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Montag, 7. September 2009, 18:28

proportionen eines normaeln fliegers ...

Hallo, gibt es eigentlich "fixe" proportionen wie ein Flieger aussehn soll um "gute" flugeigenschaften zu haben.

unter normalen flieger meine ich einen mit Höhen und Seitenleitwerk hinten.

Ist die Länge des LWT nur wichtig für den Schwerpunkt, oder auch auf das gleit bzw abreißverhalten? Liege ich richtig in der Annahme das bei einem kürzeren LWT größere Ruder benötigt werde, da man ja einen kürzren Hebel hat?


Was passiert wenn man auf einen Rumpf (ausgelegt für 1 meter SW) eine Fläche mit 1,5 oder 2 meter SW schraubt..., würd ja mehr auftrieb versprechen. Speziel bei Seglern intressant?


oder fliegt jedes Modell gut, solange der Schwerpunkt stimmt ? jetzt mal abgesehn von einer brachbaren Flächenbelastung.
Ich suche Erstzteile für einen Magnumotor der 50er

Minihawk

RCLine User

Wohnort: Timbuktu

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2

Montag, 7. September 2009, 18:53

Bestimmte Größenänderungen bei den tragflächen nehmen Modelle teilweise klaglos hin. So haben wir (Ende der 70er) mal nen Filius von Multiplex gehabt, der hatte 1,8m Spannweite. Die neu gebauten Tragflächen mit 2,40 Meter wirkten wie Wunder, das Modell flog 1a, soweit ich mich erinnern kann ist nur die Seitenruderflosse vergrößert worden.

Ich habe aber mal Schiffbruch erlitten, ist noch gar nicht so lange her. Ich hatte den Kabelkanalrohr-Rumpf meiner Baumarktrutsche mit Knickohr-Flügeln mit 1,8Metern ausgestattet. Das flog überhaupt nicht, das mag aber auch an der Fläche selbst gelegen haben.
Liebe Grüße
Hartmut

3

Mittwoch, 9. September 2009, 14:37

kann sonst noch jemand sein/ihr wissen und/oder seine/ihre Ehrfahrungen posten?
Ich suche Erstzteile für einen Magnumotor der 50er

4

Mittwoch, 9. September 2009, 21:35

Hi, es gibt für die personentragende Fliegerei zum Teil sehr wissenschaftliche Abhandlungen zu dem Thema ("preliminary dimensioning"). Ein Vorgeschmack mag dieser Text (PDF) sein.

Bemerkenswert im Kapitel über die Dimensionierung des Leitwerksvolumens nach RAYMER ist die Tatsache, dass RAYMER existiernde Flugzeuge verschiedenster Verwendung vermessen hat und dabei gewisse Ähnlichkeiten feststellte. Es sagt uns prinzipiell: "Wenn so ein Leitwerk für eine C 172 gut funktioniert hat, dann geht es auch für eine anderes Flugzeug in dieser Einsatzart".

Im Modellflug machen wir es ja genau so, wie schaun uns an was bislang gut ging, tun ein bißchen weg oder dazu und freun uns, wenns immer noch geht. Uns wenns sogar besser geht, dann freun wir uns noch mehr.

Im Modellflug gibt es genügend Beispiele für Rümpfe mit unterschiedlichen Tragflächensätzen, sei es durch aufsteckbare Flügelspitzen wie in den 90ern, oder durch komplett auswechselbare Flächen, wie zB. die Beinecke Schwalbe, die mit der größeren Fläche Hotliner-S heißt, wenn ich mich nicht irre.

Es wäre halt nicht schlecht, wenn man in etwa weiss, welchen Effekt man sich durch welches konstruktive Merkmal erwarten darf. Dazu schadet es nicht, sich mit den Grundlagen der Aerodynamik zu befassen, der Flugstabilität im Besonderen.

Viele sehr erfolgreiche Konstruktionen sind gut ausgewogene Kompromisse zwischen den verschiedenen Vor-und Nachteilen der entsprechenden Konstruktionsmerkmale, wobei auch manchmal die Kosten mit einfließen.

Diese allgemeine Darstellung hilft wahrscheinlich jetzt nicht viel weiter, allgemeingültige, wissenschaftlich hinterlegte einfache Faustformeln kenne ich diesbezüglich gar nicht. Ich kann zwar für eine beliebige Konstruktion das Leitwerksvolumen nach RAYMER berechnen, wie die meisten hier auch, aber nicht ausschließen, dass eine abweichende Dimensionierung nicht auch für einen bestimmten Zweck funktioniert. Und ich kann Dir von diversen Fachbüchern die empfohlenen Streckungen für Segler bekanntgeben, obwohl die Autoren selbst einräumen, dass sie mit abweichenden Werten sehr gute Flieger gebaut haben.
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »greenx« (9. September 2009, 23:27)


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Donnerstag, 10. September 2009, 12:03

RE: proportionen eines normaeln fliegers ...

Zitat

Original von Gang_1
Was passiert wenn man auf einen Rumpf (ausgelegt für 1 meter SW) eine Fläche mit 1,5 oder 2 meter SW schraubt..., würd ja mehr auftrieb versprechen. Speziel bei Seglern intressant?


In der manntragenden Segelfliegerei wurde das ja schon ein paar mal exerziert. Da gab es schon recht früh Ansteckflügel (ASW20L, Ventus a/b etc.). Bei der LS6-c hat man bei der Erweiterung von 15 m auf 17,5 m bzw. später 18 m das Seitenleitwerk insgesamt vergrößert. Vermutlich hat man damit zwei Dinge erreicht: höhere Stabilität um die Hochachse und höheres Moment um die Hochachse bei Seitenruderausschlag. Nicht zu vernachlässigen ist das negative Wenderollmoment beim Erhöhen der Spannweite.

Gruß,
Günther
LS6-a, D-0616
robbe Arcus
Purist (nach Plan von jk-modellflug)
Falcon 56 MkII (Carl Goldberg)
MiG-15 (Art-Tech)