Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

vista

RCLine User

  • »vista« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schweiz

Beruf: Schüler

  • Nachricht senden

1

Samstag, 2. Januar 2010, 11:02

Biegemoment Federstahl

Halle Leute
Ich habe gerade eine Brett vorm Kopf und weiss nicht mehr wie der Überbegriff zu dem Thema heisst:
Ich möchte die Dimensionierung eines Flächenstahl (Federstahl) berechnen, wenn der Flieger 5 g aushalten soll, wenn die Fg= 90 N beträgt. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?
Ich habe immer gemeint, das Thema heisse "Statik", aber da werde ich bei Google nicht schlau!

Gruuz
Samuel
-Tiltrotor (Eigenkonstruktion und -bau)
-Smove (Eigenbau)
-Gecko (Eigenbau)
-Hangflitzer (Eigenkonstruktion und -bau)
-Highlight II Speed

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

  • Nachricht senden

2

Samstag, 2. Januar 2010, 11:26

RE: Biegemoment Federstahl

Zu wenig Angaben. Mit einer Kraft allein kann man kein Moment ausrechnen.

Die Spannweite muss man schon wissen um wenigstens ein wenig schätzen zu können, besser ein paar Eckdaten zum Flieger und der geplanten Verbindung angeben (max. Profilhöhe. z.b.)

Zuerst schätzt du das Moment an der Stelle ab (da du wohl keine Auftriebserteilung rechnen wirst) - halbe Gewichtskraft * Lastvielfaches * (1/4 der Gesamtspannweite (Schätzwert für den Kraftangriffspunkt, damit bist du eher auf der sicheren Seite)).

Dann mal schauen was so ein Stahl an zulässiger Spannung (S) aushält , daraus erhältst du über W=M/S das min. notwendige Widerstandsmoment des Stahlquerschnitts, für einen Rechteckquerschnitt ist es W=(b*h²)/6.

Dann schauen was an Material verfügbar ist ,W ausrehnen, und das nehmen mit du über dem min. notrwendigen Wert liegst.

Und dann grosszügig aufrunden weil das soooo mickrig aussieht :evil: ==[] , und 5g sind ja sowieso nicht wirklich viel.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (2. Januar 2010, 11:30)


chemienator

RCLine User

Wohnort: Landkreis OPR (Brandenburg)

  • Nachricht senden

3

Samstag, 2. Januar 2010, 11:29

Ich kann dir momentan nicht ganz folgen, was du genau berechnen willst. Kannst du da mal eine kleine Skitze machen?

Ach ja, das Fachgebiet heißt übrigens "Festigkeitslehre" und baut auf der Statik auf. Ein sehr informatives und leicht verständliches Buch zu dem Thema ist von Karlheinz Kabus und heißt "Mechanik und Festigkeitslehre" (Carl Hanser Verlag)

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

  • Nachricht senden

4

Samstag, 2. Januar 2010, 12:54

Hallo Samuel,

Die Aufgabenstellung lautet "Träger auf zwei Stützen" und ist eine der Grundaufgaben der Statik. Paul hat das schon völlig richtig erklärt. Du musst aber die Zugfestigkeit der verwendeten Stahlsorte kennen (oder zumindest abschätzen können) um zu einem sicheren Ergebnis zu kommen. Für die Berechnung der Zugspannung kann ich Dir eine Excell-Tabelle schicken (wenn ich Deine eMail Adresse habe). Biegemoment (Kraft mal Hebelarm) geteilt durch Widerstandsmoment (geometrische Größe) gibt Zugspannung. Wenn die Zugfestigkeit (elastischer Bereich) größer ist als die Zugspannung und der Stab nicht ausknicken kann, bist Du auf der sicheren Seite. Wie weit sich der "Träger" durchbiegt, ist etwas schwieriger zu berechnen.

Bis dann denn
Stephan Urra
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

Jetzt wieder Online !

Mein Verein in Regensburg: VMR
Mein Verein im Raum Nürnberg: Noch auf der Suche

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (2. Januar 2010, 23:43)


vista

RCLine User

  • »vista« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schweiz

Beruf: Schüler

  • Nachricht senden

5

Samstag, 2. Januar 2010, 14:20

Jep jetzt hab ichs auch wider dinne. :ok: Vielen Dank!
Mit der Auftriebsverteilung wird es einfauch, da ich eine Rechteckflügel habe. Und die Formeln für die Widerstandsmomente sind auch im Kasten. Die waren tatsächlich nicht im offiziellen Formelbuch für Schweizer Maturitätsschulen! Habe nun eindlich auch meinen Physiklehrer an die Strippe bekommen. Ich musste es wissen, um die Dimensionierung meines Klappmechanismus eines Osprey-ähnlichen Fliegers/Hubschraubers zu rechnen. Bitte jetzt keine Vorurteile, von wegen, das sei nicht zu schaffen und alles :tongue: . Wir reden in einem halben Jahr wider darüber.

Grüsse,
Samuel

P.S.
Es handelt sich bei meinem Problem Näherungsweise um eine einseitig eingespannten Federstahl...
-Tiltrotor (Eigenkonstruktion und -bau)
-Smove (Eigenbau)
-Gecko (Eigenbau)
-Hangflitzer (Eigenkonstruktion und -bau)
-Highlight II Speed

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »vista« (2. Januar 2010, 14:23)


der_rote_baron

RCLine User

Wohnort: Dresden

Beruf: Student (Luft- und Raumfahrttechnik)

  • Nachricht senden

6

Samstag, 2. Januar 2010, 22:50

Zitat

Original von vista
P.S.
Es handelt sich bei meinem Problem Näherungsweise um eine einseitig eingespannten Federstahl...


In Fachkreisen auch "Kragträger" oder "oller Biegebalken" genannt... :D

Vergiss aber nicht, dir als Vergleichswert die zulässige Biegespannung herauszusuchen, nicht die zul. Zugspannung. Sonst wunderst du dich, wieso der Träger nach Belastung krumm ist.

mfg Der Baron
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln