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Freitag, 10. Oktober 2008, 21:21

Bugfahrwerksanlenkung - nur wie?

Servus!

Ich komm irgendwie nicht weiter. Ich hab einen Hochdeckertrainer, bei dem das Bugfahrwerk angelenkt sein soll, hängt am Seitenruderservo. Nach Bauplan und Anleitung (war ein Bausatz) sollte man ein Kunststoffröhrchen an der Rumpfseitenwand ankleben und dort einen Kunststoffbowdenzug durchziehen. Auf diesen dann Gabelköpfe aufschrauben und gut ist's. Denkste!

Der Rumpf ist im Querschnitt rechteckig, Kastenrumpf. Dadurch, dass man von der Seitenwand mit dem Bowdenzug ja wieder "weg muss" (nämlich zum Servoarm bzw. zum Hebel des Fahrwerks), ergibt sich an den Enden zwischen Röhrchenführung und Gabelkopf jeweils ein Stück freiliegender Bowdenzug. Und genau da passiert's: man kann - wenn man das Bugfahrwerk dreht (nur in eine Richtung: Bowdenzug auf Druck belasten) - das Rad so weit verdrehen, dass es "einrastet". Der Bowdenzug knickt und nimmt dann einfach eine für ihn bequeme Stellung an. Das unglückliche hierbei: Das Bugrad steht dann ziemlich genau quer zur Fahrtrichtung.

Nun hab ich es mit einem Federstahldraht versuchen wollen - Fehlanzeige. Da ich das Ding nicht ordentlich führen kann, biegt es sich auch wohin es will.

Was tun? Am besten wäre ja Stahllitze doppelt ausgeführt - je einmal pro Zugseite. Das Problem hierbei: Das Servo sitzt cca. 8cm "oberhalb" (Flugzeug steht auf Boden) der Fahrwerksanlenkung und in direkter Linie ist der Akku. Wie krieg ich die Litze denn "um die Ecke"?

Was ich bräuchte sähe so aus:

Quellcode

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                                                                        |
                                                     ( A K K U )  |
                                              ( A K K U )         |
Bugfahrwerksanlenkung ---------------------------


Und genau so sieht mein Federstahldraht jetzt auch aus. Er biegt und dreht sich nur eben leider in Richtung der Bildschrimnormalen... :shy:

Hat da mal jemand nen Tipp, wie das gehen soll?

Ciao
Wolle

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Wolle69« (10. Oktober 2008, 21:24)


stefano

RCLine User

Wohnort: Burgkirchen

Beruf: Maschinenbaumeister

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2

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:39

Lenkbares Bugfahrwerk

hallo Wolle,

denke das kann nicht so schwer sein. Mit dem Federstahldraht bist Du auf dem besten weg. Der Stahldraht sollte so ca 1 - 1,5 mm Durchmesser haben. ( denke Dein Modell wiegt nicht über 3 kg)

Lass das Fahrwerk ruhig "Einfedern" in die "Druckseite", schont auch das Servogetriebe. Um ein komplettes Verdrehen zu vermeiden kannst Du ja noch einen mechanischen Anschlag anbringen.

Und hänge den Gabelkopf am Fahrwerk möglichst weit außen ein, am Servo weit innen. Ein kleiner Ausschlag reicht vollkommen für kleine korrekturen beim starten und landen,

Sollte es denoch nicht klappen, stell mal ein Bild ein...

gruesse, Stefano

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stefano« (10. Oktober 2008, 21:39)


LMGHC

RCLine User

Wohnort: Deutschland

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3

Freitag, 10. Oktober 2008, 22:49

Also ich hab in meiner Hercules (2,5kg) ein Bugfahrwerk.
Wenn du Infos brauchst, einfach fragen...
Original von Ferrarifahrer
Weiß eigentlich jemand woher man Dreiseitenansichten von Vögeln bekommen kann?

Ferkel :D

4

Freitag, 14. November 2008, 22:40

Servus!

Das Problem ist leider immer noch aktuell. Ich hatte zunächst ne ganze Menge um die Ohren und musste nun erstmal ne Kamera besorgen.

Auf allen Bildern steht das Seitenruderservo in der selben Stellung.

