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viperchannel

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1

Freitag, 20. März 2009, 22:44

Frage zu den Landeklappenscharnieren

Ich hab ein Problem. Eigentlich dachte ich das sei einfach, ist es aber anscheinend nicht. Denn selbst in den Fachzeitschriften sieht man auf jeder Seite eine Methode, wie diese Scharniere angebaut sind.

Vielleicht machts keinen unterschied oder keiner kapiert, wie die funktionieren.

Es geht darum:

Ich habe diese Scharniere, wie auf dem Bild und habe in eine Fläche Landeklappen eingebaut und verkastelt. Die Ruder sind nicht Angewinkelt (also sie haben keinen Spalt, wenn sie auf Nullstellung sind, nicht so, wie bei den Querrudern)

Ich will, dass die Klappen nur nach unten klappen.

Wie rum muss ich die Scharniere montieren? Das größere oder das Kleinere Teil an das Ruder?

Wo muss die Drehachse sein? Auf höhe des Spalts? Falls ja, wiso sind dann die Scharniere so "versetzt" aufgebaut? Irgend einen Sinn muss das ja haben. Ansonsten könnte man die ja auch Symetrisch aufbauen.

Ich war der Meinung, dass das größere Teil ans Ruder kommt und die Drehachse auf einer Linie mit dem Spalt liegen sollte.

Diese Methode habe ich auch auf den meisten Bildern gefunden. Aber wie gesagt, andauernd wirds anderst gemacht, ich frag mich wirklich, was am sinnvollsten ist.
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  • IMG_2153.jpg
Gruß Frank!

2

Freitag, 20. März 2009, 23:55

ich dachte immer, dass das kurze an das ruder komm und der drehpunkt dezentral liegt.

jetzt bin ich mal auf die weiteren antworten gespannt. denn ich sitze bald vor dem gleichen problem.
...und ich sag noch zu mir: "das ist total dumm, was du da gerade machst!" :D

Baumgart

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3

Samstag, 21. März 2009, 11:12

RE: Frage zu den Landeklappenscharnieren

Das kurze Teil kommtauf die Fläche, mit dem Rand der Endleiste abschließend.
Habe ich auch auf meiner Jodel. Funzt sehr gut.
Tobmax

4

Samstag, 21. März 2009, 11:59

RE: Frage zu den Landeklappenscharnieren

Zitat

Original von Baumgart
Das kurze Teil kommtauf die Fläche, mit dem Rand der Endleiste abschließend.
Habe ich auch auf meiner Jodel. Funzt sehr gut.
Tobmax


genau so ist es richtig.
........
:O Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber nur die 2. Maus kriegt den Käse ! :O

Paul H.

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5

Samstag, 21. März 2009, 20:41

RE: Frage zu den Landeklappenscharnieren

Zitat

Das kurze Teil kommtauf die Fläche, mit dem Rand der Endleiste abschließend.
Habe ich auch auf meiner Jodel. Funzt sehr gut.
Tobmax


Mag sein dass das gut und zufriedenstellend funktioniert, aber es ist genau andersrum gedacht.

Zumindest wenn die Geometrie der Klappen stimmt soll sich beim Ausfahren ein sich verengender Spalt ergeben, der beschleunigte Luft über die Klappe bläst.

Klar funktioniert es auch andersrum, irgendwie, und wenn man auf diesen Effekt nicht angewiesen ist sicher auch gar nicht so schlecht, es entsteht auch ein Spalt, das hat dann aber mehr ne Beruhigung der ablösenden Strömung zur Folge, nicht so sehr Auftriebserhöhung. Was Wirbel und Widerstand verursacht fühlt sich en nem Modellflieger oft recht gut an, ich mag deshalb Spreizklappen....

So wär's im Sinne des Erfinders:





:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
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viperchannel

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6

Samstag, 21. März 2009, 20:48

Dann bin ich ja beruhigt, dann ist meine Frage wohl doch nicht so dämlich, wie ich dachte.... weiter vorschläge/anregungen/begründungen? Ich bin schon am Fläche bebügeln ;-)
Gruß Frank!

Paul H.

