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Spacemarine

RCLine User

  • »Spacemarine« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Karlsruhe

Beruf: Student

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1

Dienstag, 15. April 2008, 02:15

Fliegen mit Force Feedback (Kraftrückmeldung vom Modell)

Hallo,

mir kam gerade eben eine Idee. Ich weiß nicht ob es so etwas schon gibt bzw. ob schon jemand anders solche eine Idee hatte, aber falls nicht kann sie jetzt zumindest niemand mehr patetentieren lassen.

Es wäre doch toll wenn man eine haptische Rückmeldung vom Modell bekommen könnte, d.h. eine Kraft an den Knüppeln spürt wenn eine Kraft auf das Modell wirkt, z.B. vom Wind.
Bei manntragenden Seglern ist es ja z.B. so, dass man am Steuerknüppel sehr gut die Windverhältnisse an den Rudern spüren kann. Beim Modell fehlt jegliche Rückmeldung dieser Art. Dabei wäre es eigentlich auch hier ganz schön so Dinge wie hohe g-Belastungen, Strömungsabrisse und Tubulenzen direkt in den Fingern zu spüren und so noch besser auf das Modell reagieren zu können.

Realisieren könnte man das ganz z.B. folgendermaßen:
Die Servos melden ihren aktuellen Stromverbrauch an den Empfänger. Da der Stromverbrauch ziemlich eindeutig mit dem aufgebrachten Drehmoment zusammenhängt, kann man hierraus relativ leicht auf die Kraft am Ruder schließen.
Der Empfänger schickt diese Messdaten nun zum Sender per bi-direktionaler Kommunikation zurück.
Dort werden die Daten dann mit einem passenden Algorithmus in Kraftrückmeldungen gewandelt, die dann von einem Aktor auf die Knüppel gegeben werden.
Das ganze natürlich abschaltbar und in der Stärke begrenzbar, damit es nicht störend ist.
Leider eignet sich das heut zu Tage verwendete standard Equipment dazu überhaupt nicht, aber ein paar benötigte Technologien existieren schon, wie z.B. Openservo:

www.openservo.com

Servos mit einer Openservo Elektronik können Rückmeldungen über aktuellen Stromverbrauch, Position und vieles mehr geben und würden sich somit wunderbar eignen. Leider scheint es noch keine Empfänger zu geben, die das von Openservo verwendete Bus-Protokoll sprechen.

Was haltet ihr von dieser Idee? Nutzloser Spielkram oder eine Möglichkeit das RC-Fliegen noch Erlebnisreicher zu gestalten?

Gruß André

SFL

RCLine User

Wohnort: Weyhe b. Bremen

Beruf: Energieelektroniker

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2

Dienstag, 15. April 2008, 04:50

RE: Fliegen mit Force Feedback (Kraftrückmeldung vom Modell)

Zitat


Nutzloser Spielkram oder eine Möglichkeit das RC-Fliegen noch Erlebnisreicher zu gestalten?


Meiner Meinung nach eher nutzloser Kram.

Wo soll das hinführen ?
Bei Spritverdunstung oder nem heissgelaufenen E-Motor im Modell, nen Geruchsgenerator in die Funke einbauen..... ?

Zudem gibts wohl auch keinen Sender, der bidirektionale Kommunikation in der Art zum Modell realisiert, und von der RegTP für Modellflug freigegeben ist.


Gruß
Stephan
Kraft kommt von Kraftstoff -> Das ist eben so !!!

Diverse Flächenmodelle &
TRex 600N, Webra 55P5, NitroPipe, G600, 3x Savöx SC-1258TG, Hitec 6975HB, GY401 & 9254, Jeti MaxBec

3

Dienstag, 15. April 2008, 06:41

na da würde sich mein gehirn aber ganz schön bedanken wenn nun bei der hektischen 3D fliegerei auch noch mit unterschiedlichem kraft aufwand am knüppel konfrontiert wird. ich glaube da käm ich nicht mit zurecht und es würde mich ganz schön irritieren.

gruß jens

hholgi

RCLine User

Wohnort: nähe Gütersloh

Beruf: Dipl. Ing

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4

Dienstag, 15. April 2008, 08:20

interessant ....

hi,
auch mal ne Idee.
Also Kommunikation wäre über 2.4Ghz vermutlich drin.

