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1

Sonntag, 15. Februar 2009, 11:58

Strömungsabriss - und jetzt? Abfangen! Aber wie?

Hallo Zusammen!

eine kurze Frage die ich mir aufgrund fehlender Erfahrung nicht selbst beantworten kann:

Ausgangssituation:
Pilot: Einsteiger, Piper endlos geflogen alles prima, Wind kein Thema alles im Griff
Modell: Umstieg auf Kunstlieger: Schaumwaffel SU-31 mit 90cm Spannweite

Was iss passiert:
Rumgekurvt - alles gut - sehr mäßiges Tempo um das Glück nicht zu sehr zu strapazieren. Kurve mit ordentlich Quer eingeleitet.....vermutlich zu langsam....Flieger kippt über Fläche weg in Sturzflug...Resthöhe ca. 30m...Kiste nimmt im Sturzflug rasant Fahrt auf...Höhe voll gezogen....nix....dann der Acker.

Frage:
Strömungsabriss klar. Zu Langsam in die Kurve mit zuviel Querruder. Aber: Warum reagiert die Kiste nach Fahrtaufnahme im Sturzflug nicht mehr auf Höhe. Ich dachte sobald wieder ein bisschen Fahrt da ist reagiert alles wieder....Oder wie ist das nach Strömungsabriss?

Irgendwelche Tips? Danke!

PS: Sichtung im Acker ergab: Höhe noch immer voll gezogen -> Funke war wohl ok.

2

Sonntag, 15. Februar 2009, 12:02

RE: Strömungsabriss - und jetzt? Abfangen! Aber wie?

wenn man das HR die ganze zeit zieht, kommt man da nimmer raus, wenn das Modell abreist das HR loslassen, vielleicht mit QR/SR etwas gehenhalten und warten, bis Fahr da ist, dann kann man lngsam mit dem HR abfangen
Fliegergruß Christian

[SIZE=4]suche: VPP Blätter System SFW [/SIZE]

Fabian.Je

RCLine User

Wohnort: Tirol

Beruf: Schüler

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3

Sonntag, 15. Februar 2009, 12:03

Vllt. gabs dort in dem Moment eine Funkstörung... Fliegst du 35mHz?

Oder es kam in die Richtung gerade eine Windböe...

Waren die Bowdenzüge in Ordnung?

??? ???

mfg Fabian
[align=middle]Weniger ist mehr - Ohne Bürsten gehts viel besser! :evil:



www.msc-ausserfernerfalke.at

Futaba T10C[/align]

Modellbauknaller

RCLine User

Wohnort: Bensheim / Bergstrasse

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4

Sonntag, 15. Februar 2009, 12:04

hey,
im Prinzip war die Reaktion schon richtig wie ich meine.
Ich schätze, Du hättest das Höhenruder nicht voll ziehen dürfen und vorallem muss man es langsam ziehen! Beim schlagartigen ZIEHEN AUF VOLL HÖHE wird sicher wieder die Strömung abgerissen sein.

Gruss
Alex

5

Sonntag, 15. Februar 2009, 12:23

...Bodenzüge waren in Ordnung.
Ich vermute, dass ich habe vor Schreck direkt Höhe voll gezogen und gehalten habe.
Ja, 35mhz - ich war aber sehr nah am Sender - und Pilotenfehler scheint mir wahrscheinlicher als Funke-Störung.

6

Sonntag, 15. Februar 2009, 12:40

Kling alles nach Strömungsabriss. Hatt mich seinerzeit mal eine Verbrenner Cap gekostet. Habe bei Modellen wo das brenzlig ist, die Ausschlagsgrößen auf einen Schalter gelegt. Beim Einfliegen teste ich den HR Ausschlag aus bis wo ich auch in einer Schrecksekunde voll ziehen kann, ohne das die Strömung abreist. Wenn benötigt werden die großen Ausschläge zugeschaltet. Alles Gewöhnungssache.

7

Sonntag, 15. Februar 2009, 12:54

wenn die höhe ausreichend ist, hilft es auch gas zu geben. dann liegt meistens wieder strömung an, natürlich nicht hr durchziehen dabei.

war die höhe nicht ausreichend, maximiert man allerdings den schaden

gruss
jörg
dies ist keine signatur

8

Sonntag, 15. Februar 2009, 13:35

Hallo !

