Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 11. Juli 2010, 21:19

Berechnen, wieviel EWD nötig ist

Hallo,

wie finde ich denn raus, wieviel EWD mein selbstkonstruiertes Flugzeug braucht? Ich finde immer nur Programe, mit denen man die eingestellte EWD berechnen kann, aber keines, mit dem ich die benötigte EWD rausfinden kann. Ich suche praktisch so ein Programm wie WinSchwer, nur für die EWD statt den Schwerpunkt...
Ich weiß zwar, dass 0,5-1,5 Grad gebräuchliche Werte für die EWD sind, aber das hat bei meinem Erstflug heute auch nichts gebracht.

Gruß
Luftschrauber
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

2

Sonntag, 11. Juli 2010, 23:14

Hallöchen

Schau mal hier

http://www.rainers-modellflugseite.de/

( linke Seite " SOFTWARE " )

Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

3

Montag, 12. Juli 2010, 07:26

Hi Uli,

danke, das ist gut dein Programm, habs mir grad mal mit dem ClarkY.dat ausgeben lassen. Gibts da auch eine grafische Ansicht für die .dat-Profildateien? Das wäre schon sehr hilfreich, weil aus den x- und y-Koordinaten oder den Profilnamen allein weiss ich nicht wie das Profil wirklich aussieht. Gibts da evtl. so x-y-Viewer oder sowas dafür?
Und gibts evtl. auch x-y-Datei-Generatoren wo ich mein selbsterstelltes Profil reinzeichnen kann und er mir dann die x-y-Koordinaten dazu liefert? Weil ich habe mir ein eingenes Profil zusammengebaut, sowas wie ein Kline-Fogleman, nur mit abgeflachten Übergängen und abgerundeter Nasenleiste.

Gruß
Stefan
»Luftschrauber« hat folgendes Bild angehängt:
  • flinker_flitzer_48cm 016.jpg
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luftschrauber« (12. Juli 2010, 07:30)


Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

  • Nachricht senden

4

Montag, 12. Juli 2010, 07:58

Ich beobachte deine Bauversuche schon eine Weile, doch ich finde die Flugzeuge sehr seltsam.

Auch dein Kline Fogleman Profil ist falsch ausgeführt worden, die hintere Kante des oberen Depronstückes muss scharfkantig sein und nicht wie bei dir, angeschrägt.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

5

Montag, 12. Juli 2010, 09:48

Hallo Stefan

Das ist nicht mein Programm .

Zum Programm selber kann ich dir auch nichts sagen .

Ich wusste nur das ich diese Seite mal abgepeichert hatte , eben wegen diesem Programm .


EDIT :

KF-Profil Kline-Fogleman .

http://www.rcgroups.com/forums/attachmen…hmentid=2795876

Das sieht schon erheblich anders aus .

Evtl. solltest du die Fläche nochmal bauen wenn du solch ein Profil haben möchtest .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »guest100919« (12. Juli 2010, 09:57)


Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

  • Nachricht senden

6

Montag, 12. Juli 2010, 11:12

Bei Depron würde ich entweder:

-Jomaribauweise
-ebene Platte
-gebogene Platte
-Kline Fogleman

oder

-Jedelsky

verwenden
Ich bezweilfen eine gute Flugleistung bei dem derzeit verwendeten Profil.
Mit einem Profil, welches keine zugeordneten Koordinaten besitzt (weil Freihand), lässt sich sicher keine EWD berechnen, nur ein Erfliegen wäre hier möglich.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (12. Juli 2010, 11:13)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

7

Montag, 12. Juli 2010, 12:50

Hi Luftschrauber,


ich würde dir raten, etwas "konventionellere" Profile zu verwenden.
Mal abgesehen daon, daß dein "Kline-Fogleman"-Profil auf dem Kopf steht: Die Kline-Fogleman-Profile sind nicht gut (was nicht heißt, daß man damit überhaupt nicht fliegen kann).

Um die Kline-Fogleman-Profile wurde um 1973 herum in der Presse viel Wind gemacht.
Das Originalpatent kann man runterladen vom Europäischen Patentamt (EPA)
http://ep.espacenet.com/?locale=de_EP
dort in die Nummernsuche nur US3706430 eingeben.

