22 gelesen das die beim Schweben die Höhenruder nach unten geklappt haben um die Beschattungsfläche zu verkleinern was sich für mich nach einer guten Idee anhört.


Ghost
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ghost75« (22. März 2008, 00:55)


Jettaheizer

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28

Samstag, 22. März 2008, 01:13

Hallo Ghost,

ich würde auf jeden Fall hinten mehr Spannweite vorsehen als vorne, wie es bei deinem Vorbild ja auch gemacht wurde. Zum einen hast Du dann die hinteren Propeller aus dem Luftstrom der vorderen heraus und zum anderen wird dann die hintere Fläche von der vorderen angeströmt, was etwas mehr Auftrieb bringen könnte.

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

29

Samstag, 22. März 2008, 01:18

Das ist auch so vorgesehen das die hintere Tragfläche etwas größer und etwas höher sitzen soll als die vordere so wie beim Vorbild, hatte ich aber auch schonmal geschrieben.


Ghost
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lichtl

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30

Samstag, 22. März 2008, 07:36

Flächen!

also die Flächen würde ich an der Wurzelrippe breit machen zur Flügelspitze schmaler wegen der Propellorbeschttung.
das mit dem kohleholm ist eine gute idee aber ich denke mal die torsinsteifigkeit ist ungenügend wenn der brocken 3kg wiegt.

wenn sich da was verzieht oder aufschwingt ist schluß mit schwebeflug!

also styro kern und kohle glas bespannung!

ich spinn jetzt mal rum!
würde man das ganze flächenende verdrehen im propellorbereich wäre die beschattung weg.
und schau mal unter R2 hobbies.com rein die haben auch motoren mit wende propellor
und ich glaube es gibt die blätter Ähnlich wie Rotrblätter auch einzeln was dein links- rechts lauf problem lösen würde
Ziemlich scale sieht das dann auch aus denn die v´s haben eh keine richtigen props drauf wenn ich mich recht erinnere.
Das mit dem übergang vom schwebeflug zum normalflug sollte am Modell eher so ausehen das die hintern motoren ein bisschen vor den vorderen verdreht werden,
dann bringt das ding die nase hoch und die fläche in einen Anströmungswilligen winkel! bei den echten sieht das auch immer so aus erst nase hoch dann in richtung vortreib gehen.

Das ganze ist schon ein haben will projekt wobeis mir am know hoff für den schwebeflug fehlt alles andere könnte man ja in sicherheitshöhe testen!
Gruß Bernd
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

31

Samstag, 22. März 2008, 11:09

Moin Bernd

Verstehe ich dich richtig das du ein ganzes Flügelsegment mit dem Motor schwenken willst?
Wenn der Rotor am ende sitz mag das noch gehen aber auch dann müßte man mindestens 15cm Flügel mit Schwenken, das könnte etwas flatterrig werden.

Die Steifigkeit von CFK-Rohren ist mehr als ausreichend für den Schwebeflug oder was denkst du wie so mancher Quadrocopterrahmen aufgebaut ist.

Mit QC kenn ich mich aus und daher werd ich den Flieger auch wie einen aufbauen die Tragflächen und den Rumpf sehe ich nur als Verkleidung des Rahmens an den nur so weiß ich das auch alles im Schwebeflug hält.

Nur mal so als Info der größte mir bekannte QC kann locker 5Kg heben da er gut 10Kg Standschub erzeugt.

Ghost
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Flurnügler

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32

Samstag, 22. März 2008, 12:02

Hallo Ghost,

Nur mal so ganz grob gerechnet, um 2 Kilo mit 4 12 Zoll Props zum Schweben zu bringen, braucht es in etwa 4 * 100 W Wellenleistung, macht eine elektrische Leistungsaufnahme von 500 W bis 600 W bei 4 bürstenlosen Motoren. Das wären an 3s Lipo also runde 50 A, also wären 4000 mAh Zellen zweckmäßig.
Kalkuliert man etwa 100 g pro Motor/Propeller-Einheit, und 300 g für den Akku, so würde der Antrieb schon etwa 700 g wiegen. Dazu noch die Steuerung und die Servos zum Verschwenken der Motoren, und schon wiegt die Zuladung die Hälfte des geplanten Abfluggewichtes. Jetzt kannst Du also abschätzen, was eine Fläche wiegen darf.

Deine selbst programmierte Quadrocoptersteuerung muß also vier Regler für BL-Motoren ansteuern. Die Frage ist dabei nur, ob die Motoren mit den 12 Zoll Propellern nicht schon zu träge sind, um die Drehzahl schnell genug verändern zu können, um den Stellbefehlen der Quadrocoptersteuerung zu folgen. Wenn nicht, müssten Verstellpropeller verwendet werden, wie beim Heli die Pitchverstellung.