Richtig wäre gewesen:

HR nachdrücken => Fahrt aufnehmen => "leicht" (!!!) ziehen ... :D :tongue: :D

[SIZE=3]1 [/SIZE] Handbreit unter dem Modell hätte genügt :w :D :w

LG

Bernhard

.

a.schauder

RCLine User

Wohnort: Etwas ausserhalb von Braunschweig

Beruf: Fachinformatiker Azubi, Bereich Systemintegration und Administration

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9

Sonntag, 15. Februar 2009, 14:19

Nen guter Freund hat letztens seine Xtra wegen Strömungsabriss verloren der konnte nichts mehr machen ;( schönes ding war das ( Extra 300 Leki )
RAPTOR X-TREME
Bei Interesse Email oder PN an mich!
Schaut mal rein ;)
Der Heliblog

jfbaumi

RCLine User

Wohnort: D-67354 Römerberg

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10

Sonntag, 15. Februar 2009, 14:21

Hi weyervalley,

so klar sind mir die Ausführungen jetzt nicht, darum muß ich jetzt mal nachfragen.

Zitat

Kiste nimmt im Sturzflug rasant Fahrt auf...

Der Flieger ist nicht getrudelt sondern einfach senkrecht gefallen?

Zitat

Höhe voll gezogen....nix....dann der Acker.

OK, was bedeutet das " nix " ? Flieger ist weiter senkrecht gefallen, oder das Trudeln konnte nicht beendet werden, oder nächster Abriss?
Gruß Jürgen
jbsseiten

Quattro28

RCLine Neu User

Wohnort: Wolfsburg

Beruf: Elektroniker

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11

Sonntag, 15. Februar 2009, 16:10

Hallo,

kann es auch sein das er einfach im Sturzflug zu schnell geworden ist und das HR es bei der Geschwindigkeit nicht ,mehr geschafft hat den Flieger wieder hochzudrücken?

Wir hatten letztes Jahr auch mal so ein"Erlebnis" Sind mit dem Easystar von MPX geflogen, ein freund von mir meinte er müssen mal den Flieger an seine grenzen bringen. :wall: :wall:

Resultat Akku steckt gut 5 cm tief im Acker, Flieger war totalschaden. :wall: :wall:

Aber er hat mir den schaden ersetzt und dann hatte ich mein EasyGlider :D


Naja nun konnte ich mir das nur so erklären, da es (bin mir ziemlich sicher) nicht an der Elektrik lag und der Flieger einfach zu schnell war.
Walkera
Lama V4
EasyGlider Electric

BlackJack

RCLine User

Wohnort: d-41236 Mönchengladbach D-52064 Aachen

Beruf: Student

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12

Sonntag, 15. Februar 2009, 16:29

aber nicht bei ES da müsste schon ein mächtig Brutaler BL rein um den in geschwindigkeitsbreiche zu bringen das, dass hönenruder zurückgedrückt wird.


Gruß

Jack
Your-Aerial-Pic.de

13

Sonntag, 15. Februar 2009, 22:52

Hallo,

hatte mit einer 2,3m Husky das gleiche Problem.
Schön im Schrittempo mit Klappen über den Platz dann langsam gestiegen und Klappen rein. Das klappte auch noch aber bei der ersten Kurve fing die Maschine schlagartig an zu trudeln. Da mit das noch nie so passiert war habe ich aus schreck das Höhenruder bis zum Einschlag gezogen :-(

Naja ist mein erster Hochdecker, davor bin ich nur Kunstflieger geflogen z.B eine Funtana, bei dieser kann man das Höhenruder ohne Probleme voll durchziehen ohne jemals in eine kritische Situation zu kommen.

Nach dem Wiederaufbau war ich durch gespräche mit älteren Mitglieder schlauer.
Also etwas höher geflogen und den Strömungsabriss wieder provoziert.

Rettung der Maschine :
Alle knüppel erst einmal loslassen bis das Modell wieder Geschwindigleit aufgenommen hat, dann mit dem Seitenruder das Trudeln ausleiten und dann langsam höhe geben.

Gruss,
Michael

Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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14

Montag, 16. Februar 2009, 01:06

Hallöchen,

wie ein Modell auf den Strömungsabriss reagiert, ist grundsätzlich sehr unterschiedlich.

