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1

Donnerstag, 28. August 2008, 08:05

Motordrehmoment ausgleichen

Hallo,
ich bin gestern mal wieder mit meinem Doppeldecker geflogen (1,2m 1,5Kg) . Der Brushless den ich eingebaut habe ist auch verdammt stark. 1/4 Gas reicht locker um höhe zu halten und mit Vollgas geht der senkrecht hoch.
Ich habe aber ein Problem: Wenn ich von halbgas auf vllgas gehe, dann deht er sich durch das Motordrehmoment nach links. D.h. ich muss immer die Trimmung anpassen. Wie kann ich das ausgleichen? Einen Mischer aufs Queruder legen? Oder muss ich den Seitenzug des Motors verändern?

2

Donnerstag, 28. August 2008, 08:31

RE: Motordrehmoment ausgleichen

Weder noch, du mußt einfach langsamer Gas geben.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (28. August 2008, 10:08)


3

Donnerstag, 28. August 2008, 08:36

Ich habe den Regler schon auf langsam hochdrehen eingestellt. Von 1/4 Gas bis Vollgas dauert es gut 1-2 Sekunden. Noch langsamer Gasgeben? Das dürfte doch nichts bringen weil das Drehmment ja immernoch da ist?

4

Donnerstag, 28. August 2008, 10:08

Das ist das einzige was hilft wenn du deinen Propeller nicht verkleinern möchtest.
Drehmoment: 1Nm=1kgm²/s²
Vergrößerst du die Zeit, dann wird das Drehmoment kleiner.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (28. August 2008, 10:09)


5

Donnerstag, 28. August 2008, 14:19

Hallo,

ob es der Seitenzug ist kannst du kontrollieren, in dem du mit neutral stehenden Seitenruder und Vollgas senkrecht nach oben fliegst. Kippt der Flieger nicht nach links oder rechts sollte der Seitenzug ok sein.

Gruß Matthias
»DSLMatze« hat folgendes Bild angehängt:
  • SEITEN1.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DSLMatze« (28. August 2008, 14:34)


6

Donnerstag, 28. August 2008, 14:55

nee matthias wenn der motor zu stark und der propeller zu groß ist wird der flieger immer bei schnellem gasgeben um die längsachse drehen


in deinem beispiel mit der hübschen geebee dreht dein flieger um die hochachse, dat is ganz wat anderes und kommt aus der verwirbelten luftströmung am seitenleitwerk die dann zu einer nicht gerade sondern schrägen anströmmung des leitwerks führt und den flieger über den auftrieb am leitwerk um die hochachse dreht, das kannst du mit motorzug und damit leichtem ändern der anströmung am seitenleitwerk ändern, da gebe ich dir recht

und denke immer, das geebee problem prüfst du während des einfliegen mit der seitenruderstellung / trimmung um den flieger gerade zum steigen zu bringen

das problem des drehmoment aus starkem motor und großem propeller mit drehen um die längsachse korrigierst mit den rudern der längsachse, mit dem Querruder

die lösung des Flying matze problems ist: kleiner motor, deutlich andere propeller oder deutlich lansamer gasgeben

das was der flieger beim schnellen gasgeben macht ist das was uns die torquerollen fliegen läßt aufhängen, langsam fliegen oder oder in der luft stehen, anströmmung und stabilisierende momente der aerodynamik des fliegers minimieren oder aufheben sodaß das drehmoment des motors überhand gewinnt, einleitend durch leichte schnelle gasstösse
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Controller« (28. August 2008, 14:57)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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7

Donnerstag, 28. August 2008, 15:31

Hi Michael,

Zitat

Drehmoment: 1Nm=1kgm²/s²
Vergrößerst du die Zeit, dann wird das Drehmoment kleiner.


Falsch ist das ja nicht....
aber ob der Matze so versteht, was du ihm da in knappster Form hinschmeißt ?


Gruß,
Helmut

8

Donnerstag, 28. August 2008, 15:35

ja Helmut

dat habe ich auch gedacht

deswegen meine viele prosa
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

9

Donnerstag, 28. August 2008, 17:59

Bleibt jetzt noch zu kären ob Matzes Flieger nur während der Beschleunigung wegdreht, oder auch noch bei erreichen der Höchstgeschwindigkeit.

Bei der 2. Möglichkeit wäre ein Mischer auf GAS-Querruder vielleicht sinnvoll.



Gruß Matthias

Ps. Das mit dem Seitenzug habe ich geschrieben um den Fehler schon mal auszuschließen

10

Donnerstag, 28. August 2008, 18:39

@Helmut Schenk
verstanden habe ich das schon, ich glaube es nur nicht. Ich denke nicht, dass die Beschleunigung der Motormasse und Luftschraubenmasse ein kurzzeitiges Drehmoment erzeugt. Viel eher wird es sich um das statische Moment handeln weil der Motor Kraft auf die Luftschraube ausübt. Auf die Luftschraube wirkt ein gewisses Drehmoment damit sich diese dreht, das gleiche Moment wirkt (in anderer Richtung) wirkt auch auf meinen Rumpf. Und um dieses statische Moment auszugleichen müsste ich eigentlich das Querruder einsetzen.

Leider weis ich nicht genau ob er sich nur kurzzeitig gedreht hätte. Ich wäre fast der Meinung er hätte sich ewig weiter gedreht. Ich muss das beim nächsten Flug noch einmal beobachten.

Mich wundert es nur etwas das so ein "Phänomen" nur bei mir auftritt?
Ich habe die gleiche Antriebseinheit auch in einer 1,6m Jodel eingebaut und dort habe ich nichts bemerkt. Ich denke mal es liegt an der geringen Spannungweite und damit an dem geringeren Trägheitstensor.

