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iprik

RCLine User

  • »iprik« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Kärnten

Beruf: Audio- Video- Techniker

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1

Samstag, 15. August 2009, 15:23

Wie fliege ich ein flugzeug richtig ein??

Hallo!
Da ich nun schon ne Weile mit meinen Flugzeugen fliege, habe ich mich mal gefragt - wie fliege ich mein flugzeug eigentlich richtig ein?

1. Giebt es beim einfliegen von verschiedenen Flugmodellen (Segler, Hotliner, Kunstflug, ...) eigenlich einen unterschied?

2. In welcher Reienfolge gehe ich vor (Einstellungen laut Beschreibung - erfliegen der EWD, Schwerpunkt, ...)

3. Wie erfliege ich EWD, Schwerpunkt, Motorsturz, ... richtig?

4. Habt ihr für dieses Thema Links, Videos, ... für mich?

Danke schon mals für eure antworten!!
Mfg
[SIZE=2]Easy Glider Pro
Blizzard
Kyosho Calmato 40
FMT Norbert

Raptor 50 Titan

Graupner MC22S [/SIZE]

[SIZE=4]Schöne Grüße aus dem Kärntnerland :-)[/SIZE]

der_rote_baron

RCLine User

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2

Samstag, 15. August 2009, 16:10

Hallo,
es gab da mal in der FMT eine sehr schöne Serie namens "Basiswissen Motorkunstflug" von Lothar Beyer. Insgesamt gab es 13 Teile (02/2004...02/2005), in Teil drei oder vier ging es um das grundsätzliche Einstellen der Modelle in genau den Punkten, die du genannt hast. Anhand dessen kann man seinen Flieger ziemlich gut auf neutrales Flugverhalten trimmen. Bei anderen Modelltypen als Kunstfliegern muss man die Vorgehensweise und Einstelldaten wohl etwas anpassen, grundsätzlich ist es aber das Gleiche.

mfg Der Baron
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln

slowhand_47

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3

Samstag, 15. August 2009, 19:22

Schau mal hier: Modelle einfliegen

Beschreibt aber auch eher das neutrale Einfliegen von Kunstflugmodellen.

Gruß
Jan
CRRCsim - the cross-platform open source r/c flight simulator

iprik

RCLine User

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Wohnort: Kärnten

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4

Samstag, 15. August 2009, 19:46

Hi!!!
Danke für die Antworten!!!!

Das sind die Kustflugmaschienen, aber wie Schauts mit segelflugzeugen aus???
Mit denen werd ich wohl schwer im Sturflug nach unten fliegen können um den EWD zu kontrollieren oder? Da wirds mir beim abfangen die Fläche zerbröseln :-)

MFG
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Blizzard
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FMT Norbert

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Graupner MC22S [/SIZE]

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der_rote_baron

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5

Samstag, 15. August 2009, 20:14

Kommt auf das Modell und den Radius des Abfangbogens an. Wenn ich mir z.B. einen Segler (leichten Thermikschleicher) konstruiere, lege ich den für +/- 6 G aus, da kann man schon recht ordentlich an den Knüppeln ziehen, bevor er die Ohren anlegt. Auch ein Easyglider mit ziemlich heftigem BL-Tuning z.B. hält ganz gut was aus (10 G, wenn ich die Maße des Kohlerohres richtig im Kopf habe). Um was für einen Flieger geht es denn genau?

mfg Der Baron
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln

6

Samstag, 15. August 2009, 20:20

Hallo
die obige Anleitung< Trimming for Aerobatics> ist fast eine Bibel zum einfliegen. Du musst ja nicht alle Stufen durchgehen ==[] die für den Extremkunstflug lasse einfach aus. :ok: ist alles in allen eine wirklich gute Trimmanleitung auch ein Segelflieger muss richtig ausgewogen werden um vernünftig zufliegen.
happy landings
fritz

slowhand_47

RCLine User

Wohnort: Ober-Ramstadt

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7

Sonntag, 16. August 2009, 08:04

Bei einem Segler reicht auch ein starkes Andrücken auf ca. 45 Grad Sinkflug mit Beobachtung des Abfangbogens. Das sollte auch ein Thermikschleicher aushalten.

