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polotuner54

RCLine User

  • »polotuner54« ist der Autor dieses Themas

Beruf: gelernter Schreiner

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1

Donnerstag, 14. Januar 2010, 00:44

Program zur schwerpunkt erechnung

Halllo Leute
kennt einer von euch ein gutes Program womit man einen Schwerpunkt erechnen kann??

Habe heute mal wieder meine Phantom F4 ausem Keller gekrammt und baue diese jetzt auf einen Brushless Antrieb um, da ich mit dem Vorher verbauten Verb. das Problem hatte das wenn er mal aus ging in der Luft das Teil nicht mehr mit dem Höheruder zu halten war.

Und falls noch einer eines kennt wo man die EWD mit erechnen kann, oder mir sagen kann wie ich diese messen kann bei dem V-Leitwerk was ja nach unten geht. den das HLW ist bei mir als pendelleitwerk ausgelegt.

fg
würde mich sehr freuen wenn einer ne Idee hätte.
»polotuner54« hat folgendes Bild angehängt:
  • K800_F-4 Phantom.jpg
[SIZE=1] Modelle:
Decathlon Moki45
Cap 21 1,9m Elektro
Micro Exel
ASK 21 Rödel 4,2m
Fox in 2m, 3m, 4m
DG 500 Elan MPX
Wilga E*star 1,4m
Phantom 1,1m
A 380- Windrider
T-Rex 450
G 109 -Roke 3,2m Elektro

Im Bau:
Cessna 310Q 1,9m[/SIZE]

anziwi

RCLine User

Wohnort: D-65xxx Wiesbaden

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2

Donnerstag, 14. Januar 2010, 00:54

RE: Program zur schwerpunkt erechnung

Hallo,

schau die mal WinLaengs4 an. Das nehme ich immer um die Baukastenangaben zu überprüfen und habe bis jetzt ganz gute Ergebnisse erzielt.
CU Andreas :w

(Best viewed with open eyes and a human brain ver. 1.0 or above).

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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3

Donnerstag, 14. Januar 2010, 01:01

Hallo Timo,

oder hier:

http://www.rainers-modellflugseite.de/

Dort links im Menü weiter bei Software/Schwerpunkt.

Die V-Form des H-Leitwerks kannst du für die Praxis der SP-/EWD-Ermittlung vernachlässigen. Tu einfach so, als hätte es keine.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (14. Januar 2010, 01:15)


4

Donnerstag, 14. Januar 2010, 09:25

Hallo, die genannten Eigenbauprogramme zur Abschätzung des Gesamtneutralpunktes, und basierend darauf, der Schwerpunktlage für ein gewünschtes Statbilitätsmaß funktionieren hervorragend, und zwar für die im Modellflug vorherrschenden Standardauslegungen: Schlanker Rumpf, Neutralpunkt der Tragfläche im vorderen Drittel des Rumpfes. Diese Konfiguration hat die Phantom nicht.

Für den Fall der Phantom bedeutet das:

1. Der Gesamtneutralpunkt des Flugzeuges wird durch den massigen vorderen Rumpfanteil nach vorne verschoben. Begründung: auch der Rumpf liefert bei Anstellwinkelvergrößerung Zusatzauftrieb.

2. Der massige Rumpf vor dem Höhenleitwerk schattet dieses zu einem gewissen Teil ab. Das führt zu einer geringeren Effizienz des Höhenleitwerks, das effektive Höhenleitwerksvolumen kann dadurch auch auf unter 50 % schrumpfen. Die V-Stellung beeinträchtigt ebenfalls die Effizienz des Höhenleitwerks, es gilt nur die Projektionsfläche des Leitwerks für den Zusatzauftrieb bei Anstellwinkelvergrößerung. Diese Umstände bewirken ebenfalls eine Verschiebung des Gesamtneutralpunktes nach vorne.

Wegen der nicht genau berechenbaren - so genannten "nicht liniearen"- Einflüße des Rumpfes und des Abwindfaktors (das ist eine andere Geschichte...) kann die exakte Lage des Gesamtneutralpunktes ohne Daten aus dem Winkkanal nur abgeschätzt und nicht berechnet werden.

Um die Abschätzung des Gesamtneutralpunktes bei der Phantom zu verfeinern, schlage ich vor:

1. Die vorgeschlagenen Programme zwar zu verwenden, aber: für die Leitwerksfläche nur die projizierte Fläche (die Fläche des "Schattens mittags im Sommer"), und davon höchstens 50% einzutragen. Das kompensiert die Abschattung durch den Rumpf.

