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Freitag, 19. September 2008, 19:46

Ich bräuchte mal Aufklärung bei den verschiedenen Mitnehmer- / Spinnersystemen

An meiner Parkzone T-28 Trojan ist auf der 4mm Motorwelle ein Mitnehmer mit 8mm Durchmesser mittels einer Madenschraube befestigt. Die Luftschraube wird dann mit dem Spinner (vermutlich M6) festgezogen. So wie das bis jetzt herausbekommen habe, ist diese Art der Befestigung wohl eher bei Verbrennern üblich. Stimmt das?

Nun wollte ich mal andere Luftschrauben probieren, doch leider sieht es da mit 8mm Luftschraubenbohrung recht mager aus (habe nur Graupner CAM Prop gefunden). Die meisten haben irgendwas in Richtung 6 / 6,1 / 6,35 mm oder Stufenbohrung 6/8 mm, 6/10 mm oder 6,5/10 mm.

Auf der Suche nach passenden Mitnehmern bin ich nun über diverse Systeme gestolpert (Luftschrauben-Mittelstücke, Leichtspinner, Turbospinner, Aeronaut-Spinner, Spinner mit Spannschrauben oder mit Spannkonus, aus Kunststoff, GFK, CFK oder Aluminium usw.). Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Systeme? Welches wäre das Beste für meine Trojan? Ein Aufbohren der Luftschrauben möchte ich gern vermeiden. Lieber kaufe ich mir einen anderen Mitnehmer. Nur welchen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wobblin Goblin« (20. September 2008, 14:21)


2

Freitag, 19. September 2008, 20:10

Rate doch mal, wozu Stufenbohrungen gedacht sind.....

Damit erübrigt sich doch Deine Fragestellung von selber wieder.

MfG
Rainer
Never run a changing System! :evil:

3

Freitag, 19. September 2008, 21:21

Aus zwei Gründen verstehe ich deine Antwort nicht ganz. 1. gibt es ja Mitnehmer die auch für zwei verschiedene Durchmesser gedacht sind. Zum Beispiel hier für 6,1/10 mm. Und 2. hatte ich doch geschrieben, dass ich nicht Bohren möchte, sondern lieber zusätzlich eines der Systeme kaufen würde.

4

Freitag, 19. September 2008, 21:31

Ganz einfach:

Luftschrauben mit Stufenbohrung sind von Haus aus dafür vorgesehen, daß man sie *auch* aufbohren kann/soll.

Eben damit man nicht *extra* nochmal etwas anderes kaufen muss.

MfG
Rainer
Never run a changing System! :evil:

reset-leo

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5

Freitag, 19. September 2008, 22:12

RE: Ich bräuchte mal Aufklärung bei den verschiedenen Mitnehmer- / Spinnersystemen

@john doe: was ich nicht ganz verstehe, ist was du mit "mit dem spinner festgezogen" meinst. sprichst du von so einem kleinen metallspinner, in den innen ein gewinde geschnitten ist? der ersetzt quasi eine schraubenmutter.

aber generell ist es so, das es tatsächlich die verschiedensten systeme gibt. etwas vereinfacht gesagt: beim verbrenner ist üblicherweise die kurbelwelle aus dem motorgeäuse geführt, mit einem auflageflansch für die luftschraube und auf ein paar cm mit einem gewinde versehen (bei größeren motoren gibts auch noch radial verschraubte propeller). dabei wird dann einfach der prop (+ggf. spinner) auf die kurbelwelle gesteckt und mit einer entsprechenden mutter festgeschraubt.
bei elektromotoren gibts entweder mitnehmer, die radial mit dem motorgehäuse verschraubt werden (vor allem bei BL-motoren mit rückwandmontage), oder solche, die auf der motorwelle montiert werden. bei den ersteren muss man sowieso diejenigen nehmen, die zum jeweiligen motortyp passen, bei letzteren geht es darum, dass sie für den motorwellendurchmesser passen. weiters gibts bei letzteren wieder unterschiedliche systeme, z.b. mit einer konusklemmung, oder mit einer seitlichen klemmung per madenschraube.
an deiner stelle würde ich mich letztendlich beim händler erkundigen, welche mitnehmer er dir für den gegebenen wellendurchmesser anbieten kann. dabei wird einer der folgenden fälle eintreten:
1. du findest einen mitnehmer mit dem gleichen durchmesser, wie die luftschraubenbohrung -> glück gehabt.
2. du findest einen mitnehmer mit einem größeren durchmesser, wie die luftschraubenbohrung -> gleich noch eine reibahle dazu kaufen und die luftschraube aufbohren
3. du findest einen mitnehmer mit einem kleineren durchmesser, wie die luftschraubenbohrung -> möglicherweise kannst du z.b. aus einem stück alu-rohr eine "reduzierungs-buchse" machen, sprich den luftschraubenbohrungs-durchmesser auf den mitnehmer-durchmesser herabsetzen

