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DocStone

RCLine Neu User

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1

Mittwoch, 4. August 2010, 14:40

Händler verweigert Garantieabwicklung für Flugmotor

Hallo,

ich habe ein Problem: Mein (ex-)Händler verweigert die Abwicklung eines Garantieschadens eines Hype BL-Flugmotors. Und das kam so….


Im schönen Mai haben wir aufgrund einer mehrtägigen Veranstaltung im Süden Berlins den plötzlichen Bedarf an Modellbauteilen bei dem örtlichen Händler in Teltow stillen wollen. Ich brauchte u.a. einen starken BL-Motor für meinen damals neuen Classic Trainer elektro (von Staufenb***). Der Händler hat uns also beraten und erzählt, er hätte hier nur Qualitätsware, denn minderwertiges verkaufe er nicht. Er empfahl uns den AL35/900XL von Hype. Da wir insgesamt Ware im Wert von ca. 200 Euro in nur 3 Tagen kauften, handelten wir ein wenig und bekamen den Motor ein paar Euro unter dem Listenpreis.

Der Motor ist für das Modell saustark und macht richtig Laune. Leider lösten sich nach ca. 15 Flügen die Neodymmagnete und schliffen an Gehäuse.

In Berlin wohnend machte ich mich also wieder auf nach Teltow, um den Motor umzutauschen. Nun hörte sich alles ganz anders an. Der Händler: "Der Motor war so billig für Dich, da musst Du den schon selber an Kyosho schicken! Warum kaufst Du nicht teure Qualität wie Axi, dann könnte ich Dir auch Service bieten?"
Nach einigem Verhandeln (Ich: "Wenn Du keinen Service bieten kannst, dann kaufe ich nur noch im Internet!") erklärte er sich bereit, den Motor doch selber einzuschicken. Allerdings müsste ich schon auf den Ersatz warten, da er es "sich nicht leisten kann, dabei in Vorleistung zu gehen und mir den Motor aus seiner Vitrine zu ersetzen".
Zwei Tage später bekam ich den Anruf von ihm, ich könne doch seinen Motor aus der Vitrine haben. Also fuhr ich wieder nach Teltow und holte ihn ab.

Leider hielt auch dieser Motor nur 10 Flüge…

Da ich den Motor sicher innerhalb seiner Spezifikationen betrieb, fuhr ich abermals nach Teltow, um den Garantieschaden bearbeiten zu lassen. Da fing der Händler wieder an: "Kauf Dir doch einen Axi, dann passiert das nicht". Als ich ihm entgegnete, dass ich dies vielleicht tun werde, aber aufgrund der Querelen mit seiner Art der Garantieabwicklung sicherlich nicht mehr bei ihm, verwerte er mir die Abwicklung des Garantieschadens und verwies mich an Kyosho (…und aus dem Laden).

Da ich nicht ganz blöde bin und mich nicht so gerne nach Fahrten durch die halbe Stadt verars**en lasse, habe ich mir mal rechtliches dazu angesehen. Da steht im BGB § 439 "Nacherfüllung" im Absatz (2): "Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen … zu tragen."
http://bundesrecht.juris.de/bgb/__439.html

Das interpretiere ich so, dass der Händler den Garantiefall abwickeln, oder mir die dadurch entstehenden Kosten ersetzen muss.

So, hier kommt endlich mein Problem: Er tut es nicht!!! Was soll ich machen?

Einerseits will ich den Händler wegen dieses Betrags nicht verklagen. Andererseits sehe ich nicht ein, warum Händler genau wegen dieser Geringfügigkeit sich nicht ans Recht halten!

Wie würdet Ihr Euch hier verhalten?

Gruß
DocStone
Wer mehr weiß, muss weniger glauben!

Farkas

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2

Mittwoch, 4. August 2010, 14:54

Die Magnete selbst wieder einkleben......?
-wenn sonst kein Schaden entstand.
Loctide 648 oder Endfest 300 wirken da wahre Wunder!

Den Händler in Zukunft boykotieren.


Ansonsten ist ein Rechtsschutz Gold wert und Erstinfo,
beim Anwalt deines Veitrauens,kosten nichts.




Gruss,Andi.

DocStone

RCLine Neu User

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3

Mittwoch, 4. August 2010, 14:59

Kleiner Nachtrag:

Kyosho hat diesen Motor nach tel. Aussage nicht lagernd und auch keine Info darüber, ob er je wieder kommt. Ich kann die Abwicklung also gar nicht direkt über Kyosho machen! Die verweisen mich mit einem Achselzucken zurück an den Händler!