Auf den folgenden beiden Bildern sieht man, dass der Stahldraht in beiden Richtungen geschwenkt werden kann.
http://img84.imageshack.us/my.php?image=p1010002af7.jpg
http://img134.imageshack.us/my.php?image=p1010003js2.jpg

Hier sieht man gerade noch so die Anlenkung des Bugfahrwerkes, dafür aber auch schön die Akkurutsche, unter der der Stahldraht durch muss.
http://img75.imageshack.us/my.php?image=p1010006np2.jpg

Die nächsten beiden Bilder zeigen, dass ich das Bugfahrwerk in beide Richtungen voll auslenken kann bei gleicher Servostellung. Der Draht schwenkt eben nur von links nach rechts. Außerdem bewegt er sich ein Stückchen auf- und abwärts.
http://img360.imageshack.us/my.php?image=p1010010ke2.jpg
http://img516.imageshack.us/my.php?image=p1010011bu9.jpg

Ciao
Wolle

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Wolle69« (14. November 2008, 22:43)


Fliegerassel

RCLine User

Wohnort: Angermünde

Beruf: Erzieher

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5

Samstag, 15. November 2008, 09:10

Moin Wolle,

eine Anlenkung geht ja quer durch den Rumpf! Das kann nicht funktionieren und ist wohl auch so nicht gedacht. Wenn es möglich ist, versuche mal folgendes: Nehme die Anlenkung des SR am Servo auf die andere Seite, also dorthin, wo jetzt das Fahrwerk angeschlossen ist. Diesen Gabelkopf hängst du auf die andere Seite, wo bisher das SR eingehängt war. Dann verlegst du den Bowdenzug schön an der rechten Wand entlang nach vorn und lenkst das Bugrad ebenfalls von der anderen Seite an. Wenn du jetzt noch die Laufrichtung des Servos umkehrst, funktioniert alles tutti. Du kannst dann nämlich die Anlenkung des Bugrades möglichst geradlinig führen und bis kurz vor dem Servo an der Seitenwand abstützen. Ansonsten stimme ich Stefano zu, mache die Ausschläge mechanisch möglichst klein, ist gut für`s Servogetriebe und beugt wilden Tänzen auf der Startbahn vor...

Gruß Mirko
Meine Seite: www.fliegerassel-modellbau.de.tl

6

Samstag, 15. November 2008, 12:34

Wie wäre es denn mit einen Extra-Servo?

Fliegerassel

RCLine User

Wohnort: Angermünde

Beruf: Erzieher

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7

Samstag, 15. November 2008, 12:38

Das ist schlicht nicht notwendig... ;)

Gruß Mirko
Meine Seite: www.fliegerassel-modellbau.de.tl

dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

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8

Samstag, 15. November 2008, 21:25

ich habe bei meiner Superdimona aus 4 gründen ein zusätzliches Servo für das
Bugrad verwendet:

1.) kann es zum Seitenruder dazumischen - aber auch das Mischverhältnis so
einstellen, dass kein zu großer Ausschlag gemacht wird
2.) kann ich so das Lenken des Bugrades nach dem Start abschalten, sieht
dann im Flug nicht so eigenartig aus, wenn man SR gibt und sich das BR bewegt,
aber vorsicht!!! Vor der Landung nicht vergessen das BR Servo wieder einschalten
3.) Sollte doch beim Start ein Schlag auf das BR Servo kommen so verstellt es
sicher nicht das SR Servo und ich kann ohne Probleme Fliegen, mit dem Landen
siehts zwar anders aus, aber mit stark gestelltem SR kann man noch weniger eine
Notlandung einleiten
4.) Ich habe das BR Servo mit Dampfungsgummi eingebaut um das Servo bei
Bodenvibrationen zu schützen, bzw. bei der Landung

Ich war mit der dekoppelten BR/SR Lösung nicht zufrieden und mir gefiel auch die
Anlenkung nicht so besonders.