Aber nicht jedes Patent taugt was und hält, was der Erfinder verspricht. Die Kline Fogleman-Profile wurden daher an einer US-Universität im Windkanal vermessen, und das Ergebnis von der NASA veröffentlicht, hier ein Link dazu:

http://ntrs.nasa.gov/search.jsp?R=206358…e%257c1%26N%3D0

Hier dann nur noch "View PDF-File" anklicken zum download.
Das Ergebnis der Messungen ist besch...eiden.

Vielleicht fliegt dein Modell, wenn du unter die Flügel-Nasenleiste ein paar Millimeter drunterpackst, damit du hier einen Einstellwinkel von 2-3 Grad bekommst. "Berechnen" kann man bei solchen Phantasieprofilen nichts mehr.

Ein bekanntes Programm zum Ansehen und Plotten von Profilen ist z.B. "Profili". Für deine Zwecke genügt die kostenlose Miniversion. Mehr dazu findest du unter
www.profili2.com


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (12. Juli 2010, 12:53)


Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

8

Montag, 12. Juli 2010, 22:28

Zitat

Original von haschenk
ich würde dir raten, etwas "konventionellere" Profile zu verwenden.

Ja, werd ich machen, diesmal halt dann die Schräge durchgehend bis zur Endleiste. Ich werd mir einen Schleifklotz besorgen und damit dann ein halbsymmetrisches Profil zurechtschleifen. Ich will halt ein schnelles Profil und maximal 50cm Spannweite. Also hab ich als Flächentiefe 8cm festgelegt, damit noch genug Streckung entsteht. Und bei 8cm Flächentiefe darf halt ein schnelles Profil nur höchstens so um die 8mm Profildicke haben. Weil schnelle Profile gehen so ca. bis 10% Profildicke hab ich mal gelesen. Da bleibt mit mit meinen 4mm-Schaumplatten nur die naheliegendste Bauweise, halt zwei dieser 4mm-Platten aufeinander zu kleben. So hab ich genau 10% Flächentiefe. Eine Schneidedraht-Vorrichtung hab ich leider nicht, das wäre optimal denke ich.

Zitat

Original von haschenk
Vielleicht fliegt dein Modell, wenn du unter die Flügel-Nasenleiste ein paar Millimeter drunterpackst, damit du hier einen Einstellwinkel von 2-3 Grad bekommst.

Gute Idee, der Verdacht auf zu wenig EWD ist mir heute auch gekommen. Weil im Gleitflug ist er trotz korrektem Schwerpunkt sehr stark mit der Nase nach unten gegangen, also zu wenig Auftrieb.

Zitat

Original von haschenk
Ein bekanntes Programm zum Ansehen und Plotten von Profilen ist z.B. "Profili".

Danke. Ich hab hier auch noch eine Seite mit praktischen Tools entdeckt:
http://www.b2streamlines.com/plotters.html
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Luftschrauber« (12. Juli 2010, 22:38)


Ruediger

RCLine User

Wohnort: D-63791 Karlstein. Gesetzmässigkeit: Je flacher der Beitrag, desto mehr Smileys darin. UTFS!

Beruf: EDV-Knecht

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 13. Juli 2010, 14:20

Tach Stefan,

Dir kann geholfen werden, danach haben schon andere Leute gefragt, deshalb jetzt nur mit Cut&Paste und nicht speziell auf Dich zugeschnitten:

----Schnipp-----
mich wundert, dass noch keiner das Verhältnis zwischen Flächenbelastung und Auftriebsbeiwert zur ungefähren Bestimmung des Anstellwinkels der Tragfläche genannt hat. Weiters ergibt sich aus diesen Werten die theoretische Gleitgeschwindigkeit und aus jener kann man zusammen mit der Flächentiefe die Re-Zahl wie auch alle anderen notwendigen Paramater errechnen.

Verallgemeinert kann man sagen, dass die Strömung an einem Modellflügel ab Re 100000 einigermassen gesund ist, darunter eher mit Vorsicht zu geniessen, es sei denn, es wurde ein spezielles Profil verwendet, was mit niedrigen Re-Zahlen klar kommt. Deshalb kann nicht einfach ein Originalprofil, was möglicherweise erst ab Re=500000 funktioniert, an ein Modell "dranbauen", was vielleicht nur so schnell wird, dass Re=200000 erreicht wird.

