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Samstag, 18. Juli 2009, 19:47

Der Selbstbau einer Schleppkupplung (Part I Schleppmaschine)

Guten Tag,

Unter der Zeichnung ist die Erklärung, und ganz unten Bilder von einem Beispiel bei meinem

Taxi 3 von Graupner



Da wir unsere Schleppkupplungen immer selbst bauen, und in einem anderen Thread eine Frage war wie man eine Schleppkupplung machen sollte, habe ich mir gedacht, dass ich mal eine Anleitung á la Schleppkupplung selber gebaut mache.

Gemacht wirds so:

Auf ne Sperrholzblatte wird die Kupplung freihand (halt ans Modell angpasst von der größe) aufgezeichnet, dann ausgeschnitten.

Danach kommt der Ausschnitt für da, wo das Schleppseil und der Draht für die Kupplung reinkommt ausgeschnitten.

Ist das geschehen, wird mit einem Bohrer ein Loch von unten vorsichtig und auf niedrigster Stufe nach ganz oben gebohrt.

Ist dies geschehen, wird ein Führungsrohr (Metallrohr) in das Loch eingeführt (von oben bis unten, auch da wo das Loch ist wo das Seil angehängt wird.

Jetzt wird mit Dünnflüssigem Sekundenkleber die ganze Schleppkupplung getränkt (damit sie Wasserfest ist, und es gibt ihr noch einmal eine Stabilität)
Trocknen lassen.

Jetzt wird da wo das Stahlrohr da ist wo man das Schleppseil einhängt, abgeschnitten oben und unten.

Weiters wird ein passender Stahldraht gesucht und für die Kupplung und das Servo angepasst.

Jetzt nur noch die Kupplung in das Modell einbauen, die Länge des Stahldrahtes einstellen, damit sich das mit dem Servo ausgeht.

Jetzt noch das Servo in den Flieger an einem Spant (in deinem Falle bei dem Trainer direkt hinter der Flächenaufnahme) ankleben und das hält.

Als Schleppkupplungsservo kommt bei uns immer (egal ob im Segler oder im Schlepper) ein HITEC HS 805BB zum Einsatz. Dieses Servo hat bei 6V 25kg Stellkraft und hat sich immer gut bewährt.




Hier ein Einbaubeispiel in meinem Graupner Taxi 3









Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SoaringEagle« (18. Juli 2009, 19:53)


jonas-max M.

RCLine User

Wohnort: Deutschland

Beruf: Was macht man wohl in meinem Alter ?

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2

Sonntag, 19. Juli 2009, 01:14

Hi Spacewalker

Vielen dank für diese Anleitung. Werde dies mal in meine Flieger einbauen.
Gut gelöst und macht einen stabielen Eindruck. :ok:
MfG der MAX

Wir feuern keine Angestellten, Sklaven werden verkauft :evil:



T-Rex 250 SE
Acromster Nr. 2 ( Im Aufbau )
FF-7

C.Est....nn

RCLine User

Wohnort: Nähe Würzburg

Beruf: Elektroniker

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3

Sonntag, 19. Juli 2009, 11:34

RE: Der Selbstbau einer Schleppkupplung (Part I Schleppmaschine)

Zitat

Original von SoaringEagle

Als Schleppkupplungsservo kommt bei uns immer (egal ob im Segler oder im Schlepper) ein HITEC HS 805BB zum Einsatz. Dieses Servo hat bei 6V 25kg Stellkraft und hat sich immer gut bewährt.






So ein Servo ist völlig übertrieben für solche Modelle. Die Kannst du bei großen Seglern und schleppern einsetzen, aber nicht bei nem Schleppgespann das max. 10-15 kg wiegt. Wir setzen das HS81 ein, is leicht, und hat mehr als genug Zugkraft, würde denke ich auch bei größeren Modellen reichen, man klinkt ja nur selten aus, wenn das Seil voll gespannt ist.
Als das Teleklingel fonte, treppte ich die Rannte runter und türte vor die Bumms. Bonne Seule!


Mein Verein

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »C.Est....nn« (19. Juli 2009, 11:36)


4

Sonntag, 19. Juli 2009, 15:05

Danke @Spacewalker

Also ich finde es gut, das sich überhaupt mal jemand die Arbeit gemacht hat, dieses Thema hier im Forum zu erläutern (auch wenn die Idee/Umsetzung nicht neu ist, kennt sie bestimmt nicht jeder)!!! :ok:

@Carsten: Welches Servo letztendlich verwendet wird, ist doch jedem selber überlassen und wenn genug Kraftreserve vorhanden ist, um auch unter Volllast auszuklinken, kann das ja nicht schaden (wenn man keine Gewichtsprobleme im Modell bekommt).

