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Markus Riecke

RCLine Neu User

  • »Markus Riecke« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Syke bei Bremen

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1

Sonntag, 28. Dezember 2008, 00:50

Wie Wassergehalt in altem Sprit bestimmen ?

Hallo Leute,
ich habe noch ca. 40 Liter Methanol und ca. 10 Liter fertigen Rizinus-Sprit älteren Datums.

Meine Motoren laufen damit nicht unbedingt als Leistungswunder, und halten schlecht Standgas (keine Sorge, liegt nicht an der Vergasereinstellung).

Meine Vermutung ist, das der alte Sprit schon gut Wasser gezogen hat, und von seiner Konsistens nicht mehr der beste ist.

Nun zu den Fragen:
Wie kann man den Wassergehalt ermitteln ohne chemisches Labor ?
Was kann man dem Sprit gutes tun, damit meine Motoren damit besser laufen ?

Ich zähl auf Euch......




Gruß
Markus

SFL

RCLine User

Wohnort: Weyhe b. Bremen

Beruf: Energieelektroniker

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2

Sonntag, 28. Dezember 2008, 01:00

Das würde mich auch mal interessieren....


Gruß
Stephan
Kraft kommt von Kraftstoff -> Das ist eben so !!!

Diverse Flächenmodelle &
TRex 600N, Webra 55P5, NitroPipe, G600, 3x Savöx SC-1258TG, Hitec 6975HB, GY401 & 9254, Jeti MaxBec

BlackJack

RCLine User

Wohnort: d-41236 Mönchengladbach D-52064 Aachen

Beruf: Student

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3

Sonntag, 28. Dezember 2008, 01:04

es giebt so tester sind ungefähr so groß wie zwei Kopfschmerz tabletten. ist so kunststoff teil mit nem indikatorstreifen drinn da muss mann dann ein paar tropfen spritt drauf tun und wenn sich der Indikatorstreifen verfärbt ist zu viel wasser im spritt.


ich weiß das es die Von schell gibt(hatte mal welche von Tankwart(Flughafen)Bekommen)aber ich weiß nicht wo man die her bekommt


Gruß


Jack
Your-Aerial-Pic.de

4

Sonntag, 28. Dezember 2008, 13:08

RE: Wie Wassergehalt in altem Sprit bestimmen ?

Zitat

Original von Markus Riecke
Was kann man dem Sprit gutes tun, damit meine Motoren damit besser laufen ?
...
Gruß
Markus

Hi, ich würde mal sagen: den Nitromethananteil erhöhen. Ab 10 % Gesamtnitro sollte die Laufruhe hergestellt sein, bei sonst optimalen Bedingungen.

Es ist natürlch die Frage, wie sinnvoll es global gesehen ist, teures Nitro in schlechten Sprit zu schütten.

Nur mal laut gedacht: das Wasser wird vom Methanol angezogen. Es verdrängt aber nicht nur den Alkohol, sondern auch das Öl. Mit genug Nitro als Zusatz erreicht man bestimmt ein zündfähiges Gemisch, aber die Schmierwirkung des Öls, egal ob synth. oder Rhizinus, ist bestimmt auch nicht mehr optimal, weil einfach weniger Öl im Gemisch vorhanden ist. Lebensdauerrekorde wird man mit solchen "aufgepritzten" Treibstoffen glaub ich nicht erzielen.

Somit bleibt Deine Frage berechtigt: wieviel Wasser ist denn nun drin ?? Bin auf die Lösung neugierig. Die von Black-Jack erwähnten Tabletten (vom Shell-Tanwart) haben den Nachteil, dass sich das "zuviel" auf Benzin bezieht, und nicht auf die Verwendung als Methanol-basierter Sprit.

Leise meldet sich mein Langzeitspeicher: Kupfersulfat aus dem Chemiekasten ?!?. Weist zumindest Wasser nach. Wer hat noch solche Streifen ??
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
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Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »greenx« (28. Dezember 2008, 13:19)


Flugtrottel

RCLine User

Wohnort: Ruhpolding

Beruf: Schüler

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5

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:43

nur mal so ne beklopte idee( ich würde es auf garkeinen fall probieren aber nur so theoretisch):
man könnte den sprit doch einkochen, den wasser verdunstet und andere bestandteile bleiben über
(ich bin nicht schuld wenn da etwas passiert )
auf diese idee bin ich gekommen wie ich mit meinem Vater über unser Meerwasseraquarium geredet habe (es verdunnstet ja immer so viel Wasser,aber das Salz verdunnstet nicht (da es ein Minneral ist))

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flugtrottel« (28. Dezember 2008, 16:44)


Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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6

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:49

Zitat

Original von Flugtrottel
nur mal so ne beklopte idee( ich würde es auf garkeinen fall probieren aber nur so theoretisch):
man könnte den sprit doch einkochen, den wasser verdunstet und andere bestandteile bleiben über
(ich bin nicht schuld wenn da etwas passiert )
auf diese idee bin ich gekommen wie ich mit meinem Vater über unser Meerwasseraquarium geredet habe (es verdunnstet ja immer so viel Wasser,aber das Salz verdunnstet nicht (da es ein Minneral ist))


Nur das Wasser den höheren Siedepunkt hat, das Öl einen noch höheren, Nitromethan fast den gleichen...

Was ist mit elektrischer Leitfähigkeit?
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (28. Dezember 2008, 16:50)


Flugtrottel

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Wohnort: Ruhpolding

Beruf: Schüler

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7

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:52

elektroniktommi, haste recht, wäre halt doch gut gewesesn wenn man im Phisikunterricht etwas mehr aufgepasst hätte :dumm:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flugtrottel« (28. Dezember 2008, 16:53)


haschenk

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Beruf: Dipl. Ing.