Zitat

Modell: Umstieg auf Kunstlieger: Schaumwaffel SU-31 mit 90cm Spannweite


Hier kommt's meiner Meinung stark auf zwei Dinge an:

- wie hoch war das Abfluggewicht und damit die Flächenbelastung?
Je höher das Gewicht, desto eher und drastischer der Strömungsabriss am Flügel. Auch das wieder-Einfangen ist bei höherer Masse deutlich schwieriger und dauert einfach etwas länger.
Auch scheinbar leichte Schaumwaffeln können (zu) schwer ausgestattet sein und brauchen dann nun einmal eine gewisse Grundgeschwindigkeit.

- wie groß waren die Ruderausschläge?
Bei Kunstflugmodellen neigt man ja dazu, für wilde Manöver große Ausschläge einzubauen. Auch wenn diese mit der EXPO-Funktion um die Neutrallage beruhigt werden, so wird die Situation bei einem panischen Vollausschlag-Rettungsversuch im Gegenteil noch verschlimmert.
Hierbei kann sogar die Strömung am Leitwerk abreissen, woraufhin dann gar nichts mehr geht.

Die Lösungen wurden schon genannt:
- keinesfalls Höhe gezogen halten!
- Fahrt gewinnen lassen (ruhig mal Gas geben, auch wenn die Angstreaktion häufig "Gas raus" ist!)
- mit geringen Ruderausschlägen wieder in die Normalfluglage steuern


Mit etwas Pech war die Flughöhe zu gering, dann hatte man halt keine Chance. So ist das eben..


Herzlichst
Hilmar.

Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online: www.lange-flugzeit.de
Flugvideos, Bautipps und mehr: Youtube-Kanal

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hilmar« (16. Februar 2009, 01:08)


15

Montag, 16. Februar 2009, 09:33

Zitat

Original von Hilmar
Hallöchen,

wie ein Modell auf den Strömungsabriss reagiert, ist grundsätzlich sehr unterschiedlich.

Grundsätzlich NICHT. Sie reagieren alle mit einem Höhenverlust. Es gibt ganz wenige Modelle die freiwillig in ein stationäres Trudeln verfallen, das muss man meist einsteuern und aussteuern. Wie dem auch sei: in Deiner Fallbeschreibung ist es gar nicht sicher, ob jemals ein Strömungsabriss vorlag, oder ob die Funkverbindung oder eine strukturelle Panne der Grund war.

Egal was vorher war: hat das Modell durch Struzflug wieder genügend Fahrt ( und bei deinem Shocky braucht es nicht viel), dann fliegt es so wie vorher. Das Modell vergisst sofort , dass ein Strömungsabriss jemals vorlag. Alles was vorher ging, geht jetzt wieder genau gleich.

Zitat


Hierbei kann sogar die Strömung am Leitwerk abreissen
.

Das stimmt, kann aber in jeder Fluglage passieren, wenn die Höhenruderausschläge zu groß sind, bzw. zu stark gezogen wird. Strömungsabriss am Höhenruder wird im Modellflug oft nicht erkannt oder nicht richtig interpretiert. Mit einem eingeflogenen, stabilen Modell kann man das in sicherer Höhe herbeiführen, wenn man den Höhenrüderausschlag vor der Übung sehr groß wählt. Das sieht so aus:

Vorbeiflug horzontal mit ausreichend Speed. Höhenruder abrupt durchziehen. Gewünschtes Resultat: der Flieger nimmt ganz kurz die Nase ein wenig nach oben (Reaktion auf den Ruderausschlag VOR dem Abriss), dann geht er in einen flachen Bahnneigungsflug über, in dem das Höheneruder wirkungslos bleibt, solange es gezogen wird. Stellt man das Höhenruder neutral, liegt sofort wieder Strömung an. Macht der Flieger anstelle dessen einen Looping, ist der Ruderausschlag für diese Übung zu gering eingestellt, der Abriss findet nicht statt (was gut ist) .

Der flache Bahnneigungsflug kommt daher, dass durch den Strömungsabriss die stabilisierende Wirkung des gesamten Höhenleitwerks aufgehoben wird, die Tragfläche ist also in dieser Phase mit dem Schwerpunkt alleine, und der zieht den Flieger "Nase runter".