Es wird nicht besser....

Gruß
DocStone :angry:
Wer mehr weiß, muss weniger glauben!

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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4

Mittwoch, 4. August 2010, 15:10

Hallo,

ich würde in diesen Fall den Motor an den Händler einschicken. Am besten mit Zeuge. Dann muß er sich schriftlich äussern und Du hast was in der Hand. Ich glaube das er sich schon schwerer tun wenn er das schreiben muß.

Gruß
Werner
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Lars77

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Wohnort: Sachsen

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5

Mittwoch, 4. August 2010, 15:51

Gute Idee! Am besten als Paket, damit hat man den Nachweis der Zustellung.
Im Anschreiben das Recht auf Nacherfüllung geltend machen.
Dann liegt der Ball erstmal bei ihm.

Wo kämen wir denn hin, wenn die Gewährleistungsansprüche eine Frage der gezahlten Preise wären... :shake:
[SIZE=1]Aktuell in Betrieb: EJS | PZ Mustang | PZ Habu | Freewing MiG-15 | Phase 3 F-16 | TwinJet BL | MPX Fox | concepta | Rennfloh [/SIZE]

DocStone

RCLine Neu User

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6

Mittwoch, 4. August 2010, 16:20

Zitat

Original von Lars77
Gute Idee! Am besten als Paket, damit hat man den Nachweis der Zustellung.


Richtig ist, dass die Zustellung damit nachweisbar wird. Leider kann er dann immernoch sagen: "Ich habe das Paket bekommen, aber es war nur Zeitungpapier drinnen!"

Selbst wenn ich bezeugen lasse, dass ich den Motor eingepackt habe, könnte er behaupten, der Motor sei auf dem Postweg aus dem Paket verschwunden, oder? Kann man sowas im Beisein eines Postmitarbeiters einpacken?

Und wenn es klappt, wie komme ich dann an mein Geld? Er könnte sich hinstellen und mir ins Gesicht sagen, dass er den Motor nicht einschicken wird. Soweit war ich ja schon! Ich stand ja mit dem Motor in der Hand bei ihm im Laden...

Gruß
DocStone
Wer mehr weiß, muss weniger glauben!

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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7

Mittwoch, 4. August 2010, 17:12

Entweder du schmeist den Motor weg (ist wahrscheinlich das einfachste) oder du ziehst das durch.

Wenn Du das als Paket verschicks ist das versichert. Also wird er sich nicht trauen zu sagen das hat die Post ausgepackt. Da würde er sicher viel ärger mit der Post bekommen.

Er muß dann ja schriftlich antworten. Auf alles andere würde ich mich nicht einlassen.

Auf dein Geld hast du nur anspruch wenn der Motor nicht in angemessener Zeit repariert oder getauscht wird.

Wenn es soweit kommt und du dein Geld zurückfordern kannst und nicht bekommst muß du ins Schreibwarengeschäft gehen und dir einen gerichtlichen Mahnbescheid holen. Ausfüllen und zum Gericht bringen. Dafür brauchst du keinen Anwallt. Deine Auslagen können da dann auch gleich mit drauf.

Gruß
Werner
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dk7bo« (4. August 2010, 17:14)


8

Mittwoch, 4. August 2010, 17:21

RE: Händler verweigert Garantieabwicklung für Flugmotor

Zitat

Original von DocStone
Einerseits will ich den Händler wegen dieses Betrags nicht verklagen. Andererseits sehe ich nicht ein, warum Händler genau wegen dieser Geringfügigkeit sich nicht ans Recht halten!


Offenbar bist Du im Recht und der Händler im Unrecht. Der Händler kommt aber damit durch, wenn Du nicht konsequent bist. Sicher geht er davon aus, dass Du ihn nicht verklagen wirst.

Lessons Learned: Die Beratung im Einzelhandel ist nicht unbedingt immer fachkundig.

Gruß,
Günther
LS6-a, D-0616
robbe Arcus
Purist (nach Plan von jk-modellflug)
Falcon 56 MkII (Carl Goldberg)
MiG-15 (Art-Tech)

knuffel v2

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9

Mittwoch, 4. August 2010, 21:38

Hm...schwieriger Fall.Ich kenn solche Zwickmühlen, am Ende bist IMMER du der Depp :angry:

Zitat

Original von Farkas
Die Magnete selbst wieder einkleben......?
-wenn sonst kein Schaden entstand.
Loctide 648 oder Endfest 300 wirken da wahre Wunder!