11

Donnerstag, 28. August 2008, 19:26

wenn du schon erkannt hast das der flieger sich hinter der luftschraube wegdreht dann bist doch fast am ziel


lies doch einfach mal was ich oben geschrieben habe

1. wenn dein propeller groß und schwer und im verhältnis zum flieger durch sein eigenes trägheitsmoment mehr leistung benötigt um sich zu drehen als dein kurzspannweitiger leichter flieger wird dein motor den flieger im extrem hinter dem propeller drehen ---> wie oben beschrieben wahrschenlich ist dein propeller zu groß --> abhilfe weniger durchmesser und leichterer propeller
oder deine steigung ist zu hoch --> steigung runter

und

wenn du sowieso so einen enormen leistungsüberschuß hast warum gehst du nicht einfach auf einen kleiner propeller mit weniger steigung?? gut der motor dreht leer, der strom geht runter die flugzeit rauf

andere alternative
kleineren motor mit kleinerem propeller, womöglich kleinerem, akku insgesamt leichter fleicht besser
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Controller« (28. August 2008, 19:27)


12

Donnerstag, 28. August 2008, 19:56

Motorleitstung ist durch nichts zu ersetzen ... außer durch noch mehr Motorleistung;)
Na ganz so überdimensioniert ist er auch wieder nicht. es ist ein Robbe Roxxy 3548 Außenläufer mit 13x6,5 Luftschraube. Soll laut Datenblatt bis zu 2,5Kg Schub ergeben. Also für ein fast 2Kg Modell ideal.
Kleineren Motor will ich auch nicht verbauen. Erstens kostet das unnötig Geld, zweitens muss ich das fehlende Gewicht mit Blei ausgleichen damit der Schwerpunkt stimmt. Anderen Akku werde ich auch nicht verwendet. Meine 4s LiFePos passen in alle meine Modelle und ich das soll auch so bleiben.
Wenn das nächstemal schönes Flugwetter ist werde ich nocheinmal ein paar Versuche mit anderer Luftschraube und Mischer versuchen.

13

Donnerstag, 28. August 2008, 22:21

Ich würde sagen das ist ganz einfach das Drehmoment des Antriebs ;) . Aus genau dem gleichen Grund brauchen Hubschrauber [SIZE=1](sofern sie keine gegenläufigen Rotoren haben)[/SIZE] einen Heckrotor.

Da hilft nur gegenhalten mit dem Querruder, manuell und mit Gefühl ;) .
Ein Mischer macht's nur schlimmer, da man geschwindigkeitsabhängig unterschiedlich stark gegenhalten muss. Wenn Du den Mischer so einstellst, dass Du bei Vollgas und Höchstgeschwindigkeit nicht mehr gegenhalten musst, ist die Wirkung zu gering wenn Du im Langsamflug Vollgas gibst. Wenn Du den Mischer so einstellst, dass Du im Langsamflug Vollgas geben kannst ohne gegenhalten zu müssen, rollt das Modell bei Höchstgeschwindigkeit in die entgegengesetze Richtung. Die Ruderwirkung nimmt nunmal mit zunehmender Geschwindigkeit zu, das Drehmoment bleibt aber gleich ;)

Zitat

Ich habe den Regler schon auf langsam hochdrehen eingestellt. Von 1/4 Gas bis Vollgas dauert es gut 1-2 Sekunden.
Warum schiebst Du nicht einfach den Knüppel langsamer nach vorne ???

Matthias

14

Freitag, 29. August 2008, 08:26

ich würde als erstes mal richtig prüfen ob sturz und seitenzug stimmen.
bei 2,5 kg schub und einem 2 kg modell, kann ich mir nur schwer vorstellen das es alleine am drehmoment liegt.
........
:O Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber nur die 2. Maus kriegt den Käse ! :O

15

Freitag, 29. August 2008, 13:30

Der Schub seht ja nur in einer indirekten Beziehung zum Drehmoment :O

Zitat

Doppeldecker geflogen (1,2m 1,5Kg)

Zitat

mit 13x6,5 Luftschraube


Großer Prop, wenig Spannweite ;)
13 Zoll sind immerhin 33cm.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matthias R« (29. August 2008, 13:31)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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16

Freitag, 29. August 2008, 20:47

Hallo,

mal eine kleine (statische) Rechnung dazu:
Der Roxy3548 hat lt. Robbe eine spez. Drehzahl ("kv") von 700 Upm/V.

Das bedeutet eine Drehmomentkonstante von 955/700 = 1,36 Ncm/A.
Leider gibt´s hier keine Angabe zum Strom; daher nehme ich mal 30 A an. Damit beträgt das Drehmoment 30*1,36 = 40,8 Ncm.
Bei einer Spannweite von 1,2 m entspricht das einem Gewicht von 40,8/60 = 0,68 N = 68 gr an der Flächenspitze.

Das ist schon recht heftig, lässt sich aber mit dem Querruder leicht wegsteuern. Ein Prop mit kleinerem Dm macht zur Verringerung des Problems nur Sinn, wenn damit ein kleinerer Strom und damit höhere Drehzahl verbunden sind. Dabei geht natürlich die Ausgangsleistung zurück.
Von einem Mischer Motor => Quer halte ich nicht viel, da die aerodynamische Wirkung und das Motordrehmoment sich mit der Fahrt "gegensinnig" ändern.

Ein übermotorisiertes Modell stellt eben auch höhere Ansprüche an den Pilot.


Gruß,
Helmut