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1

Samstag, 25. April 2009, 18:18

Winkel des Morspantes in Relation zum Höheruder bzw. Tragfläche

Hallo,
ich hoffe ich kann mich verständlich ausdrücken. Ich restauriere einen alten Trainer mit Knickflügel, allerdings hatte der 2 Leisten zur Befestigung eines Getriebemotors, ich will allerdings einen Außenläufer einbauen und brauche daher einen konventionellen Motorspant - also muss ich den neu machen. Meine Frage nun: In welchem Winkel soll der stehen?

Wenn ich den Flieger eben auf den Tisch stelle und die Wasserwage auf die Leisten draufhalte an denen der Getriebemotor befestigt war erhalte ich einen ziemlichen Motorsturz nach unten. Etwas Motorsturz ist ja gewollt, aber der wäre zuviel.

Gibt es eine Faustregel in welchem Winkel der Motorspant sein sollte? Vielleicht in Bezug auf das Höhenrunder oder die Tragfläche wenn ich diese als waagerechten Bezugspunkt nehme?

Ich hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken.
If you can dream it - you can do it

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kawarau« (25. April 2009, 18:18)


der_rote_baron

RCLine User

Wohnort: Dresden

Beruf: Student (Luft- und Raumfahrttechnik)

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2

Samstag, 25. April 2009, 18:29

Hallo,
so eine Faustformel gibt es nicht. Der Motorsturz (und auch der Zug) müssen für jedes Modell, jeden Motor und selbst für jede Luftschraube individuell eingestellt und erflogen werden. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir nur sagen, dass bei relativ kräftigen Motorisierungen ein Winkel von 2...3° halbwegs passt, den Rest musst du erfliegen. Meine Empfehlung lautet, den Spant um etwa 2° gegenüber dem Höhenleitwerk nach unten zu neigen. Dann hast du nach oben wie unten noch Luft, den Sturz mit wenigen Unterlegscheiben o.ä. zu korrigieren.

mfg Der Baron

EDIT: Wie groß ist der aktuelle Sturz überhaupt?
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »der_rote_baron« (25. April 2009, 18:31)


3

Samstag, 25. April 2009, 18:33

Damit ist meine Frage schon zum Teil beantwortet. Ist es also richtig wenn ich das Höhenruder als Referenz nehme bzw. dieses waagerecht liegt und ich dann so den Motorsturz bstimme mit ca. 2 Grad? Die Tragfläche hat dann nichts damit zu tun? Die EWD ist ja schon vorgegeben und hat damals auch gut gepaßt.
If you can dream it - you can do it

der_rote_baron

RCLine User

Wohnort: Dresden

Beruf: Student (Luft- und Raumfahrttechnik)

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4

Samstag, 25. April 2009, 18:41

Nein, die Tragfläche hat damit nichts zu schaffen. Sämtliche Winkel an einem Flugmodell werden am Höhenleitwerk fest gemacht.
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln

Muffe

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5

Sonntag, 26. April 2009, 00:14

Zitat

Original von der_rote_baron
Nein, die Tragfläche hat damit nichts zu schaffen. Sämtliche Winkel an einem Flugmodell werden am Höhenleitwerk fest gemacht.


...seit wann das ?

Nicht umsonst kann man die EWD einerseits dahingehend ändern indem man die Tragfläche ODER andererseits das Höhenleitwerk kippt/ unterlegt.
Also der Mittelwert aus Tragfläche und HLW ergibt das eigentliche Bezugsmaß...
Ich lasse mich da natürlich gerne eines Besseren belehren, aber alle Winkel nur am Höhenleitwerk festzumachen erscheint mir mehr als unlogisch!
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der_rote_baron

RCLine User

Wohnort: Dresden

Beruf: Student (Luft- und Raumfahrttechnik)