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7

Samstag, 21. März 2009, 21:14

Nun, wenn die Klappen wirklich als Spaltklappen arbeiten sollen ist's so wie auf den Bildern richtig. Dazu muss aber auch die Geometrie von Klappennase und Flügelabschluss passen.

Sieht dann etwa so aus:
http://www.docthrock.com/Wings_files/FlapTESet.JPG

Ist das nicht der Fall werden die Klappen auch funktionieren, aber nicht nach diesem Prinzip, sondern als einfache Klappen mit einem Spalt - der die auftriebserhöhende Wirkung reduziert, dafür aber imho ein insgesamt "runderes" Handling als eine ganz einfache Klappe ohne Spalt bringt. Funktioniert auch, aber da ist es dann ziemlich wurscht wie rum die Scharniere einbaust, die Strömung durch den Spalt ist in dem Fall sowieso irgendwas, und nicht das was man eigentlich Spaltklappe nennt.

Wie die Vorredner gesagt haben: Das kann auch gut funktionieren. Und eine nicht korrekt ausgelegte Spaltklappe mit nur nach hintem versetzem Drehpunkt wird auch nicht besser/schlechter sein.

Was nun das Optimum für einen Flieger ist hängt auch vom Flieger ab, denke ich, maximaler Auftriebsgewinn ist nicht immer alles (ich mag z.b. Spreizklappen)

:w Paul
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8

Dienstag, 24. März 2009, 12:49

Würde es so gehen?
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Gruß Frank!

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9

Dienstag, 24. März 2009, 12:49

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Gruß Frank!

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Dienstag, 24. März 2009, 12:50

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Dienstag, 24. März 2009, 12:50

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Dienstag, 24. März 2009, 12:50

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13

Dienstag, 24. März 2009, 12:51

So gesehen ist das auch das Einzige, was Sinn macht! Denn das Scharnier hat ja nur diese Form um die Drehachse zu versetzten.
Gruß Frank!

Paul H.

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14

Dienstag, 24. März 2009, 13:44

Nuja, ich denke in dem Fall ist es ziemlich egal - die Form des Spalts passt überhaupt nicht um wirklich als Spaltklappe zu funktionieren, es müsste so gestaltet sein dass sich ein verengender Spalt ergibt, nicht wie hier ein stark auseinanderklaffender quer zur Strömungsrichtung, d.h. auch wenn die Drehachse genau unter dem Spalt ist wird es nicht wesentlich anders funktionieren.

Imho kann es sein dass sich so der max. Auftrieb etwas verringert (die Luftumlenkung ist ja nicht so effizient da viel durch den Spalt pfeift), ob's etwas bringt - keine Ahnung, vielleicht wirkt der Megaspalt bei starken Ausschlägen wie die Löcher in Spreizklaoppen, aber rein optisch würde ich eher eine Scharnierposition wählen bei der der Spalt kleiner bleibt.

:w Paul
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15

Dienstag, 24. März 2009, 14:36

Das Ganze soll sowiso mehr als Bremse wirklen, als um den Auftrieb zu erhöhen. Ich will eine möglichst kurze Landestrecke erreichen, also aus großer höhe sinken und dabei nach Möglichkeit Geschwindigkeit abbauen.
Gruß Frank!

16

Dienstag, 24. März 2009, 15:51

bei allen von Paul gezeigten klappen ist auf der flächenoberseite eine abdeckung unter der sich die klappe nach hinten dreht und in geöffnetem / ausgefahrenen zustand den spalt oben abdeckt un damit einen druchausgleich zwischen oben und unten verhindert und somit auftrieb und bremswirkung erzeugt


Franks klappen bremsen nur (erinnert mich an die Lo 100)

okay nur ...... das kann blöd werden weil zur abnehmenden geschwindigkeit (durchs bremsen) die deutliche abnahme des auftriebes schädlich hinzu kommt

landeklappen sollen bremsen und auftrieb bei niedrigerer geschwindigkeit garantieren

wenn dein flugzeug mit einer derartigen konstruktion als bremse und auftriebsvernichter gut zu landen ist ist die landeklappe nicht zweckmäßig sondern nur noch fehlerträchtiges spielzeug


richtig ist spalt verengung und ausfahren nach unten oder spaltabdeckung und ausfahren nach unten, bei solchen konstruktionen ist die nase der klappe immer rund und bewegt sich beim ausschlagen nach oben und läuft dort in einer hohlkehle

ideal wäre nach hinten spaltfrei rausfahren und gleichzeitig nach unten, das ist dann bremsen und gleichzeitig projezierte und auftriebserzeugende fläche vergrößern um bei niedrigerer geschwindigkeit mehr auftrieb zu haben und langsamer zu landen, so machen das verkehrsflugzeuge