Bis dann denn
Stephan Urra
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33

Samstag, 22. März 2008, 15:58

Moin Stephan

Die gesamte Steuerung mit Motoren wiegt ca. 500g und nicht mehr egal ob ich nee UAVP, UFO oder nee MK Platine nehme dabei sind dann schon Luftdrucksensor, Beschleunigungssensoren usw. mit drin.

Hier könnt ihr mal sehen wie Träge ein QC mit 12" Props ist.

[SIZE=0]Das liebe ich so an euch, jeder meint wenn so ein Projekt auftaucht das man nicht weis worauf man sich einläßt! [/SIZE] :angry:

Wenn die angaben stimmen die ich im Netz gefunden habe dann wiegt eine Tragflächenhälfte aus Depron etwas über 50g das wären dann für die Tragflächen mit aufrundung 300g dazu noch einen Rumpf den schätze ich auf 700g ergo komme ich auf ein Abfluggewicht ohne Nutzlast von ca. 1,5 Kg das entspricht dem Gewicht eines größeren QC.

Sollte ich mit dieser Leistung nicht zufrieden sein habe ich noch immer die möglichkeit die Motorenanzahl zu verdoppeln was bei der Größe der Tragfläche kein problem wäre.


Die frage ist aber immernoch wie Breit baut man die Tragfläche dabei finde ich die Idee von Bernd die Flächen an der Wurzelrippe etwas breiter zu machen nicht verkehrt.

Gibt es den dafür keine Berechnungsformel wie Breit man eine Fläche gestallten muß wenn Gewicht X bei einer gesamt Spannweite Y (2,4m) in die Luft bringen will?


Ghost
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34

Samstag, 22. März 2008, 17:04

Hallo Ghost,

Interessant, das meine Schätzung und Deine Kalkulation doch recht nahe beieinander liegen.

Was die Flächentiefe angeht:

Zitat

Gibt es den dafür keine Berechnungsformel wie Breit man eine Fläche gestallten muß wenn Gewicht X bei einer gesamt Spannweite Y (2,4m) in die Luft bringen will?

So einfach ist die Sache leider nicht. Die Frage ist, welche Flächenbelastung strebst Du an ? Die Flächenbelastung bestimmt die Mindestfluggeschwindigkeit , die aber bei einem Senkrechtstarter nichts mehr mit der Landegeschwindigkeit zu tun hat.

Nimmt man mal eine Flächenbelastung von 40 g/dm² an (für ein Flugmodell dieser Größe ein durchaus typischer Wert), so ergäbe sich ein Flächeninhalt von 50 dm² bei 2 Kg Abflugmasse und einer Mindestfluggeschwindigkeit von etwa 10 m/s (im aerodynamischen Flugzustand, also bei waagerecht liegenden Motorwellen). Bei einer Spannweite von 1.25 m pro Fläche und zwei Flächen (eine vorne, eine hinten) ergäbe sich eine Flächentiefe von 20 cm. Eine Fläche aus Depron würde so etwa mindestens 100 g wiegen, aber nicht genug Biegesteifigkeit aufweisen, um den Rumpf tragen zu können, wenn das Teil im Schwebeflug an den Motoren hängt. EIn dickes Kohlerohr als Holm könnte da weiter helfen, bringt aber auch wieder zusätzliches Gewicht. Eine Fläche in Balsa-Rippen-Bauweise würde etwa 150 g bis 200 g wiegen und könnte ausreichend stabil sein.

Was die Trägheit der Motoren angeht: Das ist schlicht und einfach ein Problem der Regelungstechnik. Die Zelle mit den außen befestigten Motoren hat ein gewisses Trägheitsmoment, die Differenz der Hubkraft der Motoren bringt mit der Spannweite ein Drehmoment, daraus ergibt sich eine Winkelbeschleinigung. Damit wäre die Regelstrecke ganz grob beschrieben. Jetzt läßt sich berechnen, welche Eigenschaften der Regler haben muß, insbesondere auch dessen Reaktionszeit. Und die Motoren sind Teil des Reglers, die müssen einfach schneller reagieren, sonst wird das Ganze instabil. Die Motoren müssen mit ihrem Drehmoment das Trägheitsmoment des Rotors (Außenläufer) und des Propeller hochbeschleunigen und auch wieder abbremsen, wie schnell das geht, da spielt auch der Drehzahlsteller des BL-Motors eine entscheidende Rolle. Das ist die gleiche Problematik wie bei drehzahlgesteuerten Helis mit BL-Motor.