Um zu Deinen Fragen zur Konstruktion zu kommen:

- Finde heraus, wie schwer Dein Modell werden soll/wird
- Errechne den Flächeninhalt
- Lege eine realistische Fluggeschwindigkeit fest. 60 - 80km/h sollte für Deine DC6 realistisch sein
- Lege Dich auf ein Profil fest. Die vierstelligen 24er NACAs sind eine prima Wahl, NACA2415 oder 2412 gehen "immer". Besorge Dir die Profilpolaren.
- Saug Dir mein dilettantisches Berechnungsprogramm aus den 80er Jahren: http://corsair.flugmodellbau.de/files/area2/AIRPLANE.ZIP , es nimmt Dir langweilige Berechnungen ab, ist aber nicht besonders komfortabel zu bedienen ;-)

Nachdem Du weisst, welche Flächenbelastung Dein Modell haben wird und wie schnell es fliegen soll, checkst Du mithilfe des Proggies den erflogenen Re-Zahlbereich ab. Liegt er über 200000, ist alles in Butter. Weil dieser Wert zu erwarten ist, gehe ich nicht weiter darauf ein.

Im Proggie gibts es einen Berechnungschritt, mit dem Du feststellen kannst, bei welchem Auftriebsbeiwert (in den Profilpolaren immer mit Ca angegeben) und welcher Flächenbelastung die Gleitgeschwindigkeit ausgegeben wird. Probiere so lange mit dem Ca herum, bis die gewünschte Fluggeschwindigkeit herauskommt. Damit haben wir schon fast den Anstellwinkel der Fläche bestimmt. Grundsätzlich fliegen so ziemlich alle Motormaschinen (nicht Kunstflugmaschinen!) mit einem Ca von 0,1 bis etwa 0,3 in der Gegend umher.

Lies in der Profilpolare ab, welcher Winkel sich für das gewünschte Ca ergibt. Das ist dann der Anstellwinkel, aber noch nicht die EWD.

Was das Proggie nicht berücksichtigt, ist der so genannte Abwindwinkel. Werner Thies, Gott hab ihn selig, hat dafür mal in einer uralten Zeitschrift die Formeln aufgeschrieben. Die wollte ich schon lange mal mit ins Proggie nehmen.... wenns mir mal bannig langweilig ist vielleicht ;-). Der Abwindwinkel hängt damit zusammen, dass die Profilpolaren im Windkanal so ermittelt werden, dass man einen Flügel unendlicher Streckung annimmt.

Den haben wir in unseren Kisten nicht eingebaut, deswegen addiert man bei langsamen Motormaschinen als Korrekturwert ein Grad Anstellwinkel zusätzlich zu dem ermittelten dazu.

Aus dem Bauch heraus würde ich schätzen, dass Du an der Wurzel +3Grad, am Randbogen mit + 1Grad mit dem NACA24XX als Anstellwinkel der Fläche gegenüber der Rumpfmittellinie herausbekommst. Mehr als 2 Grad Verwindung würde ich nicht einbauen. Persönlich würde ich eh entweder keine und allerhöchstens 1 Grad Verwindung einbauen. Aber das ist Ansichtssache... ich seh halt immer zu, dass ich anständig Fahrt anstehen habe ;-)

Den Anstellwinkel der Fläche musst Du natürlich noch um den Winkel des Höhenleitwerks korrigieren, damit Du dann Deine EWD hast und endlich die Anformung am Rumpf ausfeilen kannst. Den Schwerpunkt wie immer für unbekannte Eigenkonstruktionen zunächst auf 25% der mittleren Flächentiefe zum Erstflug legen, danach dann schrittweise bis auf 30, 33%.
---Schnapp----


hth,

Rüdiger
[SIZE=2]Flugmodellbaudateien aller Art ohne Ende: Das Corsair-BBS Dateiarchiv [/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ruediger« (13. Juli 2010, 14:22)


Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

10

Mittwoch, 14. Juli 2010, 07:21

@Rüdiger: Danke :)

