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Addicted

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1

Donnerstag, 20. November 2008, 15:49

Seiten- und Höhenruder nicht senkrecht bzw. parallel zur Fläche ->Auswirkung?

Hallo zusammen!

Nach langer Reparatur eines "flugfertig" gekauften Voll-GfK F3J´lers habe ich gestern abend das erste mal alles zusammengebaut. Wunderschön, alles passt - keine weichen Stellen oder Brüche übersehen und alles wieder bombenfest. :ok:
Jetzt kommts: beim Fluchten in Rumpflängsachse musste ich feststellen, dass das T-Leitwerk schief ist. Und zwar nahezu 5°! Der Vorbesitzer hat doch tatsächlich nach einem Rumpfbruch das Heck falsch dranlaminiert! :wall: Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, wie stark sich das in der Luft bemerkbar macht. Ich will damit keine Wettbewerbe fliegen, sondern einfach nur Spaß haben. Wenn es kaum spürbar wäre, bleibt das so...

Außerdem habe ich zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen:
1: Ich schneide das Heck ab und laminiere es richtig wieder dran...
2: Ich unterfüttere die Flächenaufnahme einseitig und habe dann auch wieder parallele Flächen. Allerdings sitzen dann die Schrauben zur Flächenbefestigung leicht schräg in der Fläche und das finde ich eher unsympatisch...

Was meint ihr?

Gruß
Chris
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

:angel:


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2

Donnerstag, 20. November 2008, 16:19

RE: Seiten- und Höhenruder nicht senkrecht bzw. parallel zur Fläche ->Auswirkung?

Ich würde ihn erst mal fliegen - wegen den 5° stürzt er dir nicht ab.
Dann würde ich - wenn er nicht sauber (genug) fliegt - mit Variante 2 reparieren.

Addicted

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3

Donnerstag, 20. November 2008, 16:45

RE: Seiten- und Höhenruder nicht senkrecht bzw. parallel zur Fläche ->Auswirkung?

Naja, ich werde mal sehen, ob ich ihn so fliege... Ich muss später zuhause mal genau messen, wie viel Grad es tatsächlich sind. Die 5° waren vom Büro aus geschätzt. :angel:

Aber dass die Schrauben dann schief in der Fläche sind und damit auch schief auf die Schraubenaufnahme drücken, gefällt mir trotzdem nicht...

Gruß
Chris
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

:angel:


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comicflyer

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4

Donnerstag, 20. November 2008, 16:54

Hi Chris,

wird schon fliegen, aber:
wird höchstwahrscheinlich nicht sauber und R/L unterschiedlich um die Kurve gehen und
auch etwas unsauber, evtl. mit leichter Neigung zu einer Rollbewegung, auf Höhe reagieren.
Dann mit etwas Quer gegenhalten.
Ansonsten sehe auch ich da kein Problem.

Obwohl - hmm, grade ist natürlich schöner ;)

CU Eddy
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »comicflyer« (20. November 2008, 16:54)


Minihawk

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5

Donnerstag, 20. November 2008, 22:18

Ich habe auch schon (selbstgebaute :) ) Modelle mit verkorksten Rudern gehabt, und habe nie einen sonderlichen Unterschied bemerkt. Es ist halt einfach (vorallem am Himmel) fürchterlich anzusehen...
Liebe Grüße
Hartmut

6

Freitag, 21. November 2008, 10:59

Die 5° machen nix!
Wenn es dich stört, dann nimm einen Heissluftföhn, erwärme das Material am Rumpf vor dem Leitwerk vorsichtig und biege dann das Leitwerk in die richtige Position. Das geht ganz einfach und man muß auch nichts abschneiden. Das ist völlig unnötig.
Viele Grüße, Michael

Addicted

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7

Freitag, 21. November 2008, 11:39

Zitat

Original von micbu
Wenn es dich stört, dann nimm einen Heissluftföhn, erwärme das Material am Rumpf vor dem Leitwerk vorsichtig und biege dann das Leitwerk in die richtige Position. Das geht ganz einfach und man muß auch nichts abschneiden. Das ist völlig unnötig.
Damit ist doch aber auch die Festigkeit dauerhaft verringert, oder?

Gruß
Chris
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

:angel:


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8

Freitag, 21. November 2008, 12:18

Nein, das Material wird zuerst etwas weich und beim abkühlen wird es wieder genauso hart wie vorher. Du sollst den Rumpf ja nicht verbrennen sondern nur so warm machen, daß man diesen etwas verformen kann. Du arbeitest hier immer noch mit einem Kunststoff.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (21. November 2008, 12:19)


9

Freitag, 21. November 2008, 12:33

Wenn der Rumpf nicht aus einem thermoplastischen Material gefertigt ist, würde ich von der Methode "erwärmen" aus Gründen des Festigkeitsverlustes lieber Abstand nehmen.

Ansonsten gilt:
Die Summe aller Verzüge ist Null.