2. Den so erhaltenen "Schwerpunkt" wegen der Rumpfvorlage um ca. 5 % der Rumpflänge vor zu verlegen. Bei einer Rumpflänge von 50 cm also 2, 5 cm. Das ist eine grobe Schätzung von mir für den vorliegenden Fall. Diesen Wert könnte man durch entsprechende Berechnungen noch besser annähern, nur ists der Rechnerei schon genung, mein ich :angel: .

Berücksichtigt man diese Faktoren nicht , so ist es anzunehmen, dass die Berechnung durch die vorliegenden Programme zwar ein fliegbares Stabilitätsmaß ( = Vorlage des Schwerpunktes vor dem Gesamtneutralpunkt) ergibt, der Schwerpunkt aber tatsächlich hinter dem Gesamtneutralpunkt zu liegen kommt, wodurch das Flugzeug in seiner Längsstabilität statisch und dynamisch instabil wird. Sowas wollen wir normalerweise im Modellflug weniger.

Die Vernachlässigung des Rumpfes bei der Einschätzung des Stabilitätsmaßes hat in der personentragenden Fliegerei angeblich schon zu Abstürzen geführt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit :D
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »greenx« (14. Januar 2010, 09:26)


Heinz Stanek

RCLine User

Beruf: Steintechniker

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5

Donnerstag, 14. Januar 2010, 09:57

Program zur schwerpunkt erechnung

Hallo Timo,

dann bleibt dir noch das "FLZ-Vortex" von Frank Ranis.

Da musst du dich aber länger damit beschäftigen um dort richtig einzusteigen. Aber es gibt ja dazu Beispielrechnungen, die du nur auf dein Modell zu modifizieren hast.

http://mitglied.multimania.de/frankranis/

Viel Vergnügen dabei.

Heinz

polotuner54

RCLine User

  • »polotuner54« ist der Autor dieses Themas

Beruf: gelernter Schreiner

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6

Donnerstag, 14. Januar 2010, 11:50

Hallo
Danke erst mal, also ich habe es eben mit dem Rechner von rainer´s seite berechnet so gut ich kann, und komme auf einen neutralpunkt von 193mm
Die SP angaben liegen von 175-220mm.
Wenn ich nach "greenx" gehe und ihn zimlich nach vorne nehme habe ich eben gesehen das ich mit 180mm SP vorher geflogen bin.
Werde ihn daher jetzt doch mal auf einen zwichwert setzten von 190-200mm, da ich ja der meinung war das er vohher vorn zu schwer war und ich das HLW zu stark anstellen musste und bei dem Motorausfall zu wenig anströmung auf dem HLW hatte.
Kann das dismal ja dann aber im höhe testen mit dem Brushless :-)

Aber Danke noch mal für eure anregungen und Infos

fg
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Im Bau:
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haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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7

Donnerstag, 14. Januar 2010, 17:23

Hallo,

natürlich hat greenx Recht, wenn er (qualitativ) auf die Neutralpunktsverschiebung durch den Rumpf hinweist; aber quantitativ finde ich seinen Vorschlag etwas übertrieben.

Ich würde den NP gemäß Programm bestimmen und dann für die SP-Lage ein Stabilitätsmaß an der Obergrenze des "Üblichen" wählen; das wären etwa 15% der Bezugsflügeltiefe.

Damit sollte das Teil erstmal beherrschbar in die Luft kommen; das "Feintuning" muß man eh beim Fliegen machen.

Gruß,
Helmut

PS.
Wer sich eingehender mit dem Rumpfeinfluß auf die NP-Lage befassen will, der findet auf dem NASA NTRS-Server Einiges an älteren Arbeiten dazu; theoretisch und experimentell.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (14. Januar 2010, 17:30)


Jürgen Be

RCLine User

Wohnort: Vaihingen/Enz

Beruf: Postler

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8

Donnerstag, 14. Januar 2010, 17:24

Hi Timo,

mit dem von Andreas angegebenen WinLaengs4, kannst du den breiten Rumpf, als 3te Fläche angeben. Hab ich so bei meiner Beriev Be-103 gemacht und hat recht genau gepasst. Zum Überprüfen hab ich mir damals auch noch ein verkeinertes Modell in Schockybauweise, als Wurfgleiter gebaut. Passte da mit dem errechneten fast genauu überein. Die Be-103 fliegt immer nochmit dem angegeben Schwerpunkt.

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…ghtuser=&page=1

Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
http://hmsv.net/