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6

Sonntag, 26. April 2009, 01:32

Klar kann man die EWD durch Unterlegen von Fläche oder Höhenleitwerk einstellen, darum heißt es ja EinstellwinkelDIFFERENZ. Interessant ist nur der Unterschied zwischen beiden. Wenn man aber das Höhenleitwerk verändert, ändert man auch die Anstellung die Rumpfes. Der Witz am Höhenleitwerk ist ja, dass sich das ganze Flugzeug in der Luft danach ausrichtet. Deswegen werden alle (und wirklich alle) Winkel am Höhenleitwerk ausgerichtet. Die Tragfläche bzw. EWD hat mit dem Motorsturz rein gar nichts zu tun.

mfg Der Baron
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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7

Sonntag, 26. April 2009, 12:24

Nun, ganz so ist das nicht.

Als Bezugslinie wird i.d.R die Flugzeuglängsachse angenommen, der Flügel hat i.d.R einen positiven Einstellwinkel, das Höhenleitwerk meist einen negativen. Für die Aerodynamik ist natürlich nur die Differenz interessant - aber der Bezug für sämtliche Winkelangaben ist nicht der Winkel des Höhenleitwerks.

Bei der Berechnung fängt man auch beim Flügelanstellwinkel an (nachdem man ne Geschwindigkeit oder Ca annimmt, über Auftriebsverteilung etc. kommt man zum nötigen Winkel) und ermittelt dann wie man das HLW einbauen muss dass das funktioniert.

Und es richtet sich nicht das ganze Flugzeug nach dem Höhenleitwerk aus, sondern es ergibt sich für jede Auslegung ein Gleichgewichtszustand in dem Alle Teile entsprechende Anstellwinkel haben.Eigentlich ist der Einstellwinkel des Flügels direkter mit dem Motorsturz verknüpft als der des HLW - dieser ändert sich ja je nach Trimmlage.

Dass die EWD punkto Motorsturz nicht mitspielt würde ich auch nicht sagen, da fliesst mehr rein als die reine Kompensation des Motormoments um die Querachse - sonst könnte man generell sagen dass die Motorachse möglichst genau durch den Scghwerpunkt zielen soll (was als Faustregel bei konventionellen Ausklegungen aber wunderbar stimmt)

Allerdings wird das HLW manchmal mit 0Grad Einstellwinkel eingebaut - und da ist es dann natürlich das gleiche wie die Flugzeuglängsachse. Ist aber eher ein Spezialfall, und nicht grundsätzlich so.

Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (26. April 2009, 12:38)


8

Sonntag, 26. April 2009, 18:35

Ifch habe mal eine grobe Skizze des Trainers eingefügt. Sie ist nicht maßstabsgetreu. Eingebaut war mal ein Getriebemotor für den der Motorsturz damals paßte. (vielleicht etwas überzeichnet in der Skizze). Damals habe ich mir keine Gedanken über Stuz, EWD..... gemacht, jetzt aber schon.

Als Grundlage für die Winkel habe ich die Rumpfunterseite genommen.
»kawarau« hat folgendes Bild angehängt:
  • Trainer.jpg
If you can dream it - you can do it

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kawarau« (26. April 2009, 18:52)


FBO

RCLine User

Wohnort: Hamburg

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9

Montag, 27. April 2009, 06:51

Wenn ich richtig informiert bin, dann verändert eine Änderung der EWD die Flugeigenschaften enorm :D
Ich würde erstmal mit 2 Grad Motorsturz und Seitenzug anfangen und schauen wies fliegt. Ich denke der Motorsturz wird nicht viel anders sein als mit dem Getriebemotor auch.