Bleibt während des Bahnneigungsfluges das Höhenruder gezogen, kommt es unweigerlich zum Absturz mit hoher Geschwindigkeit = großer Schaden.

Bei Shockys passiert das alles sehr schnell, vom Design her tritt ein Strömungsabiss meist abrupt auf, wenn man generell auf Absturzaursache Strömungsabriss tippt, liegt man wahrscheinlich zu 90 % richtig.

Aber gerade bei Shockys sieht man auch extreme Höhenruderausschläge und große Ruderflächen, was den Verdacht nahe legt, dass es von Anfang an ein Höhenruderabriss war, der den Strurzflug eingeleitet hat, und beim nächsten Durchziehen (also beim Abfangversuch) eben gleich wieder.

Also: Ausschlag verkleinern, und wenn geht graduell ziehen, und nicht abrupt.
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

ZaphodB

RCLine User

Wohnort: D-Oldenburg

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16

Montag, 16. Februar 2009, 15:17

Zitat

Original von Fabian.Je
Vllt. gabs dort in dem Moment eine Funkstörung... Fliegst du 35mHz?



Was hat das mit 35 MHz zu tun??

Fabian.Je

RCLine User

Wohnort: Tirol

Beruf: Schüler

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17

Montag, 16. Februar 2009, 17:38

Naja, eine Störung kann bei 35 MHz schon mal vorkommen, bei 2G4 wohl eher unwahrscheinlich.

mfg Fabian
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www.msc-ausserfernerfalke.at

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Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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18

Montag, 16. Februar 2009, 19:25

RE: Strömungsabriss - und jetzt? Abfangen! Aber wie?

Zitat

Original von weyervalley

Modell: Umstieg auf Kunstlieger: Schaumwaffel SU-31 mit 90cm Spannweite


Hier wurde nur der Begriff Schaumwaffel verwendet, nicht aber von einem Shockflyer gesprochen.
Ich ging dabei gar nicht von einem Shocky aus, denn der reagiert nicht sonderlich kritisch auf überzogene Flugmanöver. Ich denke vielmehr, dass es sich um ein Modell mit Vollprofil handelt - aber da kann uns nur weyervalley aufklären.

Zitat

Original von greenx

Zitat

Original von Hilmar
Hallöchen,

wie ein Modell auf den Strömungsabriss reagiert, ist grundsätzlich sehr unterschiedlich.

Grundsätzlich NICHT. Sie reagieren alle mit einem Höhenverlust.


Logisch.
Die Frage ist nur, was während des Höhenverlustes passiert.
Schlagartiges Eindrehen? Abkippen? Oder hätte man Warnsignale erkennen können (Schwammiges Reaktionsverhalten auf dem Querruder)?

Manche Modelle sind da bekanntermaßen sehr kritisch und reißen schlagartig ab, und manche kann man mit gezogenem Höhenruder noch eine ganze Weile auf Kurs halten.

Herzlichst
Hilmar.
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19

Dienstag, 17. Februar 2009, 09:00

Zunächst vielen Dank für die zahlreichen Stellungnahmen zu meinem "Flugunfall". Die überwiegende Mehrheit deutet meine Beschreibung als Absturz aufgrund:

Störumungsabriß bei zu geringer Flughöhe.

Weil es in den Diskussionen aufkam:
1) Expo und DR waren drin, ob der HR-Ausschlag letztlich zu groß war kann ich nicht sagen - habe ich zuvor nicht im Flug getestet.
2) Es war kein Shocky, ganz normales Vollprofil. Modell ca. 580 gramm Fluggewicht bei 90 cm Spannweite
3) Es gab nach dem "Abschmieren" keine Pumpbewegung

Ich hätte auch gedacht, dass nach Fahrtaufnahme die Störumung umgehend wieder anliegt, aber vermutlich war das permanent voll gezogene HR hier nicht hilfreich. Funkestörung nicht ganz ausgeschlossen, ich glaub aber nicht dran (Kombi ist eine MX16s mit R16Scan)

jfbaumi

RCLine User

Wohnort: D-67354 Römerberg

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20

Dienstag, 17. Februar 2009, 09:48

Zitat

vermutlich war das permanent voll gezogene HR hier nicht hilfreich.

OK, dass wars.
Gruß Jürgen
jbsseiten