Den Händler in Zukunft boykotieren.



@ Andi

Beides eher schlechte Ideen.
Erstens gehts ums Prinzip, wenn Doc jetzt noch an dem Motor rumpfriemelt, ists nix mehr mit Garantie...

Die zweite Idee ist fast noch unsinniger, warum sollte man den Händler boykottieren?
Er hat seinen Schaden, man lacht dreckig, stellt sich nach 5 Minuten aber die Frage,ob das nicht einfach nur sche*ße war und man deshalb strafrechtlich verfolgt wird.


@ Doc: Nicht verzagen, weiterfighten...oder wie ging das Sprichwort noch?:D:D:D


Gruß Denis :w
[SIZE=3]Suche 1S Lipos ( Turnigy), 130-180 mAh, bitte alles anbieten! [/SIZE]

comicflyer

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10

Mittwoch, 4. August 2010, 21:49

Zitat

Da ich nicht ganz blöde bin und mich nicht so gerne nach Fahrten durch die halbe Stadt verars**en lasse, habe ich mir mal rechtliches dazu angesehen. Da steht im BGB § 439 "Nacherfüllung" im Absatz (2): "Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen … zu tragen."
http://bundesrecht.juris.de/bgb/__439.html

Das interpretiere ich so, dass der Händler den Garantiefall abwickeln, oder mir die dadurch entstehenden Kosten ersetzen muss.
Sollen wir mal wetten, daß von "Garantie" oder "Garantieabwicklung" garantiert nix in irgendeinem Gesetz steht?
War überhaupt eine Garantie gegeben? Die gibt eigtl. der Hersteller, nicht der Händler.

Wenn man Rechte durchsetzen will, sollte man wissen, welche man überhaupt hat. :D

Du bist zwar im Recht, aber mit der falschen Begründung/Argumentation!
Und sowas merkt Dein Gegenüber evtl. und spielt Dich an die Wand.
Gockle einfach mal nach "Sachmängelhaftung wiki".

Nix für Ungut... ;)

CU Eddy

PS: ob das allerdings überhaupt hierher gehört oder nicht mindestens in die Motoren-Rubrik ???
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »comicflyer« (4. August 2010, 21:53)


Sanguinius

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11

Mittwoch, 4. August 2010, 21:57

Servus.

Ich hatte so einen Fall jetzt nicht mit Modellbauartikeln, sondern mit einer Endstufe
bei einem Car-Hifi-Händler. Aber mit dem Unterschied das der Händler absolut
zu meiner Zufriedenheit gehandelt hat.

Aber nun zum eigentlichen. Nachdem ich die Endstufe das dritte mal umgetauscht hatte,
kam der Händler von sich aus auf mich zu und sagte zu mir: " Wenn die Ware nach
dem dritten Umtausch wieder defekt ist, hab ich das Recht mein Geld zurück zu bekommen ".
Und ich nahm dann das Geld und alle waren glücklich.

Ich will jetzt keine wilden Märchen verbreiten! Aber stimmt es, das man dann sein
Geld zurück bekommt oder war es Kulanz vom Händler?

Wenn dem so wäre, warte auf den neuen Motor und lass ihn wieder verrecken :D .

Grüße
Alex

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Sanguinius« (4. August 2010, 21:59)


12

Mittwoch, 4. August 2010, 22:18

Hallo Doc,

dein besagter Händler aus Teltow ist für seinen schlechten Service sehr bekannt und wird nun schon von einigen Vereinen aus dem südlichen Umland von Berlin gemieden.

Es gibt einige dieser Fälle mit diesem Händler aus Teltow. Schade nur, dass durch solch ein Verhalten die Leute immer mehr im Internet bestellen oder gleich zu einem größeren Händler gehen. Service bekomme ich, wenn ich in Hongkong bestelle auch keinen, jedoch ist es wenigstens günstiger als Vorort.

Ich würde es mir jedoch nicht gefallen lassen und die Angelegenheit einem Anwalt vorlegen. Ist zwar keine große Summe, aber es geht hier um´s Prinzip. Wenn man nichts unternimmt, trifft es einen irgendwann wieder.

