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1

Sonntag, 6. September 2009, 20:39

Totalschaden oder reparabel?

Tja...gerade eben ist es passiert: senkrecht aus 5m Höhe in den Acker geparkt...

Kurze Vorgeschichte:
Ich habe die Wilga jetzt schon einige Zeit und war bisher recht zufrieden. Ist immerhin der erste Flieger (wie das erste Auto...bei Frauen bin ich mir nicht so sicher... ;) ), also hängt man irgendwie dran.
Habe also komplett alles mitgemacht, vom anfänglichen Zahnausfall des Getriebeantriebs...ein abgebrochenes Heck...bis eben jetzt die umrüstung auf Brushless...
Da mir die APC-Luftschrauben irgendwann ins Geld gegangen sind (manchmal gab es bei der Landung eben doch einen Kopfstand), habe ich heute eine billigere Kyosho montiert...nunja...sie ging sehr schwer hoch... also wenden und zurück. Und bei der Wende verlor sie sehr schnell an Höhe und bohrte sich in den Acker.
Ich dachte mir nichts böses dabei (hatte schon schlimmere Abstürze)... aber es war der bisher schlimmste:

- Komplette Rumpfnase abgerissen
- Tragflächenbefestigung rausgerissen
- Propellernabe von Motor gerissen

Alles was an Styropor rumlag habe ich natürlich mitgenommen...

Große Frage: Lohnt sich ein zusammenpuzzeln mit Uhu-Por und
wie bekomme ich die Propellernabe wieder fest?

Ich habe jetzt viel Geld durch die Brushless-Umrüstung in den Flieger gesteckt...irgendwie tut es schon weh wenn er so daliegt.

Wenn der Flieger Schrott ist, aber der Motor noch benutzbar ist, was würde sich als Neukauf anbieten? (Ist ein Pichler Pulsar 15+Robbe 720 Regler, Akku 1300mA / 15A)
»MirkoB« hat folgendes Bild angehängt:
  • wilga_01.jpg
Graupner Wilga ~RIP~
Parkzone Trojan T-28
Parkzone F4U Corsair

2

Sonntag, 6. September 2009, 20:40

Hier ist noch ein Bild von der Propellernabe, die es mit abgerissen hat... der Motor scheint es aber überlebt zu haben.

Abgerissen ist vielleicht das falsche Wort...eher hat es die kleinen Schrauben "ausgerissen". Das Gewinde selbst ist auch nicht mehr da.
»MirkoB« hat folgendes Bild angehängt:
  • wilga_02.jpg
Graupner Wilga ~RIP~
Parkzone Trojan T-28
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MirkoB« (6. September 2009, 20:41)


3

Sonntag, 6. September 2009, 20:41

Ganz klar reparieren. Styropor kaufen und zurechtschneiden + ankleben!

4

Sonntag, 6. September 2009, 20:45

...ich stehe etwas auf dem Schlauch... Soll ich Rumpfnase komplett neu schnitzen?

Oder nur die Teile die fehlen mit Styroporschnitzeln ersetzen?
Graupner Wilga ~RIP~
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daa235

RCLine User

Wohnort: Ebern

Beruf: Designer

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5

Sonntag, 6. September 2009, 20:56

Nur die fehlenden Teile! Die komplette Schnauze wirst aus Styro du nichmehr so hinbekommen ;)

gruß
gruß Matze

AnLö

RCLine User

Wohnort: Lübeck, Schleswig-Holstein

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6

Sonntag, 6. September 2009, 21:01

Hallo Mirko,

so wie es auf Deinen Bildern aussieht, ist die Rumpfnase, wenn auch als Puzzle, komplett.
Allerdings würde ich dafür Sekundenkleber und Aktivator nehmen.
Ebenso bei der Tragflächenbefestigung. Hier ggf. mit Glasfaser innen großzügig verstärken.
Bei der Propellernabe vorsichtig neue, etwas größere Gewinde in die Glocke schneiden und größere Schrauben nehmen.

Tip: wenn auch nicht scale, aber wenn Du bei der Landung den Prop schonen willst, nimm doch eine Klappluftschraube und schalte beim Regler die Bremse einschalten.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas

Mein Verein:
http://www.fmc-luebeck.de/

7

Sonntag, 6. September 2009, 21:05

Bitte bei Styro keinen Sekundenkleber :D
[SIZE=2]Mit freundlichen Fliegergrüßen,Björn :w[/SIZE]

8

Sonntag, 6. September 2009, 21:29

...außer Styro-Sekundenkleber. Die kritischen Stellen jedenfalls mit dünnem Glasgewebe und Harz (geht auch 10-Minuten Epoxi) abstützen. Versuche halt, den Rumpf so genau als möglich wieder aufzubauen, ohne Hast.