10

Montag, 27. April 2009, 09:28

ch habe jetzt mal einen Motorspant eingebaut, aber nich mit ganz soviel Sturz wie damals. Motor liegt auch schon bereit (AXI 2814). Mal sehen was heute nachmittag dabei rauskommt. Über die EWD mach ich mir keine Sorgen, die hat damals auch gepasst. Nur stört mich heute der starke Motorsturz und sind sind sicher mehr als 2 Grad. Deswegen habe ich reduziert. Notfalls trimme ich im Flug nach und ändere den Sturz für den 2. Flug.
If you can dream it - you can do it

D4RK1

RCLine User

Wohnort: Reinheim (Hessen)

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11

Montag, 27. April 2009, 10:00

ich baue meine Motorspanten immer genau waagerecht ein und montiere dann den Motor mit entsprechend Sturz und Seitenzug, so hat man immer den Motorspant als Bezugspunkt... wenn der schon krumm und schief ist, ist die Sache ja eine blöde Messerei bzw. auch Raterei :P
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mein RC+ Blog

12

Montag, 27. April 2009, 10:14

Die Bezugsachse für alle Einstellungen ist immer das Leitwerk!
Die Rumpfachse spielt keine Rolle.
Die EWD ist die Winkeldifferenz zwischen Fläche und Höhenleitwerk.
Der Sturz ist die Winkeldifferenz zwischen Höhenleitwerk und Motorachse in der Vertikalen.
Der Zug ist die Winkeldifferenz zwischen Seitenleitwerk und Motorachse in der Horizontalen.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (27. April 2009, 10:15)


13

Montag, 27. April 2009, 11:15

ich habe jetzt alles zweimal gelesen ..............

ich habe mit aerosave auf den kopp geschüttet damit sich meine haare, die mir nach dem lesen zu berge stehen, wieder legen sollen, tuen sie aber nicht ...........



um sich der kernfrage zu nähern ............... warum und wieviel motorsturz ................. sind erst andere dinge zu verstehen

die rumpfachse seitenlinie oder wie immer ihr dieses ding nennen wollt ist etwas das man notdürftig mit einem lineal auf die seitenansicht gemalt hat, mit aerodynamik hat das nix zu tuen, demnach kann man diese linie im plan oder der seitenansicht einfach ignorrieren um sich dem problem motorsturz zu nähern

bei einem gut getrimmten modell ......................passiert .......... eher folgendes

der flieger wird sich immer mit höhenleitwerk neutral ausrichten in der luft, das bedeutet in der normalfluglage nimmt das höhenleitwerk eine neutrale lage ein und richtet den flieger aus ( so kann man zb mit positiv angestelltem höhenleitwerk (nasenleiste des höhenleitwerk auf dem tisch oder in relation zu einer gedachten linie seiten achse etc. höher als endleiste des höhenleitwerk)beobachten das der flieger eher mit schwanz hoch fliegt, ....man kann also durch die richtige höhenleitwerksmontage dem flieger den schwanz heben, wohlgemerkt immer bei gleicher EWD betrachtet)

schauen wir uns als nächstes mal den flügel an, genauer das profil ..... da der flügel auftrieb liefern soll muß der flügel angestellt werden, und das im verhältnis zum höhenleitwerk ... das heißt dann EWD, stellen wir ihn zu stark an wird der flügel mehr auftrieb liefern als das modellgewicht ist .... der flieger steigt ständig

es gibt jetzt zwei varianten (oder drei) das verhalten zu ändern ..... EWD verringern oder der auftriebskomponente eine kraft entgegen zu setzen ... halt den motorsturz zu vergrößern, (die dritte wäre das profil in eines zu ändern das weniger auftrieb bei gleicher EWD) man erinnere sich bitte ... tieftrimmen verringert nur die EWD


zum eigentlichen problem

ich gehe mal davon aus das dein modell kein symetrisches profil hat, dann wird der flügel auch auftrieb liefern wenn die unterseite oder die profilsehne des flügels in einer linie mit der profilsehne des höhenleitwerkes liegt, mit dem auge betrachtet ist deine EWD null, durch die physikalischen eigenschaften des nicht symetrischen profils wird dieses profil auftrieb liefern, es hat einen nullauftriebswinkel ungleich null, es liefert auftieb bei null anstellung null EWD

beispielhaft ein flügel eines telemaster
selbst wenn der flügel mit seiner unterseite parallel zur unterseite des höhenleitwerk liegt (denkt man hat man EWD null) liefert das system auftrieb der mit zunehmender motorleistung / geschwindigkeit in steigen umgesetzt wird ..... wenn man jetzt in der lage ist den motorsturz zu finden der mit zunehmendem leistungseinsatz also zunehmendem gasgeben durch seine kraftkomponente "nach unten" die auftriebszunahme kompensiert wird dem flieger das steigen abgewöhnt, er bleibt itrotz mehr gas in der normalfluglage, bei langsamem drosseln wird er abgleiten wir ein segler

bei schlagartigen gasgeben wird er nach unten ziehen weil die kraft schneller da ist als die geschwindigkeit (zur auftriebszunahme) wächst, bei schlagartigen drossel aus vollgas wird der flieger sich aufbäumen

wesentliche erkenntnis

motorsturz kann nur helfen und der feinabstimmung dienen, grobe fehlauslegung bezüglich Profilauswahl, EWD, Motor / motorisierung können durch motorsturz nicht wirklich geheilt werden, in erster linie muß die gesamtasulegeung stimmen


Fazit

zur auslegung habe ich von dir noch nix gelesen also Profil, EWD, gewicht Motor / leistung .......

eine pauschale antwort gibt es nicht

vielmehr wirst du schon ein wenig motorsturz brauchen da ja dein motor mit seiner zugachse unterhalb fläche leitwerk leistung in den flieger pumpt und somit seine zugkraft schon eine aufwärts komponete induziert die du kompensieren mußt


empfehlung

variabler motorträger der es erlaubt später nach der erprobung zu ändern, EWD und leistung immer mit im auge behalten, eher leistung reduzoeren als großen motorsturz erzeugen --> erher ausgewogenes flugverhalten suchen als hohe leistung mit ...... dumen eigenschaften
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Controller« (27. April 2009, 11:20)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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14

Montag, 27. April 2009, 23:51

Hallo,

Zitat

Die Bezugsachse für alle Einstellungen ist immer das Leitwerk!
Die Rumpfachse spielt keine Rolle.
....
Der Sturz ist die Winkeldifferenz zwischen Höhenleitwerk und Motorachse in der Vertikalen.


Zitat

der flieger wird sich immer mit höhenleitwerk neutral ausrichten in der luft, das bedeutet in der normalfluglage nimmt das höhenleitwerk eine neutrale lage ein und richtet den flieger aus


NEIN !!!
Es ist so, wie es Paul gesagt hat.
Beim Flugzeug wird immer zuerst eine *Längs-Bezugsrichtung* festgelegt. Diese ist im einfachsten Fall (spindelförmiger Rumpf) die Symmetrieachse, kann aber auch mehr oder weniger davon abweichen
Von dieser Bezugsrichtung aus "leben" ALLE Winkel und vertikalen Maße am Rumpf.

Das Flugzeug "richtet sich" im Flug auch nicht so aus, daß das Hltw. im Flug eine "neutrale" Lage einnimmt. Vielmehr stellt sich *Längsmomenten-Gleichgewicht* um den Schwerpunkt ein. Aus diesem resultieren dann die ANSTELLwinkel von Tragflügel und Hltw. (und das Ca von Tragflügel und Leitwerk und die Fluggeschwindigkeit...). Das Hltw. wird im Flug meistens negativ angeströmt und liefert Abtrieb.

Für das Längsmomenten-Gleichgewicht sind die EWD und die Schwerpunktlage verantwortlich.

Bei der Konstruktion wird der EINSTELLwinkel des Tragflügels zur Längs-Bezugsrichtung so gewählt, daß im wichtigsten und häufigsten vorkommenden Flugzustand (bei Manntragenden ist das der Reiseflug) der Rumpfwiderstand seinen Minimalwert hat.


Leutz,
woher bezieht ihr eigentlich euer Falsch-Wissen, das ihr hier verbreitet ?


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (27. April 2009, 23:55)


15

Dienstag, 28. April 2009, 00:18

Ich habe jetzt den Rumpfboden als Bezugsachse übernommen und nach dieser Längsachse ca. 2 Grad Motursturz eingestellt. Das Höhenleitwerk hatte dabei (ob Zufall oder nicht) einem Winkel von 0 Grad. Der Flug heute nachmittag hat gezeigt dass ich etwas mehr Motorsturz einstellen werde. Der Motor hat ja jetzt auch deutlich mehr Leistung als der alte Getreibeantrieb.
If you can dream it - you can do it

16

Dienstag, 28. April 2009, 09:02

@Helmut und Paul

Die Längsachse des Rumpfes ist nur eine Hilfslinie und spielt überhaupt keine Rolle.
Ansonsten sind die Winkelbeziehungen genau so wie ich es beschrieben habe.
Woher ich mein Wissen beziehe?
Aus der manntragenden Fliegerei und dem Bau von manntragenden Flugzeugen.
Ist zwar schon ein paar Jahre her, aber die Physik ist immer noch gleich geblieben.
Der Artikel bei Wikipedia ist !!!total!!! falsch, da kann Hinz und Kunz seinen Senf reinschreiben. In dem Artikel reiht sich Fehler an Fehler.
http://de.wikipedia.org/wiki/Einstellwinkel
Aber zum Schmunzeln ist er gut.

Hier z.B. ist es richtig beschrieben:
www.mgzh.ch/tipps_1.pdf
http://www-imk.fzk.de/~kouker/flugphysik/ (Die Querachse und die Fluggeschwindigkeit)

Michael
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (28. April 2009, 09:03)


17

Dienstag, 28. April 2009, 10:01

Zitat

Original von haschenk
Hallo,

Zitat

Die Bezugsachse für alle Einstellungen ist immer das Leitwerk!
Die Rumpfachse spielt keine Rolle.
....
Der Sturz ist die Winkeldifferenz zwischen Höhenleitwerk und Motorachse in der Vertikalen.


Zitat

der flieger wird sich immer mit höhenleitwerk neutral ausrichten in der luft, das bedeutet in der normalfluglage nimmt das höhenleitwerk eine neutrale lage ein und richtet den flieger aus


NEIN !!!
Es ist so, wie es Paul gesagt hat.
Beim Flugzeug wird immer zuerst eine *Längs-Bezugsrichtung* festgelegt. Diese ist im einfachsten Fall (spindelförmiger Rumpf) die Symmetrieachse, kann aber auch mehr oder weniger davon abweichen ach was was denn nun? einfach nach gusto?
Von dieser Bezugsrichtung aus "leben" ALLE Winkel und vertikalen Maße am Rumpf. nein, die anderen winkel wie du schreibst die aber relevant sind für die fluglage und das verhalten werden am schluß des spiels relativ zur generisch bestimmtem linie auf dem bauplan angegeben

Das Flugzeug "richtet sich" im Flug auch nicht so aus, daß das Hltw. im Flug eine "neutrale" Lage einnimmt. leider nein
Vielmehr stellt sich *Längsmomenten-Gleichgewicht* um den Schwerpunkt ein. das mit dem längsmoment ausgleich ist schon richtig, das hast du schon richtig verstanden, leider fehlt dir aber die einordnung in de gesamtzusammenhang Aus diesem resultieren dann die ANSTELLwinkel von Tragflügel und Hltw. (und das Ca die fluggeschwindigkeit wir zwar durch die ca beeinflußt, ja aber wohl doch eher durch die cw ...... von Tragflügel und Leitwerk und die Fluggeschwindigkeit...). Das Hltw. wird im Flug meistens negativ angeströmt und liefert Abtrieb. ja das kann sein aber nur wenn dein schwerpunkt nicht stimmt -- das führt im allgemeinen zu starkem unterschneiden mit zunehmender geschwindigkeit, im normalfall hat der flüge die blöde eigenschaft dauernd die nasenleiste heben zu wollen und braucht am ende ein moment das dies verhindert, mit dem höhenleitwerk kannst das verhindern nur muß es dann kräfte aufbauen die den schwanz heben und nicht senken, schwanz heben riecht nach auftrieb des höhenleitwerk zu kompensation

