21

Donnerstag, 8. Mai 2003, 20:55

Die Auftriebsfrage hat mir auch schon einer mal gestellt.

Die nächste Frage war dann - Und warum fliegt dann eine fliegende Scheibe ?

Die aerodynamikbeschreibung könnt ihr auch hier auf unserer Homepage nachlesen (Artikel aus dem "Modellflieger")

Diduel

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22

Donnerstag, 8. Mai 2003, 21:45

@ Willi:

Zitat

Die nächste Frage war dann - Und warum fliegt dann eine fliegende Scheibe ?


also, meine ist nicht geflogen, dass lag aber an was anderem :D (hts zu sehr verbogen ==[] )

Wieso fliegt jetz die Hummel? *auchwissenwill*


I am the STIG

eismarder

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23

Donnerstag, 8. Mai 2003, 22:06

Hab hier so einen netten Zettel an der wand hängen:
Die Hummel hat 0,7qcm Flügelfläche bei 1,2 Gramm Gewicht.
Nach den gesetzen der Aerodynamik unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.
Die Hummel weiß das aber nicht und "fliegt" einfach.

Das fliegen steht mit absicht in Gänsefüßchen, da es wirklich ein Bewegen in der Luft ist. Nix mit gleiten oder so. Deshalb ist der begriff fliegen....sorry...sche.!
Physikalische Gesetze sind dazu da, dass man sie bricht !!
Wer Sex für das schönste hält, der war noch nie richtig kacken!!

Flyer

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24

Donnerstag, 8. Mai 2003, 22:10

Hi :)

Habe hier noch nirgends gelesen, warum über der Tragfläche der Unterdruck entsteht und warum die Luft dort schneller ist als auf der Unterseite...
Also ich meine jetzt, das mit dem Bernouillischen Gesetz zwischen Profiloberseite und den BERUHIGTEN Luftschichten (Effekt wie im Venturirohr)
Oder war das in einem der Links drinne?! Bin zu faul zum lesen :D da wär ich ja morgen noch dran.. *rofl*

Also ich weiß wieso warum weshalb (PPL), nur die Newbies vielleicht noch nich.... deswegen frag ich!

Gruß,
Christian

FSeemann

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25

Freitag, 9. Mai 2003, 06:58

Hi,

Zitat

Original von Dino_J

Zitat

Original von ufisch
...und warum fliegt nun eine Hummel? :evil:



Heheheee... :evil:

Rein theoretisch kann eine Hummel gar nicht fliegen, es hat ihr nur noch keiner gesagt.


das ne Hummel fliegen kann liegt daran,daß sie KEIN Flugzeug ist :) Ok, bevor die Verwirrung noch größer wird mal eine Erklärung :

Bei Flugzeugen und Insekten entstehen an den Flügeln Wirbel, die nach hinten wegströmen. Da der Flügel des Insekt nicht starr ist und sich nach unten bewegt (und zwar an der Spitze schneller als am Rumpf) entsteht an der Spitze des Flügels ein Unterdruck. Dieser Unterdruck zieht den Wirbel nun am Flügel entlang, so daß er die ganze Länge des Flügels entlang streift und nicht wie beim starren Flügel eines Flugzeuges sofort nach hinten wegzieht. Dieser Wirbel verschafft dem Flügel der Hummel zusätzlichen - bisher unberücksichtigten - Auftrieb und das ganze mit 200 Schlägen/sec. Das ist der Trick der Hummel beim fliegen...

Rausgefunden hat das ein Biomechaniker aus den Cambridge (mir fällt nur der Name nicht ein Eddington, Ellington o.s.ä.). Gab mal im WDR eine Sendung darüber mit Ranga Yogeshwar.