Der Motor hatte jedenfalls einen Aufprall-Schock zu erleiden. Ich würde ihn (auch ohne Mitnehmer) mal eine Minute auf langsamer Drehzahl im Schraubstock testen (Motor auf Brett schrauben Brett festzwingen). Wenn er Dir nicht geheuer vorkommt (unwucht), nicht länger damit rummachen und auswechseln.
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
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HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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9

Sonntag, 6. September 2009, 21:44

Styro-Sekundenkleber ist keine sehr gute Wahl, auch wenn er raschen Reparaturerfolg verspricht.

Die Klebestelle mit Sekundenkleber ist hart und spröde, das macht auf Dauer keinen Spaß und wird dort immer aufs Neue brechen.

Besser ist es, wenn man einen Klebstoff verwendet, der mechanisch ähnliche Eigenschaften wie das zu klebende Material besitzt.

Ich würde die Teile zunächst mit UHU por zusammenpuzzlen. Meist genügt das schon. Wenn darüberhinaus noch Brösel fehlen, kannst Du sie mit Verpackungsstyropor ergänzen. Solche Stücke kann man schön mit PU-Leim einsetzen.

Herzlichst
Hilmar.
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Pozgaf

RCLine User

Wohnort: Hannover

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10

Sonntag, 6. September 2009, 22:18

Ich würde alles mit Pu-Leim machen, und die Löcher mit Pu-Leim-Wasser-Styropor/EPP-Bröselgemisch machen. Da müsste was gutes bei rauskommen.
Grüße, Felix

11

Montag, 7. September 2009, 07:17

...das alles hört sich doch erstmal ganz gut an und macht mir Mut... Danke!

PU-Leim ist Polyurethan? Dieses Zeig, was aufschäumt...oder? Kann man das lange lagern, wenn es einmal angebrochen wurde? Gibts das auch im Baumarkt? (Der nächste Modellbauladen "zum blauen Claus" ist leider 30km weit weg.)

Ich werde mich dann heute abend mal hinsetzen und anfangen zu puzzeln. Für die Teile, welche noch da sind, werde ich UHU-por nehmen. (Wenn jetzt keine schweren Einwände kommen)

Noch etwas zum Thema Glasfaser:
Ich denke dabei immer an die Glasfasermatten + Harz + Härter. Mit sowas Schwerem soll ich da ran gehen?
Ich habe da jetzt vielleicht eine völlig falsche Vorstellung. Ihr meint bestimmt Streifen, welche ich (von innen?) von der Nase Richtung Heck ziehe um das ganze zu versteifen.

Ich habe hier im Forum auch gelesen, das manche ihre Styro-Flieger mit Japanpapier (oder ähnlichen) und Clou-Parkettlack (wasserlöslich) bespannen. Würde sowas auch gehen?

Entschuldigt die vielen Fragen, aber solange es flog, hatte ich eben keine.
Bilder vom puzzeln gibts dann heute abend... ;)
Graupner Wilga ~RIP~
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12

Montag, 7. September 2009, 08:23

Hi, wenn Du den Rumpf vollständig ohne Materialschwund zusammensetzen kannst, geht es unter Umständen ohne zusätzliche Verstärkung. Bei solchen Schäden fehlt aber in der Regel dort und da ein Brösel, und damit ist die Belastung auf Zug schwächer, was im Bereich Motor und Tragflächen folgenschwer sein kann.

Dort kann man mit einer Lage dünnem GFK-Gewebe oder Gelege (zB. 80 Gr.) von außen mit passend zurechtgeschnittenen Flicken verstärken. Das Gewicht ist nicht besonders hoch, wenn Du nur das Gewebe sparsam mit dem Harz tränkst. Das dünne Gewebe legt sich auch schön um Rundungen. Es das verhindert, dass Dir der Flieger unter Zugbelastung auseinanderfällt. Schön ist es nicht, das Harz verfärbt sich bald gelblich, doch die Spuren der Reparatur wird man sowieso sehen.Wen das stört, der gehe dünn mit weissem Haftgrund (Spray) drüber.

Uhu-POR finde ich für diese Puzzle Arbeit nicht ideal, weil man den Kleber immer beidseitig ablüften lassen muss, um die Teile dann mit größtmöglichem Druck zu pressen. Eine gute Verbindung stellt meiner Meinung nach BELIZELL (10 Min.) her.
lG Gerald aka greenx

Zitat

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »greenx« (7. September 2009, 08:24)


13

Montag, 7. September 2009, 09:26

Zitat

Mit sowas Schwerem soll ich da ran gehen?

Du sollst ja auch keine schweren Glasmatten benutzen!
40g Gewebe sollte das Gewebe deiner Wahl sein.
Das Gewebe kannst du ruhig mit Weissleim auftragen.
Das reicht vollkommen bei Styropor. Harz und Härter ist dafür unnötig.
Du kannst den Weissleim auch ruhig für alle Verklebungen benutzen. Mir persönlich ist der Sympathischer als UHU-por. Weissleim kann man gut um die Klebestellen herum abwaschen wenn man zuviel benutzt hat und er noch nicht angetrocknet ist. Auch werden die Klebestellen nacher nicht gelblich verfärbt sein, wie beim UHU-por.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (7. September 2009, 14:44)


grmpf

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14

Montag, 7. September 2009, 09:36

HI,

für die Reparatur hast Du ja einige Tipps bekommen. :ok:
Sollte alle Stricke reißen, dann kannst DU ja als Ersatzflieger den Minimag nehmen.
Dort fliege ich den gleichen Motor mit einer 126-Klappschraube an 4S-LiFePo. Ist schön
kraftvoll und flott.
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
im Aufbau: Eyecatcher 2
Elektronik: FrSky Taranis X9E mit Multiprotokoll-Modul, UDP50
abgelegt: diverses :D

franz_zier

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15

Montag, 7. September 2009, 12:27

PU - Leim harmoniert aber auch gut mit Glasgewebe. Ist eine gute Alternative zu Harz und Gewebe.

LG Franz

16

Montag, 7. September 2009, 12:38

Zitat

Original von grmpf
HI,

für die Reparatur hast Du ja einige Tipps bekommen. :ok:
Sollte alle Stricke reißen, dann kannst DU ja als Ersatzflieger den Minimag nehmen.
Dort fliege ich den gleichen Motor mit einer 126-Klappschraube an 4S-LiFePo. Ist schön
kraftvoll und flott.


Du fliegst einen 4S im Minimag? Machst du damit Pylonracing? :D

grmpf

RCLine User

Wohnort: Ludwigsburg-Oßweil

Beruf: EDV-Mitarbeiter Backup und Testcenter

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17

Montag, 7. September 2009, 12:57

Vorsicht!
Nicht LeFePo mit LiPo verwechseln. :D

Für Pylonracing reicht es also nicht
Grüße

Harald

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abgelegt: diverses :D

18

Montag, 7. September 2009, 14:26

Oh, danke für die Klarstellung ;) Hab "LiPo" gelesen ==[]

Minihawk

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19

Montag, 7. September 2009, 19:00

PU-Leim gibt es im Baumarkt, der eine UHU-Ecke hat. Da heisst das Zeug PU-Max und kostet 5 bis 6 Euro. Es hält sich bei mir schon ewig, wobei die Tüller der Flasche ab und an mal aufgebohrt werden muss. Allerdings ist das Zeug richtig gelb, meine Frau mag meine Klebestellen gar nicht, die ich damit mache. Wenn man den Kram mit Wasser besprüht, dann schäumt er richtig und macht gelbe Schaum-Nähte.

Vorteil des Zeugs ist, man muss nix anmischen, hat immer beliebige Mengen da. Nachteil ist die gelbe Farbe und das leichte Aufschäumen, die Aushärtezeit ist schon mindextens 4 Stunden, das Zeug läuft auch, also Zeitungspapier drunter, sonst kleckst es evtl. den Boden oder was sonst noch voll.
Liebe Grüße
Hartmut

20

Montag, 7. September 2009, 21:30

Bin leider erst spät rein und kam leider noch nicht zum basteln... (mit Arbeit versaut man sich das ganze Leben)
Aber zumindestens habe ich schon mal "trockengepuzzelt".

Dabei viel mir auf, dass Stellenweise das Styropor "kaltverformt" wurde...also Rundungen viel runder sind als sie waren.
Kann man sowas mit heißem Dampf oder dosierter Kraftanwendung geradebiegen? Die Heißluftpistole lasse ich jetzt mal außen vor...

Ich schwanke noch zwischen Weißleim (+ einige Tropfen(!) richtigen Kleber um es anfänglich zu fixieren) und PU...
Ich würde die passgenauen Stücken mit Weisleim machen und die groben Sachen mit PU-Kleber. Geht das in Ordung so?
Graupner Wilga ~RIP~
Parkzone Trojan T-28
Parkzone F4U Corsair