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1

Montag, 22. Dezember 2008, 12:40

Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Hallo in die Runde.

Weihnachtszeit - freie Zeit.
Also habe ich mich entschieden, einen Flieger aus Holz zu bauen - Erfahrung damit keine!

Ich habe mir ein Buch gekauft: "Holzmodellbauweisen im Flugmodellbau" - schönes Buch.

Jetzt habe ich mir 1 Milliarde Pläne aus dem Netz geladen und einen für gut befunden (eine P51 D Combat).

Problem: Es ist mir mit einer Rumpflänge von 75 cm zu groß.

Kann ich mir die DXF Pläne jetzt einfach eine Nummer (sagen wir mal 3/4 runterskalieren und was mache ich dann mit den Angaben der Holzdicken)?

4 Semester Statik sagen mir, dass das nicht der richtige Weg ist.

Fragen über Fragen,

für ein paar Anregungen wäre ich dankbar.

Patrick

Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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2

Montag, 22. Dezember 2008, 14:17

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Ohne Ansicht des Bauplans ist das nicht eindeutig zu beantworten.
Hallo Patrick,

aus dem Bauch heraus würde ich so rangehen, dass ich die Holzdicken in etwa beibehalte, allein schon wegen der Beschaffbarkeit:
1,5er Balsa bekommst Du, aber 1,125er nicht...
Ich denke, dass Dich das beim Aufbau nicht allzuweit behindern sollte; 3 Zehntel Umrechenfehler dürften noch nicht die wahnsinnige Bau-Ungenauigkeit bedeuten.

Bei 3/4 bleibt von 75cm nur noch eine Rumpflänge von 56cm. Das wird wohl ein rechter Winzling werden.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist es angebracht, so viel Gewicht wie möglich einzusparen. Auf diesen Gesichtspunkt hin musst Du dann den Bauplan beurteilen, ob und wo da was notwendig oder machbar ist, sei es durch Einsatz dünneren Materials oder mittels Aussparungen.

Denk' auch daran, möglichst leichte Komponenten einzusetzen. Hast Du Dir da schon was rausgepickt?
(Und überhaupt - Verbrenner oder Elektro?)

Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online: www.lange-flugzeit.de
Flugvideos, Bautipps und mehr: Youtube-Kanal

3

Montag, 22. Dezember 2008, 14:48

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Hallo Hilmar,

danke für die Tips.

Es soll ein Elektro werden.
Bin aber erst mal am Bauen selbst interessiert.
Wenn das Ding mal fertig sein sollte, werde ich wohl noch ein wenig warten,
um Mut zum Fliegen zu bekommen.

Ich kann nämlich super fliegen und schlecht landen ;-)

Nein Spass bei Seite, ich habe auf einem Arcus angefangen und mit einer Gemini weiter gemacht. Als richtiges Flugass würde ich mich nicht bezeichnen.

Landen musste ich meine Gemini bisher immer auf einem schmalenvFeldweg, was öfter mal ins Auge gegangen ist (Freiflieger).

Ich versuche nochmal den Bauplan zu finden, dann kann ich Euch ja mal den Link senden.

Ist 56cm zu klein?
Wie schwer würde er denn ungefähr bei 75 cm (er ist fast vollständig beplankt) ohne Akku und Motor?

Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »1Patrick« (22. Dezember 2008, 14:49)


4

Montag, 22. Dezember 2008, 14:48

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Zitat

Original von 1Patrick

Es ist mir mit einer Rumpflänge von 75 cm zu groß.

...
Patrick


Hallo, wo genau liegt das Problem ? Das ist schon ein eher kleines Flugzeug. Nicht nur die Holzstärken werden beim runterscalieren verfälscht, sondern die auch und vor Allem die Aerodynamik. Die Flugeigenschaften und die Sichtbarkeit leiden unter Verkleinerung, Meist steigt auch die Flächenbelastung. Das wäre für mich Grund genug, eher ein größeres Modell zu bauen als ein kleineres.

Rein von der Statik gesehen sind fast alle Modellflugzeuge für Ihren Einsatzzweck überdimensioniert, man kann also ruhig dünneres Material an den meisten Bauteilen einsetzen. Ausser: Tragflächenholm, Motorbefestigung, Fahrwerk.

Verkleinerungen und andere Modifikationensind im Planbau übrigens stark verbreitet. Bei den Materiealstärken wird normalerweise Auge mal Pi gemittelt. Der Flieger selbst erfährt ja meistens nicht, welcher Plan ihm bei seiner Schöpfung zugrunde lag :D .
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

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Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Flurnügler

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5

Montag, 22. Dezember 2008, 15:41

Hallo Patrick,

Wenn Du mich fragst, ein Modell unter 1 m Spannweite würde ich in jedem Falle aus Depron bauen. Ein Modell über 1 m aus Holz.

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Fangen wir mit der Statik an:
Wenn ich ein Modell im Maßstab verdoppeln möchte, kann ich im Prinzip alle Maße verdoppeln, incl. der Materialstärke. Das Gewicht geht mit der 3. Potenz, also wird es sich ver-Acht-fachen. Das ist aber kein Problem, die Flächenbelastung verdoppelt sich nur, die Geschwindigkeit geht mit der Wurzel aus Zwei, die scheinbare Geschwindigkeit (Flugzeuglängen pro Sekunde) wird sogar kleiner ! Das Teil ist also einfacher zu fliegen ! Aber: Die notwendige Zugfestigkeit der Materialien muß sich auch verdoppeln !!!! Ohne Veränderung des spezifischen Gewichtes !!! Darum können kleine Flieger aus sehr zartem Material gebaut werden. Je größer, desto festeres Material ist erforderlich ! Papier - Depron - Holz - GFK - KFK - Metall ist so in etwa die Reihenfolge.

Der nächste Punkt: Ein kleiner Flieger aus Balsa wird schwer, weil dünneres Material ein höheres spezifisches Gewicht hat ! Je dünner, desto schwerer zu spalten, desto fester, desto schwerer ! 1 mm Balsa ist nicht leichter als 2 mm Balsa (pro Quadratdezimeter). Dafür ist 1 mm Balsa aber sehr empfindlich auf Biegung quer zur Faser ! Hier ist Depron eindeutig überlegen, besonders Spaltdepron mit Glasfaserauflage !

Ich habe eine Cessna aus Balsa gebaut, 1 m Spannweite, wiegt 1000 g, egal ob elektrisch (Plettie Freestyle 24) oder Verbrenner (OS Max 15 FP). Meine Focker E3 aus Depron hat genau dir gleiche Größe, wiegt aber nur 365 g !
Jetzt baue ich einen Zweimot aus Depron, die GAF N24A Nomad , hat auch 1 m Spannweite und wiegt nur 300 g. Wenn Du das aus Balsa schaffst, esse ich meinen Hut !

Bis dann denn
Stephan Urra
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (22. Dezember 2008, 15:42)


6

Montag, 22. Dezember 2008, 15:57

Na gut,

ihr habt mich überzeugt - jedenfalls teilweise.

Ich baue das Ding in "Planoriginalgröße" also 75 cm - aber aus Holz.

So Depron, EPP, bzw Schaumbomber habe ich ja schon.

Es muss halt aus Holz sein. Größer möchte ich aber auch nicht werden.

Mit wieviel Gewicht muss ich denn dann so rechnen bei fast vollständiger Beplankung und mieser Bauweise - ist ja mein erster Selbstbau?

... wenn ich doch nur diesen veflixten Plan im Netz finde würde.

Patrick

Flurnügler

RCLine User

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7

Montag, 22. Dezember 2008, 16:16

Hallo Patrick,

Zitat

Mit wieviel Gewicht muss ich denn dann so rechnen bei fast vollständiger Beplankung und mieser Bauweise - ist ja mein erster Selbstbau?

Die Frage ist falsch gestellt !

Geh zunächst vom Motor aus. Wieviel Schub leistet er ? Dann kalkuliere, wie schwer darf das Flugzeug werden, damit es der Motor noch in der gewünschten Art und Weise bewegen kann. Reche mal das der Standschub mindestens die Hälfte des Gewichtes betragen muß, zum ordentlichen Torquen sogar das doppelte !

Dann überlege, welche Flächenbelastung der Flieger aufweisen soll. Für die Halle unter 15 g/dm², besser unter 10 ! Für draußen in der Größe höchstens 25, sonst wird er bei der Landung zu schnell. Da Du das Gewicht und die Flächenbelastung kennst, kannst Du die Größe der Tragfläche und somit auch die Spannweite ermitteln. Jetzt weißt Du, was der flieger wiegen darf und wie groß er werden muß .

Nun kommt die Frage: Was wiegt den die Zuladung ? Motor, Regler, Akku, Empfänger, Servos, nicht zu vergessen das Kleinzeug, selbst die Kabel ! Dann zieh vom erlaubten Gewicht die Zuladung ab und du weißt, was der leere Flieger wiegen darf .

Davon 40% für die Tragfläche, 30% für den Rumpf, 10% für das Leitwerk, der Rest wird von Alleine schwer genug. Und nun kommt das Entscheidende: Jedes Bauteil, jeder Zwischenschritt, alles muß auf das Gramm genau gewogen werden ! Und wenn etwas schwerer als geplant wird, kommt es in die Tüllmonne, und nochmal das Ganze, aber leichter !

Schau in meinen Thread von der Nomad , da siehst Du den Spagat zwischen Planung und Wirklichkeit ! Außerdem hast Du da brauchbare Zahlenwert, die kannst Du runter rechnen. Mein kleinster Flieger hat 64 cm Spannweite und wiegt 120 g (Schäm, sollten eigentlich unter 100 g werden).

Für Balsa kannst Du etwa 1.5 bis 3 g/dm² rechnen, je nach Qualität. Du brauchst also einen guten Holzhändler, wo Du dir die für die einzelnen Bauteile geeigneten Balsasorten aussuchen kannst. Und dann bau in Fachwerkbauweise, ganz filigran, mit Sekundenkleber. Keine goßen Flächen aus Balsa ! Das Ganze wird dann mit Kondensatorfolie bespannt, eine echte Fieselarbeit. Nur so kann man aus Balsa wirklich leicht bauen. Aber: Einmal schräg angeschaut, und Knacks !

Bis dann denn
Stephan Urra
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (22. Dezember 2008, 16:18)


8

Montag, 22. Dezember 2008, 17:05

hallo,

hol dir doch vom VTH Verlag (WWW.VTH.de) den Bauplankatalog 2008/2009.

Der kostet 6,70 Euro und es sind laut Angabe ca. 2000 Baupläne drin. Such dir einen schönen aus und bestell den Bauplan. Dann brauchst du nichts umzurechnen und hast die Gewähr dass das Model schonmal geflogen ist.

Gruß
Rüdiger

9

Montag, 22. Dezember 2008, 17:51

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

So jetzt habe ich auch endlich den Bauplan im Netz wiedergefunden:
http://www.modellflugseiten.de/Bauplan/W…1%20D%20Combat/

Wäre schön, wenn dazu einer was sagen könnte.

@ Stephan:
Motor usw. habe ich noch nicht - somit bin ich frei.

Rechnen wollt ich eigentlich nicht, das sollte der Plan schon hergeben.

Ich denke mal es gibt verschiedene Stufen.

1) RTF hab ich gemacht (ok fast man musste noch ein wenig Schaum kleben)
2) Holzbaukasten
3) nach Plan bauen
4) selber rechnen und konstruieren

2) hab ich schon ausgelassen, ich muss und will mich auf einen Plan verlassen können.

Wenn mein gefundener Plan nix taugt, ist der Tip von Rüdiger mit einem gekauften Plan vielleicht besser, aber wenn es anders geht, dann lieber so.

Patrick

schluchtenjaeger

RCLine User

Wohnort: Inden, zwischen Aachen und Düren, NRW

Beruf: Industriemeister Fachrichtung Metall

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10

Montag, 22. Dezember 2008, 19:09

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Hallo,

Zitat

Original von 1Patrick3) nach Plan bauen

Also, an dem Projekt wo ich gerade dran bin, habe ich den Plan auch vom Netz.
Die Maße habe ich umgerechnet und je nach dem auf oder abgerundet,
z.B. 1/16" (1,58 mm) =1,5 mm. Bis auf ein paar Änderungen bin ich damit zurecht gekommen. Es spricht eigentlich nichts gegen den Plan, würd ich auch bauen.