Also irritiert die armen Viecher nicht damit, dass ihr ihnen erzählt, sie dürften nicht fliegen können :)

Achso, noch etwas. Man wird seltener eine kleine Hummel fliegen sehen. Die schaffen es nicht sicher die Betriebstemp. von mind 30 Grad Celsius zu erreichen. Vor dem fliegen "zittert" die Hummel mit ihre Flugmuskulatur und bringt die Muskeln auf 30 Grad Celsius. Ausser das etwas wie "schweres Atmen" zu sehen ist bemerkt man nichts davon. Dafür wird viel Energie benötigt. Kleine Hummeln haben diese nicht um das auch bei niedrigerer Umgebungstemperatur (<6°C) zu schaffen. Zu warm darfs allerdinsg auch nicht werden. Bei ca. 45 Grad Muskeltemperatur können die Hummeln auch nicht mehr fliegen. Sie laufen dann heiss. Alles genau so wie beim Flugzeugmotor. Erstmal warmlaufen, dann starten und wenn der Motor zu heiss ist ist nichts mehr mit fliegen.

Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FSeemann« (9. Mai 2003, 07:17)


Rudy F

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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26

Freitag, 9. Mai 2003, 07:05

Symmetrische Profile: Geometrie und Wirklichkeit

Morgen Strömungsinteressierte, :)

da hier der Begriff der Profilsymmetrie erwähnt wurde:

die Form eines Profils ist ein FAST ausschließlich geometrischer Begriff, wobei sich das "FAST" nur darauf bezieht, dass es tatsächlich einen Zustand gibt, wo Geometrie und Aerodynamik übereinstimmen:
Nämlich wenn sich das symmetrische Profil mit Anstellwinkel NULL durch die Luft bewegt!

Was physikalisch/statistisch gesehen ungefähr einem Sechser im Lotto entsprechen würde. Für eine Tausendstel Sekunde vielleicht.

Die Luft weiß natürlich nichts von der "Krücke" Geometrie, aber die Luftmasse teilt sich je nach MOMENTANEM Anstellwinkel in eine (relativ!) strömende Luftmasse OBERHALB und UNTERHALB des Profils.

Der dazugehörige "Spaltpunkt" wandert an der Eintrittskante (Nasenleiste) je nach Anstellwinkel einige mm bis cm! Von Symmetrie und symmetrischer Strömung überhaupt keine Rede mehr.

Um das GEOMETRISCH etwas zu beleuchten, was aber wieder nur eine SEHR grobe Näherung an die Strömung der geteilten Luftmasse darstellt:

Man nehme ein "Symmetrische Profi" (gilt aber auch ÄHNLICH für BELIEBIGE Profile) und schätze (Grins) den Spaltpunkt der Luft bei zb einem Anstellwinkel von 5°.
Zeichnerisch Profil um 5° anstellen und jetzt eine senkrechte Tangente an den Nasenkreis.

Methode 1) Diesen Punkt mit der Endleistenkante verbinden, parallel zur Nasenleistentangente einige senkrechte Linien auftragen und den Unterschied zwischen den Längen der jeweiligen Linie oberhalb und unterhalb der Verbindungslinie beaugapfeln. Nur so spassehalber zur Größenabschätzung der zuständigen Profil-Halbdicke und besonders vorne Profilverlaufs für die beiden Luftmassen. Wenn man obere Teil-Fläche und untere noch verschiedenfärbig anfabelt, wird der Unterschied "überwältigend" erkennbar.

So, und da ist jetzt 12Uhr52 die Zeichnung dafür:




Methode 2) zur MOMENTAN-Wölbungsb
eurteilung,besonders aufschlussreich bei einem Funflyer-Kaulquappenprofil bei zb 10° Anstellwinkel:

Parallel zur senkrechten Nasenleistentangente Schnitte durch das Profil legen, diese halbieren und die Halbierungspunkte verbinden. Ergibt die so sehr geschätze (MOMENTANE) Skelettlinie zu Wölbungsbeurteilung.
Selbige ist natürlich wieder nur ein menschliches AN-Näherungsverfahren und ist der Luft völlig wurscht. :dumm: Aber schon so was von wurscht. :D :evil:

(Methode 3) kommt eventuell noch irgendwann später, da müsste ich einiges zeichnen und das ist ohne Scanner - nur mit PAINT - etwas mühsam.
Stichwort: Abstandsschnitte der Profilhälften zu einer oberen und unterer HORIZONTALEN Profiltangente.)

