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Donnerstag, 26. November 2009, 07:57

Tragflächensteckung für einen Schlepper mit 2,8 m Spw

Hallo,

ich habe einen gebrauchten Telemaster mit 2,8 m Spannweite bekommen. Der Flieger wurde trotz seiner ca. 9 kg mit einem ZG 23 betrieben, was zum gemütlichen Rundflug gerade so ausreichte.

Ich will ihn aber zum Schleppen benutzen und so soll ein großer Benziner (DL-55 o.ä) rein.

Nun zum meinem Problem:
Als Verbinder der geteilten Tragflächen sind zwei 16 mm Alurohre als Steckung eingebaut. Die Tragflächen sind zum Fahrwerk hin abgestrebt.

Die Alurohre sind mir etwas suspekt, was kann ich da ändern um genügend Halt zu bekommen?

- in das 16er Rohr einen 14er Rundstahl einschieben, was aber wahrscheinlich sehr schwer würde?

- in das 16er Rohr ein 14er Rohr einschieben, darin wieder ein 12er Rohr und darin ein 10er Rundstahl? (bissl kompliziert)

- in das 16er Rohr einen vertikal stehenden Holm aus (gutem) Sperrholz (5 mm oder 6 mm) einsetzen und ordentlich einkleben?


Ich brauche Eure Tipps.

Gruß
Oliver
Fly with the eagles or scratch with the chickens.

der_rote_baron

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2

Donnerstag, 26. November 2009, 17:08

Hallo,
also rein festigkeitsmäßig erreichst du mit einem Vollstab aus gutem Vergütungsstahl am meisten, was aber auch am schwersten wird. Die Sperrholzstege sind zwar prinzipiell eine gute Idee, aber bei 14 mm Holmhöhe halten die nicht so besonders viel. Außerdem muss die Verklebung wirklich sehr gut ausgeführt werden, sonst bringen sie überhaupt nichts. Dann noch lieber ein Buchenrundstab. Gewichtsmäßig bei guter Festigkeit kommst du mit einem massiven Kohlestab ziemlich weit. Der ist in seiner Zug- und Biegefestigkeit einem einfachen Wald- und Wiesenstahl sogar noch überlegen, hält aber nur etwa halb so viel aus wie ein ordentlicher Vergütungsstahl. Die Idee mit mehreren Rohren würde ich an deiner Stelle verwerfen. Erstens müsstest du die sehr sauber mit Lagerkleber miteinander verkleben, wenn sie wirklich gut halten sollen, sonst können sie die Schubkräfte nicht übertragen.. Und zweitens kannst du dir bei 10 mm "Restdurchmesser" den Stahlstab dann auch sparen, weil der durch sein dann viel zu geringes Widerstandsmoment auch nicht mehr viel trägt.

Was glaubst du denn, wieviel der Rumpf (ohne Flächen) nach dem Umbau auf den größeren Benziner wiegen wird und wie beurteilst du die Streben? Meinst du, die können auch was halten, oder sind die nur zur Zierde da? Eventuell halten die Rohre ja auch so...

mfg Der Baron
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

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3

Donnerstag, 26. November 2009, 17:28

Hallo,
ich würde die Rohre so lassen wie sie sind.
Ich habe eine Piper auch mit 2,80m Spannweite und habe gar keine Steckungsrohre. Bei mir werden die Tragflächen am Rumpf verschraubt und die Flächenstreben halten die ganze Last.Mache damit auch Schlepps und Sturzflüge, kunstflug und so...
Wenn du keine Streben haben möchtest, dann empfehle ich dir keinen KohleRundstab aus vollmaterial sondern ein Rohr(CFK) mit ca 2mm Wandstärke. Das hält mehr aus (biegung) wie vollmaterial.
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der_rote_baron

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4

Donnerstag, 26. November 2009, 17:36

Zitat

Original von FlyingDutchman75
Wenn du keine Streben haben möchtest, dann empfehle ich dir keinen KohleRundstab aus vollmaterial sondern ein Rohr(CFK) mit ca 2mm Wandstärke. Das hält mehr aus (biegung) wie vollmaterial.


Das gilt aber nur, wenn die Querschnittsfläche des Rohres genauso groß ist, wie die des Vollstabes, sonst hält das Rohr weniger als der Stab.

mfg Der Baron
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5

Donnerstag, 26. November 2009, 20:29

@ Der Baron
Das gilt aber nur, wenn die Querschnittsfläche des Rohres genauso groß ist, wie die des Vollstabes, sonst hält das Rohr weniger als der Stab.

das stimmt so nicht ganz.
Je mehr du in die mitte des Stabes(vollmaterial) kommst, umso weniger trägt es, weil dann die Fasern nur noch gebogen werden.
Am meisten müssen die äuseren Fasern aushalten, da die oberen auf Druck und die unteren auf Zug belastet werden. Jeh mehr du in die mitte des stabes kommst, umso weniger tritt dieser effekt auf. Ist dann also nur unnötiger ballast.


Was dann mehr bringen tut, ist, wenn du den durchmesser des Rohres vergrößerst.
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der_rote_baron

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6

Donnerstag, 26. November 2009, 21:30

Zitat

Original von FlyingDutchman75
@ Der Baron
Das gilt aber nur, wenn die Querschnittsfläche des Rohres genauso groß ist, wie die des Vollstabes, sonst hält das Rohr weniger als der Stab.

das stimmt so nicht ganz.
Je mehr du in die mitte des Stabes(vollmaterial) kommst, umso weniger trägt es, weil dann die Fasern nur noch gebogen werden.
Am meisten müssen die äuseren Fasern aushalten, da die oberen auf Druck und die unteren auf Zug belastet werden. Jeh mehr du in die mitte des stabes kommst, umso weniger tritt dieser effekt auf. Ist dann also nur unnötiger ballast.