Da ich selber auch fliege bzw. flog könnt ich mir das eventuell fürn Segler vorstellen. Da oben hat man ja auch die thermik am Rütteln gespürt befor das Vario anspricht.

Das Problem ist: Wir haben es alle ohne "FeedBack" gelernt. Und umgewöhnen ist bei eingefahren Automatismen sehr langwierig.

Grüsse Holgi
nur selberfliegen ist noch schöner :dumm:
holgi fliegt: Stratos, Rasant, Rasant Speed, SuperAir, FourStar64, IDEAL V, Loki, Curare, TAO mit mc/16/20 Hott im: www.moewe-delbrueck.de

5

Dienstag, 15. April 2008, 09:06

Hi..

Von der Rückführung des "Kraftsignals" aus dem Servostrom halte ich relativ wenig, aus mehreren Gründen:

-du müsstest den Strom direkt am Servomotor abgreifen, denn sonst hast du kein Richtungsabhängiges Signal für die Kräfte. in den Servoleitungen ist der Strom bei links- und rechtdrehmomenten gleich. Es geht also nicht ohne Öffnen der Servos

-Du hättest ein recht breites "Totband" aufgrund der Selbsthemmung der Servogetriebe... d.h. die Kennlinie Strom-Kraft ist stark nichtlinear, mit Totband und Hysterese.

-Die Servoströme sind nicht nur Halteströme. Du musst auch die Trägheit des Motorläufers überwinden. Bei bewegten Servos hättest du Kraftverläufe, die ein vermeintlich "schweres", also stark massenbehaftetes Ruder simulieren, und das entspricht nicht dem "Gefühl" eines richtigen Ruderdruckes.

Prinzipiell ist so ein ForceFeedback ja eine nette Idee, aber bevor man sich da mit der technischen umsetzung befasst, muss man sich mit ein paar fliegerischen Details befassen: die Art, das Modell im FLug zu trimmen wird GRUNDLEGEND anders und viel aufwendiger.
Unter "Trimmen" versteht der Modellflieger das "geradestrecken" der Flugbahn bei zentriertem Knüppel. Der "richtige" Flieger versteht darunter aber das geradestrecken der Flugbahn bei neutralen Knüppelkräften. Der Stick kann dabei DEUTLICH in seiner Mittelstellung wandern, und der Trimmaufwand ist deutlich höher.
Man muss sich also erstmal Gedanken zum Trimmkonzept machen.
Insbesondere im Zusammenhang mit dem Nichtvorhandensein von Instrumenten (speziell Fahrtmesser) wird es dann evtl. nicht mehr so ganz eindeutig, aus "gefühlten" Stickstellungen Fahrt etc.. abzuschätzen.. ein Vorgang, den wir ja bei gewöhnlicher Steuerei ganz instinktiv schon machen.
Mit persönlich wäre ein Fahrtmesser und vielleicht noch ein Vario eine sehr viel größere Hilfe als ein ForceFeedback.

Zur technischen Umsetzung: Ich denke, sowas kommt ohnehin nur bei etwas größeren Modellen in Frage... dort ist aber das Einsetzen "echter" Kraftaufnehmer in Gestänge oder Steuerseile kein großes Problem... ein brauchbarer Selbstbau-DMS-Aufnehmer ist etwa halb so groß wie ne Zigarette. Billig wird das freilich nicht, dafür aber recht genau.
Entscheident für das Fluggefühl ist auch die Direktheit des Feedback. Selbst kleine Verzögerungszeiten (1/10s) lassen das schon "unnatürlich" erscheinen, da der Stick schon ein ganzes Stück bewegt ist, bevor die Rückführung merkliche Kräfte produziert. Ok, das könnte man vielleicht durch eine gute Übertragungsstrecke und einen "mitdenkenden" Vorausregler lindern, aber das ist sehr aufwendig.

Kurzum: Ich denke, es ist den ganzen Aufwand nicht wert.
Aber wir sind ja zum Basteln und tüfteln hier, und ich will das niemandem ausreden.

gruß

andi

PMwob

RCLine User

Wohnort: D-38446 Wolfsburg

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6

Dienstag, 15. April 2008, 12:37

Ich finde diese Idee verdammt gut.