meine empfehlung sollte in dem von dir geschilderten fall aber wohl besser sein, gleich eine reibahle zu kaufen und den prop auf 8mm aufzubohren.

bzgl. spinner gibts auch verschiedene systeme. es gibt die, die ähnlich einer hutmutter direkt zur luftschraubensicherung auf den mitnehmer geschraubt werden. die meißten anderen bestehen aber aus einer grundplatte, die entweder vor oder hinter der luftschraube mit dieser auf den mitnehmer geschraubt wird und einer spinnerkappe, die dann an die grundplatte geschraubt wird. aluspinner, oder solche mit einer alu-grundplatte kommen oft kombiniert mit einem propellermitnehmer mit klemmkonus. (teil-)aluspinner laufen soweit ich das bisher erfahren hab etwas exakter rund als solche aus kunststoff. kuststoffspinner sind dafür aber um einiges günstiger und meistens leichter.
was den bohrungsdurchmesser der spinnergrundplatte betrifft gilt übrigens das gleiche wie für die luftschraubenbohrung...

ich hoffe, du fühlst dich jetzt etwas "aufgeklärter" :dumm:
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6

Freitag, 19. September 2008, 22:34

Vielen Dank leo für die wirklich ausführliche Antwort. Das muss ich mir unbedingt noch mal in Ruhe durchlesen.

Aktuell sieht es halt etwa so aus. Nur ist die Motorwelle 4mm und an einer Stelle abgeflacht. In der Kupplung ist auch nur eine Madenschraube. Die Welle hat 8 mm Durchmesser und das Gewinde scheint M6 zu sein.

Weiterhin habe ich bereits drei Luftschrauben mit 6/10 mm Bohrung hier. Und bevor ich mir Reibahlen und eine dazu passende Ständerbohrmaschine kaufe, kaufe ich mir doch lieber eine passende Kupplung für vielleicht 3-5 Euro. Wie sieht es denn bspw. mit der hier aus? Da müsste man die Mutter doch nur durch einen passenden Spinner ersetzen. Dann bleibt nur noch das Problem mit dem 10tel Millimeter. Meine Latten haben 6 und die o.g. Kupplung hat 6,1 mm Luftschraubenbohrung. Oder passt das trotzdem?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wobblin Goblin« (20. September 2008, 14:23)


reset-leo

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7

Freitag, 19. September 2008, 23:20

du brauchst zur reibahle keine ständerbohrmaschine, das ding funktioniert mit reiner manneskraft (oder auch fraueskraft, je nach dem). guckst du hier. (BTW: ich hab nicht mal ne steckdose in meiner werkstatt)

sag mal bitte, welche luftschrauben du da hast. das würde glaub ich helfen.

es kann übrigens schon sein, dass du es schaffst, die 6er bohrung auf die 6,1er aufnahme "draufzupressen". aber die feine englische ist das nicht...
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »reset-leo« (19. September 2008, 23:21)


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Freitag, 19. September 2008, 23:50