BG,
Dieter

Fliegerassel

RCLine User

Wohnort: Angermünde

Beruf: Erzieher

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9

Sonntag, 16. November 2008, 08:57

Moin Dieter,

bis auf Punkt 1 ist das alles total richtig, was du schreibst. Nur den Ausschlag kann ich locker mechanisch klein halten, indem ich innen am Servo einhänge.
Ich denke nur, dass der Aufwand eines weiteren Servos an dieser Stelle völlig unnötig ist. Es bringt zusätzliches Gewicht, es wird eng im Rumpf, es kostet... Wir reden hier ja von einem einfachen Trainer, nicht von einem superduper Scalemodell. Und was seit Jahrzehnten funktioniert, kann doch eigentlich nicht so abartig sein. Oder? Ich finde das immer genauso unnötig, wie Digitalservos und Akkuweiche im Calmato... war jetzt übertrieben. :w
Aber wenn Wolle erstmal die einfache und kostenlose Variante probiert, hat er ein Servo für den nächsten Flieger übrig. ;)
Und wenn ich an meine ersten Landungen mit Bugrad denke, kommt mir echt das ;( . Da hab ich alles kaputt gemacht, aber kein Servogetriebe, weil der Anlenkungsdraht im E-Fall immer zuerst nachgibt. Okay, ab 4 mm vielleicht nicht mehr... :evil:

Gruß Mirko
Meine Seite: www.fliegerassel-modellbau.de.tl

10

Sonntag, 16. November 2008, 09:42

wie oben schon beschrieben, reicht ein servo vollkommen aus.

du musst nur einfach die beiden anlenkungen also sr und br tauschen und das servo auf reverse stellen, falls das dein sender nicht kann, dreh einfach das servo um 180 grad.

um die anlenkung etwas steifer zu machen, kannst du kunststoffbowdenzug mit 1mm stahlsehne, in einem 2 oder 2,5 mm (?) kunsstoffröhrchen lagerst.

für die gabelkopfaufnahme nimmst du dann einfach 2mm löthülsen, klebst diese vorne und hinten mit sekundenkleber auf den bowdenzug und verpresst die zusätzlich darauf mit einer zange.

das ist leicht und gibt bei falscher belastung etwas nach. hat die anlenkung zu viel spiel, kannst du die jederzeit mit etwas balsaholz an der seitenwand oder einem träger abstützen.
...und ich sag noch zu mir: "das ist total dumm, was du da gerade machst!" :D

Extra300l

RCLine User

Wohnort: Neumünster

Beruf: Tischler/Treppenbau

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11

Sonntag, 16. November 2008, 11:56

HI

Vieleicht geht es auch mit dem kürzeren Weg.

Denke mit Kunsstoffröhrchen kann man es gut Lagern.
Allerdings ,ist Carli sein Vorschlag auch gut umzusetzen.
»Extra300l« hat folgendes Bild angehängt:
  • b-1.jpg
Holm und Rippenbruch
Tommy;)

http://www.sahara-tommy.de

dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

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12

Montag, 17. November 2008, 20:36

Hallo miteinander,

stimmt schon, muss ja kein zusätzliches Servo sein.
Bei mir ist aber das Getriebe gebrochen - Anlenkung waren in der tat
3mm Schubstangen (li & re) am Servohorn, bei der Landung, hat es mir
leider einige Zähne gekostet, das hab ich aber - Schande über mein Haupt
erst beim nachfolgenden Start gemerkt, als das Lenkung nimmer so einfach war.

Sicher ist es absolut nicht notwendig, aber wenn Gewicht und Platz keine Rolle
spielen, dann finde ich das Vollkommen OK. und so ein Standardservo kostet nicht
die Welt gerade mal so 8-12 Euro :-)

Bei der Supderdimona gingen die Anlenkungsdrähte auch quer durch den Akkubereich,
mit dem Zusatzservo nicht mehr.

Aber wie gesagt, das waren nur ein paar Überlegungen von mir und keine
Form von "Das Gelbe vom EI" :-)

BG;
Dieter

dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

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13

Montag, 17. November 2008, 20:39

Zitat

Original von Carli

du musst nur einfach die beiden anlenkungen also sr und br tauschen und das servo auf reverse stellen, falls das dein sender nicht kann, dreh einfach das servo um 180 grad.



Wenn du das Servo stehend verdrehst ändert sich nicht die Laufrichtung des Servos,
also vorsicht :-) Nur die Seite an dem das Horn montiert ändert sich um ein paar Milimeter, sprich versetztes Servohorn!

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Montag, 17. November 2008, 20:46

uuuups...

...stimmt, daran hab ich gar nicht gedacht. ist wie mit dem querruder im rückenflug :)

danke für die berichtigung!
...und ich sag noch zu mir: "das ist total dumm, was du da gerade machst!" :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Carli« (17. November 2008, 20:48)


dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

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15

Montag, 17. November 2008, 21:30

Kein Problem, darauf fällt gerne mal wer rein,
auch ein Freund von mir macht das gerne *ggg*, BG, Dieter