- Man könnte z.B. beim Segelfliegen direkt fühlen, was das Modell macht
- Schwergängige Anlenkungen sind am eigenen Leib zu spüren. Das dient der Sicherheit!
- Hohe Geschwindigkeiten erfordern größere Ruderkräfte, auch dieses Feeling wird für den Piloten fühlbar.
- Wird ein Servo im Flug überlastet, könnte dies durch geeignete Maßnahmen sofort merken, landen und den Flieger retten => dient der Sicherheit!

to be continued!

@ Andi:
Du hast in deinem Beitrag wichtige Überlegungen angeführt, was bei praktischer Umsetzung beachtet werden müsste.
Das sind aber alles keinesfalls unüberwindbaren Hindernisse, sondern normale Entwicklungsaufgaben. Per Microcontroler lassen sich sämtliche Störgrößen vorab erfassen, ablegen, Ereignissen zuordnen und dementsprechend rausrechnen.
- Richtungsabhängigkeit : Ansteuersignal des Servos auswerten.
- Trägheit des Motorläufers: Systemimmanente Kenngröße. Lässt sich für jeden Servotyp erfassen, ablegen und rausrechnen
- Trimmung: Man könnte fürs Forcefeedback verschiedene Modi darstellen, mit genau Deinen aufgeführten Unterscheidungen. Jeder wie er´s mag.
- Direktheit der FFB-Rückmeldung: Die Signallaufzeit bis zur Umsetzung durch das Servo hat man schon immer. Die Messung der Ströme plus Rückmeldung per Funk geschieht im Millisekundenbereich. Dann kommts natürlich auf den FFB-Sender an, wie schnell der das Signal in Kraft umsetzt.

Im Modell lässt sich der ganze Aufwand auf ein Kästchen am Empfängerausgang (oder direkt integriert) reduzieren. Eine mögliche Entwicklung geht ganz klar vom Großmodell aus und wird mit der Zeit immer kleiner und leichter.


Resümee: Mit heutiger Technik machbar. Vermittelt dem Piloten bei gescheiter Umsetzung echtes Mehrwert-Fluggefühl und ein deutliches Mehr an Sicherheit.
Nicht für jedes Modell sinnvoll (3D Indoor).
Neuer Sender mit Force-Feedback erforderlich, mal bei den Joysticks abschauen was so geht.
Ich würds sofort haben wollen


So, und wann starten wir die Entwicklung?
Ich fliege einen Aggro-Schrauber...BÄM

7

Dienstag, 15. April 2008, 14:23

Sicherlich machbar, keine Frage.
Aber ich halte den Aufwand im Vergleich zum Nutzen für immens. Wie gesagt, ich will euch das ja nicht ausreden, nur eben davor warnen, das vermeintlich zu einfach zu finden.

Detail: Richtungsabhängigkeit aus Servosignal ableiten geht nur für große Ausschläge. im Trimmbereich, um die Nulllage, kann ich aus der geringen Abweichung von der Null nicht mit Sicherheit ableiten, in welche Richtung das Ruder denn gerne ausschlagen würde bzw. in welche Richtung der Ruderdruck anliegt. Und gerade DIESER Teil des Betriebsbereiches ist für eine derartige Anwedung der interessante. Aber das liesse sich ggf. anders lösen (z.B. per Microkontakt im gestänge, der nur eine auf/ab-Entscheidung lieferung muss)

Laufzeit/Verzögerung: Klar hat man die Verzögerung des ruderSTELLENs schon immer gehabt, aber wenn ich jetzt ne Rückführung itnegriere, dann wird das Stellen der Ruder ggf. mehr ein Regeln gemäß Ruderdruck. Der offene Loop wird ein Stück weit geschlossen, und in diesem Fall sind Totzeiten viel unangenehmer.

Beispiel enger Looping: Bei einem schnellen Ausschlag würde man den Hebel fast kräftefrei bewegen können und dann bei gehaltenem Endausschlag mit einer zunehmenden Rückführkraft konfrontiert werden, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führt, dass man den Ausschlag unfreiwillig wieder etwas zurücknimmt. Bei hektischem Flugstil schreit das förmlich nach PIO. Um das zu bekämpfen müsste man ggf. einen Hybrid machen, aus konventioneller mechanischer Zentrierung und Kraftrückführung, mit einstellbaren Anteilen.