Ich freue mich auch schon auf "Schleppkupplung Part 2 - Segler" ;) ;)
Gruß Ralf :w

Was nicht geht, fliegt bestimmt!!! :ok:

In Bierwurst ist gar kein Bier drin, die heißt nur so.Bei Blutwurst ist es ähnlich .... da ist auch kein Bier drin!

wienerdominik

RCLine User

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5

Montag, 20. Juli 2009, 18:03

also ich habe segler mit maximal 9kg gewicht und setzte lieber immer einstärkeres Servo ein bei meinen Fox zum Beispiel 3,5 Meter Spanweite ca. 9kg ein 8kg servo bei 6Volt
Wenn man mal in eine notsituation kommt und man muss klinken und das seil ist voll gespannt dann will ich nicht ein China Servo haben.!!!!!

lieber 10 - 20€ mehr ausgeben und das Modell nicht reskieren

C.Est....nn

RCLine User

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6

Montag, 20. Juli 2009, 19:02

Klar, das mag ja stimmen, und ich würde es auch so machen, bei so großen Modellen ein Servo mit 10kg oder mehr Stellkraft einzubauen. Allerdings bin ich der Meinung, dass ein solches Servo in so einem Modell wie Helmuts Taxi total oversized ist. Da tut es das von mir schon angesprochene HS81 mehr als ausreichend.

Im Endeffekt sollte jeder mit dem Fliegen in das er vertrauen hat. Ich bin das HS81 schon auf 3-Meter Voll-GFK Modellen geflogen, auch da ohne probleme.

@ Dominik
Ich schließe mich dir an, auch ich würde nie ein Chinaservo als Schleppkupplung einsetzen, da im Notfall auch das Modell eines Kollegen dran glauben muss. Aber wie schon gesagt, ein solch großes Servo finde ich übertrieben in Modellen die sagen wir max. 5 Kg wiegen. Hast du mal an der Leine gezogen und dann ausgeklinkt? Du wirst dich wundern, selbst wenn du stark ziehst, wie wenig Kraft das Servo braucht um auszuklinken.

MfG
Carsten
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7

Dienstag, 21. Juli 2009, 08:58

Es kommt immer drauf an wie die Schleppkupplung gemacht ist...
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Fliegergrüße

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8

Dienstag, 21. Juli 2009, 12:02

Hi, super Beitrag, von A bis Z tadellos erläutert, danke !
lG Gerald aka greenx

Zitat

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9

Dienstag, 21. Juli 2009, 12:20

RE: Der Selbstbau einer Schleppkupplung (Part I Schleppmaschine)

Zitat

Original von C.Est....nn

Zitat

Original von SoaringEagle

Als Schleppkupplungsservo kommt bei uns immer (egal ob im Segler oder im Schlepper) ein HITEC HS 805BB zum Einsatz. Dieses Servo hat bei 6V 25kg Stellkraft und hat sich immer gut bewährt.






So ein Servo ist völlig übertrieben für solche Modelle. Die Kannst du bei großen Seglern und schleppern einsetzen, aber nicht bei nem Schleppgespann das max. 10-15 kg wiegt. Wir setzen das HS81 ein, is leicht, und hat mehr als genug Zugkraft, würde denke ich auch bei größeren Modellen reichen, man klinkt ja nur selten aus, wenn das Seil voll gespannt ist.


Zumal die Last bei der Schleppfupplung ja nur beim öffnen und schließen verwendet wird. Ansonsten ist doch eigentlich so gut wir gar kein Druck drauf...
Gruß Cedric

Anonym im Internet ist so versteckt, als wenn du auf der Strasse nackt mit einem Kondom rumläufst.

ChForrer

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10

Mittwoch, 22. Juli 2009, 12:31

RE: Der Selbstbau einer Schleppkupplung (Part I Schleppmaschine)

Zitat

Original von C.Est....nn
[
So ein Servo ist völlig übertrieben für solche Modelle. Die Kannst du bei großen Seglern und schleppern einsetzen, aber nicht bei nem Schleppgespann das max. 10-15 kg wiegt. Wir setzen das HS81 ein, is leicht, und hat mehr als genug Zugkraft, würde denke ich auch bei größeren Modellen reichen, man klinkt ja nur selten aus, wenn das Seil voll gespannt ist.


Hallo Zusammen

Nun dann täuscht euch aber nicht selbst. Ich bin schon mehrfach froh gewesen in meinem Schlepper ein genügend starkes Servo eingebaut zu haben. Wenn hinten der Segeler "verrückt spielt" (warum auch immer) können erheblich Zugbelastungen auftreten und dann ist man mehr als froh wenn die eigene Kupplung sicher auslösen kann, ansonsten hätte ich zwei mal schon einen Schlepper verloren als der Segler kurz nach dem Start unkontrollierbar wurde...
Mein Grundsatz ist, dass zumindest beim Zug mit dem Eigengewicht die Klinke noch sauber auslösen können muss. In so einem Fall kann die Reibung des Drahtes schon erheblich sein und ein kleineres Servo wie ein HS81 schnell einmal an seine Grenzen stossen. Ich selbst habe bei meinen Schlepper immer Standartservos montiert die je nach Schleppergrösse zwischen 4-6.5Ncm aufweisen (bisher max. 10kg Schleppergewicht)