Gruss
Andi
Easy Glider elektr.
RCLine Flieger
Graupner Taxi Sport
Projekt Trainer SC 150r

11

Montag, 22. Dezember 2008, 19:11

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Hallo Patrick,

ich hab so ein Combat-Flieger als Messerschmitt. Der wiegt 750 Gramm und fliegt richtig gut. Mit einem
Superditto und einem 3s-2450mAH Lipo geht da richtig die Post ab. Zum Landen kann man den aber schön langsam machen.
Unsere Elektroflieger haben sogar gesagt, das ist ein Slow-Flyer.

Regler ist ein 30A-China-Teil
Servos 2St. GWS IQ 110 auf quer 1St. GWS IQ 140 BB auf Höhe

An Deiner Stelle würd ich versuchen, den genau nach Plan zu bauen.
Der scheint allerdings kein Rundum-Sorglos-Paket zu sein. Das heisst, ein Paar Gedanken wirst du Dir selbst noch machen müssen.

Hoffe geholfen zu haben.

Gruß Thomas

12

Montag, 22. Dezember 2008, 19:38

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Hallo Thomas,

Mutzuspruch finde ich immer gut :-)

Über was muss ich mir denn noch genauer Gedanken machen?

Was ich unschön finde ist die Querruderanlenkung
Die Verbindung der Flächen untereinander und mit dem Rumpf ist mir noch nicht ganz klar.

Gibt es bessere und vielleicht auch schon nachgebaute Pläne im Netz in der 1m Klasse im Warbirdbereich?

Besten Dank Patrick

Flurnügler

RCLine User

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13

Montag, 22. Dezember 2008, 20:26

Hallo Patrick,

Zitat

@ Stephan: Motor usw. habe ich noch nicht - somit bin ich frei.
Rechnen wollt ich eigentlich nicht, das sollte der Plan schon hergeben.

Das Problem ist folgendes: Eine kleine Veränderung der Größe sorgt für einen erhebliche Veränderung des Gewichtes (dritte Potenz) !
Und Motoren gibt es nur in einer recht groben Abstufung. Das bedeutet: Es ist eine große Chance, durch Anpassung der Größe das Modell auf den Motor abstimmen zu können !

Der Plan ist meistens ein paar Jahre alt, d.h. die heutigen Motoren wurden gar nicht berücksichtigt, die damaligen machen heute keinen Sinn mehr.

Und genau das eröffnet die Möglichkeit, das Modell leichter und doch kraftvoller zu bauen, als es zum Zeitpunkt des Planes möglich war. Aber Vorsicht, der Schwerpunkt muß ja auch noch stimmen ! Ein leichterer Antrieb als im Plan ursprünglich vorgesehen kann da schon nach einer Menge Blei verlangen.

Ich möchte Dich nicht entmutigen, ich kann nur versuchen Dir mit meinen Erfahrungen weiter zu helfen. Auch ich habe mit Balsa-Gummimotor-Modellen angefangen und wollte diese elektrifizieren. Nichts ist frustrierender als mit viel Mühe, Zeit und Geld ein Modell zu bauen, daß nachher nicht fliegbar ist.

Jeder hat eben andere Erfahrungen gemacht, darum ist es gut, daß Du hier im Forum verschiedene Meinungen lesen kannst. Darum hoffe ich nur, daß jemand schon so ein Modell gebaut hat, daß deinen Vorstellungen genügt.

Bis dann denn
Stephan Urra
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (22. Dezember 2008, 20:27)


reset-leo

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14

Montag, 22. Dezember 2008, 21:00

RE: Aufbau eines Holzfliegers nach Plan

Servus!

hast dir eh einen guten plan ausgesucht, finde ich. wegen des gewichts würde ich mir auch nicht zu viele sorgen machen. es is nur so, dass die combat-modelle für verbrennerbetrieb ausgelegt sind, daher spricht bei einer elektrifizierung nicht viel dagegen, dort und da etwas gewicht einzusparen. du kannst z.B. die seitlichen rumpfverstärkungen (sperrholz) mit löchern versehen. ebenso auch das rumpfrückgrat. wenn du den flieger nachher mit folie bespannst, könntest du sogar die rumpfseiten etwas erleichtern, indem du öffnungen rein schneidest.

ich gebe zu bedenken, dass du, wenn du dich an aircombat orientierst, ohnehin nicht zu leicht bauen solltest, weil dort für elektromodelle ein mindestgewicht von 700g einzuhalten ist.