Also sei hart und kämpf um dein Recht.
Viel Erfolg



==[] ==[] ==[]

13

Mittwoch, 4. August 2010, 22:58

Der Händler ist im Recht!
Der Kunde möchte einen Garantieanspruch geltend machen, also kann der Händler auch an den Garantiegeber (Kyosho) verweisen. Der Händler ist nicht der Garantiegeber.
Der Kunde sollte also keine Garantieforderung stellen, sondern einen Gewährleistungsfall an den Händler stellen. Der Kunde hat nämlich die Wahl ob er einen Gewährleistungsfall oder einen Garantiefall melden möchte. Im Garantiefall ist Kyosho der Ansprechpartner, im Gewährleistungsfall der Händler.
Hier hat der Kunde wohl aus Unwissenheit falsch gehandelt. Wenn der Händler unwillig ist den Schaden zu beheben, dann ist solch eine falsche Forderung ein gefundenes Fressen für den Händler.
Ergo: Einen Gewähleistungsanspruch stellen und nicht die Garantie bemühen.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »micbu« (4. August 2010, 22:58)


14

Donnerstag, 5. August 2010, 00:20

garantie hin gewährleistung her,

der kunde hat den anspruch auf einen mangelfreien artikel (sachmangel) und hat diesen gegenüber dem verkäufer. an wen dieser sich dann wendet, um wiederum seinen anspruch geltend zu machen, ist nicht sache des käufers.

und wie der kunde seinen anspruch nennt, ist mit sicherheit irrelevant, da der händler in diesem zusammenhang davon ausgehen muss, dass der kunde den mangel behoben wissen will... zumal der mangel schon vor dem kauf bestanden haben muss, da er den motor 15mal innerhalb kurzer zeit geflogen ist und ihn uznvrezüglich reklamiert hat. gleiches gilt nach seinen aussagen auch für den austauschmotor.

weiterhin finde ich die aussage lustig, dass wenn man einen haltbaren motor möchte, einen teureren kaufen sollte. ...das ist ja, als wenn der fiat händler nach dem zweiten mangel meint, "mit einem bmw wäre ihnen das nicht passiert".

mit dieser aussage geht er ja schon davon aus, minderwertige ware zu verkaufen. aus diesem grund sollte er vermutlich sein sortiment überdenken :D

was dein motor problem angeht, insofern sich der verkäufer weigert, steht dir sicherlich auch der weg über kyosho oder einen anwalt offen. z.t. zeigen sich die hersteller recht großzügig gegenüber dem kunden. hat dir kyosho einen anderen, gleichwertigen motor angeboten?
beim weg über den anwalt, wirst du mit sicherheit recht bekommen, ob dir der motor jedoch die zeit und das geld wert ist, steht auf einem anderen blatt.
...und ich sag noch zu mir: "das ist total dumm, was du da gerade machst!" :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Carli« (5. August 2010, 00:23)


BOcnc

RCLine Team

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15

Donnerstag, 5. August 2010, 06:51

Moin,

zuerst muß man aber was in der Hand haben das der Motor nicht repariert wird. Mündlich hilft dir da nichts. Wenn du vorher zum Anwalt gehst wirst du auf die Kosten sitzen bleiben.

Gruß
Werner
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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16

Donnerstag, 5. August 2010, 08:17

Zitat

Original von micbu
Der Händler ist im Recht!
Der Kunde möchte einen Garantieanspruch geltend machen, also kann der Händler auch an den Garantiegeber (Kyosho) verweisen. Der Händler ist nicht der Garantiegeber.
Der Kunde sollte also keine Garantieforderung stellen, sondern einen Gewährleistungsfall an den Händler stellen. Der Kunde hat nämlich die Wahl ob er einen Gewährleistungsfall oder einen Garantiefall melden möchte. Im Garantiefall ist Kyosho der Ansprechpartner, im Gewährleistungsfall der Händler.
Hier hat der Kunde wohl aus Unwissenheit falsch gehandelt. Wenn der Händler unwillig ist den Schaden zu beheben, dann ist solch eine falsche Forderung ein gefundenes Fressen für den Händler.
Ergo: Einen Gewähleistungsanspruch stellen und nicht die Garantie bemühen.


:shake:

Er hat den Motor bei dem Händler und nicht beim Hersteller gekauft, somit ist der Händler der Ansprechpartner!