Addicted

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10

Freitag, 21. November 2008, 12:42

Zitat

Original von micbu
Nein, das Material wird zuerst etwas weich und beim abkühlen wird es wieder genauso hart wie vorher. Du sollst den Rumpf ja nicht verbrennen sondern nur so warm machen, daß man diesen etwas verformen kann. Du arbeitest hier immer noch mit einem Kunststoff.
Nenene... damit mache ich den ganzen Rumpf kaputt! Es gibt nur spezielle Faserverbundwerkstoffe mit Thermoplastmatrix, die sowas vertragen - ein GfK-Rumpf gehört da nicht dazu...

Gruß
Chris

edit: Da war Andi schneller....
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

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11

Freitag, 21. November 2008, 15:24

Na dann fliege ich nur mit Schrottmodellen. Da eigentlich dieser Winkel niemals im Auslieferungszustand stimmt muß ich bei fast jedem Modell nachbessern. Da die Modelle aber nicht wissen, daß das gar nicht geht sind sie bisher auch noch nicht auseinandergefallen.

Klartext: Das ist überhaupt kein Problem. Nimm einfach mal ein Abfallstück und probier es aus. ! Ich rede hier nicht davon, daß du das Material schmelzen sollst !
Viele Grüße, Michael

Addicted

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12

Freitag, 21. November 2008, 15:56

Von welchen Modellen sprichst du? Um welches Material handelt es sich bei deinen Modellen?
Einen tiefgezogenen Rumpf kann ich natürlich so richten, aber eben kein GfK/CfK...

Gruß
Chris
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

:angel:


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13

Freitag, 21. November 2008, 16:19

Doch, natürlich kannst du das bei GFK. Probier es einfach mal an einem Reststück aus. Du hast doch bestimmt auch, wie so ziemlich jeder Modellbauer, "Reste" die zum wegwerfen zu Schade sind. Temperaturen von ca. 60°C bis 70°C reichen schon, daß du das Leitwerk etwas "verbiegen" kannst. Die Struktur des Modells wird dabei nicht geschwächt. Nochmal, ich rede hier bestimmt nicht davon, daß sich das Material verflüssigen soll!
Viele Grüße, Michael

14

Freitag, 21. November 2008, 16:23

ich habe das auch schon 2 mal gemacht.....das erste und das letzte mal.
es ist sehr schwer die temparatur zu finden wo nix kaputt geht....bei mir kam in null komma nix die struktur des gewebes "durch"...sieht scheiße aus. alles glatt ohne ende...nur an dieser stelle sieht man was....okay...ansonsten hats mit dem "leichten " ausrichten geklappt.
........
:O Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber nur die 2. Maus kriegt den Käse ! :O

15

Freitag, 21. November 2008, 16:49

Jepp, das passiert wenn du das ganze zu heiss machst. Also schön vorsichtig herantasten und den Heissluftföhn nicht zu nahe an das Modell halten. Das erhitzen darf ja ruhig einige Zeit in ANspruch nehmen. Je mehr Zeit man sich läßt, desto besser ist das Ergebnis.
Viele Grüße, Michael

16

Samstag, 22. November 2008, 09:54

Fakt ist, übliches Epoxidharz gehört zur Familie der Duroplaste.
http://de.wikipedia.org/wiki/Duroplast

Das Kunststoffe bei Erhitzung an Stabilität verlieren, ist nichts wirklich neues. Ob im o.g. Fall allerdings die gleiche Festigkeit wieder gewonnen wird, halte ich für fraglich.
http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry…offe/duropl.htm

Oder hier noch mal beschrieben, unter b)
http://www.lerntippsammlung.de/Neuer-Werkstoff-Arboform.html

17

Sonntag, 23. November 2008, 02:00

Sehr schön!!!
Und somit hast du schon genau die Erklärung warum die Festigkeit bei der Erwärumungsmethode NICHT beeinträchtigt wird.
Schöner als in deinem 2. Link kann man es nicht erklären.
Viele Grüße, Michael

Addicted

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18

Sonntag, 23. November 2008, 10:51

@Michael: Ich weiß zwar nicht genau, welche Seite sich bei dir öffnet, aber auf der, die ich zu sehen bekomme, steht klar und deutlich dass sich Duroplaste nicht verformen lassen, da die Zersetzungstemperatur unter der Schmelztemperatur liegt. Ergo geht die Festigkeit flöten bevor man(n) es verformen kann! Glaube es doch einfach...

Im Übrigen werde ich den Vogel so fliegen wie er ist. Bei Gelegenheit werde ich darüber berichten.

Gruß
Chris
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

:angel:


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19

Sonntag, 23. November 2008, 11:21

Die Zersetzungstemperetur liegt bei über 100°C (Epoxydharz). Erst bei erreichen der Zersetzungstemperatur tritt eine Schädigung ein. Wenn du also weit darunter bleibst kannst du den Rumpf verformen und es passiert gar nichts.

Aber macht einfach was ihr wollt. Ich weiss, dass es funktioniert, da ich es seit über 20Jahren so mache. Wenn mir Theoretiker nun einreden wollen, daß das nicht funktioniert, dann lache ich nur :D
Auch wenn Leute sagen, daß sie bereits einen Rumpf geschrottet haben kann ich nur sagen, daß es zu heiss war. Ich schaue, daß ich 80° am Rumpf nicht überschreite, dann ist alles in bester Ordnung.
Viele Grüße, Michael