Für das Längsmomenten-Gleichgewicht sind die EWD und die Schwerpunktlage verantwortlich.so einfach ist das leider nicht

Bei der Konstruktion wird der EINSTELLwinkel des Tragflügels zur Längs-Bezugsrichtung so gewählt, daß im wichtigsten und häufigsten vorkommenden Flugzustand (bei Manntragenden ist das der Reiseflug) der Rumpfwiderstand seinen Minimalwert hat.hättest du anstellwinkel geschrieben hätte ich dir fast zugestimmt ...............


Leutz,
woher bezieht ihr eigentlich euer Falsch-Wissen, das ihr hier verbreitet ?


Gruß,
Helmut


liebster Helmut



woher beziehst du dein falsch wissen?

mein falschwissen stammt aus
- studium in Aachen
- über 30 Jahre modellflug
- konstruktion von modellflugzeugen ( hier Speed, RC-1, F3A, F3B)
- baukasten scheiße der anfänger auf dem flugplatz in gang bringen
- baugruppen betreuen und flugzeuge flugfähig machen und flugfähige durch manipulation schlechter machen um erfahrung zu validieren
- wettbewerbserfahrung



und nicht aus wikipedia oder aus einer glaubenslehre



ein beispiel zu deinem "symetrieachse ....."

schau dir die fluglage einer großen manntragenden ASW 24 an

wenn das mit der symetrieachse des rumpfes stimmen würde

- würde gerade sie ASW 24 nicht mit schwanz oben fliegen
- würde den restrumpf hinter der tzragfläche nicht in der wirbeschleppe der rumpfkeule widerstandsarm verstecken können
- -> gerade dieses flugzeug lebt davon das über die stellung des höhenleitwerk zu deiner symetrieachse das heck in der normalfluglage leicht höher liegt als im symetrie fall



aber das ist ein problem mit den internet foren da kann jeder sein halbwissen oder falschwissen ablagen

wenn wir jetzt auf dem modellflugplatz wären würde wir uns verabreden und ich könnte dir durch verändern der winkel an einem flugzeug sehr schön zeigen das die se rumpfachse nur ein strich auf dem bauplan ist den die luft die das flugzeug umgibt nicht kennt ......................
man braucht dazu nur ein flugzeug mit gummibefestigung für fläche und leitwerk, dann unterlegt man fläche und leitwerk bei beibehalten der EWD und fliegt, dann siehst du schön wie sich die fluglage in der luft darstellt und dann erkennst du sehr schnell was auf was wirkt

nimm dir einfach ein balsabrett und baue einen gleiter mit EWD 3° und höhenleitwerk 0° zu deiner aufgemalten linie, dann baust du ein zweite absolut identischen flugzeug nur hier machst du EWD 3° und höhenleitwerk 2° zu deine gedachten linie, damm läßt du beide gleiten und du wirst sehen einer hat den schwanz höher als der andre beim abgleiten

übrigens aus einem balsabrett kann man vier stück bauen

früher so anfang der 70 er jahre war das bei uns eher pflicht im verein da konnte man was lernen als nur etwas zu lesen was man nicht versteht und falsch rausposaunt .............

vielleicht investierst du mal 3 euro und vier stunden dann wird vieles klarer


ihr habt zum teil eine menge glück das euer kram trotzdem fliegt und obwohl euch das fachwissen fehlt
aber die meisten modellflugzeuge fliegen nicht weil der pilot so ein toller hecht ist sondern weil er glück hatte oder jemand anderer die denkarbeit schon geleistet hatte

die liebsten grüße an alle hobby aerodynamiker ....................
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Controller« (28. April 2009, 10:29)


Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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18

Dienstag, 28. April 2009, 10:27

Zitat

Original von Controller

woher beziehst du dein falsch wissen?