Wäre ja noch schöner, müsste man als Kunde den Motor nach China senden.....

Verweist Dich Dein Autohändler auch an den Hersteller, wenn es zu einem Gewährleistungs oder Garantiefall kommt?
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Farkas

RCLine User

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17

Donnerstag, 5. August 2010, 09:42

@Denis


meine Ideen mögen für"dich"nicht die Richtigen sein,wahrscheinlich
ebenso für den Treadsteller.
Er fragte nu aber"wie würdet ihr euch verhalten"

Ist aber eine ganz klare Sache,dass"ich"bei diesem Händler keinen
Cent mehr stehen lassen würde,nichts anderes ist mit boykottieren
gemeint.
Und laut Sirguhl`s Aussage wird dieser Shop eh schon,von einigen
Leuten,gemieden,-(boykottiert :D )die wohl schlechte Erfahrungen
mit dem Shopbetreiber machen mussten.


@DocStone


Prinzip hin oder her,bei einem Billigmotor stehen rechtliche Schritte
einfach nicht in einer vertretbaren Relation zum Preis/Aufwand.
Noch dazu wo der Motor eh noch unter Listenpreis über die
Ladentheke ging.

Und"ich persönlich"hätte halt die Magente einfach wieder eingepept,
wär damit weitergeflogen,hätte mir den Ärger und Zeitaufwand,
längerer,mehrfacher Anfahrtswege damit gespart.

Soll jetzt aber nicht heissen,das ich deinen Ärger,ob dieses Händlergebarens
nicht nachvollziehen kann.
So hält man sich keine Kunden,-selber schuld!




Gruss,Andi.

18

Donnerstag, 5. August 2010, 11:10

Zitat

Er hat den Motor bei dem Händler und nicht beim Hersteller gekauft, somit ist der Händler der Ansprechpartner!

Nein, stimmt so pauschal nicht!
Der Händler ist dann Ansprechpartner wenn man einen Gewährleistungsanspruch stellt.
Wenn man einen Garantieanspruch stellt, dann steht in den Garantiebedingungen an wen man sich zu wenden hat. Viele Händler übernehmen das Handling auch im Garantiefall, weil das so mit dem Garantiegeber abgesprochen ist oder aus Kulanz. Einen Anspruch darauf, daß der Verkäufer auch eine Garantieabwicklung übernimmt gibt es nicht.
Hier hat der Händler einfach die Unwissenheit des Kunden ausgenutzt.

Zitat

Wie würdet Ihr Euch hier verhalten?

Ich würde zum Händler gehen, einen Sachmangel darlegen und Nacherfüllung vom Händler verlangen.
Viele Grüße, Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »micbu« (5. August 2010, 11:12)


BOcnc

RCLine Team

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19

Donnerstag, 5. August 2010, 11:32

Hallo,

es handelt sich hierbei um eine Mängelgewährleistung. Dafür ist der Verkäufer zuständig. Das ist Bestandteil des Kaufvertrags mit dem Verkäufer.(Auch wenn es nicht im Kaufvertragt steht) Wenn das dieses Jahr im Mai war ist das noch keine 6 Monate her und der Verkäufer muß beweisen das die Ware beim Verkauf keinen Mangel hatte. Nach 6 Monaten dreht sich das um. Ist aber nur bei Privatpersonen so.

Das sich das ganze nicht lohnt ist klar. Aber ich bin meistens auch dafür das der Händler dazu lernen muß wenn er mir zu dumm kommt.

Was auch schon bei mir geholfen hat ist der Satz "Ich gehe damit mal zur Gewerbeaufsicht"

Ich habe auch schon so Billigteile entsorgt weil ich denke das ich einfach zu blöde war was vernümtiges zu kaufen.

Gruß
Werner
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »dk7bo« (5. August 2010, 11:38)


Lars77

RCLine User

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Beruf: Dipl.-Ing.

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20

Donnerstag, 5. August 2010, 12:39

Es liegt aber am Händler, solche Billigteile, die oft nichtmal die Gewährleistungsfrist überstehen und daher auf beiden Seiten nur Ärger bereiten, gar nicht erst zu verkaufen. Er weiß ja, welche Pflichten er hat.
[SIZE=1]Aktuell in Betrieb: EJS | PZ Mustang | PZ Habu | Freewing MiG-15 | Phase 3 F-16 | TwinJet BL | MPX Fox | concepta | Rennfloh [/SIZE]