Ich habe das Ganze jetzt bewußt stark vereinfacht dargestellt, ich könnte das jetzt auch berechnen oder simulieren, aber dann würden die meisten Leser nicht mehr mitkommen.

Bis dann denn
Stephan Urra
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35

Samstag, 22. März 2008, 17:32

Moin Stephan

Hast du dabei auch den Motorschub mit in betracht gezogen, den es stehen ja um die 4Kg Standschub zur verfügung.

Gehen wir mal von einer Flächentiefe von 20cm aus könnte man dann das Höhenruder in diese Fläche intigrieren und wenn ja wie groß kann man es max. ausfallen lassen?

Was bringt es eigentlich genau wenn man die Tragflächen zum ende hin nach unten oder oben abwinkelt?

Und als schluß brauche ich dann noch nenn passenden Rumpf aber wie schon geschrieben ist mir Scale nicht wichtig da das Modell erstmal nur Drohnen Charakter für mich hat.


Ghost
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ghost75« (22. März 2008, 17:37)


lichtl

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36

Samstag, 22. März 2008, 19:56

Torsion

Hallo Ghost
das mit dem flügelende mitdrehen war nur spinnerei na schnelle idee halt.
bei ner ordentlich gelagerten rohrsteckung müsste es aber schon gehen.
wird aber anlenkungstechnisch sehr anspuchsvoll.

bei den torsionen dachte nicht nur an den schwebeflug..........sonder auch an die übergangsphase in den flugbetrieb und den flugbetrieb
ich habe selber Flächen mit Kohle holmen aufgebaut in Rippenbauweise die geben doch in verdrehrichtung deutlich mehr nach als ein doppelter kiefernholm balsaverkastet!
das wird dann unfliegbar!

was bei Motoren die aussen dran hängen im normalflug zu ständig veränderten motorstürzen führen kann . Die belastungen die ohnehin auf den flächen sind bei strömungsänderung ,verdrehen Flächen schon in sich!
wenn da dann noch die motorkräfte wirken an den flächenspitzen, die alles was nach innen kommt schleppen.......... da würde ich schon stabil bauen
das wird sonst unfliegbar!
Allein ein strömungsabriss beim übergang von der flugphase ind die schwebephase wegen ungewollter torsion versenkt dir das projet unweigerlich!
Gruß bernd!
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

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37

Samstag, 22. März 2008, 22:45

Hallo Ghost,

Zu Deiner Frage

Zitat

Hast du dabei auch den Motorschub mit in Betracht gezogen, den es stehen ja um die 4Kg Standschub zur verfügung.

Ich kann nur zwei Flugzustände betrachten:

1.) Der Schwebeflug, das Teil fliegt als Quadrocopter, Fluggeschwindigkeit gleich Null, der Standschub der Motoren trägt alles.

2.) Der aerodynamische Flug, das Teil fliegt als Flugzeug, Fluggeschwindigkeit ist größer als die Mindestgeschwindigkeit, der Schub ist aufgrund der Anströmgeschwindigkeit der Propeller wesentlich geringer als der Standschub, die Tragflächen tragen alles.

Wie der Übergang vom Schwebeflug in den aerodynamischen Flug und zurück ausschaut, da habe ich nur viele Fragezeichen.

Zu der Frage

Zitat

Gehen wir mal von einer Flächentiefe von 20cm aus könnte man dann das Höhenruder in diese Fläche intigrieren und wenn ja wie groß kann man es max. ausfallen lassen?

Ich würde die hintere Fläche mit Querrudern ausrüsten, die mit einem Delta-Mischer angelenkt werden. Gleichsinniger Ausschlag hat die Wirkung eines Höhenruders, Gegensinniger Ausschlag die Wirkung des Querruders.

Die Auslegung deines Fluggerätes ist so speziell, daß da kaum jemand wirklich etwas fundiertes aus eigener Erfahrung sagen kann. Aber die Bedenken von Bernd sind sehr ernst zu nehmen!

Ein Flugzeug mit zwei gleich großen Tragflächen hintereinander ist durchaus möglich, die vordere Fläche sollte etwas mehr Anstellwinkel haben als die hintere Fläche. Wo aber der Schwerpunkt genau sein muß und welchen Höhenabstand die Flächen haben müssen, damit die Hintere nicht in die Wirbel der Vorderen eintaucht, das müsste man erst mal recherchieren.

Ein wesentliches Problem für den aerodynamischen Flug dürfte auch das Trägheitsmoment der außen liegenden Motoren sein. Ein 'normales' einmotoriges Flugzeug wird sofort nach dem Loslassen des Querruderknüppels die Rotation um die Längsachse beenden. Ein mehrmotoriges Flugzeug dreht weiter, was die Steuerung erheblich erschwert. Bei Deinem Konzept könnte die Steuerung ohne zusätzlichen Kreisel für die Stabilität um die Längsachse unmöglich werden.

