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PorterPilot

RCLine User

  • »PorterPilot« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hall in Tirol

Beruf: Angestellter

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1

Mittwoch, 7. April 2010, 09:53

Erfahrungen mit Fernwellen bei Benzinern?

Hallo Leute!!

Ich habe folgende Idee, ich hab eine 3m Scalmaschine >20kg die ich mit einem King 95 ausstatten möchte da bei den 2 Zylinder-Reihenmotoren immer der Hintere verreckt :angry: , nur ist die Cowling so schmal das ich sie auschneiden müsste. Da Scale, kommt das nicht in Frage.

Von der Firewal/Motordom bis zur Propellerebene sind es 320mm der Motor ist aber nur 190mm, mir Fehlen also 130mm.

Meine Idee wäre es nun die 13cm mit einer Fernwelle, hatte an einen DM von 50mm gedacht, zu überbrücken und diese ein oder zwei mal ??? mit Kugellagern zu Lagern.

Was haltet Ihr von der Idee und gibt es Erfahrungen? Worauf muss ich achten??

Danke uns LG

Daniel :w

Anbei moch mein "Baby"
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modellflug-tirol.at > aus Leidenschaft zum Modellflug :ok:

chemienator

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2

Mittwoch, 7. April 2010, 12:01

Wenn du noch das maximale drehmoment hast, welches der Motor bringt, könnte man das ganze zumindest mal auf Torsion durchrechnen und dimensionieren.
Dann bliebe nurnoch die Frage der schwingungen.
Ich würde die Welle auf jeden fall so kurz wie möglich halten.

3

Mittwoch, 7. April 2010, 14:54

Zitat

da bei den 2 Zylinder-Reihenmotoren immer der Hintere verreckt angry


darauß schließe ich eine schlechte oder nicht vorhandene Kühlluftführung...
... der erfolgreiche Einsatz dieser Motoren ist ja kein Einzelfall.

Wegen der Fernwelle solltest Du mal mit Engelmodellbau in Kontakt treten. Die haben sowas schon bei einem Modell realisiert. (Ameisenbär mit einem Zug und einem Druckmotor)

Gruß

Micha
...also ich bin dafür! :ok:

PorterPilot

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4

Mittwoch, 7. April 2010, 15:14

Hallo Micha!!

Ja ich bekomm nicht genug Luft durch die doch recht kleine Turbinenansaugung um auch den hinteren Zylinder ausreichend zu kühlen.
Danke für den Tipp mit Engel, werd dort gleich mal anklopfen :tongue:

:w
modellflug-tirol.at > aus Leidenschaft zum Modellflug :ok:

5

Mittwoch, 7. April 2010, 16:43

Zitat

Original von chemienator
Wenn du noch das maximale drehmoment hast, welches der Motor bringt, könnte man das ganze zumindest mal auf Torsion durchrechnen und dimensionieren.
Dann bliebe nurnoch die Frage der schwingungen.
Ich würde die Welle auf jeden fall so kurz wie möglich halten.


Die Festigkeit (Torsion) dürfte das allerkleinste Problem sein.., mit anständigem Material dürfte da schon eine 8er bis 10er Welle reichen. Nein, hier geht es eigentlich (nur) um Steifigkeit, Vibrationsfestigkeit/Stabilität usw.

reset-leo

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Wohnort: Oberösterreich

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6

Mittwoch, 7. April 2010, 20:03

ich flieg zwar nur elektromodelle, hab aber trotzdem den gedanken, dass das mit der dämpfung der antriebseinheit schwierig sein könnte. ich meine, weil normalerweise wird ein verbrenner ja mit gummilagern montiert, damit die vibrationen gegen den rumpf gedämpft werden. damit die welle auf die distanz nicht unheimlich schwingt, ist sicherlich eine lagerung der welle vor dem motor, nahe am propeller nötig, die aber dann ebenfalls gedämpft sein müsste. aber könnte gut sein, dass das hinhaut... ein thema wären dann ev. noch längsbewegungen der welle durch die gedämpfte aufhängung. da wäre es vielleicht eine idee, eine gedrehte welle zu machen (ist sowieso wohl vorteilhaft), darauf einen "steg" (ich mein das gegenteil einer nut, weiß nicht, wie das heißt) stehen zu lassen, und davor und dahinter mit anliegenden lagern zu lagern, wobei die lager an sich starr miteinander verbunden sind, die einheit aber wieder gedämpft wird. weißt, was ich mein?

alternativ könnte ich mir auch vorstellen, die welle selbst starr zu lagern, aber mit einer hardyscheibe (siehe kardanwelle) an die motorwelle zu flanschen... dann wäre der motor gedämpft, die welle aber mehr oder weniger schwingungsfrei.

und zum reihenmotor hab ich auch noch einen gedanken: hast du leitbleche unter der cowling, die luft zum hinteren zylinder führen? die motoren in "den großen" würden ohne solche auch überhitzen...

du könntest dir ja auch überlegen, mit den heutigen telemetriemöglichkeiten die krümmertemperatur zu messen, eine gemischregelung einzubauen, und dann wenn die temperatur kritisch wird, das gemisch anreichern ;)
Alfa Model P51-D - Robbe Super Star - BMI Fieseler Storch - FW 190D (Eigenbau) - COX Micro Corsair - Graupner Nemesis - Blade mSR S300 Scale - Blade nCP X - Blade mCP X
-- und noch einige mehr --


Und in groß: PA-18-150 Super Cub D-ELUK, PA-28-181 Archer III OE-KMV

PorterPilot

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7

Donnerstag, 8. April 2010, 08:14

Luftleitbleche und Gemischverstelung hab ich schon durch :no:

Ich denke ich hab die Lösung:

Ich werde den Motor elastisch Lagern und die Welle zum Propeller starr.

Die Welle wird an der Vorder- und Hinterseite mit Kegellagern, in Zugrichtung, gelagert. Als Verbindungsstück zwischen Motor unt Welle wird eine Elastische Klauenkupplung dienen, da diese auch Versatz ausgleichen kann der zwangsläufig bei Vibrationen entsteht.

Soviel zur Theorie, was haltet ihr davon??

Daniel
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haschenk

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Beruf: Dipl. Ing.

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8

Donnerstag, 8. April 2010, 09:30

Hallo,

ich würde die Welle propellerseitig in einem (zweireihigen) Pendel-Kugellager lagern; das kann leichte Fluchtfehler ausgleichen und zugleich den Propellerschub aufnehmen. Motorseitig ein Kardan- bzw. elastisches Gelenk. Der Motor kann dann (annähernd) fest gelagert werden. Das Kardangelenk sollte möglichst längsverschiebbar an die Welle angeschlossen sein (Nuten oder Vielkeil), um Montagefehler kompensieren zu können; über das Kardangelenk sollte nur Drehmoment, aber keine Axialkraft übertragen werden. Welle selbst aus Stahlrohr.

Der Motor hat hoffentlich eine Schwungscheibe, sonst lebt das Kardangelenk nicht lange.

Anhang:
Fernwelle der Horten VII (Pusheranordnung).

Gruß,
Helmut
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