:ansage: Frage an Radio Eriwan: "Symmetrische Profile, gibt es die überhaupt und wenn ja, warum doch nicht?" ;(
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rcFIA« (9. Mai 2003, 12:53)


27

Samstag, 31. Mai 2003, 17:19

RE: Symmetrische Profile: Geometrie und Wirklichkeit

Ich weiß zwar nicht, ob das, was ich erzählen will, schon einer gesagt hat, weil ich schlichtweg zu faul war, alles zu lesen, aber ich sags trotzdem mal:

Bernoulli ist ein Lügner und die Theorie der gleichen Überströmzeiten ist völlig falsch, dafür gibt es keinen triftigen Grund. Um ein Fligzeug nach Bernoulli fliegen zu lassen, wäre eine Tragfläche nötig, die wie ein Buckelwal geformt ist und das Teil müsste sauschnell sein...

Newtons drittes Bewegungsgesetz besagt, dass zu jeder Kraft eine gleichgroße Gegenkraft existieren muss.
Dann liegt die Luft enger als man denkt, an der Tragfläche an (Coanda-Effekt),
und die Form der Tragfläche bestimmt auch die Richtung der Luft:
an der hinteren Unterkante verläßt der Luftstrom die Tragfläche mit einer nach unten gerichteten Richtung.

Kombiniert man nun Newtons drittes Bewegungsgesetz und die nach unten geschleuderte Luft, erhält man das, was man Auftrieb nennt...


Das dürfte keine Fragen offen lassen!


Gruß

Chris

28

Samstag, 31. Mai 2003, 17:54

Doch :evil:
Warum fliegt ein Nuri mit einem S-Schlag-Profil, an dessen Endleiste die Luft nach oben strömt???

Grüße
Malte

jfbaumi

RCLine User

Wohnort: D-67354 Römerberg

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29

Samstag, 31. Mai 2003, 18:01

Antwort von Radio Eriwan:

Alle Profile sind symetrisch.
Bauungenauigkeit verhindert die perfekte Symmetrie.
Gruß Jürgen
jbsseiten

Friwi

RCLine User

Wohnort: D-30539 Hannover

Beruf: Pensionär2013

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30

Samstag, 31. Mai 2003, 18:15

Zitat

Original von DrM

Warum fliegt ein Nuri mit einem S-Schlag-Profil, an dessen Endleiste die Luft nach oben strömt???



...weil die Luft sich eben nicht an das hält, was Du glaubst, sondern gemeinerweise doch insgesamt nach unten abgelenkt wird. Da haben die Luftteilchen schon ihren eigenen Willen :nuts:

Freundlichst
Friwi

PS: Bring morgen einen Zwirnsfaden, Watte und einen Holz (oder CfK) Stab mit, dann beweise ich Dir das :ok:
Das in meinen Beiträgen geschriebene stellt meine Meinung dar und erhebt nicht den Anspruch auf Unfehlbarkeit :w

Basteln ist der Aufstand der Sinne gegen den Verstand...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Friwi« (31. Mai 2003, 18:19)


31

Samstag, 31. Mai 2003, 19:33

Hi zusammen ,


beim DMFV gibts ein Buch " Leitfaden der Aerodynamik " von Mauro Marmotti

http://www.dmfv.de/de/shop/buecher/d3.html für ca 16 Euro

da is das ganze sehr gut beschrieben , wie ich find :)

Sind auch einige Experiemente erleutert ,die das sehr anschaulich machen.


Gruss Andi

32

Samstag, 31. Mai 2003, 23:37

die hummel

Die kann gar nicht fliegen.
weil die flügel im verhältnis zum gewicht zu klein sind. :)
Eigendlich reitet sie auf den luftwirbel die sie erzeugt.
Kamm irgendwann auf galileo.
Pulsoschmiede

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom-Tom« (31. Mai 2003, 23:38)