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prxq

RCLine User

  • »prxq« ist der Autor dieses Themas

Beruf: Mathematiker

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1

Sonntag, 2. August 2009, 23:10

Bowdenzug um die Ecke legen?

Hallo,

in manchen (Motor-)Seglern mit T Leitwerk wollen die Hersteller daß das Höhenruderservo vorne eingebaut wird, und dann der Bowdenzug im engen Radius gebogen wird um das Ruder anzusteuern. Das Problem ist, daß der Bowdenzug eher schwer geht und ruckelt, und folglich errinnert die Rückstellgenauigkeit an eine gut benutzte Hühnerleiter. :no:

Gibt's da bewährte Techniken um das trotzdem so zu machen? Sowas wie, pardon, den Bowdenzug zu oelen? ==[]

Servo vorne ist jedenfalls wegen Schwerpunkt gar nicht so verkehrt...

Gruß,

Mario.

2

Sonntag, 2. August 2009, 23:18

Man kann den Radius größer machen oder einen Hebel Benützen.
Bei Schaum oder Holz würde ich die erste, bei GFK/CFK die zweite Lösung nehmen.

Paul H.

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3

Sonntag, 2. August 2009, 23:45

Möglichst grosser Radius, und den Stahldraht genau in die Kontour des Bowdenzugverlaufs vorbiegen, damit er ohne Verspannung, die zu Reibung führt, im Rohr liegt.

Wenn das nicht reicht eben einen Umlenkhebel.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
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aerostar

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4

Montag, 3. August 2009, 07:54

Moin,

bei solchen Winkeländerungen bin ich von Bowdenzügen abgekommen und verwende nur noch Hebel und Schubstangen. Abgesehen von der durch die Reibung verursachten Ungenauigkeit der Rüchstellung leidet die Präzision durch das Spiel der Seele im Führungsröhrchen. Bei einem Viertelkreis mit Radius von 100mm und einem Radialspiel von 0,1mm ergibt sich eine Längentoleranz von 0,16mm. Mache ich das Spiel kleiner, steigt die Reibung, also auch nix.
Alternativ zwei Zugseile verwenden, ist geometrisch aber auch nicht trivial.

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

5

Montag, 3. August 2009, 11:19

es gibt von simprop spezielle bowdenzüge die extrem flexibel sind, deren innenleben nicht aus einem stahldraht bestehen. einfach mal beim local dealer anfragen.

edit:

sowas in der art: bowdenzug flexibel

in meiner asw 28 habe ich damit ein sehr gutes resultat erzielt.
.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pharko« (3. August 2009, 11:26)


prxq

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6

Montag, 3. August 2009, 17:31

Ich hatte schon das mit dem Umlenkhebel probiert, aber es hat nicht geklappt weil es etwas spiel hatte (das lag an meinem Unvermögen, zugegeben), und zusätzlich noch der Bowdenzug zu schwer ging (hm..., wahrscheinlich ist der Bowdenuzg einfach schlecht)

Andererseits hatte ich aber richtig vermutet: das Problem ist nicht neu, und eine richtig einfache Lösung gibt es auch noch! Ich denke, ich kauf' mir jetzt so ein paar extra flexible und leichtgängige Züge.

Gruß, und Danke!

Mario.

7

Dienstag, 4. August 2009, 11:02

Aus was is denn der Rumpf?

prxq

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8

Dienstag, 4. August 2009, 13:41

Hallo Sebastian,

Es ist ein GFK Rumpf fuer einen kleinen Segler mit Rippenfluegel (1,8m Spannweite).

Gruss,
Mario

9

Dienstag, 4. August 2009, 14:35

So sollte das ausschauen.
Du bohrst einfach da wo die Hebeln gelagert sind ein Loch in das Leitwerk, platzierst den Hebel, schiebst ein z.B. CFK-Rohr durch und klebst es mit Hartz fest.
Die Hebel solltest du schon vorher verbinden weil du sonst nicht mehr hinkommst gscheid.
»@Seb« hat folgendes Bild angehängt:
  • Anlenkung für T-Leitwerk.jpg

10

Dienstag, 4. August 2009, 15:34

oder

...minus ein Hebel
»greenx« hat folgendes Bild angehängt:
  • Umlenk.gif
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

reset-leo

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11

Dienstag, 4. August 2009, 20:45

RE: oder

nur ein hinweis am rande: wichtig bei allen lösungen ist, dass die gedachte linie vom einhängepunkt des gestänges am ruderhorn zur scharnierachse des ruders in einem rechten winkel zum gestänge steht. ansonsten kommt es zu (wahrscheinlich ungewollter) differenzierung der ruderausschläge...
Alfa Model P51-D - Robbe Super Star - BMI Fieseler Storch - FW 190D (Eigenbau) - COX Micro Corsair - Graupner Nemesis - Blade mSR S300 Scale - Blade nCP X - Blade mCP X
-- und noch einige mehr --


Und in groß: PA-18-150 Super Cub D-ELUK, PA-28-181 Archer III OE-KMV

prxq

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12

Dienstag, 4. August 2009, 21:25

RE: oder

...oder so (das ist was ich gemacht habe). Hat einen Vorteil: der Ruderweg hängt symmetrisch von der Servoauslenkung ab.

Das Problem ist allerdings, daß gleich an fünf Stellen spiel entsteht: Servo, Ruderhorn, achse des Umlenkhebels, und Anlenkungen am Umlenkhebel. Man muss also sehr sauber arbeiten, und das ist mir jedenfalls im ersten Verusch nur am Servo und am Ruder gelungen.

Gruß,
Mario
»prxq« hat folgendes Bild angehängt:
  • umlenkbiz.png

aerostar

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13

Mittwoch, 5. August 2009, 08:27

Moin Mario,

die Geometrie ist perfekt, anscheinend gehörst Du zu den wenigen heutzutage, die das verstanden haben... :D
Spiel verringern kannst Du durch Verwendung von Kugelköpfen. High-End ist dann ein kugelgelagerter Umlenkhebel, aber mit einem gut sitzendem Gleitlager geht' s in 99% der Fälle auch.

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »aerostar« (5. August 2009, 08:28)


prxq

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14

Freitag, 17. September 2010, 22:57

RE: Bowdenzug um die Ecke legen?

Ich wollte noch mal erzählen, daß ich mit den flexiblen Baudenzügen auch nicht glücklich geworden bin. Ich habe jetzt den Baudenzug herausgerissen, was glücklicherweise ganz gut ging, und werde das Servo in die Flosse einbauen. Und fertig.

Unter Anderem habe ich gemerkt, daß ich ganz viel Platz habe um den Akku weiter vorne zu legen. Und auch wenn nicht, ein bisserl Blei in der Schnautze macht sicher weniger aus als ein total schwammiges und ungenaues Höhenruder. UND es muss sich noch zeigen ob der Baudenzug vom Gewicht her so viel leichter war als das Servo.

Mal wieder was dazugelernt.