übrigens denke ich, dass das mit der landegeschwindigkeit auch nicht sooo tragisch sein sollte. selber fliege ich eine mustang von alfa model (die ist etwas kleiner als 1:12) mit um die 600g. das ist einiges an übergewicht. dennoch fliegt sie sehr brav. man muss sie halt vor dem aufsetzen ordentlich ausschweben.

ich würde dir empfehlen, statt der drahtanlenkung der querruder in jede fläche ein servo zu setzen. einerseits halte ich es für schwierig, die drahtanlenkung, so wie sie im plan eingezeichnet ist, speilfrei hinzubekommen, andererseits hast du dann die möglichkeit, beim landen die querruder hochzustellen, was bei einem schnellen modell durchaus nötzlich sein könnte.

einen tragflügel nach einem ähnlichen plan hab ich schon mal gebaut. komplett aus balsa, also auch die holme, etc. so wurde der sehr sehr leicht, macht aber auch einen stabilen eindruck. (das vorhaben hab ich dann aber doch eingestellt und mir selber was für styro-bauweise konstruiert)

und übrigens: die flächenbefestigung ist im plan nicht sehr ausführlich eingezeichnet, aber aus den angaben "3/16 dia. hole" an der nase und "wing hold down block" an der endleiste schließe ich, dass die fläche an der nase per dübel und an der endleiste per schraube am rumpf fixiert werden soll.
Alfa Model P51-D - Robbe Super Star - BMI Fieseler Storch - FW 190D (Eigenbau) - COX Micro Corsair - Graupner Nemesis - Blade mSR S300 Scale - Blade nCP X - Blade mCP X
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15

Montag, 22. Dezember 2008, 21:07

Hallo,

aus eigener schmerzlicher Erfahrung muss ich Rüdiger zustimmen!
Hab auch schon versucht, nach Plan aus dem im Internet zu bauen.
Meine Erfahrung -> Finger weg!!!
Rechne mal die für die Fertigstellung erforderliche Bauzeit, und wie's Dir geht, wenn das liebevoll zusammengeklebte Teil gar nicht oder wie ne Gurke fliegt!

Gruß
Martin

reset-leo

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Softwareentwickler und Scrum Master

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16

Montag, 22. Dezember 2008, 21:22

nun, irgendwie ist das doch geschmackssache. die einen bauen lieber, die andern fliegen lieber, manche lieben beides (so wie ich). ich stimme absolut zu, dass sich selber bauen rein ökonomisch nicht lohnt, weil fertige modelle mittlerweile schon extrem günstig sind. und es bleibt die ungewissheit, obs fliegt.
aber wenn das bauen als befriedigende freizeitbeschäftigung empfunden wird, is das doch alles pustekuchen, oder etwa nicht?

(ich bau z.B. auch hin und wieder plastik-autos und motorräder. von denen erwarte ich nicht mal, das sie funktionieren! es ist nur das bauen, das spaß macht und die freude daran, sie nachher in der vitrine zu betrachten)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »reset-leo« (22. Dezember 2008, 21:23)


17

Montag, 22. Dezember 2008, 21:32

Hallo miteinander,

super jetzt kommt ja richtig Fahrt in die Unterhaltung.

@ Stephan:
jetzt habe ich gerade angefangen, mich mit dem Holzbauen zu beschäftigen und Du willst schon einen Luft- und Raumfahrtingenieur aus mir machen. ;-)

Da ich von den dir angesprochenen Dingen wenig bis überhaupt keine Ahnung habe,
würde in der letzten Konsequenz dann doch nur ein sacksicherer Plan in Frage kommen, oder?