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8

Sonntag, 28. Dezember 2008, 17:33

Hallo,

ich meine, daß man das Problem am besten über die Bestimmung der Dichte löst.
Dazu gibt es für Flüssigkeiten die sog. Senkwaage ("Aräometer"). Wer die nicht kennt (damals krank gewesen, als sie im Physikunterricht behandelt wurde...), kann sich bei Google und/oder Wikipedia schlau machen.

Im Prinzip müsste es auch mit Messzylinder und Präzisionswaage gehen, aber dazu müsste ich erst mal eine kleine Fehlerrechnung (ob´s genau genug werden kann) machen, und das mag ich jetzt nicht.


Gruß,
Helmut

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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9

Sonntag, 28. Dezember 2008, 19:03

Ich hatte auch schon daran gedacht, doch durch unterschiedliche Öl und Nitromethangehalte sowie verschiedene Ölsorten (Rizinusöl ist das schwerste Öl) muss man erst rechnen, welche Dichte der Sprit haben darf.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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Chilikakaoexperte

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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10

Sonntag, 28. Dezember 2008, 19:17

Hallo,

die Idee mit der Leitfähigkeit wird kaum funktionieren. Das Methanol nimmt aus der Umgebung nur reines H2O auf, und das ist nicht leitend.

Das o.e., der Senkwaage zugrundeliegende archimedische Prinzip lässt sich auch anders anwenden:
Wenn man einen "Probekörper" (z.B. aus Alu) in verschiedene Flüssigkeiten eintaucht (Wasser, Methanol, Öl, Gemisch) und ihn dabei wiegt, dann wird man ein unterschiedliches Gewicht feststellen: Es ist um den unterschiedlichen Auftrieb in den verschiedenen Flüssigkeiten geringer; und daraus kann man jetzt die Dichte der Flüssigkeit(en) berechnen. Ist das so schwierig ?

Archimedes hat auf diese Weise festgestellt, ob eine ihm zur Prüfung übergebene goldene Krone wirklich aus reinem Gold ist (der Gewichtsverlust ist bei reinem Gold anders als bei falschem oder legiertem Gold). Die Idee soll ihm der Sage nach beim Baden gekommen sein.

Wenn man den "Probekörper" so wählt, daß er nicht ganz eintaucht (sondern schwimmt) und dann noch trickreich so ausbildet, daß sich die Eintauchtiefe bei unterschiedlichen Flüssigkeitsdichten stark ändert und man das auf einer Skala ablesen kann, dann ensteht daraus die Senkwaage...

Ende der Vorlesung zu angewandter Physik.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (28. Dezember 2008, 19:31)


11

Sonntag, 28. Dezember 2008, 20:21

Lieber Markus, ich fürchte es bleibt Dir nur das Experiment. In jedem Fall wird eine Wägung nur ungenaue Ergebnisse bringen, weil die üblichen Waagen eben nicht so präzise sind. Speziell bei Deinen 10 Litern fertigen Sprit ist auch die Zusammensetzung unklar.

Bei altem Treibstoffgemisch sollte bedacht werden, dass alle darin enthaltenen Zutaten mehr oder weniger einem Zersetzungsprozess ausgesetzt sind. Nicht nur der Wassergehalt beeinflusst die Leistung, auch der Grad der Zersetzung des Öles und des Nitromethans.

Ich habe aber auch von 10 Jahre altem Sprit gehört, der gut verschlossen war und gut gelaufen ist. Also versuchen.

Selbst wenn man durch Abwiegen einen ungefähren Wassergehalt in Deinem Sprit feststellen könnte, so wäre die Schlussfolgerung auf die Auswirkung im Betrieb ein Ratespiel. Versuchs einfach.

edit: tipo, schrecklich...
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

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haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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12

Sonntag, 28. Dezember 2008, 20:58

Hi,

bei den 10 l fertigen Sprit sehe ich auch keine Chance, halt probieren...

Bei den 40 l Methanol schon eher; hängt davon ab, zu einer Präzisionswaage Zugang zu haben. Sowas gibt´s nicht nur in Apotheken, sondern z.B. in Firmen als Zählwaagen (die immer auch absolut wiegen können). Man müsste sich nur eine geeignete Anordnung überlegen.
Durch definiertes Zusetzen von Wasser zu garantiert reinem Methanol könnte man die Waage bzw. die Senkwaage sogar "kalibrieren", sodaß man nicht mehr absolut messen muß.

Gruß,
Helmut

Flugtrottel

RCLine User

Wohnort: Ruhpolding

Beruf: Schüler

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13

Montag, 29. Dezember 2008, 11:25

ja das mit dem 10 jahre altem sprit stimmt haben wir (also mein papa und ich) auch schon gemacht. sprit war was von graupner ich glaube hatte 10% nitro.
roch halt nicht mehr so intensiv aber sonst hatten wir keine veränderung feststellen können.
lg simon

Stuntman

RCLine User

Wohnort: Graz/Österreich

Beruf: Student

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14

Montag, 29. Dezember 2008, 13:50

Das mit der Waage.. hm ja, schön und gut aber man hat ja ein Gemisch mehrerer Flüssigkeiten. Die Gewichte von alten und neuen Sprit messen und dann daraus den Wassergehalt bestimmen... auch nicht gerade berühmt.

Mein Vorschlag wäre Aussalzen:

Sagen wir mal 10ml Sprit. Dann gepulvertes Kaliumcarbonat (ca. 2,5g)dazu geben und gut umrühren. Das ganze stehen lassen. Es werden sich 2 Schichten bilden. Die untere ist Wasser die obere sollte der Sprit. Dann Menge der unteren Schicht mal 10 ist %-Anteil des Wassers :heart:

Just my idea

Gruß
Patrik
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