Ich halte es jedoch für riskant, eine solche Technik ohne eine Fahrtinformation für den Piloten einzusetzen, und zwar aus den bereits erläuterten Trimmproblemen.
Die Gefahr, aufgrund "falscher" Trimmung den Flieger kräftig zu überziehen wird durch die Kraftrückführung eher größer.

Die Technik derart robust und genau hinzubekommen dass man ein Überlasten des Servos "herausfühlen" kann halte ich noch für utopisch, ich glaube, das würde auf absehbare Zeit kein Modell vorm Einschlag schützen, welches ohne diese Technik abgestürzt wäre.

Ein "realistisches" Gefühl der "manntragenden" zu erzeugen würde aber auch etwas andere Anforderungen an den Aufbau des Flugmodells bewirken (Klappengeometrie, Massenausgleich, Tab-Ausgleich, Trimmklappe etc.).
Dann wäre es wohl sinnvoll, das auch in "geeignetere" Bedienelemente als einen Hand- oder Pultsender zu integrieren (der hier lässt Grüßen)

Was die ForceFeedback-Joysticks für Computer angeht: Ich finde das durchweg enttäuschend. Wenn man mal an nem "richtigen" Flieger oder Heli die Hand am Stick hatte und bekommt dann so ein Computerding in die Hand, da kann man nur eine entfernte Verwandtschaft feststellen... man müsste es schon deutlich besser machen als in der Zocker-Community üblich.


gruß

andi (Luftfahrtberufspessimist)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »___...._____.« (15. April 2008, 14:25)


xels

RCLine User

Wohnort: Österreich

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8

Dienstag, 15. April 2008, 16:22

Zitat

Was haltet ihr von dieser Idee? Nutzloser Spielkram oder eine Möglichkeit das RC-Fliegen noch Erlebnisreicher zu gestalten?


Das erstere. Nutzloser Spielkram.

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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9

Dienstag, 15. April 2008, 16:44

Ich denke da ähnlich wie Andi. Eine Kraftübertragungauf die Knüppel wäre eine Spielerei, praktischen Nutzen kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Aber hey, irgendwer muss es mal ausprobieren ;) wen keiner in neue Richtungen denkt hätten wir vieles nicht...
Interessant wäre es ob man andere Daten nicht-optisch darstellen könnte, z.b. den momentanen Anstellwinkel. Akkustikvarios gibt's ja schon ewig.

Ich glaube auch nicht dass man an den Knüppeln fühlt was der Flieger macht - das ist nicht mal im echten Flieger wirklich so - dort fühlt man am meisten mit dem Hintern :D. Mit einem Hocker der von einem Kreisel und Vario an Bord gesteuert wird könnte ich mir eher vorstellen dass das Thermiksuchen interessanter wird :nuts: , Vario beinflusst die Höhe des Hockers, der Kreisel die Neigung der Sitzfläche......
Von den Fliegern die ich mal steuern konnte hab ich eher die als angenehm empfunden bei denen die Ruderkräfte sehr gering waren, wie beim Storch (ital. UL) oder einer Pitts.

EDIT: Der Helichair gefällt mir, sowas hätte ich gern zum Computerspielen (Descent3)

Noch ein Bildschirm dran mit Videoübertragung, ne Motionbase die von den Kreiseldaten im Heli gefüttert wird....

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (15. April 2008, 19:12)


bswoolf

RCLine User

Wohnort: Hannover

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10

Dienstag, 15. April 2008, 19:40

Vielleicht eine witzige Sache. Und vielen Dank, ich lasse das jetzt patentieren. :evil: Warum sollte das jetzt nicht mehr gehen? Die meisten Patente beruhen auf geklauten Ideen, die zu früh rauskrakelt wurden. Patentieren kostet nämlich Geld.
Gruß,
Wolfgang
[SIZE=1]Es hat ganz harmlos mit einem Piccoz angefangen:
Jetzt muß ich anbauen.
[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bswoolf« (15. April 2008, 19:41)


11

Dienstag, 15. April 2008, 20:03

Zitat

Original von bswoolf
Warum sollte das jetzt nicht mehr gehen?

Weil hier und jetzt die Idee öffentlich ist, und weil sowas schon längst gemacht wurde... allerdings mit etwas höherem als dem "üblichen" Modellfugbudget.

gruß

andi

Daniel Kiechle

RCLine User

Wohnort: Lindau (Bodensee)

Beruf: hat leider nix mit Modellfliegen zu tun.......