Frank wenn du diese klappen verwenden möchtest und an der nasenleiste der klappen und an der endleiste des flügels nichts mehr ändern möchtes dann bist du besser bedient wenn du normale ruderscharniere deutlich ausserhalb der mitte der klappendicke / endleiste richtung unterseite der fläche montierst, dann klappt die klappe nach unten ohne einen spalt zu öffnen, du öffnest zwar die oberseite, aber die unterseite wird geschlossen bis die klappe anstößt, eine druckausgleich findet nicht statt, gut ist

das was auf deinen bildern zu sehen ist ist eine bremsklappe (ein scheunentor das sich unterhalb der fläche gegen den luftstrom stemmt) ähnlich Lo 100 und keinesfalls eine landeklappe, Schemp Hirth klappen sind auch nur in landläufiger meinung landeklappen in wirklichkeit sind es auftriebsvernichter und bremsen
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Controller« (24. März 2009, 15:59)


Paul H.

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17

Dienstag, 24. März 2009, 16:00

Das bei den Verkehrsflugzeugen wären dann Fowlerklappen.

Ich denke dass es zum Bremsen gut funktionieren wird, und es wird garantiert mehr Auftrieb erzeugt als ohne Klappen.

Meine Theorie ist dass das ähnlich wirkt wie Spreizklappen, die Luft die durch den Spalt nach oben bläst sorgt an der Nasenkante der Klappe garantiert für eine Ablösung, d.h,. die Strömung wird auf der Oberseite imho ähnlich aussehen als ob sie dem gedachten Profilverlauf folgen würde, ähnlich wie bei einer Spreizklappe.

Ich mag Spreizklappen, bei meinem Fotoflieger wirken sie prima als Sturzflugbremse (senkrechter Landeanflug möglich ohne viel zu schnell zu werden), aber trotz 200W/kg ist ein Durchstarten mit voll gesetzten Klappen recht haarig.

Das ist jetzt aber etwas extrapolierte Theorie ;)

.w Paul
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viperchannel

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18

Dienstag, 24. März 2009, 18:07

Ich denke kaum, dass ich ein großes auftriebsproblem Bekomme, ist eine Clark-Y Fläche mit 2,3m Spannweite bei ca 9Kilo. Also Auftrieb sollte auch ohne Klappen genug da sein.

Aber trotzdem will ich nicht etwas komplett Sinnloses bauen.

An der Fläche selbst möchte ich nur ungern noch etwas ändern, aber "normale" Scharniere an der Unterseite wären eine Möglichkeit. So hätte ich zumindest unten keinen Spalt.

Der Auftreib wird dadurch auf jeden Fall mehr, das ist ja wie bei den Seglern, wo die Klappen an der Unterkante mit Scharnierband anscharniert sind.


Ich denke, dass macht dann mehr Sinn, oder? Brmesend sollte es sich auch auswirken. Spätestens, wenn sie 90° nach unten stehen^^
Gruß Frank!

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Joachim222

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19

Mittwoch, 25. März 2009, 19:06

Hallo,

das Thema interessiert mich auch gerade sehr! Ich bin dabei für meine DC-6 entsprechende Klappen zu bauen. Ich habe hier mal einen Entwurf gemacht.

Was kann ich da verbessern? Den Drehpunkt möchte ich so nah, wie möglich an die Fläche setzen. Aber wenn er tiefer muss, ist das halt so.

VIELEN DANK!
»Joachim222« hat folgendes Bild angehängt:
  • DC-6-Spaltklappe2.gif
Grüße aus Braunschweig
Alexander

[SIZE=1]Douglas DC-6A Baubericht [/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Joachim222« (25. März 2009, 19:07)