Mein Vorschlag: Erst mal Erfahrungen sammeln.
Ein Gleiter aus Depron mit zwei Tragflächen ohne Motor, aber mit Querrudern wird mit relativ wenig Aufwand zeigen, ob das überhaupt geht und wie die EWD und der Schwerpunkt liegen müssen.
Wenn das Ding fliegt, könnte es um zwei Motoren in Gondeln neben dem Rumpf erweitert werden, nur für den aerodynamischen Flug. Das bringt eine Reihe neuer Erfahrungen für die Auslegung des 'richtigen' Modelles.

Bis dann denn
Stephan Urra
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38

Sonntag, 23. März 2008, 11:29

Moin Stephan

Zitat


2.) Der aerodynamische Flug, das Teil fliegt als Flugzeug, Fluggeschwindigkeit ist größer als die Mindestgeschwindigkeit, der Schub ist aufgrund der Anströmgeschwindigkeit der Propeller wesentlich geringer als der Standschub, die Tragflächen tragen alles.


Das würde ich nicht generel so sehen den es gibt wohl genug Flugkörper auf die das nicht zutrifft.

Und wie sagte schon ein alter flug-pionier.....
gebt mir den richtigen Motor....,
und ich bringe auch ein Scheunentor zum fliegen.

Daher finde ich es unvernünftig die Schubkraft aus der Rechnung rauszulassen, man Baut ja keinen Segelflieger, und wenn man schon vier Motoren mit gut 800-900g Schub je Motor an Bord hat sollte man sie nicht nur im Schwebeflug ausnutzen.

Außerdem ist schon eine komplette Lageregelung mit drei Kreiseln, Beschleunigungssensoren, Luftdruckmesser usw. an Bord, denkst du die will ich nur fürs Schweben nutzen? ;)


Zitat


Ich würde die hintere Fläche mit Querrudern ausrüsten, die mit einem Delta-Mischer angelenkt werden. Gleichsinniger Ausschlag hat die Wirkung eines Höhenruders, Gegensinniger Ausschlag die Wirkung des Querruders.


Die Vorderen Flächen brauchen aber auf jedenfall auch Ruder auch wenns es nur den Grund hat die Fläche im Schwebeflug verkleinern zu können.

Die Motoren brauchen auch nicht ganz außen an der Tragfläche sitzen nur bleibt das Problem der Beschattung durch die Tragfläche zu lösen.


Ghost
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39

Sonntag, 23. März 2008, 11:45

Hallo Ghost,

Zitat

Daher finde ich es unvernünftig die Schubkraft aus der Rechnung rauszulassen, man Baut ja keinen Segelflieger, und wenn man schon vier Motoren mit gut 800-900g Schub je Motor an Bord hat sollte man sie nicht nur im Schwebeflug ausnutzen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, strebst Du gar keinen aerodynamischen Flug an, sondern Du möchtest das Teil als Quadrocopter langsam (im Verhältnis zur 'aerodynamischen Mindestgeschwindigkeit' ) vorwärts fliegen lassen, so daß die Tragflächen gar nicht richtig zum 'Tragen' kommen.

Das würde überspitzt bedeuten, daß die Tragflächen nur 'Verzierungen' sind.
Der eigentliche Vorteil des aerodynamischen Fluges wäre es, mit wenig Energieverbrauch schnell große Strecken zurück legen zu können, was natürlich für das 'große' Original wichtig ist, aber für das Modell keine Rolle spielt.

Dann würde ich die Tragflächen so auslegen, daß sie die nötige Biege- und Torsionssteifigkeit bringen und aerodynamisch 'nicht stören', das Gerät aber grundsätzlich nur von den Motoren getragen wird.

Da der Auftrieb der Tragflächen mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, ist der Auftrieb bei kleiner Horizontalgeschwindigkeit (kleiner als die halbe aerodynamische Mindestgeschwindigkeit) eh vernachlässigbar. Damit hätten auch die Ruder praktisch keine Wirkung und könnten weggelassen werden, das spart Gewicht und macht die Sache einfacher.

Bis dann denn
Stephan Urra
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40

Sonntag, 23. März 2008, 13:43

Der Kantidat hat Null Punkte!!

Natürlich strebe ich den aerodynamischen Flug an aber man muß wohl einen Kompromis eingehen, den mit zu breiten Tragflächen kann ich nicht gut Schweben aber mit schmaleren Tragflächen kann ich trotzdem noch aerodynamischen fliegen nur das die Geschwindigkeit höher sein muß als mit breiteren Flächen.


Ghost
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