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12

Dienstag, 15. April 2008, 20:23

Ich bin mir nicht so ganz sicher,ob die Datenübertragung in zwei Richtungen ausreichen schnell genug ist.Das müssten dann schon zwei getrennte Systeme sein.
Gruß
Daniel
Es bleibt alles besser ....

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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13

Dienstag, 15. April 2008, 20:27

Nun, ich denke nicht dass es so zeitkritisch ist.

In Simulatoren mit Motionbase ist es sehr wichtig dass Bild und Bewegung zusammenpassen da einem sonst schlecht wird. Aber beim Modellflug ist das ja etwas anderes, da wird dem Körper keine Bewegung vorgegaukelt.

Ich schätze dass da 0,2s kein Problem sind. kommt drauf an was man wie macht ;)

Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

14

Dienstag, 15. April 2008, 20:47

Was werden die Schwaben wohl gesagt haben als der Benz mit dem ersten Automobil ankam. Bringt nichts, Pferdekutsche ist billiger und weniger technischer anfällig, braucht kein Mensch, stinkt, macht Krach, will keiner. Fast wie hier. :D

Die technischen Probleme wären sicher irgendwie lösbar, Sinn dürfte das schon für einige machen. Obs einem dann gefällt, ist Geschmackssache. Bei den Forcefeedback Joysticks teilen sich ja auch die Geister. Mir gefällt die Idee. :ok:

SFL

RCLine User

Wohnort: Weyhe b. Bremen

Beruf: Energieelektroniker

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15

Dienstag, 15. April 2008, 21:06

In meinem ersten Beitrag schrieb ich ja, das es wohl keine Funke gibt, die das zum einen kann, und zum anderen auch zugelassen ist.
Der Grundgedanke dabei war, das es genauso "plug and play" und leicht zu handhaben wäre, wie die bisherigen RC-Systeme.

Das es bei weitem aufwendiger ist, und mit ner zweiten Empfangs- und Sendeeinheit technisch zu realisieren wäre, davon bin ich überzeugt.
Nur wird es wohl recht teuer werden......

Einen Nutzen hätte man z.B. wenn man über eine VR-Brille fliegen würde.
Da könnte man sich einen künstlichen Horizont und nen Kompass, zur Lageerkennung und Orientierung einblenden lassen, und noch einige Infos mehr.



Gruß
Stephan
Kraft kommt von Kraftstoff -> Das ist eben so !!!

Diverse Flächenmodelle &
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Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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16

Dienstag, 15. April 2008, 22:34

Zitat

Original von SFL


Einen Nutzen hätte man z.B. wenn man über eine VR-Brille fliegen würde.
Da könnte man sich einen künstlichen Horizont und nen Kompass, zur Lageerkennung und Orientierung einblenden lassen, und noch einige Infos mehr.



Gruß
Stephan


Nun, das gibt's ja schon, wird im Luftbildforum ja auch diskutiert. On Screen Display, OSD, mit Infos wie Speed, Richtung, homing Vektor, etc.

Paul
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Daniel Kiechle

RCLine User

Wohnort: Lindau (Bodensee)

Beruf: hat leider nix mit Modellfliegen zu tun.......

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17

Dienstag, 15. April 2008, 22:42

Na das wird ja immer besser. Da kann ich ja faul im Bett bleiben und trotzdem nebenan am Flugtag teilnehmen :D ==[] Dann muß ich nur aufpassen,das der Akku für den heimflug reicht ........

Gruß
Daniel
Es bleibt alles besser ....

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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18

Dienstag, 15. April 2008, 23:32

Hallo,

mal meine Meinung dazu:

Technisch mit Sicherheit machbar, die notwendigen Komponenten/Technologien sind vorhanden.

Patentfähig: Mit Sicherheit nicht; da fehlt´s an der nötigen "Höhe" der Erfindung, und es es gibt schon sehr viel Vergleichbares. Vielleicht würde sich im Laufe einer Entwicklung im Detail noch "Patentfähiges" ergeben.

Nutzen: Fragwürdig, auch in Hinsicht auf die Kosten. Ein paar Freaks, die solche Sachen zu (fast) jedem Preis haben wollen, gibt´s aber immer.