Was dann mehr bringen tut, ist, wenn du den durchmesser des Rohres vergrößerst.


Ja, ich weiß ;) Je näher man zur neutralen Faser kommt, desto geringer wird die Spannung im Material. Trotzdem ist bei gleichem Außendurchmesser das Flächenträgheitsmoment eines Rohres niedriger als das eines Vollstabes. Damit sinkt auch das Widerstandsmoment und damit steigt die Spannung im Material. Größer wird die Belastbarkeit nur dann, wenn die Querschnittsfläche erhalten bleibt, was mit einer Vergrößerung des Durchmessers identisch ist. Im Konkreten Fall beträgt die Belastbarkeit eines Rohres (14 mm Außen-, 12 mm Innendurchmesser) nur 46 % der Belastbarkeit eines 14 mm Vollstabes.

mfg Der Baron
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7

Freitag, 27. November 2009, 07:11

JA hast recht.
Ich bin bis jetzt bei meinem Programm von Stahlstäben ausgegangen. Dort ist es so, das dann das Eigengewicht(bei größeren Bauvorhaben) von einem Vollmaterial mitberechnet wird. Dann ist es so, das man mehr Rohr und Doppel T Träger verbaut um das eigengewicht herab zu setzen.

Beim CFK Stab kann man das Eigengewicht und so vergessen.... Hatte da wohl einen verdreher im Kopf.
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8

Freitag, 27. November 2009, 07:37

Zitat

Original von der_rote_baron
Was glaubst du denn, wieviel der Rumpf (ohne Flächen) nach dem Umbau auf den größeren Benziner wiegen wird und wie beurteilst du die Streben? Meinst du, die können auch was halten, oder sind die nur zur Zierde da? Eventuell halten die Rohre ja auch so...mfg Der Baron


Hallo,
der ZG 23 wiegt ca. 100 gr. weniger als der DLE-55. Also viel wirds nicht ausmachen.
Die Streben waren ursprünglich nur als Zierde vorgesehen. Ich will sie aber so umbauen, daß sie auch was halten. Die Rohre sind mir ohne weitere Verstärkung suspekt 8(

Von der Rohren-in-Rohren-Idee :dumm: bin ich auch wieder weg.

Der Kohlstab wäre also die bessere Lösung!
Ein Problem habe ich aber noch: bisher war als Verdrehsicherung des Alurohres eine 2 mm Blechschraube von der Unterseite der Tragfläche in das Alurohr gedreht. Das sollte dann bei dem CFK-Stab wohl entfallen, weil dann das CFK beschädigt wird?!

Gruß
Oliver
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9

Freitag, 27. November 2009, 08:31

Ja würde ich weg lassen. Aber warum eine verdrehsicherung? Wenn der stab nicht links oder rechts in die Tragfläche "fallen" kann, braucht man sowas meiner Meinung nicht.
Und die Tragflächen werden doch oben an den Rumpf verschraubt,- also können diese
auch nicht auseinandergehen.

Wenn du die streben zusätzlich zum Kohlerohr benutzt kann nichts mehr schief gehen.
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der_rote_baron

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10

Freitag, 27. November 2009, 08:46

Hallo,
seh ich ähnlich. So lange die Steckung nirgendwo hin kann, brauchts die Schraube nicht unbedingt. Abhängig von der Aufhängung im Rumpf solltest du die Rohre in selbigem aber vielleicht besser einkleben. Wenn sie z.B. in einem durchgehenden (sprich massiven) Balsateil gelagert sind, dann ist das okay. Wenn sie aber eventuell nur in den Rumpfseitenwänden gehalten werden, würde ich von einer schwimmenden Aufhängung absehen und die Rohre im Rumpf einharzen.

mfg Der Baron
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11

Freitag, 27. November 2009, 13:42

Zitat

Original von FlyingDutchman75
Wenn der stab nicht links oder rechts in die Tragfläche "fallen" kann, braucht man sowas meiner Meinung nicht.


Hi,
ja das weiß ich eben nicht. Ich muß mal vorsichtig "reinfühlen" ob es da einen Anschlag gibt oder ob die Steckung hinten offen ist.

Zitat

Original von der_rote_baron
Abhängig von der Aufhängung im Rumpf solltest du die Rohre in selbigem aber vielleicht besser einkleben.


Die Tragflächen werden von oben auf den Rumpf geschraubt und nicht seitlich angesteckt; die Rohre befinden sich nur in den Flächen.

Abgesehen davon, daß ich diese Schraube evtl. weglassen kann, würde sie das CFK schwächen, wenn es deshalb (2 mm) angebohrt würde?? ???
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12

Freitag, 27. November 2009, 14:53

Ja

normalfreak

RCLine Team

Wohnort: Eifel/Raum Euskirchen

Beruf: Leichtflugzeugbauer

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13

Freitag, 27. November 2009, 21:10

Ui ist das alles kompilziert XD
Wie wärs denn damit selber einfach einpaar Kohlerovings in das vorhandene Rohr einzuziehen?
Ist leicht, hält viel aus, ich nicht schwer in der Umsetzung und erspart das umständliche Einkleben eines Stabes.

Gruß,Marcus
Mit freundlichem Gruß
Marcus

14

Samstag, 28. November 2009, 12:45

Naja wie wenn du geschrieben, die Tragflächenstreben funktionsfähig machen tust, so das diese tragen, dann brauchst du an der Flächensteckung nix zu machen.
Die streben halten dann die ganze Kraft und du brauchst dir um das Alurohr keine sorgen mehr machen.
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