Gruß
Jan
CRRCsim - the cross-platform open source r/c flight simulator

9

Sonntag, 16. August 2009, 11:42

mit EInschränkung

allo, die Anleitung "Trimming for Aerobatics" ist eine gute Schritt für Schritt-Methode, aber nicht ohne EInschränkung.

Es ist ja sicher unumstritten, dass man sich zuerst um die Längstabilität, also um das Zusammenspiel von EWD und Schwerpunkt kümmert. Die "Sturzmethode" ist vielen wohlbekannt, doch zum Unterschied zur oben genannten Anleitung gilt im Allgemeinen die EWD als eingestellt, wenn das Modell aus dem Sturz in einen leichten Abfangbogen übergeht, und nicht, wie im Text beschrieben:

"...und das Modell in der Mitte des Flugfensters in den senkrechten Sturzflug gebracht. Mindestens 50 Meter sollte es im Sturzflug nach unten gehen. Fällt das Modell die gesamte Strecke senkrecht nach unten , dann ist die EWD fürs erste in Ordnung"
In diesem Fall ist die EWD definitionsgemäß annähernd Null. und das mag für ein Kunstflugmodell mit annähernd labiler Längsstabilität gut sein. Für die meisten Einsatzarten will man aber 0,5-1,5 Grad EWD mit einem dazu passendem Schwerpunkt.

Nun will ich nicht länger Artikel zuerpflücken, die an sich gut sind, sondern zum Thema Einfliegen einfach ein zusätzliches Angebot machen.

1. Schwerpunkt und EWD laut Plan setzen.
2. Flacher Gleitflug aus der Hand in Richtung hohe Wiese: Mit der HR-Trimmung den Gleitflug austrimmen
3. Nach der Landung das HLW kontrollieren, besteht ein deutlich sichtbarer Knick zwischen Leitwerk und Ruder, dann kann man durch Unterlegen am HLW oder an den Tragflächen den "Ruderknick" ausgleichen. Aber, danz wichtig: Die EWD wurde bereits durch den Rudertrimm gesetzt ! EWD ist NICHT ausschließlich konstruktiv bedingt. Die einzige Motivation, den "Ruderknick" durch Unterlegen zu korrigieren besteht in der Optimierung des Trimmwiderstandes.

Darüber kann man nun lang und breit disputieren, als Grundlage dafür aber bitte mit der Definition für EWD: "EWD = Unterschied in Winkelgrad zwischen Nullauftriebslinie des HLW und der Tragflächen."

Das bedeutet, dass ich mit der Trimmung des HR im Flug direkt die EWD verstellen kann. Ich weiss schon, dass diese Ansicht unpopulär ist, weil die Meinung vorherrscht, die EWD sei nur konstruktiv zu ändern. Definitionsgemäß ist das aber nicht ganz korrekt, da ich über die Trimmung die Nullauftriebslinie des HLW verändere.

Zurück zum Ablauf: nach 3. Habe ich also über die Trimmung die EWD auf den Schwerpunkt eingestellt, das Flugzeug führt ohne Motor und ohne Höhenrudereingriff einen flachen Gleitflug durch.

Nun kann bei Bedarf noch mit dem Schwerpunkt experimentiert werden. Dazu kann auch der so genannte "Stzrztest" genutzt werden. Falls der Flieger im Sturzflug von selbst stark abfängt, sollte der SP nach hinten verlegt werden, die EWD muss dem natürlich auch wieder angepasst werden (sie muss verringert werden).

Als Annäherung könnte man die These formulieren: " der SP ist an seinem hintersten möglichem Punkt, wenn das Flugzeug im Sturz keine Abfangtendenz mehr zeigt". Also das Extrem für Kunstflug mit EWD annähernd Null und labiler Längsstabilität, wie in der oben genannten Anleitung empfohlen. Für die meisten Einsatzarten wünscht man sich schon etwas mehr statische Längsstabilität. Also: leichte Abfangtendenz im Sturz.
»greenx« hat folgendes Bild angehängt:
  • Sturztest.gif
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
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