Bitte hör auf rumzustänkern ohne was konstruktives beizutragen :angry:

@Micbu: um etwas Rechnen zu können braucht man erstmal eine Bezugsachse. Dann rehnet man welche Momente da an Flügel Rumpf etc. entstehen, daraus errechnet man welche Kraft das Leitwerk je nach Fluglage/Geschwindigkeit erzeugen muss, daraus und aus Grösse, Hebelarm Profil, Streckung etc. errrechnet man den nötigen Anstellwinkel des HLW, und unter Berücksichtigung des Flügelabwindes kommt man jetzt, ganz weit hinten in der Rechnung, auf den Einstellwinkel des HLW.

Es ist wie inmmer in der Mechanik: Bezugssystem wählen, Kraft- und Momentengleichgewichte ermitteln.

In deinen Links ist die Materie zwar gut erklärt und verständlich zusammengefasst, aber ordentlich vereinfacht. Wirklich super Sache für Laien.
Vor allem der erste, obwohl ich da jetzt irgendwie überlesen hab was deine Theorie stützen würde ;).
Der 2. ist noch stärker vereinfacht, und in manchen Punkten nicht so zutreffend, in anderen eher ne Faustregelsammlung, aber auch nicht so schlecht, V-Form ist z.b. ganz brauchbar erklärt.

Ich hab auch auf vielen Bereichen Halbwissen, aber kein Problem mir das einzugestehen wenn ich erkenne dass das alles umfangreicher ist als ich dachte.

Und ja, ein bisserl Ahnung hab ich auch, ist zwar schon ein paar Jährchen her dass ich nen Flieger gerechnet hab, mussten das in der HTL machen, aber alles hab ich noch nicht vergessen.

Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (28. April 2009, 10:31)


19

Dienstag, 28. April 2009, 10:31

liebster Paul
warum pflaumst du mich an?

der satz den du in zusammenhang mit meinem namen zitierst stammt ursprünglich von Helmut

demnach müßtest du ihn maßregeln


oder nimmst du lieber mich als "feindbild"



nur nebenher

kräfte greifen an punkten an nicht an achsen oder linie

zumal die kräfte ja auch nicht wissen wo sie eine linie angreifen sollen :tongue: pflegte der prof zu sagen



vielleicht auch hier mal schlau machen, und falls jemand meint das sei "falsch-wissen" einfach mal dem lebenslauf von martin nacharbeiten und auch mal die erfolge nacharbeiten ....
liebe grüße Harald

alles nur Physik und gesunder Menschenverstand, gehe streng logisch vor .... dann bleibt nur eines übrig, der wirklicher Auslöser deines Problems --- oder wie ein berühmter Detektiv sagte dann bleibt der Täter übrig

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Controller« (28. April 2009, 10:37)


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Dienstag, 28. April 2009, 10:55

@Paul

Die Bezugsachsen sind immer die Profilsehnen des Leitwerkes.
Nichts anderes.

Die Links sollen nur die Sache mit der EWD erklären, den Rest habe ich mir gar nicht durchgelesen.
Der erste Link ist ja nur zum schmunzeln, da alles völlig falsch ist! Wikipedia ist nicht immer eine gute Quelle. Klar, daß das nicht meine Aussage stützt. Habe ich aber auch geschrieben.
Das Richtige (über die EWD) steht in den nächsten beiden Links.


Ansonsten verhält es sich so wie von "Controller" erklärt.
Viele Grüße, Michael