Aber:
Ein solches System entwickelt man -von der nötigen Zeit her gesehen- nicht so einfach "nebenbei" als Hobby. Vor allem den Leuten, die das nötige Wissen dazu haben, wird es an der Zeit dafür fehlen.
Ein "Sabbatical" -wenn man sich das leisten kann- löst aber dieses Problem.

Der nötige finanzielle Hintergrund ist auch nicht zu verachten. Mindestens einige -zigtausend Teuro kann nicht Jeder aus der Modellbaukasse entnehmen.

Sponsoren möchten zumindest etwas sehen für Ihr Geld; Investoren möchten es (mit Zinsen) sogar wieder zurückhaben.
Jeder verantwortliche Firmenchef wird erst mal fragen und überlegen, was die Geschichte kostet, wieviel Stück er verkaufen kann, welchen Umsatz und welchen Gewinn er damit erzielen kann, und wie groß das Risiko ist. Seine Mitarbeiter arbeiten auch bei aller Verbundenheit mit der Firma nicht umsonst und möchten zum Monatsende ihr Gehalt kriegen.

Ingesamt sehe ich die Chancen der Realisierung deshalb eher als schlecht an...


Gruß,
Helmut

Spacemarine

RCLine User

  • »Spacemarine« ist der Autor dieses Themas

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Beruf: Student

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19

Donnerstag, 17. April 2008, 01:15

Danke für die vielen Meinungen!

Ich hatte eigentlich nicht vor so etwas zu bauen, sondern wollte erstmal über die prinzipielle Machbarkeit und der Sinn überhaupt diskutieren.

Viele Einwände sind sehr gut, danke für Eure Aufmerksamkeit. Was mir in der Zwischenzeit noch eingefallen ist:

Am geschicktesten wäre es vermutlich wenn man keinen bestehenden Sender umbaut, sondern ein komplett neues Gerät baut, das man dann über die Schülerbuchse an einen vorhandenen Sender anschließt. Dadurch hätte man dann keine Probleme dem geringen Platz im Innern eines Senders.

Ich habe mal vor einiger Zeit den Force-Feedback Joystick eines monopolistischen Betriebssystemherstellers ausprobiert. Ich war relativ enttäuscht, da die Effekte sich nicht besonders gut anfühlten. Mir schien als ob der Joystick die Kraft nicht sehr fein dosieren könnte. Zumindest wenn man ihm gesagt hat dass er einen "normalen" Joystick mit Federneutralisierung simulieren soll, hat sich alles extrem schwammig angefühlt... Somit scheidet diese Lösung leider schonmal aus. Schade, damit hätte man das etwas simpler mal testen können ohne viel Hardware zu basteln.

Generell halte ich die Knüppelmechanik für den mit Abstand schwierigsten Part der ganzen Sache. Alle anderen Probleme wie die Übertragung mit niedrigen Latenzen, Verarbeitung und Aufbereitung der Kraftrückmeldungen des Modells, dürften mit programmierbarer digitaler Elektronik und den entsprechenden Mechatronik Kenntnissen realistisch machbar sein.

Den Zeitaufwand halte ich aber auch für sehr hoch bis das System richtig funktioniert, zumindest mir ist es dafür nicht wichtig genug.

gruß André

der Puni

RCLine User

Wohnort: München

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20

Donnerstag, 17. April 2008, 07:48

Zitat

Original von Spacemarine
Am geschicktesten wäre es vermutlich wenn man keinen bestehenden Sender umbaut, sondern ein komplett neues Gerät baut, das man dann über die Schülerbuchse an einen vorhandenen Sender anschließt. Dadurch hätte man dann keine Probleme dem geringen Platz im Innern eines Senders.



Hier sehe ich übrigens den größten Vorteil. Im Lehrer -Schüler Betrieb. Der Schüler kann quasi erstmal fühlen wie groß die Ausschläge gemacht werden müssen und ein Gefühl für die Habtik bekommen wenn der Lehrer steuert. Die Umsetzung dafür dürfte auch noch mit relativ einfachen Mitteln machbar sein. Für erfahrene Modellflieger denke ich auch, dass ein Feedback eher ablenkend sein kann.

Fazit: Ich finde die Idee nicht schlecht.

Gruß, Puni

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »der Puni« (17. April 2008, 07:49)