Ich werde mir jetzt einfach mal die x-y-Koordinaten meines Profils abmessen und somit eine Koordinatendatei selber erstellen. Ist doch keine Zauberei. Bin mal gespannt was die EWD-Programme dann dazu sagen :)
EDIT: Ich sehe gerade dass Rüdigers Programm sogar extra eine Funktion für manuelle Profilkoordinateneingabe hat, cool :ok:
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luftschrauber« (14. Juli 2010, 07:23)


slowhand_47

RCLine User

Wohnort: Ober-Ramstadt

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 14. Juli 2010, 19:18

Ich würde mir an deiner Stelle mal die Seiten von Jomari und Jens Kröner ansehen. Dort findest du einiges über eine simple und gleichzeitig stabile Tragflächenbauweise, die auch für schnelle Modelle geeignet ist. Schau dir bei Jens doch mal den Purist und den Multijet an, beide können ganz schön schnell fliegen. Dicke ist nicht das einzige Kriterium, ein sauber gebautes symmetrisches Profil dürfte aerodynamisch günstiger sind als eine fast ebene dünne Platte, erst recht mit so einer "Wirbelstufe" auf der Oberseite.

Und nimm öfter mal eine neue Klinge, saubere Kanten tragen auch zur Aerodynamik bei... :D Von der Optik mal ganz zu schweigen.

Bei deinem Eigenbau ist vermutlich nicht die EWD das Problem, ein konventioneller Flieger in leichter Bauweise dürfte mit 0-3 Grad immer "irgendwie" fliegen, solange der SP passt.
CRRCsim - the cross-platform open source r/c flight simulator

Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 14. Juli 2010, 19:42

Zitat

Original von slowhand_47
Bei deinem Eigenbau ist vermutlich nicht die EWD das Problem, ein konventioneller Flieger in leichter Bauweise dürfte mit 0-3 Grad immer "irgendwie" fliegen, solange der SP passt.

er ist ja auch "irgendwie" geflogen :) Aber halt nur solange der Motor an war. Beim Transport ist nur das Höhenleitwerk stark verbogen worden und fast abgebrochen. Habs für den Erstflug dann aber trotzdem einigermaßen wieder hinbiegen können.
ich kenne die Jomari- und jk-Bauweise schon, hab früher auch Flügel so gebaut und sind gut geflogen.
Aber bei meinen kleinen 8cm-Flächentiefen würden mit diesen Bauweisen zu dicke Profile entstehen, wie ich weiter oben schon erklärt habe.Aber du kannst schon recht haben dass mein Profil hier trotzdem einen höheren Widerstand als ein wohlgeformtes aber dickeres Jomari/jk-Profil hat, weil meins ist halt oben doch weitgehend eben. Aber immerhin abgerundete Nasenleiste und fließender Übergang nach hinten hab ich. Also ist mein Profil bestimmt bei Weitem aerodynamischer als eine primitive Ebene Platte.

Ich werd jetz erstmal ein stabileres neues Höhenleitwerk mit Holm bauen und etwas mehr EWD geben.
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Luftschrauber« (14. Juli 2010, 19:45)


slowhand_47

RCLine User

Wohnort: Ober-Ramstadt

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 14. Juli 2010, 21:04

Wenn du ohnehin ein neues HLW baust, bau es doch mal deutlich größer. Es kommt mir im Verhältnis zur Fläche irgendwie zu klein vor. Das kann sich durchaus negativ auf die Längsstabilität auswirken. Es wäre auch hilfreich, wenn du "schlecht fliegen" genauer definieren könntest. Unkontrollierbar? Zu schnell? Gleitwinkel wie ein Stein?
CRRCsim - the cross-platform open source r/c flight simulator

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 14. Juli 2010, 21:04

Hi Luftschrauber,

Zitat

Also ist mein Profil bestimmt bei Weitem aerodynamischer als eine primitive Ebene Platte.


Das bezweifle ich sehr...

Es ist keine Schande, wenn man von Aerodynamik noch nicht so viel Ahnung hat, denn jeder fängt mal an. Aber dann wäre es angebracht, sich erstmal am "Vorhandenen, Erprobten" zu orientieren.
Was glaubst du, wozu es Profilsammlungen usw. gibt ?

Die "Ebene Platte" ist ein sehr gut erforschtes (und aerodynamisch vermessenes) Profil, das bei gewissen Untersuchungen oft als Referenz verwendet wird. Mal davon abgesehen, daß es weitverbreitet als Leitwerksprofil verwendet wird. Es ist alles andere als ein "Leistungsprofil", aber sein Verhalten ist vorhersagbar und berechenbar, und an der richtigen Stelle eingesetzt macht es seine Arbeit.