Gruss
Christian
Konstruieren > bauen > fliegen, das ist eines meiner Hobbys

Meine Homepage: RC-Modellflug, VFR und Archäologie

C.Est....nn

RCLine User

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11

Mittwoch, 22. Juli 2009, 16:38

Bei 10 kg Schleppergewicht nur 6.5 Ncm? DAS halte ich für gewagt. (Gehe mal davon aus dass du dich verschrieben hast ;) )

Klar Ich dimensioniere meine Servos auch nach den Modellen, und genau deshalb meine Aussage, dass ein Servo mit 25 kg Zugkraft für SO ein Modell total übertrieben ist. In einem 20 oder auch 15 kg Schlepper bin ich voll Helmuts Meinung, aber in so einem Modell wie der Taxi oder ähnlichen Modelle und Seglern bis 3kg kann bedenkenlos ein Hs81 eingesetzt werden.

MfG
Carsten
Als das Teleklingel fonte, treppte ich die Rannte runter und türte vor die Bumms. Bonne Seule!


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köcher

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12

Mittwoch, 22. Juli 2009, 21:01

man kann auch mit Kanonen auf Spatzen schießen

ChForrer

RCLine User

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13

Donnerstag, 23. Juli 2009, 12:10

Zitat

Original von C.Est....nn
Bei 10 kg Schleppergewicht nur 6.5 Ncm? DAS halte ich für gewagt. (Gehe mal davon aus dass du dich verschrieben hast ;) )

Carsten


Schitt, natürlich meine ich 65Ncm ==[] , wäre sonst ja wirklich arg wenig. Dass am Servo soweit innen wie möglich beim Ruderhorn "angeschlossen wird", dürfte für eine Schleppkupplung ja klar sein, oder :w ?

Gruss
Christian
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14

Freitag, 24. Juli 2009, 16:06

Is klar. Siehe Bild

Ganz innen eingehängt und möglichst 100% ausschlag.
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Fliegergrüße

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoaringEagle« (24. Juli 2009, 16:06)


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Donnerstag, 8. April 2010, 09:48

Mal ne dumme Frage. Das Schleppseil geht ja genau am Seitenleitwerk vorbei. Macht das nichts aus weil der Segler immer etwas höher fliegt oder muss man da aufpassen?

ChForrer

RCLine User

Wohnort: CH-

Beruf: dipl. Techniker HF

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16

Donnerstag, 8. April 2010, 16:28

Zitat

Original von Worldedit
Mal ne dumme Frage. Das Schleppseil geht ja genau am Seitenleitwerk vorbei. Macht das nichts aus weil der Segler immer etwas höher fliegt oder muss man da aufpassen?


Das hasst du genau richtig erkannt; wenn es einigermassen normal läuft, ist der Segler immer höher als der Schlepper. Wenn er tiefer fliegen würde, hat das Gespann eh schon ganz andere Probleme, denn dann wird auch das Heck des Schleppers nach unten gedrückt, mit den ganzen negaiven Folgen und ein frühzeitiges ausklinken wäre eventuell angebracht :ok: (so genau kann niemand fliegen, als dass die Leine nur das Seitenruder "berührern würde", entweder ist der Segler deutlich höher oder zu tief...).

Gruss
Christian
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Andreas 1989

RCLine User

Wohnort: garching an der Alz / Raum Altötting

Beruf: Schreiner

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17

Donnerstag, 8. April 2010, 20:22

ich will mich hier nun da ich gerade meine biglift einsetbar mache einklinken
auch ich verwende auf der schleppkupplung immer ein möglichst schweres servo das ist nie schlecht
den die muss aufmachen
egal in welcher situation
in meinem fall allerdings nur ein DES 707 von Graupner mit 15 kilogramm an 6V
3W 24
Krumscheiddämpfer + Krümmer
Befestigungsset
Tank
VHB 500 Euro

MX 16S mit Pult und SMC 14
VHB 170

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andreas 1989« (8. April 2010, 20:23)


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Donnerstag, 29. Juli 2010, 10:38

das kommt auf verschiedene Dinge an.

Wenn dein Seitenleitwerk ne Ausgleichsfläche hat sollte man nen Schutzdraht vor den Spalt bauen.
Ebenso wenn die Anlekung oberhalb des Höhenruders liegt, damit sich dein Schleppseil nicht einhaken kann.

Deshalb würde ich immer einen Schutzdraht/Bügel einleimen um solche vorstehenden Dinge oder offene Spalte gegen einfädeln zu sichern.

Der Druck auf die Leitwerke stört aber nicht weiter.

uups, da bin ich hinterm falschen Beitrag auf Antwort gegangen sorry, hoffe aber er weiß was gemeint ist ;-)
Rex 500 , Piper J3 1,8m , AT-6 900mm

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Birgitt« (29. Juli 2010, 10:40)