Die Luftschrauben hatte ich bei UH mitbestellt. Links dazu werden hier ja entfernt. Deshalb nenn ich nur die Hersteller. Die Maße der Bohrungen stehen leider nicht auf der Homepage und sind deshalb von mir gemessen.
JM 10x6 - 6,1 mm / 8 mm
JXF 10x6 - 6 mm / 9,65 mm
JXF 10x7 - 6 mm / 9,65 mm
sowie einen GWS EP 10x6 mit 3 verschiedenen Stufenbohrungen (ca. 3 / 4 / 5 mm) und Vertiefungen für Sechskantmuttern auf beiden Seiten; das Teil ist aber sehr dünn und wabbelig (werd ich wohl nicht verwenden)

Die von dir verlinkte Reibahle hat ja nur einen 6,3 mm Durchmesser. Was ist dann mit 6 bzw. 6,1 mm? Geht das trotzdem oder eiert das nur rum?

reset-leo

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9

Freitag, 19. September 2008, 23:58

hmmm... bzgl. der 6,3mm hast recht.

aber nimm doch einfach diese kupplung . dann kannst du die props mit der 6er bohrung verwenden.
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Samstag, 20. September 2008, 00:15

Die Kupplung sowie die von mir mehrfach verlinkte 6,1 / 10 mm Kupplung (+ M6 Spinner) werde ich mir wohl auch bestellen. Nochmals Danke für die ausführliche Hilfe leo.

Könnte der Spannkonus auf der abgeflachten Motorwelle Probleme bereiten? Die Abflachung ist vielleicht 5 mm lang. Was zum festschrauben wäre mir da irgendwie lieber.

reset-leo

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11

Samstag, 20. September 2008, 01:03

wüsste nicht, warum die abflachung beim spannkonus probleme machen sollte. selber hatte ich den fall erst ein mal, da hats aber prima hingehauen. beim aufspannen "schmiegt" sich der mitnehmer sowieso rundherum satt an die motorwelle, da dürfte das stückchen, wo die abflachung ist, nicht ins gewicht fallen.

vielleicht will mich hier ja sicherheitshalber noch jemand bestätigen?
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Samstag, 20. September 2008, 10:40

Tja, scheint ja ein reiner Dialog zu sein :D

Ich hatte die Befürchtung, dass sich die Kupplung im ungünstigsten Fall (eine Seite des Spannkonus genau auf der Abflachung) mit einer Seite in die Abflachung drückt. Dann würde die Kupplung nicht genau parallel zur Motorachse verlaufen und somit nicht rund laufen. Das kann man aber sicherlich durch eine aufmerksame Montage verhindern.

reset-leo

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Samstag, 20. September 2008, 11:05

sehe ich auch so. sowohl das mit dem dialog, als auch das mit der aufmerksamen montage.
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Samstag, 20. September 2008, 13:32

Ich hab's grad mal riskiert und die JM 10x6 - 6,1 / 8 mm Luftschraube auf 8 mm aufgebohrt. Da ja die die 8 mm Stufenbohrung schon vorhanden war, sollte das ja nicht so schwer sein, dachte ich mir. Also 8 mm Metallbohrer und Akkubohrer rausgeholt und gebohrt. Ran an den Motor, ein bisschen Schub und........der ganze Flieger vibriert. Also mit dem Messschieber nachgemessen und herausbekommen, dass das Loch nicht ganz mittig ist. Es sind ca. 0,4 mm Differenz. Also den Bohrer als Fräser missbraucht und noch etwas Material abgetragen. Jetzt geht die Latte natürlich sehr leicht auf die Welle und läuft trotzdem nicht 100% rund. Leichte Vibrationen merkt man immer noch.

Fazit: 1. Um die Lager im Motor nicht unnötig zu belasten, werde ich die Luftschraube wohl nicht verwenden. Und 2. war das wohl meine erste und letzte Luftschrauben-Aufbohraktion.

reset-leo

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15

Samstag, 20. September 2008, 16:06

blöde geschichte. dann wirst du wohl auf die kupplung warten müssen.
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