Bei deinem "Profil" wird sich die Strömung spätestens am Anfang der hinteren Schräge in Form eine "Blase" ablösen; ob sie sich dann wieder anlegt, ist nicht vorhersagbar, weil da eine Menge Faktoren eine Rolle spielen. Eher nicht, die Folge ist dann hoher Widerstand und wenig Auftrieb...

Du bist da aber in guter Gesellschaft: Selbst Albert Einstein ist mal in die Aerodynamik "fremdgegangen" und hat sein berühmtes "Katzenbuckel-Profil" entworfen. War ein totaler Flop... Man ist sich heute nur nicht ganz einig darüber, ob das überhaupt ernst gemeint war.

"Unkonventionelle" Profile wurden im Modellflug immer mal wieder verwendet (u.a. sogar mal im Höhenleitwerk eines Weltmeistermodells). Aber dazu muß man genau wissen, was man tut und darf nicht einfach drauf los probieren.

Es ist natürlich deine Entscheidung, ob du auf die "harte Art" lernen willst.
Aber wenn du dir mal überlegst (oder vielleicht sogar ein Buch dazu liest), warum andere Modelle oder "Manntragende" so gestaltet sind, wie sie sind (das ist alles nicht zufällig so...), und weniger "Eigenkreationen" machen würdest, dann würdest du schneller zum Erfolg kommen. Wenn du dann irgendwann zu den "Erfahrenen" zählst, kannst du immer noch Experimentalflug betreiben.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (14. Juli 2010, 21:07)


Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 14. Juli 2010, 22:12

Zitat

Original von haschenk
Bei deinem "Profil" wird sich die Strömung spätestens am Anfang der hinteren Schräge in Form eine "Blase" ablösen; ob sie sich dann wieder anlegt, ist nicht vorhersagbar, weil da eine Menge Faktoren eine Rolle spielen. Eher nicht, die Folge ist dann hoher Widerstand und wenig Auftrieb...

Ja, ich kann mir gut vorstellen dass du da recht hast mit der Blase, aber wohl erst bei höheren Anstellwinkeln vermute ich. Und flache/schnelle Profile sind ja für kleine Anstellwinkel ausgelegt.
Zur konventionelleren Bauweise:
Darum hab ich ja auch schon weiter oben geschrieben dass ich mir per Schleifklotz ein neues Profil baue, bei dem die Schräge fließend bis zur Endleiste verläuft und halt nach vorne zur Nasenleiste auch einen fließenderen Verlauf. Das ist ja dann konventionell entsprechend Jomari/KJ-Profilform, nur in etwas kleinerem Maßstab.
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 14. Juli 2010, 22:43

Zitat

Original von slowhand_47
Wenn du ohnehin ein neues HLW baust, bau es doch mal deutlich größer. Es kommt mir im Verhältnis zur Fläche irgendwie zu klein vor. Das kann sich durchaus negativ auf die Längsstabilität auswirken. Es wäre auch hilfreich, wenn du "schlecht fliegen" genauer definieren könntest. Unkontrollierbar? Zu schnell? Gleitwinkel wie ein Stein?

Ja, genau das gleiche Gefühl hatte ich auch, dass das HLW etwas zu klein scheint. Aber ich habe es von WinSchwer berechnen lassen. Also ich habe erst die Tragfläche und die Rumpflänge in WinSchwer festgelegt und dann die HLW-Größe so lange verändert bis sich ein konventioneller Schwerpunktbereich von 1/4 bis 1/3 ergeben hat. Dabei ist halt diese HLW-Form rausgekommen.
Mit "Schlecht Fliegen" meinte ich bei ausgeschaltetem Motor einen Gleitwinkel wie ein Stein, liegt wahrscheinlich am beim Transport beschädigten Leitwerk wie ich vorhin schon erwähnt habe. Mit laufendem Motor hat er sich schon passabel steuern lassen. Die Rollen sind superschnell und präzise verlaufen. Nur braucht er noch mehr Motorsturz fürs Vollgasfliegen. Und wie gesagt: Mehr EWD und ein stabileres HLW.
Hier meine WinSchwer-Konstruktion. Ich habe von den Spannweiten den 3,5cm breiten Rumpf abgezogen weil er mit Absicht auftriebsneutral spitz zulaufend konstruiert ist, eben damit ich das Modell in WinSchwer eingeben kann. Weil Rümpfe lassen sich in WinSchwer nicht mit einzeichnen, erzeugen aber trotzdem Auftrieb wenn sie eine gerade Unterseite haben!
»Luftschrauber« hat folgendes Bild angehängt:
  • quer_48cm.jpg
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

der_rote_baron

RCLine User

Wohnort: Dresden

Beruf: Student (Luft- und Raumfahrttechnik)