Zum Thema Warbird:
Ich habe mich für die P51 entschieden, weil sie
1) mir gefällt
2) der Plan relativ detailliert ist
3) ich keinen langweilig aussehenden Trainer haben will (obwohl er wohl meinem Können entspricht)
4) ich in 1. Linie etwas aus Holz bauen will
5) dieser Plan nicht zu schwierig scheint

Ich möchte mit dem Flieger (wenn er denn fliegt) rumcruisen, also weder Torquen noch sonstige Kunststückchen machen. Rolle und Looping und Rückenflug reichen mir da.

Ach ja, gut lansbar muss er sein (1.5m breiter asphaltierter Feldweg)

Patrick

reset-leo

RCLine User

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18

Montag, 22. Dezember 2008, 21:59

Zitat

Original von 1Patrick
Ach ja, gut lansbar muss er sein (1.5m breiter asphaltierter Feldweg)


hmmm... so flieger, wie die P51 von dem plan einer ist, sind eher nix für asphaltierte feldwege, weil sie üblicherweise ohne fahrwerk gebaut werden (sollten). natürlich könntest du ein drahtfahrwerk dranpappen, allerdings denke ich, dass das landen damit äußerst schwierig sein wird, ob der hohen geschwindigkeit (springen, kopfstand, ...). besser ist es, den flieger lange tief ausgleiten zu lassen und dann aufm bauch aufzusetzen. da ist asphalt natürlich nicht 1. wahl, sondern eher gras oder so.
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19

Montag, 22. Dezember 2008, 22:00

Hallo Patrick,

Kunstflug kannst du Dir sowieso abschminken, da der kein Seitenruder hat. Aber je nach Motorisierung ein bisschen rumheizen geht ganz gut, und irgendwie haben so Tiefdecker ein wahnsinnig gutes Flugbild.

Ich stimme dem Leo zu, dass zwei Querruderservos besser sind. Bei meiner Me ist die Tragflächenbefestigung genau so wie von Leo beschrieben.

Und aufgrund des fehlenden Fahrwerks ist zum Landen eine Wiese angemessener als ein geteerter Weg.

Keine Ahnung zu haben bedeutet, du musst darüber nachdenken, was Du tust. Mit einigermaßen gesundem Menschenverstand und Google wirst Du bei auftretenden Fragen Lösungen erhalten, wie man leicht und gleichzeitig stabil baut, wobei die Tragflächenverbindung das wichtigste ist, weil die bei voller Kurvenlage so 2-3 Kg aufnehmen muss.

Gruß Thomas

Niels_Holgerson

RCLine User

Wohnort: Im grünen Herzen Deutschlands

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20

Dienstag, 23. Dezember 2008, 00:14

Servus Patrick,



ich kann mir den Plan zwar nicht anschauen (Mac-User), habe aber schon ein paar kleine Flieger gebaut und auch geflogen.

Das beste ist wahrscheinlich, wenn Du erst mal drauf los baust und im online Bauforum, oder hier Fragen stellst.

Einige Schwerpunkte, wie Flächen, Rumpffestigkeit und Flächenbelastungen sind ja schon angesprochen wurden.

Ich kann Dir nur raten nicht all zu schwer zu bauen, weil gerade bei den kleinen leichter besser fliegt, da machen sich schon 50 Gramm bemerkbar.

Also leichte Komponenten nehmen, Motor in der 60-100 Grammklasse, 3S Lipo 800-1500 mAh, 9 Gramm Servos.
18- 25 Ampere Regler und los gehts.

Auf Sperrholz würde ich weitest gehend verzichten, bis auf den Motorspannt und die Tragflächenbefestigung.

Abfluggewicht, sollte so um die 400 - 500 Gramm liegen, dann fliegt das Ponny auch schön langsam und lässt sich gut landen.


Gruß Niels


PS: Nimm 2 Servos für die Querruder, und lenk die Ruder von der Oberseite an, dann verhakt sich auch nichts beim landen im Gras.
Die Unterseite des Rumpfes kannst Du ja mit einer Lage 25 g/Qm Glasfasermatte belegen, dann klappt´s auch auf Asphalt. 8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Niels_Holgerson« (23. Dezember 2008, 00:16)