  • Nachricht senden

17

Mittwoch, 14. Juli 2010, 22:48

Zitat

Original von Luftschrauber
..., aber wohl erst bei höheren Anstellwinkeln vermute ich.


Da vermutest du falsch...
Die Mindesthöhe für eine Rolle ist gleich der halben Spannweite

Der Atomstromfilter - Zur Strapazierung der Lachmuskeln

Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 15. Juli 2010, 08:20

Hab grad was Hilfreiches entdeckt:
http://www.elektromodellflug.de/schwerpunkt.htm
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

19

Donnerstag, 15. Juli 2010, 13:56

Luftschrauber,

es gibt auch noch andere Programme zur Berechnung von NP und SP, z.B. "Winlaengs4" von D. Meissner oder "Schwerpunkt" von R. Stumpf (die etwas aufwändigeren Programme lasse ich mal weg).

Alle Progs werden mit ausreichender Genauigkeit dasselbe Ergebnis bringen. Bei allen solchen Berechnungen nimmt man grundsätzlich die gesamte Tragflügel-Fläche, also ohne "Ausschnitt" für den Rumpf. Bei aufwändigeren Berechnungen kann man den Rumpfeinfluß durch Korrekturen berücksichtigen (falls nötig); das geht aber weit über das hier Mögliche hinaus und ist auch bei deinem Flieger unnötig, den "Rumpfauftrieb" kannst du vergessen.

Aber:
Alle Programme setzen voraus, daß am Tragflügel und Hltw. "gesunde", anliegende Strömung herrscht. Anderfalls stimmt das alles nicht mehr.
Bei deinem Tragflügelprofil hast du höchstens zufälligerweise eine "vernünftige" Umströmung.
Bei einen so kleinen Modell musst du ein für kleine Re-Zahlen geeignetes Profil (z.B. ebene oder gewölbte Platte, auch ein "Gö795" sollte noch gehen) verwenden oder Turbulatoren vorsehen.

Ich finde es ja gut, wenn jemand nicht nur RTF oder ARF fliegen will. Aber man kann es mit den eigenen Ideen und Vermutungen auch übertreiben. Du willst doch sicher, daß dein Modell nicht nur mit Mühe überhaupt fliegt, sondern auch gut und problemlos ?


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (15. Juli 2010, 14:08)


Luftschrauber

RCLine User

  • »Luftschrauber« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schnurzzhausen, Am Magnetfeld 12P

  • Nachricht senden

20

Donnerstag, 15. Juli 2010, 16:19

Zitat

Original von haschenk
bei deinem Flieger unnötig, den "Rumpfauftrieb" kannst du vergessen.
Bei einen so kleinen Modell musst du ein für kleine Re-Zahlen geeignetes Profil (z.B. ebene oder gewölbte Platte, auch ein "Gö795" sollte noch gehen) verwenden


Hallo Helmut,
gut, vielen Dank für die Tipps. Da bin ich ja froh dass ich den Rumpfauftrieb ausser Acht lassen kann. Das vereinfacht alles. Dann werd ich künftig die von dir vorgeschlagenen Profile für meine Miniflieger einsetzen.
Übrigens, ich habe bei irgendeinem dieser Schwerpunktprogramme kürzlich "Schwerpunkt nach Schenk" gelesen, das bist dann doch du, oder?

Gruß,
Stefan
»Luftschrauber« hat folgendes Bild angehängt:
  • schenk_schwerpunkt.jpg
meine Homepage: http://stefan-eibl.de mein Ebike/Pedelec Akku Online Rechner: http://stefan-eibl.de/ebikeakkurechner.sh

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luftschrauber« (15. Juli 2010, 16:21)